Montag, Dezember 31, 2007

Neues Jahr - Neues Spiel!

Es geht auf und los und davon, meine Lieben!

Ich wage zu behaupten, mir ist das zurückliegende Jahr ziemlich gut gelungen. Das muss jetzt bloß hübsch so weiter gehen^^.

Nicht viel Zeit hier. Aber Vorsätze. Die müssen ja sein.

Also:

Ein generelles "Mehr!" steht da bei mir. Mehr Meer. Mehr Griechisch lernen. Mehr Musik. Mehr leben. Besser, schneller lauter! Immer voran, voran! Und weitermachen mit diesem wunderbaren kein zurück und "Don't look before you jump". Die Englischlektüre fertig kriegen. Mehr übersetzen. Pünktlicher sein. Vielleicht. In den richtigen Moment zu spät kommen eben.

Mein Vorsatz?
Mein Satz für 2008, lautet weiterhin: Kommt alles, wie es soll.

Samstag, Dezember 29, 2007

Wunder in Briefen...

Heute war ich mit Family bei IKEA und weil sichs ja so schön anbot, sind wir gleich kurz bei meiner Wohnung vorbeigefahren, um dort den Georges und den Staubsauger abzuladen und meinen Briefkasten zu leeren. Ich hatte mir ja Buttons und ein paar andere Dinge bestellt und die müssten so ziemlich genau am Tag meiner Abreise eingetroffen sein. Der Umschlag war auch noch da. War nur nix mehr drin. Irgendwer hat nämlich meinen Briefkasten aufgebrochen, die Buttons entnommen und den Umschlag wieder reingelegt... super Sache. Und so was zu Weihnachten.

Aber an sowas sollte man sich ja nicht zu lange aufhalten. Sind eben ein paar Euro weg...
Bin jedenfalls gerade rein vom Kino mit Barbara, Linda, Anita, Ulrike, Tina, Anna und Holger und möchte KeinOhrHasen an dieser Stelle direkt mal empfehlen. Schon allein wegen Nora Tschirner. Jap.

Dann McDonalds noch kurz und dort eine unwahrscheinlich kompetente junge Frau an der Kasse, die über meinem Milchshake und Cola derartig bezaubernd nervös wurde, dass ich später beschloss, mir noch ein Getränk zu holen(ja, ich war ziemlich dehydriert, könnte man meinen ;))... allerdings hatte sie da wahrscheinlich grade Feierabend gemacht... Leben ist einfach nicht fair manchmal.


Rückbezug zum letzten Eintrag: Ja es ist ungerecht.
Weil irgendwer dann doch schon jemand sein muss und dann eben auch nicht irgendjemand. Und das mit den verirrten Herzschlägen ist ein unheimlich weites Feld und was die Svenja da jetzt noch mittendrin will, ist mir schier unerklärlich. Einfacher macht das auf jeden Fall überhaupt nichts. Trotzdem bleibt neue Erfahrung neue Erfahrung und ist jetzt eben auch von mir erlebt worden. Dass das auch andersrum geht. Dass ich mich für jemanden mal ausnahmsweise nicht interessiere.

Dienstag, Dezember 25, 2007

"Es ist ungerecht, Ben!"

Manchmal hat man Dinge schon geahnt und erinnert sich nicht daran, wenn sie geschehen. Aber ich denke, es ist mal wieder so weit. Ist wieder Zeit für diesen Satz: "Ben! Es ist ungerecht, Ben!", und ich möchte euch dieses Buch empfehlen von Brigitte Reimann, möchte euch "Franziska Linkerhand" ans Herz legen und noch viel mehr ihre Tagebücher, die ganz wunderbar klingen und ganz bizarr.
Mir ist unheimlich grad. Da ist irgendwas. Da kommt irgendwas. Das kann man nicht schreiben. Ja, sagen kann man es kaum! Da ist etwas. Und ich fürchte es. Und sehne es herbei. Es ist ungerecht, .

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"Wer Myrte baut, wird niemals Braut!", das wollte ich noch gesagt haben. Interessantes dazu gibt es bei Google und Wikipedia. Sollte man allerdings in Verbindung lesen, wenn man sich da nicht so auskennt.
Warum mir das jetzt grade ständig im Kopf rumgeistert, weiß ich auch nicht. Aber es ist da, es ist präsent und ich frage mich unwillkürlich ob ich überhaupt jemals näheren Kontakt(von Blickkontakt ganz zu schweigen!) mit einem Myrtenstrauch hatte...

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"Ich habe dir doch von großen Sternen erzählt, aber du hast zur Erde gesehen."

Sonntag, Dezember 23, 2007

... und ich liebe dich so ...

Was bin ich aber auch wieder lyrisch zur Zeit, das ist ja richtig unheimlich ;).

Während ich also immer mal wieder "O Bethlehem du kleine Stadt" vor mich hin spiele und versuche, mich nicht vom direkt bevorstehenden Weihnachtsfest beeindrucken zu lassen, schreib ich was. Was kleines.

Wenn wir Grizzlybären wären, würde ich dir Fische fangen,
wenn wir Frühlingsvögel wären, schenkte ich dir meinen Klang,
wenn wir beide Sonnen wären, strahlte ich dich ganz warm an,
wenn wir beide Winde wären, strich ich sanft an dir entlang,
wenn wir beide Worte wären, würd ich dich nur noch betonen,
wenn wir beide Taten wären, ebnete ich deinen Weg schon,
aber weil wir Menschen sind, denke ich bloß an dich
und weil wir beide Welten sind, schenk ich dir ein Gedicht.


Ich feiere auf Herzebene schon mal Weihnachten und weiß gar nicht wofür und mit wem überhaupt.

Mittwoch, Dezember 19, 2007

You've got mail

Ich habe gestern einen wunderbaren Brief von der Mia bekommen, in dem sie mir erklärt, dass auch eine Frau, die nur eine weitere ist, etwas bewegt, etwas verändert.
Und noch ganz viel anderes steht drin. Ganz vieles zum Beispiel, das mir zeigt, wie ähnlich wir doch an einigen Stellen denken.

Es wird Weihnachten. Ich merks. Woran? An dem plötzlich-alle-vermissen, das mich hier so ergreift. Im Punkt Geschenke bin ich noch nicht wirklich voran gekommen, muss ich leider gestehen...

Gestern war Kochabend bei Matthias. Ganz großes Kino. Hühnersuppe mit Bratkartoffeln(oh was lieb ich diese Kombi!) und dann Therapy ganz lang - so lang, dass wir Privacy, das wir auch noch ausgeliehen hatten, nicht mehr geschafft haben... müssen wir dann mal wann anders spielen. Und schon war es Eins - jetzt aber fix nach Hause und an der Haltestelle noch Sophie treffen, die aus dem StuK kommt und bereits mit der Motivation für Lateingrammatik zu kämpfen hat.

Und sonst? Freude auf Weihnachtsbreak. Und das obwohl ich ganz viel zu tun habe. Aber es sind eben alle wieder in Dessau-city! Yeeha!

Dienstag, Dezember 11, 2007

Wenn ich noch mal versuchte, dich zu erobern, dann so

Du mit deinem Blau und Blond,
durch deine Augen bis zum Mond,
an deinen Händen immer neu,
du mit deinem "Nichts bereuen",
immer ganz leicht irritiert,
du bist immer jetzt und hier,
du hast die Welt mehr als nur geahnt -
du mit deinen weiten Schwingen,
mit deinem Leuchten, deinem Singen -
du hast es mir angetan.

Montag, Dezember 10, 2007

A fever you can sweat out...

Heute Abend begebe ich mich nach Leipzig. Gestern und heute ganz offiziell krank und am kotzen und schlecht gelaunt und nur am rumjaulen. Und jetzt? A fever you can sweat out. Geht alles vorbei.
Und ich wink noch und nicke und sag "next.".

Ich seh es kommen. Ihr auch?

Samstag, Dezember 08, 2007

Hier war ich irgendwie schon zu oft

Sie wird mich nicht daten, weil sie auf Männer steht. Und das sagt sie mir unheimlich charmant... aber irgendwie war ich an dem Punkt einfach schon zu oft.

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Gerade von Christian rein. A-Pub war total voll, also sind wir ins Chilli und danach(also Hendrik fuhr heim) zu Christian und noch "der verbotene Schlüssel"(eigentlich wollten wir ja "eyes wide shut" sehen... aber der war uns dann doch zu lang... und kate hudson ist schließlich auch ein hübsche Frau ;)) angeschaut, den ich echt nur empfehlen kann. Und danach - damit die kleine Anna nicht total verängstigt allein nach Hause fahren muss - noch kurz "Time after Time" auf der wunderbaren Cindy Lauper Live-DVD angesehen - ohne Worte.

Und jetzt aber husch husch ins Bett^^

Freitag, Dezember 07, 2007

Dass man sich aber auch immer alles noch mal schriftlich geben lassen muss!

*seufz*
Körbe sind echt tolle Sachen sag ich hier mal. Vorsichtig. Und dann wink ich kurz in Richtung einer ganz tollen Frau. Und geh erstmal.
Aber Leipzig ist ja so groß. So groß.

Weihnachten is coming. Die Mia bloggt wieder wies Böse und ich fühl mich(oder fühlte mich zumindest bis gestern) ein ganz klein wenig wie Frühling. - Wie soll man da denn bitte an Weihnachtsgeschenke denken?! Ich kanns nicht jedenfalls.

Nächste Woche dann Vorklausur in Griechisch - Das wird ein Spaß!

Man sollte sich auf keinen Fall den Tag merken - ist doch scheißegal *lalalala*...

Das große Tief, welches ich zur Wochenmitte durchwanderte(inkl. Studienabbruchsplänen) hab ich derzeit überwunden und Positivismus ist wieder angesagt. In Leipzig wird weiterhin studiert, gefeiert und kennen gelernt. Gehört sich ja auch so.

Nächstes Wochenende kommen Manu und Julia mit her und backen und Quedlinburg und so... man hat ja sonst nix weiter zu tun, wa? ^^

Mittwoch, Dezember 05, 2007

Wenn ich liegen bleiben wollte

bis sich mein Kopf wieder geordnet hätte, würd ich wahrscheinlich dabei verhungern. Und ich atme ein und atme aus und weiß immer noch nicht, wie ich mich fühle. Und weil ich das nicht weiß und Klarheit vorerst nicht in Sicht ist, beschließe ich. Will ich zumindest. Aber kann ich nicht, weil ich mich nicht entscheiden kann.

Was einmal unkaputtbar war, wird nie mehr irreparabel.
Und ich genieße das, wie wohl nur ich es kann. I walked in on a crowd and again... aber ich werde den Kopf nicht schütteln. Und nicht nein sagen schon wieder und nicht denken "wie dumm ich doch war...". Denn ich war ja seltenst so wunderbar vernünftig. And you turned around and in my heart it's still june. Und da steh ich vor der Ratlosigkeit, als hätten wir uns ewig nicht gesehen und weiß doch, es war erst letzten Monat. Stehe vor der Ratlosigkeit und biete ihr einen Kaffee an, weil ich weiß, dass sie eine Weile bleiben wird. Wir wetten und werfen Münzen und Würfeln um den nächsten Schritt und schreiben Lieder, die wir "Part II" nennen, ohne dass es einen bewussten ersten Teil gegeben hätte. Weil es hier gerade keinen Anfang gibt. Weil er nicht einmal gedacht werden kann.

Und doch. Wenn wir wüssten, wie es ausgeht - wären wir dann noch hier? Wovon sollen wir leben, wenn nicht davon, wie wollen wir sein, wenn nicht glücklich?

Montag, Dezember 03, 2007

And as I dreamed, there was an angel by my side...

"Thou, thou Lysander, thou hast given her rhymes,
and interchang'd love-tokens with my child:
thou hast by moonlight at her window sung,
with feigning voice, verses of feigning love"

Warum das hier steht? Allein nur wegen der ersten Zeile. Thou hast given her rhymes. Manchmal reicht das aus. Für Shakespeare auf jeden Fall.

Mittwoch, November 28, 2007

Jetzt erhältlich: .Liebe !

Ich sah dich so unglaublich fallen. Und nun seh ich es förmlich kommen und kann nicht vor und nicht zurück.
Du hast mit deinen Händen Herzen an die gefrosteten Bushaltestellenscheiben gemalt und ich sah es und sah lange Zeit gar nichts mehr. Vor Licht. Vor Unendlichblau. Und muss nie wieder etwas sehen, solange nur die Ahnung bleibt, dass wenigstens eine auf der ganzen Welt über Glatteis und Atemwolken noch den Sommer beschreibt.

Immer nur einen Fuß vor den anderen zu setzen und dann plötzlich alles glasklar zu sehen, als wäre es schon da, wäre es schon jetzt und immer jetzt gewesen und in einem Atemzug die Welt zu verstehen und alles, was passiert ist, und zu wissen, dass es Sinn gehabt hat, dass keine Sekunde verloren war und hier alle Fäden zusammen laufen... das ist... ein Moment, den man wahrscheinlich nicht oft erleben wird. Das ist, als ob einem die letzten Zehn Jahre an Glück innerhalb von Sekunden ausgezahlt werden.
Und weil ich es weiß. Dass kein Augenblick verloren ist an dieses Leben. Weil ich das weiß, werde ich nicht müde werden, diese Welt bis zum Rand auszuleben.

Du hast mit deinen Händen Herzen an die gefrosteten Bushaltestellenscheiben gemalt und gelacht, wie nebenbei. Da sah ich uns alle Zweifel aufgeben und alles erkennen und Schneebälle formen aus den Wolken über uns. Und seit Jahren wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass ich sehen kann. Ich sehe es kommen. Als wär's Gewissheit!

Freitag, November 23, 2007

Time is now

Es geht nach Hause. Was soll ich sagen? Ich weiß noch gar nicht, wie ich alles schaffe, was ich vorhabe und danach trotzdem noch lebe... aber hat bisher immer geklappt, muss auch dieses mal funktionieren.

Ich starte mit deutlichem Vorteil im Gegensatz zu den letzten Heimbesuchen: Ich bin ausgeschlafen! Einem 52-Stunden-Non-Stop-Wochenende steht also nichts mehr im Wege. Heute abend ist bereits verplant, jetzt muss ich nur noch sehen, dass ich die Mia und Anne und sonstwen noch ins Bild kriege und dann wird das schon.

Die neuen Vorhänge sind auch da. Ich habe die ursprünglich ins Auge gefasste Taktik(Decke über den Kopf ziehen und die Gardinenwaschfirma nicht beachten) durchgezogen und würde sagen, es ist eine geringfügige Verbessung festzustellen. Geringfügig. Aber na ja. Ich bin eh kaum daheim - Was störts mich?!

Ich denke grad so viel Sommer, dass es hier drinnen schon nach Meer riecht.

Und was ihr nicht wisst, ist, dass ich grade jemanden gefunden habe. Also. Schon vor zwei Stunden. Aber mir ist grad erst aufgefallen, wer es ist. So ist das, wenn man so einige Menschen nur über die Ferne kennt. Oder aus den Erzählungen anderer.
Ja. Aber wie komm ich jetzt mal so schnell nach Weimar? mhm... Wege finden sich Schritt für Schritt heraus.

Ich muss jetzt aber doch mal schnellstens Tasche packen und so... abwaschen vielleicht nocht... mal schaun. Bis bald!

PS: Weil ich hier inzwischen ein bisschen mit Call-and-Response arbeite:
11.10.07 - Brich dir dein Herz nicht.
Ich tus doch auch nicht. Hab ich gesagt.
Heute weiß ichs besser.
Ich hab mir das Herz gebrochen mal wieder und zucke nur kurz die Schultern und weiß, es hilft nichts. Manchmal sind 30 Tage ein ganzes Leben wert.
Brecht euch eure Herzen nicht. Oder habt Spaß daran.

Mittwoch, November 21, 2007

"Schau mal, eine Wimper!"

*pust*
"Und was hast du dir gewünscht?"
"Dasselbe wir jedesmal -
Glück."
"Hältst du das nicht für ein wenig schwammig? Ich meine, wie wärs mit Liebe oder Durchblick im Studium oder niedrigeren Benzinpreisen oder so?"
"Aber das will ich ja gar nicht. Die größte Chance, die dieses Leben für uns bereithält, ist glücklich zu sein. Ganz viele lassen sie ungenutzt. Lassen sich davon abhalten durch Nichtigkeiten.
>Bin mit dem falschen Bein aufgestanden, konnte heute nicht glücklich sein.<,
alles Murks!"
"Aber jeder hat doch mal einen schlechten Tag und in einer so unperfekten Welt wie dieser, ist dem Unglück ja Tür und Tor geöffnet..."
"Ich verlange ja eben nicht nach Perfektion. Nicht nach Weltfrieden oder dem Lottogewinn oder dergleichen. Ich will nur über all dem, über Schneematsch und unfreundlichen Passanten, über unbestandenen Prüfungen und Bahnstreiks glücklich sein. Denn das ist das Beste, was ich aus diesem Leben machen kann."


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ich habe die Fronten gewechselt. Achtung, Achtung! Ich gehöre jetzt auch zu denen.
Die ich immer angezählt habe(Dennis wird es mir verzeihen)...
weil sie zu viel schlafen.
Ich jetzt auch.


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Drei Schritte links von hier beginnt grad etwas. Ich muss noch ein bisschen abwarten, bis ihr es erfahrt.

Sonntag, November 18, 2007

Ecce Homo

Heute erst - Jahre zu spät! - lese ich es und muss erkennen, dass Nietzsche einer von uns gewesen sein muss. Oder gehören wir vielleicht eher zu Nietzsche? Wie dem auch sei -

Ja! Ich weiß, woher ich stamme!
Ungesättigt gleich der Flamme
glühe und verzehr ich mich.
Licht wird alles, was ich fasse,
Kohle alles, was ich lasse:
Flamme bin ich sicherlich!

Ja. Und jetzt - Wochen im Rückblick - blitzt Akens Kinderspielplatz nochmal auf und ich kann die Gewissheit vervollständigen: Wir. Wir sind die Implosion.

Samstag, November 17, 2007

icq-night und nur noch dieses eine Buch

Ich lese seit fast einem Jahr eigentlich nur noch ein Buch. Ungeachtet der Tatsache, dass ich natürlich dies und jenes andere gelesen habe in der Zwischenzeit. Ich lese nur dieses eine Buch und lese es eigentlich ständig und pausiere nur, um anderes einzuschieben und immer wenn es dann in diesem Herzschlag, in diesem Leben verrückt und frei nicht weiter geht, lese ich ein Kapitel. Oder ein halbes. Oder nur einen Satz. Und weiß, dass die Welt doch nur auf uns gewartet hat und unsere ungeteilte Aufmerksamkeit verdient. Das Biegen und Brechen und Lieben und Lassen hat uns bis hierher gebracht und wird uns noch 60 Jahre weiter tragen. Wenn wir nur wollen.

Immer nur dieses eine Buch. Immer nur dieses eine Lied. Immer nur diese letzten 4 Schluck martini. Und immer alles neu. Und weißt heißt das überhaupt "nur"?



Man kann nicht einfach jemanden anrufen. Auch nicht, wenns billiger ist. Man kann nicht einfach jemanden anrufen. Weil es danach unmöglich noch einfach ist.



Einfach ist grad sowieso nichts mehr. Weißt du, wie das ist, wenn du dich umdrehst und du dich nicht erinnern kannst, die letzten 10 Meter gegangen zu sein?

Und ich sehe dich da hinten und will dir zu rufen: Es ist alles gut! Und immer gewesen! Und wir haben es vielleicht nur nicht gewusst. Das ist alles nur ein Spiel! Wir sind alle verloren. Und Sieger. Dass das geht, hören wir uns an zwischen zwei Atemzügen.

Ich bin nicht mehr in einem Stück.



Man kann nicht einfach jemanden anrufen.

Freitag, November 16, 2007

"Tell me Baby, Baby why do I feel so bad"

Und ich weiß noch, wann ich das zum ersten Mal gehört habe und ich weiß noch, dass in dieser Nacht das übergroße "Zwischen den Flüssen" geschlossen werden musste. Zum ersten Mal.

Das erste Wochenende in Leipzig. Und ich bin kurz vor Ordnung, bin kurz vor gut. Ohne wirklich zu wissen, wo das eigentlich ist.

It's non-stop memories of you.

Ich bin nicht präzise grade. Ich möchte es auch nicht sein. Und ich sag nur, mein liebster Friedemann auf der ganzen Welt war heute endlich mal wieder online und die Erde ist wieder etwas mehr im Gleichgewicht. Auch wenn er das vielleicht noch nicht weiß.

Dienstag, November 13, 2007

Einmal wartet man

auf einen Martini-Sommer... und was passiert? Der November wird kalt und verregnet. Das ist doch nicht fair. Vielleicht trotzdem Martini. Jetzt wo ich mich 3 Monate drauf gefreut hab... nee, das kann man nicht einfach so vorüberziehen lassen.

Statistically loneliness is impossible. Ich find den Gedanken dahinter verdammt interessant. So interessant, dass ich kurz davor bin selbst statistische Rechnungen aufzustellen... nur irgendwie zu viele Variablen. Das übersteigt mein Können.

Was meine geistigen Fähigkeit sonst noch so übersteigt? Warum dieses Unwort "Unkaputtbar" plötzlich in meinen Wortschatz übergegangen ist. Unkaputtbarkeit ist etwas nichts-existentes. Das noch dazu nicht besonders schön klingt. Aber ich hörs von links und rechts und aus dem Radio und kann mir nicht helfen, als vielleicht doch unbewusst zu vermuten, dass es da etwas geben könnte. Das unkaputtbar ist. Nur was?
Hilfe? Bitte. Was ist unkaputtbar?

Montag, November 12, 2007

statistically

statistically loneliness is impossible.

So gehört bei Turner "Irritated". Der Wahnsinn. Undich würd so viel schreiben, wenn da nicht noch 20 Zeilen Cäsar wären.

Samstag, November 10, 2007

N'oubliez jamais

Es scheint gerade an jeder Ecke, in jedem Lied, in jeder Vorlesung, darum zu gehen. Es ist ein Motiv, das mir in den letzten Tagen immer und immer wieder begegnet. Niemals vergessen. Niemals bereuen.
"N'oubliez jamais" beim Open mic nur der vielleicht deutlichste Wink mit dem Zaunpfahl, der mich darauf stößt. Aber es ist überall. Ob in Keats' Oden oder in den Gesprächen in der Straßenbahn. Niemals vergessen. Niemals bereuen. Und im gleichen Atemzug immer denken "Dunkle Gassen, dunkle Gassen..." und an dieses völlig hirnverbrannte Leben, um das wir gar nicht herum kommen wollen. An diesen Endlossommer und das, was wir richtigerweise alles so falsch gemacht haben. Ich möchte nichts bereuen.
Dieses Karussell dreht sich immer weiter, immer schneller und wenn ich einen kurzen Blick zurückwerfe auf 2005 vielleicht, dann stelle ich fest, dass wir uns das auch geschworen haben. Höher, schneller, weiter. Immer mehr. Besser, schneller, lauter. Wir haben damals - vielleicht war es im November - da haben wir gesagt in einer dieser ewigen icq-Konversationen, dass wir im Großen und Ganzen für unser Leben nur einen Wunsch haben: Dass diese Intensitätssteigerung anhält. (Ja es war November: "Auf dass die Qualitäts- und Intensitätssteigerung mein ganzes Leben lang anhält, auch wenn es meine Lebenserwartung verkürzt." 27.11.05)

Ich würd mal so bis jetzt sagen, dass wir das ganz gut hinbekommen haben. Zwei Herzschläge an den einzigen Mann, den ich nüchtern ertragen kann. "N'oubliez jamais!". Ich möchte nichts bereuen. Auch nicht, jetzt nicht da gewesen sein zu können.
Dieses Leben gibts nur einmal. Lass uns singen, als würde uns niemand hören. Und Regenpfützenspringen. Komm mit zu den Nebelfeldern. Der letzte Zug zur Küste gehört uns. Und dieses Lied immer noch dir.


N'oubliez jamais.

Freitag, November 09, 2007

Ich kenne meine Grenzen nicht

und deine auch nicht. Und hab sie nie gekannt. Und habe wahrscheinlich nicht einmal ein Interesse daran, sie kennen zu lernen.
Ich überlege noch, ob dieser Satz alle meine Probleme mit der Welt erklärt, oder lediglich die wilden Jahre hinter und vor mir begründet.
Ich kenne meine Grenzen nicht und ahne sie doch und laufe auf sie zu, ohne an ihnen halten zu wollen. Denn wenn man sie nur immer wieder austestet verändern sie sich vielleicht.
Ich kenne deine Grenzen nicht und habe nicht mal einen Schimmer, wo sie liegen könnten und bin jedes Mal, wenn ich an sie stoße überrascht. Denn dass es auch außerhalb von mir Grenzen gibt, macht die Welt möglicherweise zu einem ausbruchsicheren Gefängnis.


Gestern Tonellis. Die Anne(die Englisch und Musik auf Lehramt studiert) hat da gesungen[Open Mic] und trotz allem vorherigen Bestreiten ihrerseits war es toll. Überhaupt war es toll. Brechend voll, sehr laut, noch verrauchter als ohnehin schon und musikalisch auch echt ne schöne Sache. Schade eigentlich, dass wir das Open Mic nicht schon öfter von Dessau aus mitgenommen haben.


Heute dann, merke ich, dass zumindest für einige, die Welt einmal mehr aufgebrochen ist und dass ich gehen muss. Nach Hause. In die Nähe eines Telefons. Da ich schon letztes Mal derartig dafür verurteilt wurde, werde ich wohl keine wirklichen Details mehr dazu bloggen. Es ist wie es ist. Nur irgendwie nicht mehr zwischen den Flüssen. Aber die Dialoge sind die gleichen.

Mittwoch, November 07, 2007

You can help and change the world

you can start right in front of your door,
you can run a campaign at the liquor store,
but my heart just isn't at home here anymore,
you can help and close the doors,
you can collect the broken pieces on the floor,
you can be everything I adore,
but my heart just isn't at home here anymore,
you can help and open the shores,
you can crack the world to its core,
you can give me wings to fall for
but my heart just isn't at home here anymore,
you can help and give me a sword,
you can make a price I can afford,
you can turn back time to the moment before,
but my heart just isn't at home here anymore

Montag, November 05, 2007

We will become silhouettes.

Das ist alles, was ich zum heutigen Tag zu sagen habe. Ich gebe den Startschuss für die nächste Frau und weiß auch schon welche. Warten ist eine ziemlich sinnlose Angelegenheit. In jeder Hinsicht.
I walked in on a crowd and again I lost myself. *shrug* Das ist eben was passiert. Ich hab mich tausensmal verloren und tue es immer wieder gern und bin gar nicht so herrlich destruktiv wie beim letzten Mal. Ein bisschen Schade eigentlich. Obwohl hier wahrscheinlich eindeutig besser, da ich hier niemanden so gut kenne, dass ich ihn permanent ankotzen und trotzdem wiederkommen kann. Destruktion also aufsparen vorerst.
Ich hab geliebt, gespielt und fast gewonnen und das gleiche mach ich jetzt noch mal.
Wish me luck!

Sonntag, November 04, 2007

Unkaputtbar.

So. Ich bin wieder auf dem sprichwörtlichen grünen Zweig. ich bin hier schneller mit allem, wie es scheint.

Das macht doch Spaß

Abgereflektiert fürs erste.

Wenn hier

einer prophetisch reden kann, dann bin das ich. Und die Mia und der Manu wissen jetzt, was ich meine und alle anderen können bei bedarf nachfragen.
Und ich freue mich, weil ich mir das fest vorgenommen habe. Und bin leicht aufgebracht, dass ich keinen Alkohol im Haus hab.

Jetzt kommt dann auch der - mal wieder und immer wieder - thematisch passende Song, den ich eigentlich schon vor ein paar Tagen hochladen wollte: Dumm sterben.

Wochenende toll. Mia da! Da sag ichs noch und schon ist sie da! Grandios!(ja ich freue mich. Da. Mehr Beweise?!)

Jetzt ist es offiziell: Leipzig ist auch nur zu Hause. Es gibt Dinge, die ändern sich ständig. Und andere nie.
Brich dir dein Herz nicht, ich kann dich kaum noch hören.

Nachtrag: So. Ich hab grad das erste zwischentief überwunden. man wird da schneller mit der Zeit, glaub ich. für richtige groß und kleinschreibung hab ich grade nichts übrig. danke.

Freitag, November 02, 2007

^^ Ich glaub, ich bin bekloppt

^^ Fühlt man sich eigentlich immer so bescheuert, wenn man verliebt ist? Ich hab das - falls ja - schon wieder vergessen und kann nicht aufhören über mich zu lachen. So wie es derzeit aussieht, kann ich mich an diesem Zustand noch das ganze Restjahr freuen und rechne fest damit, deswegen noch einige Gehirnzellen einzubüßen.

Ist mit aber auch so was von egal grad. Nur dass die Mia nicht hier ist, find ich grad voll doof, weil die nämlich ihren Spaß dran hätte, mich derart abgehoben zu erleben(Ich heb dir was davon auf, Kleines ;)).

Wollt ihr noch wissen, wie ich festgestellt habe, dass ich wohl vollends bekloppt sein muss? Nein, es war nicht das simple vom Videoabend kommen und nicht ins Bett gehen(wie ich eigentlich geplant hatte), sondern viel mehr die eher irritierten Blicke der Passanten in Leipzig, sowie den Menschen um mich herum in Straßenbahn und Zug. Ich hatte einen 40 minütigen Lachkrampf, die ganze Zugfahrt über... und ich habe währenddessen versucht griechisch zu lernen[um eure Vorstellung zu illustrieren: "*hahahaha* archomai *hahaha* beginnen"(ja ich les das immer so halblaut vor mich hin...].

Tja. Es musste früher oder später kommen. Jetzt ist es offiziell: Ich bin bekloppt. Fanden auch die meisten, die heute beim spontanen Bahnhofgathering zugegen waren. Hach ja... das ist Dessau. Zu klein, um sich nicht zu sehen^^.

ich geh lachen.

Pay attention to my state...

grad wieder ne Nacht durchgemacht. Toll. Und jetzt für euch nur eins:

Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch im Leben mindestens eine Erkenntnis erlangt, die von allgemeiner Bedeutung ist. Soll ich euch meine erste verraten? (Ich würde jetzt das ganze Suspense-spielchen ausreizen, wenn ich nicht wüsste, dass ichs nach dem schlafen schon zu doof zum schreiben finde...)
Körperwärme und Bewegung machen sexy. Alles andere is nur Couscous.
Danke.

Mittwoch, Oktober 31, 2007

I'm so happy I could die

Ich bin vor circa 3 Stunden aufgestanden... gestern Fischstäbchen essen, Glühwein trinken, Tonellis besuchen(Kristin(mehr oder weniger freiwillig;)), Julia, Manu, Christian, Hendrik und ich), mehr oder weniger koordiniert durch die Stadt steuern, wieder raus nach Grünau fahren(Julia, Manu und ich), Emmas Glück schauen, Wein trinken, reden, reden, nach Hause... und da wars dann auch schon halb neun. Man muss ja so Feiertage auch nutzen^^.
Ich befinde mich bereits so lange in der Senkrechten, dass ich abwaschen, Englisch machen, Griechisch ansehen und einen Song aufnehmen konnte(wird morgen gepostet... bin heut zu faul zum hochladen)... sieht also nach einem recht effektiven Tag aus.
Schlafanzug macht eben doch glücklich.



I’m a lie to the living room,
To you I’m just a line,
I’m a flame to these cigarettes,
To you I’m not a fire,
I’m a touch to the skin beneath
To you I’m just a noise,
I’m a song to the wild at heart
To you I’m not a voice,
I’m a prayer to these walls
To you I’m just a scar,
I’m a horizon to these skies
to you I'm canvas blank and marred.

Montag, Oktober 29, 2007

Id est.

Die Mia sagt es im letzten Kommentar so schön wie richtig: Es ist einfach.
Leipzig ist. Und das alles. Alles ist. Nichts kann nicht sein eigentlich, aber wenn ich das jetzt weiterführe, landen wir wieder bei "alles implodiert"(Grüße an Nils!).

Meine Epiphanie vom Freitag wurde übrigens durch die Beschreibung dieses Buches ausgelöst. Es erzählt von einem Ende.
Ich bin ja der Auffassung, dass jedem Ende ein Zauber innewohnt(ja, das Gleiche gilt für Anfänge) und der Herbst ja gewissermaßen auch ein Ende beschreibt, trotz Endlossommer und >Für immer 17<. Und dieser Herbst macht ja überhaupt erst unsere Unsterblichkeit möglich, dieses unmöglich-Enden-können, das da direkt auf dem Atem liegt. Denn es kann unmöglich enden. Id est. Alles hier ist. Diese übergroße neue Welt Studium, dieses junge Leben verrückt und frei, das ich geschenkt bekommen hab auf dem Weg hierher. Sie haben es wie die Flyer verteilt.
Und da mitten hinein in dieses Gefühl kommt nun dieses Buch. "Letzte Nacht". Wisst ihr was das schöne an diesem Ausdruck "Letzte Nacht" ist? Er wiegt uns in der Illusion, dass Enden etwas bündiges sind, etwas zu dem man Zeitpunkt und Ort nennen könnte. Das sind sie nicht. Auch Anfänge sind es nicht. Das ist ja das seltsame an jeglichem Geschehen in dieser Welt. Nichts ist. Alles ist. Es gibt gar keinen Anfang und auch kein Ende höchstwahrscheinlich. Es gibt keine Grenzen und keine Ordnung. Anfänge und Enden haben wir erfunden. Womöglich sind sie deswegen so faszinierend.
Stellt euch nur vor, es gäbe einen Anfang. Stellt euch vor, ihr könntet einmal einen Anfang in Echtzeit erleben. Nicht nur in der Erinnerung. Stellt euch vor, ihr könntet nur ein einziges Mal mit Sicherheit wissen: "Das ist das Ende. Genau hier und jetzt.". Und die Vereinfachung, der sich dieses Buch bedient, nämlich vorauszusetzen, dass Ende und Anfang existieren, macht uns genau das möglich. Natürlich tun das im Grunde viele Bücher und Filme, aber es ist mir eben erst bei diesem bewusst geworden.

Id est. Auch die seltsam neugierigen Menschen sind. Sind da. Kaum hatte ich meine Studivz-Nachricht auf "Anna-Luise ist gerade... die beste Version ihrer selbst. Und verliebt. Das auch", hatte ich auch schon 4 Nachrichten, was das denn jetzt genau zu bedeuten habe und wer und wo und warum und überhaupt. Id est. Ist zur Zeit alles, was ich auf solche Fragen antworten kann. Ich weiß es ja selbst kaum.

Das - für mich persönlich - schönste Hyperbaton der deutschen Lyrik und zum Thema passend:

Else Lasker-Schüler - "Ich liebe dich"

Ich liebe dich
Und finde dich
Wenn auch der Tag ganz dunkel wird.
Mein Lebelang
Und immer noch
Bin suchend ich umhergeirrt.
Ich liebe dich!
Ich liebe dich!
Ich liebe dich!
Es öffnen deine Lippen sich...
Die Welt ist taub,
Die Welt ist blind
Und auch die Wolke
Und das Laub -
- Nur wir, der goldene Staub
Aus dem wir zwei bereitet:
- Sind!

[ganz allgemein eine Frau, über die man sich ruhig mal informieren sollte. Eine Exzentrikerin. Die bis zum Ende(das es ja nicht gibt) so schreibt, als hätte ihr all das Leben nichts nehmen können. Id est.]

Während ich das so vor mich hinschreibe, schiebe ich eigentlich Latein auf. Deswegen werd ich mich dem wohl jetzt widmen. Ich umarme die Welt. Ich liebe. Id est.

Freitag, Oktober 26, 2007

Wie mein Tag mit Milchkaffee begann

und es Herbst wurde. Auf einmal.


Ich wache auf und da reden Menschen im Haus. Es ist unbezahlbar. Wenn ich in Leipzig aufwache, dringt nur das monotone Brummen der Lüftung in mein Bewusstsein. Und die Sonne geht hier auf. So richtig. Ohne Vorhangdunkelheit und das alles. Ich stehe früh auf, weil mich Griechisch erwartet und ich die bruderfreie Zeit dafür nutzen will. 121 Vokabeln nehmen den größten Teil des Vormittags ein. Zwischendurch koche ich noch eine Kanne Kaffee und schaue zu wie sich die Frequenz der fallenden Blätter stetig erhöht. Es ist Herbst.
Seit gerade. Vielleicht seit 20 Minuten ist es Herbst. So richtig. Nicht weil da Blätter niedersegeln.
Ich hatte eine Epiphanie. Ich habe von einem Buch gelesen. Und weil heute, weil jetzt die zeit für dieses Buch wäre, das eigentlich selbst schon Winter sein möchte, nur deswegen ist jetzt Herbst. Und weil da ein Satz mit auf den Boden gefallen ist:
"Ich bin nicht depressiv, nur professionell melancholisch. Und unverbesserlich optimistisch.", das ist Herbst.

Die Küsse hängen noch im Baum. Es ist Herbst. Endlossommervertraut.

Freitag, Oktober 19, 2007

Jubiläumspost: Round the post which is placed next to my body...

300. Post. Ja. Wenn das kein Grund zum feiern ist?!

Nur komm ich da im Grunde grade her. Gestern war Ersti-Party in der Moritzbastei und ich dachte mir, dass ich die vorher stattfindende Kneipentour des Anglistik-/Amerikanistik FSRs ruhig noch mitnehmen kann, um noch ein paar von den Englischleutchen kennenzulernen.
19 Uhr(na ja leicht verspätet ;)) gings vorm GWZ(Geisteswissenschaftliches Zentrum) los. Wir waren nicht so viele, da sich die Mehrzahl unserer Kommilitonen bereits gleich zu Beginn in die mb begeben wollte - warum, wird uns erst später klar - also brachen wir in zwei dreier und einem Vierergrüppchen(+Teamleiter und den "Kneipenplatzfreihaltern") auf, mit der Aufgabe einen Apfel und ein Ei möglichst gewinnbringend zu tauschen und zogen in verschiedener Reihenfolge durch das Puschkin, das Mc Cormacks und die Triangel, um dann im Beyerhaus wieder aufeinander zu treffen.
An den jeweiligen Stationen gab es dann noch diverse Spiele(Kartenhaus bauen, Quiz, Pantomime und - natürlich! - Therapy) und jede Menge Bier zu bewältigen und den Fachschaftsrat kenn ich jetzt auch so ungefähr.
Als dann alle im Beyerhaus angekommen waren(eine Gruppe hatte es geschafft einen Mp3-Player zu ertauschen[unsere Gruppe hat es immerhin zu Deo und Coladose gebracht]), gab es - zumindest für mich - noch eine Runde Freigetränke und die Gelegenheit sich jetzt auch Gruppenübergreifend mal auszutauschen. Gegen viertel eins brachen die ersten zur mb auf. Ich und Christina(Es gab drei Christinas! Echt!) und noch wer(Julia? Hieß sie so?) machten uns um eins auch auf den Weg dorthin, aber als wir sahen, dass die früher aufgebrochenen immer noch weit vom Eingang entfernt standen(die Schlange war riesig!), beschlossen Julia und ich wieder zurück zum Beyerhaus zu tapern... was sich doch etwas schwierig gestaltete, weil orientierung im Dunkel ja auch eine Sache für sich ist.
Als wir es dann aber wieder fanden, waren noch einige da und wir blieben bis 3 um dann zu den Nightlinern aufzubrechen(Setz dich niemals im Nightliner hin!), die überraschend voll waren. Oder auch nicht so überraschend - je nach dem. Gegen 4 war ich daheim, wo Josephine(eine meiner mitbewohnerinnen) gerade zur Arbeit aufbrach, was ich nur mit einem trockenen "Nich dein Ernst" quittierte.

Und heut Abend gehts heim. Obwohl ich mir vorgenommen hab, Leipzig "daheim" und Dessau "zu Hause" zu nennen... egal ;)

Mittwoch, Oktober 17, 2007

Geld ist alle - wann gehen wir aus?

Ich kann für diesen Monat keine Bücher mehr kaufen. Die sind einfach nur schweineteuer und verdammt viele. Rauchen is auch grad nich. Aber ausgehen, ob nun zum Stadtsehen oder Griechischlernen, das geht immer.

Wie dankbar man sein kann, für jedes Stück Neuland, das Alltag wird, begreife ich jetzt erst. Das macht einen ja sonst fertig, wenn alles immer neu bleibt. Und das sagt die, die sich in ein immerwährendes erstes Mal hüllt.
Ich bin soweit organisiert, ich kann Wegzeiten ungefähr abschätzen, ich weiß wie früh vor Vorlesungsbeginn ich da sein sollte, um einen Sitzplatz zu kriegen und ich hab den Rest meines Gehirns immer noch nicht wiedergefunden... aber das kann ja warten. Darum gehts ja jetzt hier auch überhaupt nicht, weils darum ja immer geht. Es geht um die Tücken des Zeitmanagements, um Ersti-Partys und Kneipentouren, überfüllte Seminare und tolle Kommilitonen und doch kann ich euch von all dem eigentlich gar nichts erzählen... ich weiß nicht warum. Vielleicht habe ich nicht die Zeit. Vielleicht habe ich aber auch nur nicht die Worte dafür. Vielleicht wenn ich hier bin, wenn ich da bin, wenn es mich wieder gibt.

Donnerstag, Oktober 11, 2007

Brich dir dein Herz nicht,

ich kann dich nicht hören.

Mascha kaleko. In deiner Stadt. Die nur noch meine ist. Seit gestern.

Brecht euch eure Herzen nicht! Ich tus doch auch nicht. Mag es auch Herbst werden da draußen. Die Küsse hängen noch im Baum vor dem Fenster und wir ernten sie beim ersten Schnee wie Kirschen. Brecht euch eure Herzen nicht. Oder genießt es zumindest.
Denn es ist die einzige Angst, die uns bleiben sollte - die Angst, nicht alles zu genießen.

Mittwoch, Oktober 10, 2007

Wir danken der Krostitzer Brauerei!

Es passiert so viel, ich hab gar keine Zeit richtig drüber zu schreiben. Auch die Gitarre kommt zur Zeit grad leider nicht so sehr zum Einsatz, weil meine mitbewohnerin eher früh zu Bett geht und ich eher spät daheim bin. Und warum bin ich eher spät daheim? Weil das hier alles richtige Schätzchen sind. Gestern hatt ich nun Kristin, Julia und Manu zum Abendbrot da, um Mamis Bolognese zu vernichten und - natürlich - irgendwie die Stadt rot anzustreichen. Der Abend wurde etwas länger und heute halb sechs aufstehen war echt die Hölle.

Heute war dann feierliche Immatrikulation und in diesem Zuge hab ich so quasi das halbe Libo gesehen, nämlich Lydia, Nina und Regine. Zurück zur Imma: War kurzweilig bis toll oder leicht übermäßig provokant(Blicke gehen Richtung StuRa) und extremst gut besucht. Da saßen Leute auf den Treppen. Im Gewandhaus. Danach stand draußen ein Krostitzer-Wagen von dem jeder Student eine tolle Tasche abstauben konnte. In der sich zwei Flaschen Bier, eine Haarkur, ein Flaschenöffner, zweimal Puddingpulver, zwei Stifte, eine kleine Tüte Kaffee und Chips und ne ganze Menge Flyer befanden. Danach mit Julia, Kristin, Manu und Christian(Sportstudent, nur für die, die hier Chrischan vermuten) zum Asia-Imbiss und in die Moritzbastei wegen Freibier. Dann sind die Jungs, die morgen ausschlafen können noch weiter gezogen, Kristin fuhr nach Hause und Julia und ich gingen noch einen Kaffee trinken.

Mal ganz abgesehen von der seltsam großartigen Stimmung dieses Tages, fühl ich mich hier schon verdächtig zu Hause. Und es ist jetzt offiziell: Mein Leipzig. Ja.
Morgen will ich mir den Clara-Zetkin-Park ansehen und irgendwie doch endlich mal ein Geschenk für Chrischan finden(ich schreib, das der Einfachheit halber so. nicht weil ichs schön finde).


Und die tollen Frauen sollten wir beim Wochenhälftenüberblick nicht vergessen. Die tragen viel dazu bei, dass ich hier schon so zu Hause bin. Auch wenn ich rein kopfmäßig schon soweit bin, dass sich das vorerst wohl rein ästhetisch auf mein Leben auswirken wird. Nicht emotional. Aber immerhin. Und wie gesagt: Alles richtige Schätzchen.

Ich bin so glücklich hier, wie schon länger nicht mehr. Hab mein Herz weit aufgerissen und bin verliebt in diese Stadt, die verdammt sexy ist.
Und hier steh ich. Taumelnd. Und natürlich weiß ich auch nicht, wo es lang geht. Oder wo oben und unten ist. Ich hänge mich an den Puls, der die Bäume hier wiegt und zünde mich an, weil ich sonst doch nur verbrenne und tanze laut, betrunken vom Leben - " but no one, nobody ever told how to dance...".

Samstag, Oktober 06, 2007

Hui... dass es so was gibt...

Von den hübschen Frauen in Leipzig hab ich ja schon erzählt(ja es sind noch ein paar dazu gekommen, darunter eine ganz Atemberaubende...) und dass "neu" zur Zeit gleichzusetzen ist mit "gut" geht auch irgendwie aus meinen Posts hervor würd ich meinen. Und jetzt wieder daheim. In meinem geliebten Dessau und shoppen natürlich, weil hier ja Mama zahlt.

Und dann geht man nach 6 Tagen Leipzig, die man vor allem damit verbracht hat Frauen hinterher zu schauen oder sie anzusprechen(mehr oder weniger elegant, aber immer bestimmt^^), und da sieht man im Karstadt eine Person. Halb von hinten. Und ich denk noch so >wat ein hübsches Mädel< und verrenk mir so halb den Hals, um mehr von ihr zu sehen und muss so halbschockiert feststellen: Is meine Nachtigall. Die Frau, der perfekten Epiloge. Die mich zweieinhalb Jahre lang schrecklich beschäftigt hat und an die ich jetzt seit Monaten nicht mal mehr einen Gedanken verschwendet habe. Hätt ich nicht gedacht. Dass es so Dinge gibt, die immer wieder kommen. Ich finds wahnsinnig spannend und interessant, aber wahrscheinlich auch nur in dem Wissen, dass ich sie wohl jetzt das letzte Mal für dieses Jahr - und vielleicht auch das nächste oder überhaupt für immer - gesehen habe. Hui... Dass es so was gibt!

Die ganz und gar tolle Frau? Ist eine, die mich dazu verleitet hat, beim nach Hause gehen vorm AlleeCenter Luftsprünge zu machen und zur Musik meines Mp3-Players zu singen.

Erste nervliche Schmerzgrenze? Ersatzfahrplan der Bahn. Ich stand dann irgendwann in Halle und musste noch durch die halbe Stadt und es war dunkel und ich war hungrig, meine Füße taten weh und ich wollte nach Hause... da konnten auch die tollen Leipziger nichts dran ändern. Leben ist all-inclusive. Auch mit mitten auf der Straße anfangen zu heulen ohne zu wissen, warum jetzt genau. Das auch.

Mittwoch, Oktober 03, 2007

Wie man Grünaus schöne Seiten entdeckt und dabei auf hübsche Mädchen stößt

Ich bin bis grade 2 Stunden durch Grünau gelaufen(wohlgemerkt: Ohne mich zu verlaufen!!) und hab einige schöne Ecken gefunden, das Allee Center in Augenschein genommen, eigentlich die Gärtnerstraße gesucht, Miltitz gesehen, die Sonne genossen, dann noch beim Jupiterzentrum und Penny vorbeigeschaut(hat natürlich alles nicht offen am Feiertag, aber ich weiß jetzt wos ist) und dann kurz vorm Wohnheim bin ich doch tatsächlich auf eine unfassbar schöne Fotografin gestoßen(Lange rote Haare, grüne Augen, Beine bis zum Hals - das volle Programm), die leider, als ich dann rückwärts weiterging schon fertig war und ihr Stativ einpackte und sich dann in Richtung Strabahaltestelle begab... Schade. Aber wer weiß. Man sieht sich ja immer zweimal im Leben.

Dienstag, Oktober 02, 2007

Mein privates Chicago...

Man ist hier wie im Rausch. Das geht allen Erstis so. Nichts zu essen, neue Infos auf Schritt und Tritt, der Bekanntenkreis erweitert sich jede Stunde, Panik, Stress und natürlich Party. Das auch ja. Ein über den Gang gegröltes "Machst du nicht auch Mathe und Bio?!"(nur Beispiel) ist keine Seltenheit. Man ist hier offensiv auf dem Kennenlernfeldzug. Demzufolge bin ich natürlich bereits zu zwei Kaffee und einer Kneipentour verabredet und heut abend is mit Manu Innenstadt abklappern, Nachtleben entdecken.

Heute Einführungsveranstaltung für Englisch. Geile Profs. Einen superlieben(ja, ich hab jetzt solche Worte parat... man redet hier nur in Superlativen) Fachschaftsrat, der für uns Kaffee und andere tolle Sachen gekocht und gebacken hat. Nette (und teilweise verdächtig gutaussehende) Kommilitonen, von denen sich einige sehr gut in Leipzig auskennen(natürlich hab ich mich jetzt erstmal durch die Innenstadt schleifen und mir dies und das zeigen lassen). Und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, die derartig motiviert an die Bibliotheksführung herangeht, dass diese für mich zum Veranstaltungshöhepunkt avanciert(ist Freitag). Auf Englisch freu ich mich jedenfalls schon. Mal sehen wie Latein so wird. Der größte Anfangsstress ist aber erstmal vorbei. Ich hab meinen Griechischkurs angemeldet und meine Englischtermine sicher. Jetzt heißt es: Stadt sehen!

Übrigens: Der am Anfang beschriebene Rausch kommt darin zum Ausdruck, dass man nach stundenlangem durch die Stadt eiern ohne echtes Ergebnis oder Essbares und verwirrenden Vorträgen, in der überfüllten Bahn nach Hause, nicht aufhören kann, zu grinsen und zu denken "Wie gut ichs doch hab.".

Montag, Oktober 01, 2007

Und gegenüber schauen die Rentner aus dem Fenster

in die Fenster hinein und schließen die Vorhänge, wenn man zurück guckt. Aber das macht mir nichts aus^^.

Ich wohne hier mit Anne und Sabine. Von letzterer hab ich hier noch nicht so viel gesehen, aber Anne ist auch neu und grad schon auf und davon zu ihrer ersten Einführungsveranstaltung und mit der hab ich mich immerhin schon unterhalten. Das Zimmer ist bereits zweimal umgeräumt und benötigt nun ganz ganz dringend einen Teppich, weil mich dieser helle Fußbodenbelag fertig macht!

Aber sonst. Ich bin hier. Meine to-do-liste für den heutigen Tag ist ein bisschen arg lang, aber ich freu mich drauf. Gegen Mittag gehts los inne Stadt... Semesterticket holen, Einführungsveranstaltung, einkaufen, Bücher anschauen und Preise kalkulieren... mal sehen.

Achso.... da ich der Mia versprochen habe mit meiner Handykrücke, das neue Zimmer zu dokumentieren, hier noch 4 Bilder:




Samstag, September 29, 2007

I'm off

in circa einer halben Stunde geh ich off und baue meinen PC ab. Ab Sonntagabend bin ich wieder erreichbar. Dann von Leipzig aus. Bis dahin - Handynr. habt ihr ja.

"is it over? You can have it if you want..."

Freitag, September 28, 2007

Habe ich jemals gesagt?

Ich hab mich kopfüber weiter voran gestürzt und nie was gesagt oder nur selten. Auch nicht, dass ich es zu einen "nicht für immer" gemacht habe. Zumindest in meinem Kopf. Ich warte darauf, dass die Welt dich wieder in meine Richtung dreht und bis dahin mach ich weiter. mit allem.

Aber habe ich jemals gesagt?

Ihr habt mein Leben gesegnet. Und ich freue mich auf einen Martinisommer Anfang November. Ich will euch beinahe jeden wachen Moment schicken, weil ich fühle, dass das hier Glück sein muss. Es muss einfach. Es muss. Wir haben es doch jetzt schon - noch bevor irgendwelche Würfel gefallen sind, hinter denen wir uns verstecken könnten - geschafft und begriffen und erlebt und... wir sind doch schon längst in uns angekommen und warten nur auf das nächste große Abenteuer. Auch wenn es in die Hosentasche passt. Vielleicht gerade dann. Ich muss euch so vieles zeigen. Denn ihr seid die aufregendsten, die ich kenne. Wärt ihr das nicht, würd ich das nicht mit euch teilen, Dieses große immerwährende erste mal, das unser Leben ist.

Habe ich euch das jemals gesagt?

Nichts ist verprochen

und nicht ist festgeschrieben - natürlich ist mir das klar. Und trotzdem vermutet man hinter manchen Dingen doch so etwas wie Schicksal. Ein bewusstes.
Aber das habe ich lange genug ausgelotet und muss warten, was die Welt hierzu tut.

Gestern das erste Mal den Titaniaweg besichtigt. Zimmer ist schön, Küche ist sauber, Bad auch, Mitbwohner immer noch nicht gesehen. Aber Manu und ich haben uns erst mal mit der näheren Umgebung vertraut gemacht(nachdem wir uns aufgrund von Baustellen und LKW eine Stunde verspäteten und so noch eine Stunde auf die Schlüssel warten mussten) und ich muss sagen, ich finds ganz hübsch: In direkter Umgebung finden wir einen Rosterstand, Tanke, Gartenbaucenter, Kaufmarkt, griechisches Restaurant, Straba, Grundschule(die ürbigens meinen Zimmerausblick prägt) und andere illustre Straßennamen(Wegastraße, Uranusweg...) die alle astronom geprägt zu sein scheinen.
Jetzt versuche ich am Wochenende umzuziehen und dann ab Montag in meine Einführungsveranstaltungen zu starten. Und dann Kaffee trinken mit Anja, die dann auch da ist und mal schauen.

Mittwoch, September 26, 2007

Wie ich unglaublich glücklich war und dabei fast in Tequila ertrank

Gestern also Chiliessen bei mir. Dennis leider doch nicht da. Heizen völlig überflüssig. Und alle vollkommen therapiert.

Dafür, dass ich meine Freunde eingeladen hatte, waren sie - was sonst eigentlich eher selten passiert - ziemlich pünktlich. Nur Franzi und der Tequila kamen mit leichter Verspätung[und Vivien, aber die aus Arbeitsgründen und deswegen nicht anzukreiden^^].
Wir setzten neue Raumtemperaturstandards nachdem wir die Schärfelage tiefgehend sondiert hatten, rissen die Fenster auf oder gingen gleich an die frische Luft(nicht zuletzt auch dem Nikotinwert zuliebe) bevor wir uns dann in verkopfte Gesellschaftsspiele(Therapy) und die erste Runde Tequila des Abends(an der allerdings nur Mia, Christian und ich teilnahmen) begaben. Dieser folgte im Laufe des Spieles(in dem ich durch pseudo-egozentrisches[die Vorsilbe ist gewollt!], Friedemann durch -intellektuelles, Mia durch - extrovertiertes, Luisa durch -gutmenschliches und alle anderen durch eher gemischtes Verhalten brillieren konnten) eine zweite und auch die ein oder andere Flasche Bier.
Nachdem Lena und Friedemann als erste erfolgreich das Ziel erreichten(ich hatte mich für eine zusätzliche Runde entschieden... warum weiß ich auch nicht mehr) indem sie einfach immer die offensichtlichsten Antworten wählten, kramten wir die verbliebenen Therapiekarten nach Sexfragen durch und Christian und ich starteten in die dritte Runde Tequila. Das muss lustig ausgesehen haben, denk ich mir im Nachhinein:
Nach dem erfolgreichen Aufstellen des typischen Tequila-drei-Punkte-Plans(lecken, schlucken, beissen) ereilte mich mitten in Punkt 2 eine fatale Kette von Ereignissen. Wie gesagt kramten Lena und Friedemann die Karten nach Sexfragen durch und stellten diese dann reihum. Während Lena ansetzt eine weitere Frage vorzulesen, setze ich das Glas an und bin schon halb durch den Trinkprozess, als sie die Fragestellung mit den Worten "Nee, das ist nicht lustig" abbricht. Was ich daran so witzig fand, weiß ich auch nicht mehr. Aber mir sprudelten danach geschätzte 700ml Tequila durch Mund, Nase, Augen(nein die Ohren hab ich nicht mehr geschafft) und ich dachte in einem Zeitabschnitt von 2 Sekunden erstaunlich oft "Warum kannst du nicht atmen?!", bis mich Friedemann vor dem peinlichen(aber zugegebenermaßen auch irgendwie bezeichnenden) Ertrinken in Tequila bewahrte(Ich wusste, es würde sich irgendwann lohnen, ihm über Jahre hinweg die Apfelstückchen aus der Luftröhre zu schlagen). Ich denke, ich darf das als einen der Unterhaltungshöhepunkte bezeichnen, auch wenn ich mich danach gefühlt habe, als hätte jemand alle meine Nasenschleimhäute weggeätzt, von den tränenden Augen mal ganz abgesehen.

Weil ich im weiteren Verlauf einen derart zerstörten Anblick bot, machten sich nicht viel später dann auch fast alle - bis auf Manu und Vivien - auf den Heimweg. Und verpassten damit eine Sightseeingtour, die ihresgleichen sucht. Wir Verbliebenen beschlossen nämlich, dem sagenumwobenen City-Markt Mosigkau einen Besuch abzustatten. Sodass Manuel am Ende unsere alte Grundschule, die Modeboutique, den Spielplatz, den Sportplatz, den Arzt, den Friedhof, das Hotel, den Park, die besseren und die schlechteren Wohngebiete - im Grunde eben alles von Mosigkau-City - gesehen hatte. Womit ich auch die übliche abschließende Dorftour vorm Umzug abgehandelt hätte. Fein. Gegen dreiviertel 3 war diese Tour beendet und auch die andern machten sich nach Hause und ich in mein Bett. Aus dem ich mich dann vor anderthalb Stunden erhoben habe(Erfolge bis jetzt: Kein Kater, Geschirr ist abgewaschen, Raum unten sieht wieder normal aus - also Zeit für die erste Arbeitspause.).

Warum ich mit Fug und Recht behaupten darf, dieses Grüppchen Leute am meisten zu vermissen? Weil ich weiß, dass sie mich auch dann ertragen, wenn ich nicht nüchtern bin. Oder Tequila speie. Oder sie durch halb Mosigkau schleife, obwohl sie nach Hause wollen. Das findet man nicht oft.

Sonntag, September 23, 2007

My favourite Republican today

do me a favor and watch this video. I know the sound quality is bad. But as San Diego Mayor Jerry Sanders announces his reversal on his anti-gay marriage stance he is close to tears. And he sure got me crying at the end of the video.


Civil Union doesn't mean equality per se.

Mittwoch, September 19, 2007

EDEKA, ich war für dich nicht nur irgendwer

Ein junger Ire erobert mein Herz(Duett mit ihm ist in Planung und wird - sobald fertig - hier gepostet) und "Ich habe nicht mit ihm geschlafen, es war der Gin!".

Heute bei EDEKA Verabschiedung von Frau Jochens. Wie man über einen Kassiererjob so emotional werden kann - es ist unklar. Ich würds wieder tun. Ja.

Ein junger Ire erobert mein Herz und das Milchkaffeemädchen von Samstag hat sich noch nicht wieder blicken lassen.

Ich vertage jegliche Kommentare zur "Ehe auf Zeit" bis nach grey's anatomy.

Samstag, September 15, 2007

Wie kann man glauben

dass uns nichts verbindet, dass uns diese 200km völlig trennen, wenn dir doch in genau demselben Moment "Winterblue" hören? Baby, you're my yellow summer, baby, you're my winterblue. Oder beides oder nichts von dem. Wir sind so ambivalent geworden. Ambivalent und unglaublich bestimmt.


Heute tolles Mädchen bei EDEKA - unglaublich, was da so alles rumläuft! Manchmal wünschte ich mir, ich hätt ne Kamera im Kopf.

Donnerstag, September 13, 2007

May be a promotion thing... works for me

Bin fest entschlossen, bei LUSH öfter online zu kaufen. Warum? Der Wert der Waren die ich bekommen habe(über 150g Seife mehr) und der Wert den ich überwiesen habe unterscheiden sich um circa 9€. Mir doch egal, aus welchen Werbegründen die das machen! Ich komme mir vor, als hätte ich Geld gespart(worauf das wahrscheinlich auch abzielt, denn LUSH ist ne Menge aber nicht unbedingt billig...)!

Und Kate Walsh! Kate Walsh!!!
Ihr solltet euch dieses Video unbedingt anschauen!

Übrigens: Brüste sind gnadenlos überbewertet. Von allen Frauen, die ich kenne - und ich meine hier wirklich alle! - sind nur 5 dabei, an deren Brüste ich überhaupt einen Gedanken verschwendet habe... Bin ich jetzt seltsam oder die Menschen, die brustfixiert sind?
Reden wir zu wenig über Sex? Und warum verzögert sich der Start einer Rakete nie im Bett^^? Reden wir zu wenig über Sex? Ich meine, ich möchte euch jetzt auf keinen Fall dazu auffordern, euer Sexualleben vor mir auszubreiten... bei mir kollidieren graphisches Vorstellungsvermögen und perfektes Timing ungünstig miteinander und ja es behindert eine Unterhaltung für ungemein, wenn ich mir mein Gegenüber beim Sex vorstelle - ich meine, klar man kann sich an alles gewöhnen... aber... ich hab den Faden verloren... ich denke zu viel an Sex :-P

Montag, September 10, 2007

Love has broken you

do yourself a favor and don't look back to soon.
Love has broken me
but it was worth paying an eternity.

Und ist es das nicht immer und sollte es das nicht auch immer wieder sein? Look before you jump ist doch nichts, was man ein Leben lang durchhält. Und mit Sicherheit wissen wir doch nur dieses eine: Das Wesentliche ist nicht etwa, unsere Unversehrtheit zu bewahren, das Wesentliche ist, nicht darauf zu verzichten, zu leben, weil wir Angst haben, uns aufzubrauchen. Denn das wissen wir doch mit Sicherheit, nicht wahr? Oder ist das eine Sicherheit, die man nur aus dem Gefühl des glückseligen Angeschrammtseins ziehen kann?

Love has broken you
and you will worship it with everything you do.
Love has broken me
and if it crosses my way again - I'm on my knees.

Was sind wir verrückt, wie wir blindlings gegen Wände laufen und wissen: Egal in welche Richtung wir unsere Schritte setzen - es ist der richtige Weg. Was sind wir naiv, das zu glauben! Und doch. Das macht uns so frei. So beinahe unbesiegbar. Und jeder Weltuntergang nur ein weiteres Feuerwerk unter unserer Haut. Wie könnten wir es besser treffen?

Love has broken you and love has broken me,
and how the others kill their time is a mystery,
love has broken me and love has broken you,
and in a few days time we love the way we used to.

Mittwoch, September 05, 2007

Warum endet eigentlich jede Folge von Grey's Anatomy

in Tränen? Ich meine zugegeben, bei mir ist das keine große Sache, meine Sicht verschleiert sich ja schon, wenn in einem Fußballländerspiel Tore fallen, oder beim Endspurt eines 10000m Laufes... aber wie schafft es Grey's Anatomy sich derart gekonnt von Folge zu Folge zu hangeln, nichts passieren zu lassen und doch den Anschein zu geben, man hätte großen Umwälzungen beigewohnt?

Ich lebe alle meine persönlichen Krisen projeziert auf zwei Fernsehserien und 3 bis 4 dutzend Filme im Jahr. Es kommt mir kein bisschen armselig vor. Sondern einfach nur besser gefiltert.

Sonntag, September 02, 2007

Eierstöcke ade, kopfüber tanzen tut weh

vor allem im Portemonnaie und Buffy war auch dabei...
Es kommt eine Zeit, da beginnt man an der eigenen Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln... oder aber man hält sich für ein verkapptes Genie - so wie ich^^.

Ich hatte heute nämlich einen Traum, an dem ihr ruhig teilhaben solltet. Das war nämlich so...

Korrupte Kosmetikfirmen verkaufen verstrahlte Steine als Nagellack(nein, ich hab keine Ahnung wie das geht^^) wodurch immer mehr Frauen unfruchtbar werden(Eierstöcke ade...) und sich die demographischen Probleme in Europa immer mehr vergrößern...
Derweil irgendwo in Sachsen...
Buffy(die Sarah Michelle Gellar so gar nicht ähnlich sieht... und irgendwie auch keine Vampire mehr jagt) ist bemüht die katastrophalen Zustände unter ihrem Dach auf ein Minimum zu begrenzen. Hervorgerufen wurden diese durch ein immer wiederkehrendes Elend aller verdeckt arbeitenden Superhelden: Das ungünstige Zusammentreffen von Familienfeiern und dem Ende der Welt. Buffys nervige Cousinen stehen somit auf dem Plan und sind bereit alles, was noch an Ordnung besteht außer Kraft zu setzen(die beiden sind 14-16 Jahre alt...). Vom Rest der Familie, die sich ständig nach Zukunftsplänen erkundigt ganz zu schweigen.
Während sich unsere gebeutelte Heldin martialartsgleich durch die Gespräche manövriert, kreuzt vor ihrer Haustür das unvergleichliche Buffomobil auf(... das einem Linienbus erstaunlich ähnlich sieht... na ja Tarnung ist eben alles) um endlich zur Rettung der europäischen Fortpflanzung aufzubrechen, allerdings erscheint Buffy der Zeitpunkt alles andere als günstig - bei einem Blick ins Haus erfahren wir warum:
Nicht genug damit, das Buffys Lebensabschnittspartnerin sexuell wie auch auf verbaler Ebene völlig frustriert zu sein scheint und sich nur schwer oder ungern auf die Gespräche im familiären Rahmen konzentrieren kann, nein es kommt noch schlimmer:
Die Cousinen des Bösen haben Buffys Zimmer gestürmt und das rosa-weiße Plastesaxophon sofort als DCS(Dancing Ceiling Simulator - forget crowded dancing floors, dancing ceiling is the revolution!) enttarnt und sind nun dabei mit dem kostenpflichtigen Service Buffys Finanzen dem Erdboden gleich zu machen.

Ich selbst kann dem Geschehen an dieser Stelle leider nicht mehr folgen, da ich einen Anruf von der Versicherung bekomme, den ich mit einem verwirrten "ich geh studieren" quittiere... kurz darauf wache ich auf.

Werden Steine den Nagellackmarkt übernehmen? Überzieht der DCS Buffys Konto? Wann ist dieses Familienfest endlich vorbei? Und noch so viele andere unbeantwortete Fragen....


Damit ihr solche oder ähnliche Träume auch erheiternd findet, solltet ihr euch vielleicht meinem input annähern: Online comics!!! hahahah

I was kidnapped by lesbian pirates from outer space

Heard and Seen
Cyanide and happiness
Khaos Komic

Mittwoch, August 29, 2007

Ich hab mein Stimmgutachten!!!

*happydance*

Grandios wars. Summen. Sehr laut, mittellaut und leise lesen. Hörtest. Stimmbelastungstest... ja... die Schwester war jedenfalls begeistert von meiner Stimme und fand sogar den Text über Helgoland, den sie sich bei jedem Gutachten immer und immer wieder anhören muss, toll und fragte mich gleich, ob ich denn singen würde... *puuh* das Gutachten wird mir jetzt jedenfalls zugeschickt, ich bin total erleichtert und mir und Leipzig steht jetzt nichts mehr im Weg!

Dienstag, August 28, 2007

How I came to love Amy Winehouse

1. Das Mädel groovt. Eigentlich immer.

2. Sie hat - zu meiner übergroßen Freude - "Valerie" gecovert:






3. Tears dry on their own. I love it.







4. Diese Haare!!!!

Sonntag, August 26, 2007

Und Gott ist irgendwas und ich bin dran

Es geht los. Warum ich das grade jetzt immer und immer wieder denken muss, weiß ich auch nicht so genau. Aber es geht los. Das sei hier mal gesagt. Ich weiß es.

Nachfrage an Maria - oder eigentlich alle, die irgendwie geartete Abschiedrituale durchführen wollen - welche Bräuche wollen wir dafür alles missbrauchen? ^^
Angedacht war ja "Scherben bringen Glück" und "Something old, something new, something borrowed, something blue..." irgendwelche Ideen?
Also außer Tequilla meine ich ;)

Samstag, August 18, 2007

Omg!!! Zierstiche!!

Wenn ich Geld hätte, würde ich Mia sowas schenken, aber da ich zur Zeit pleite bin begnüge ich mich damit, es euch zu zeigen: Tabags von zierstiche. Ich persönlich find Sehnsucht und Realismus schön.

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach Textilbuttons... aber an sowas is schwer ranzukommen... so mit Motiv selbst entwerfen und so... na mal sehen.

Donnerstag, August 16, 2007

Titaniaweg 7... ja ich hab es wegen dem Namen genommen^^

Heute bin ich also guten Mutes nach Leipzig gefahren, um mir einen Wohnheimplatz zu sichern... meine Verfassung verschlechterte sich beim Anblick der langen Schlange im Studentenwerk und fiel dann weiter in sich zusammen, als ich sah, dass die beiden Wohnheime, die ich für gut befunden hatte, bereits voll belegt waren... ich verbrachte also meine 40 Minuten Schlange stehen damit, mich daran zu erinnern von welchen Wohnheimen aus der Weg nicht so sehr lang zum Campus ist. Der Zettel auf dem all das aufgelistet war, befand sich zu Hause auf dem Schreibtisch - wo auch sonst? Aber während meiner Überlegungen konzentrierte sich mein Sichtfeld immer mehr auf das untere Ende der Liste, wo sich die Straße des 18. Oktober, die Tarostraße und der Titaniaweg befanden... ich war mir ziemlich sicher, dass die Tarostraße gut gelegen ist und konnte absolut keine Fakten mehr zum Titaniaweg abrufen, bemerkte aber beiläufig, dass mir der Name gefällt.
Ich war jedenfalls fest entschlossen in die Tarostraße zu ziehen und wenn ich mir dafür ein loch in den Bauch stehen müsste... schließlich kam ich auch tatsächlich an die Reihe und auf die Frage nach alternativen Wohnheimwünschen purzelte doch einfach ein "Titaniaweg" aus meinem Mund. Seltsam dachte ich, aber wird schon richtig sein. Ich wurde dann weiter geschickt in die Mannheimer Straße, wo ich meinen Mietvertrag kriegen sollte. Ich stieg in die Bahn. Und schaute mir Leipzig an. Ne ganze Menge von Leipzig, denn ich fuhr gute 20 Minuten, als ich ausstieg, wurde es mir auch wieder klar: Titaniaweg - das ist doch in Grünau! Da wollt ich ja eigentlich grad nicht hin. Nachdem ich die Mannheimer str. nach langem Suchen aber gefunden hatte, interessierte mich das schon nicht mehr, ich wollte vor allem eins: Nach Hause!!!
Vor dem Büro in das ich wollte fanden sich noch andere nette Menschen ein, die von der Wegbeschreibung ähnlich gebeutelt waren und zum Teil auch ihrem Lehramtsstudium entgegenblickten. So war letzte Wegetappe dann lustig und entspannt, einfach in dem Wissen, dass man ja eigentlich schon am Ziel ist. Das mit dem Mietvertrag ging dann auch alles recht schnell und ich wartete dann noch auf Anja, damit ich nicht allein Bahn fahren muss...
am Bahnhof angekommen hatte ich dann natürlich grad den Zug verpasst und saß dann noch ne ganze Weile rum. Hab mir meine Wohnheimbroschüre durchgelesen... und mich gefreut.

Ich bin ein Student und das ist mein Heim:



So. Und jetzt bin ich fertig. Jap. Und beruhigt und gelassen. ^^

Sonntag, August 12, 2007

Ich will mich fühlen aber da ist so viel Abschrift.

Sich in bewussten oder unbewussten Machtpositionen zu befinden ist eine ganz besondere Kunst. Vielleicht kann man die erlernen. Vielleicht ist sie angeboren. "Ich lass mir von dir nicht mehr die Knie brechen! Und ich scheiß auf deine Krücken!" - wie ich da so ängstlich vor dem längeren Hebel sitze... das ist ja traurig mit anzusehen. Ich bin ja aufgebracht. Sich in Machtpositionen zu begeben und davon kaum Notiz zu nehmen, es einfach als gegeben zu sehen und wie ausversehen fremde Herzen in der Hand zu zerdrücken... das ist eine ganz besondere Kunst. Die mir nicht gegeben ist. Ich bin ja aufgebracht, ich schreie ja dabei...

...

Meine Hände riechen nach Salz, du riechst nach Weichspüler. Du riechst als wärst du in meinem Kleiderschrank gewesen. Ach ich weiß nicht. Ich weiß gar nichts über dich! Das ist alles, was ich denken kann. Ich weiß nicht. Nicht, was oder wer du bist. Nicht, welchen Namen meine Gedanken an dich tragen.
Ich streiche vorsichtig mit meinen Fingerspitzen an den Wänden entlang und versuche, mich zu Hause zu fühlen, beinahe sicher. Presse jeden Zentimeter Haut auf die Raufasertapete, zeichne blaue Flecken auf meine Haut und fühle das überlaute Donnern in meinen Ohren als kaum merkliche Vibration. Immerhin das. Sonst gibt es an diesen Wänden nichts mehr zu fühlen außer dir. Oder nur der Erinnerung an dich. Alles Herzblut, alles Salz, alle Küsse, habe ich schon vor Wochen abgerieben mit Haut und Haar und aufgebraucht seitdem, für die wenigen Meter Weg, die ich dann doch nicht gegangen bin. Aufgebraucht für die Atemzüge, mit denen ich dann doch nichts gesagt habe.
Ich fahre mit meiner Zunge über die Tasten des Klaviers - irgendwo da musst du noch sein. Irgendwo in der kleinen Sekunde zwischen d und es. Da muss es nach Weichspüler riechen, da ist vielleicht noch ein Hauch von dem "Wir brauchen uns", an dem ich mich jahrelang aufrecht hielt. Vielleicht noch ein letzter verminderter Akkord, der darauf wartet, dass ich ihn finde, um ihn in Gedanken auf deine Haut zu malen. Zwischen deine Brüste, deine Beine hinauf, deinen Hals entlang. Doch statt Sommer und dir finde ich nur Staub auf den Tasten, nur Staub und meinen Schweiß und rein gar nichts von dir und wenn doch, dann nur, weil ich es darauf gelegt habe. Und ich heb es auf und trink es leer, so schnell ich kann. Versuche, mich damit zu vergiften, mich daran zu berauschen. Es gelingt mir nicht. Alles was bleibt ist ein schaler Nachgeschmack. Nicht deiner.
Und zwischen den weißen Wänden, liegt kein Geruch mehr und kein Geschmack, keine Melodie und kein Bild. Zwischen diesen weißen Wänden liegt nur eine Frage: Ende oder Anfang?

...

Passt aufeinander auf!!! Ich hab vor einiger Zeit schon mal auf eine Band hingewiesen, die sich "Früchte des Zorns" nennt. Da gibt es ein Lied für das hier, dieses Herzschlagjagen: "Passt aufeinander auf". Über die stimmliche Gestaltung lässt sich durchaus streiten, aber ich geb uns den Text als Anstoß und hoffe, dass wir das tun. Aufeinander aufpassen. Auch wenn wir ja alle schon groß sind und überhaupt so unendlich vieles alleine können. Lasst uns ein bisschen aufeinander aufpassen.

Und ich will darüber schreiben, dass mein Bruder heute nach Dresden gezogen ist und das echt alle Welt(außer Susi vielleicht^^) icq hat, aber es kommen nicht mehr als ein paar Stichpunkte. Ich bin raus, ich bin übermüdet, gestern war Geburtstagsparty bei Sandra und heute morgen wieder früh aufstehen für den Gottesdienst mit Annegret... ich weiß nicht. Ich weiß so vieles nicht gerade. Ich glaube nicht, dass das in nächster Zeit aufhört. Ich fang ja neu an, ich muss das ja alles nochmal... auch das, was keinen Spaß macht... wird sich zeigen.

Samstag, August 11, 2007

Leipzig will mich!!! Und: "Spashley on the way"

Heut nacht läuft die dritte Staffel "South of Nowhere" an... irgendwann morgen abend oder Sonntagmorgen werd ich es mir wohl downloaden können *sheeeeesh*^^.

Leipzig will mich! Echt! Heute kam der Brief! Bis 20.8. muss ich dann alle meine Unterlagen dorthin schicken und... ja... geilgeilgeilgeil!!! Volle Freude hier! Yeeha!

Jetzt gehts also wirklich los. Endlich. Auf einmal muss alles ganz schnell gehen. Ganz ganz schnell. So schnell, dass die Welt fast kopfsteht. Herzsteht. So schnell, dass ich kurz davor bin jede schöne Frau zu küssen, die mir über den Weg läuft... leicht schwindelig wird mir bei dem Gedanken und der Anstrengung mich davon abzuhalten... warum eigentlich? ^^

Ihr an meinem Herzen, Freunde! Ihr ganz nah grad! Wir sinds, wir machens, wir werdens! Als wärs Gewissheit!

Mittwoch, August 08, 2007

Schöner lesen.

Ich finde, dass ich in den letzten Wochen wieder zu einem Schreibstil gefunden habe, in dem ich mich schön lese. Das ist mir zwischendurch etwas abhanden gekommen. Schön weil konfus und durcheinander und oft unverständlich aber fühlbar.

Sie hat so schöne Arme. So schön. Das habe ich heute festgestellt. Während ich Stunden zu spät kam, während ich gewartet habe auf die vielen Dingen, von denen die meisten wohl niemals passieren, während ich erzählte von diesem oder jenem und ein Lachen an die Wände warf, das echter war als die Sicherheit die ich mir und allen anderen seit Tagen vorspiele, denn ich bin mir nicht sicher, über gar nichts und wie sollte ich auch? - ich bin hier ja zum ersten Mal und während ich das dachte und wir uns über fremde Unterwäsche lustig machen, da fiel mir auf, dass sie schöne Arme hat.

Mein leben ist so ungeordnet zur Zeit. Komme ich von Treffen mit Freunden zurück erfüllt mich eine ungeahnte Leichtigkeit, das Gefühl, dass wir alles erreichen könnten, wache ich am nächsten Morgen auf, bin ich schockiert darüber, dass das Chaos noch da ist. Es passt nichts so recht zusammen zur Zeit. Mein Herzschlag nicht. Passt nicht auf die Menschen um mich herum, nicht zu der Musik die ich höre und schreibe, nicht zu meinem beinahe vorsichtigen Atem. Mein zu Hause nicht. Das relativiert sich momentan, ich weiß nicht mehr wo zu suchen geschweigedenn zu finden. Meine Nächte nicht. Passen nicht zwischen die Tage, nicht in das unendlich grell und unglaublich laut, das dieser Sommer ist, der sich immer wieder unterbricht mit betretenem Schweigen. Meine Worte nicht. Passen nicht mehr in meinen Mund, sind wie Fremdkörper hineingelegt. Ich nicht. So glücklich und friedlich und ängstlich und verstört wie Rehe im Scheinwerferlicht. Das Zittern meiner Hände nehme ich nur noch selten wahr. Es ist eben da... das ist Umbruch, ist Aufbruch, ist neu und wird es wohl bleiben eine Zeit lang, so wie alles neu ist wenn es nur in Gedanken ist und noch nicht da.

Ich kann niemanden mitnehmen. Auch nicht in Gedanken, so scheint es mir jetzt. Da wird vieles zu schwer im Brustkorb, da hat niemand Platz, wo mein Herz grade Saltos schlägt bei jedem Schritt. Es wird alles hier bleiben müssen und ich schau zurück von Zeit zu Zeit. Welche unglaubliche Gewissheit Freiheit von uns einfordert, wird mir jetzt - wahrscheinlich Leben zu spät und doch früh genug - bewusst, man muss sich sicher sein. Seiner selbst. Zumindest das.
Und da fällt mir ein Satzstück ein, dass ich vor langer Zeit gelesen habe, vielleicht wurde es mir auch vorgelesen, ich weiß es nicht mehr, so oft habe ich ihn mir vorgesagt in dem Moment zwischen zwei Herzschlägen, man kann ganze Leben bauen aus diesem einen Satzbruchstück, das wohl aus irgendeinem Gedicht stammen muss, das wohl nur geschrieben sein kann, unmöglich nur gesagt und ich mache uns eine Hoffnung daraus:
Sie leben, sie lieben, sie gehen jeden Schritt, sie tun jeden noch so kleinen Atemzug "so als wär's Gewissheit". Ich halte mich an diesen Worten aufrecht. Als wär's Gewissheit, so werden wir springen und fliegen und fallen vielleicht. Lieben auf jeden Fall. Als wär's Gewissheit. Wie auch sonst?

Samstag, August 04, 2007

Paddelurlaub und "Das Tracklisting ist raus

"Aber wenn du so früh aufstehst... was machst du dann die 2 Stunden bis zum Mittag?" wird für mich zum offiziellen Satz des Tages. Danke Maria.

Am Donnerstag sind wir denn auch vom Paddelurlaub an der Havel zurückgekehrt. Es war tatsächlich mehr oder weniger sonnig, die letzten Tage auch warm, sehr kulturell(seht euch Death proof an!!! So geil!), fahrtechnisch ein echtes Erlebnis und was die Sitzgelegenheiten in Paddelbooten angeht - jemand sollte sich da mal mehr Gedanken drüber machen!!
So kann Urlaub aussehen:

Das Tracklisting für die offiziellen Aufnahmesessions ist raus und wird demnächst(ich versuchs bis morgen abend zu schaffen) alen Mitwirkensollenden in Demoversionen zur Verfügung gestellt. Es gestaltet sich wie folgt(ungeordnet):

Saturday night - Under your spell
Too easy - Still dreams
I'm out - rocket scientists
Dancing - Don't give up(Jenny)
the dark side - story to tell
sky's daughter - awaiting
beautiful in love - once in a while(wenn ich die akkorde wieder finde^^)
Bette Davies' eyes(dito) - wash your heart
young love - remind me
valentines day - forgive-adore
July - Polaroid
Bleib doch - mehr wie du
nothing's gone wrong

Und vielleicht noch zwei drei, aber die dann - wenn - spontan^^.

Ja in den Monaten hat sich ne Menge angesammelt und das ist ja noch nicht mal alles.

Es wird größer als die Alben vorher^^. Weil einfach mehr mit machen. Was jetzt zugegebenermaßen nicht sooo schwer ist. Ich bin voll motiviert jedenfalls und wird schon alles.

Samstag, Juli 28, 2007

Und das bin ich wie ich nächtelang wachliege...

Die Frage die mich heute - ach was "heute" !!!, jede wache Sekunde seit ich drei bin - beschäftigt, ist eine sehr alte Frage... neben der Ei-Huhn-Geschichte vielleicht eine der ältesten: Die Frage nach richtig oder falsch.
Mein Gedankenschwerpunkt liegt zur Zeit auf richtigen bzw. falschen Entscheidungen. Ich versuche es auch gar nicht erst mit allgemeiner Richtigkeit, wir fangen viele Schwierigkeitsstufen darunter an: Richtig für mich. Und zwar langfristig gesehen.

Das Hauptproblem besteht darin richtige bzw. falsche Entscheidungen zu erkennen. Ich merke, dass ich eine für mich langfristig gute Entscheidung gefällt habe, wenn es mir kurzfristig schlecht geht. Nach richtigen Entscheidungen geht es mir eigentlich immer mies... muss daran liegen, dass alles in mir jenseits der Schlatzentrale masochistisch veranlagt ist. Wir haben also schon mal einen Indikator. Der Haken ist: Es gibt zwei Arten von "falschen" Entscheidungen. Die einen sind die, bei denen es mir kurzfristig gut geht(oder sehr gut, grandios sozusagen...), sie sind also klar von den Richtigen abzugrenzen. Die anderen aber sind die, die mich weder früher noch später glücklich machen. Ihr erkennt die Misere? Immer wieder die gleiche Frage: Richtig oder ganz ganz falsch?

Wenn ich den aktuellen Entscheidungsprozess jedoch überwunden habe, bin ich bereit derartige Fragestellung hinter mir zu lassen und zu meinem hedonistischen Selbst zurück zu kehren: Denn alles, was sich gut anfühlt, ist richtig.

Bis dahin: "Schau mal, das bin ich, wie ich betrunken tue, weil ich hoffe, dass man mir das später mal als Unzurechnungsfähigkeit anrechnen wird..."

Niemals hungrig

Montag, Juli 23, 2007

All I can do

So. Ich habe gerade erst den neuen Potter-Band beendet. Und zwischendurch etwas geschireben, was ich nun danach(nach dem Genuss von Reiswein) aufgenommen habe:

All I can do

It's desperate - I know. Es wird nicht auf dem aktuellen Album sein - noch zu vieles muss gemacht werden. Aber ich habe gemerkt, dass man manche Brücken abbrechen muss in diesere riesigen Tretmühle des Erwachsenwerdens. Enjoy!

Donnerstag, Juli 19, 2007

Hey that's funny...

Hab lustige Comics gefunden und will euch an einnigen teilhaben lassen:

hier, hier und hier und da und da und dort und dann noch hier und hier

Mein Leben ist ein ganz kleines bisschen kompliziert grad...

Montag, Juli 16, 2007

Wir verpassen vielleicht gerade...

unseren Sommer zusammen. Weil du nicht anrufst.
Ja, ihr habt richtig gehört, ich bin in die riesige Mühle des Telefontaktierens hineingeraten. Dabei wollte ich gerade hier nicht hin. Das ist etwas für angekratze Egos, dachte ich immer, für diese unbedarften Menschen, die Beziehungsratgeber lesen, die wahrscheinlich "Single mit Niveau" sein zu glauben... Und jetzt? Merke ich, dass mein eigenes Ego zur Zeit nicht ganz oben auf ist - leider.
Jetzt denke ich, dass ich eigentlich oft genug angerufen habe - ohne Ergebnis. Jetzt denke ich >Warum rufst du eigentlich nicht an? Fehl ich dir nicht? Wie gehts dir denn?< und spüre eine innere Verzweiflung, über die ich selbst abfällig lachen muss. Ich will dich fragen, ob du nicht vorbei kommen magst für Martini, Leichtsinn und offene Herzen, für Nachtsingen und Tagschlafen, für Herz leer trinken und Endloswachbleiben... und dann fällt mir ein, dass ich dich ja nicht anrufen wollte. Nicht schon wieder. Und lege dabei eine ungeahnte Disziplin an den Tag. Disziplin ist etwas für Menschen, die sich selbst nicht trauen, stelle ich dabei fest - das geht doch gegen die eigene Vernunft.
Ich ruf dich nicht an! So!
Das Problem daran ist, dass du das wahrscheinlich gar nicht bemerkst - sonst hätte ich doch zumindest eine SMS von dir, oder nicht? Ich meine... hey, ich steigere mich hier in etwas rein! Vielleicht so sehr, dass ich später nicht abheben werde, wenn das Telefon klingelt - sieh doch zu, wie du dein Leben allein auf die Reihe kriegst! Dieses Vor und zurück, dieser Spießrutenlauf, durch den ich mich selbst seit Monaten peitsche fordert viel von mir ein. Nicht nur meinen gesunden Menschenverstand.
Denn wenn ich anrufe und du fragst, was auf dem Plan steht, was wir machen und wo mein Herz schlägt, dann fällt mir schmerzhaft wieder ein, dass ich das alles - Martini und Leichtsinn und Sommertanzen - dem Mann lassen wollte, mit dem du das haben willst. Und dann leg ich auf. zu früh vielleicht. Vielleicht zu spät.


Annegret fragt, ob wir nicht mal was zusammen unternehmen und ich sag ja und weiß nicht was und weiß es doch und sage es - natürlich! - nicht. Wie könnte ich?

Wir wollten doch noch...

"36 Grad und es wird noch heißer..." wie es aussieht, hat uns die heiße Jahreszeit wieder(schön eigentlich, nicht wahr?) und heute ist mir dann auch wieder was eingefallen, während ich mich so in den angenehmen 25°C unserer Wohnung bewegte: Wir wollten doch noch Paintball spielen!!! Ich sehe, ein, dass es sich aus Temperaturgründen nicht sofort machen lässt, aber hey - ich will!!! Ich will blaue Flecken^^.

Interessenten bitte eifrig kommentieren, dann kommt der erste Terminabgleich zustande.

[Übrigens ist mir aufgefallen, dass ich Singles mit Niveau, die eine Partnervermittlung nutzen viel weniger leiden kann, als Singles mit Nivea, die aufem Dorffest rumspringen. So.]

Samstag, Juli 14, 2007

Singles mit Niveau...

Ich weiß nicht, wie es euch damit geht, aber ich bin jedes Mal wieder beeindruckt wenn ich ein Werbebanner von Elitepartner.de sehe. Und ich kann auch jetzt - nachdem ich mich nun mehrere Monate dieser Partnerbörse gegenüber sehe - noch nicht entscheiden ob ich dem eher positiv oder negativ gegenüber stehe. Da ich Seiten/Communities dieser Art jedoch immer mit einem gewissen Maß an Ablehnung entgegentrete, schneidet Elitepartner im Vergleich wohl ganz gut ab. Und dieses catchige "Singles mit Niveau" tut sein Übriges^^.

Beim blättern durch die immerhin 70 Erfolgsgeschichten drängt sich mir aber doch die Frage auf, ob es unter den deutschen Akademikern - oder zumindest unter denen, die bei Elitepartner Erfolg haben - so gar keine Homosexuellen gibt... ich melde mich also erstmal Probehalber an, um zu sehen, was sich denn nun hinter den Singles mit Niveau(oder doch nur Nivea?) verbirgt.
Nachdem ich mich knapp 20 Minuten mit dem Personalitytest befasst habe, erfahre ich, was ich wissen wollte: Ja es gibt homosexuelle Suchprofile... ich warte nun, dass mir Elitepartner erste Vorschläge macht^^.

Und ich bin durch das Anmelden zu dem Schluss gekommen, dass Elitepartner - obwohl von mir nicht ganz so abgelehnt wie andere Partnerbörsen - immer noch nicht gut wegkommt.
Was euch das nun sagt? Ich wollte mich schon immer über Singles mit Niveau auslassen. Ich finde die Idee brillant und Partnervermittlung immer noch doof. Kann man nix machen.

Samstag, Juli 07, 2007

So viel zu sagen - so wenig Worte... Titeleingabe geht grad nicht.

Übrigens. Also ich nehm das mit Muse vielleicht nochmal zurück. Ich meinte My Chemical Romance mit "famous last words". Ich legs euch ans Herz.

Ich bin grad vom Familientag zurück. Und. Und! Alle noch da. Anke schwanger(die hat in 10 Tagen Termin). Und die tollste Familie der Welt. Definitiv^^.

Ich dann später noch auf zum Abiball. Spaß, Spaß!

Telegrammstil heute.

Dienstag, Juli 03, 2007

Begeisterte Rockland-Hörer, helft mir!!

Ich präsentiere ich heute ein anschauliches Beispiel dafür, wie mein Gehirn funktioniert:

Ich war grad kurz in der Stadt(post und Aldi und so...) und da fällt mir doch auf der Bahnhofsbrücke ein, dass ich da immer so ein tolles Lied auf Rockland gehört habe... so Januar, Februar muss das gewesen sein. Kam relativ häufig. Mir fällt zur Zeit weder Text noch Melodie ein, ich weiß nur, ich fand es toll und muss es wieder finden. Folgendes weiß ich aber: Das Lied wird gesungen von einem Mann und scheint eher aus zwei verschiedenen Liedern zu bestehen, da 1. und 2. Teil sich ziemlich unterscheiden, ich hab es schon ewig nicht mehr gehört, Text ist ziemlich sicher englisch, hat mich persönlich an eine jüngere Version von Muse erinnert... Helft mir!!! Vielleicht fällt mir innerhalb der nächsten Tage ein bisschen Text wieder ein... wer weiß.

Dienstag, Juni 26, 2007

Ausnahmezustand

Ich entschuldige mich. Weil mir grade so ist.
Weil ich jemand bin, der seine Atmung reguliert, wenn da zu wenig Schweigen im Raum ist aber in 2 wortlosen Tagen eine Funkstille wittert. Weil ich mich schon jetzt euren Leben so fern fühle, dass ich mich sozialen Krüppel nennen möchte. Ich hab, ich trag, ich mach grad Ausnahmezustand. Und muss das über mich ergehen lassen. Ich war vielleicht nicht unrettbar taumelnd, bevor ich begann von euch zu träumen. Heute Abend bin ich besessen von der Angst euch an Menschen zu verlieren, die vielleicht nicht so hungrig nach eurem Leben fragen, die es aber auch nicht so schamlos missbrauchen. Denn ich werde nicht da sein. Ihr werdet Ärzte und Manager und Tontechniker und wasweißich und ich werde nicht da sein. Ich hab, ich trag, ich mach grad Ausnahmezustand. Es geht nicht anders.
Ich hab aufgemacht, weil es nichts mehr zu holen gibt, außer mir.
Ich entschuldige mich. Für nonverbale Signale. Und dafür, das zu lieben. Diesen Ausnahmezustand. Und weil Leben etwas ist, das man persönlich nehmen muss, bleibt das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Prioritäten eine Trivialität, hinter der kaum noch jemand etwas Großes vermutet. All jenen habe ich an dieser Stelle gesagt, dass etwas großes passiert. Es verändert sich etwas. Während ihr zwischen Nachtschichten und Beziehungsbewältigung, zwischen Studienbewerbung und Praktikum hängt, verändert sich etwas in meinem Leben. Ich weiß, dass ihr grad keine Zeit habt. Und eure Zeit wird in den nächsten Monaten nicht mehr werden. Aber bei mir bricht da was los und ich werd nicht mehr dieselbe sein. Ich hab, ich trag, ich mach grad Ausnahmezustand. Die großen Dinge passieren immer irgendwo dazwischen.
Manchmal kann man eine Geschichte retten, durch die Gesten in denen man sie erzählt. Das Problem ist, diese haltbar zu machen.

Montag, Juni 25, 2007

Gesplittert - halb so schlimm.

Der spannendsten Frau, die ich je kennen gelernt habe, war ich nicht aufregend genug. Zum Glück? Leider? Zu Recht?

Wenn ich jeden Tag meines Lebens so frei gewesen wäre, wie in diesem Moment, wo Bosse aus meinen Boxen drönt und nur zusammenhangloses durch meinen Kopf schießt, wäre ich ihr aufregend genug gewesen. Vielleicht.

Ich mag dich am liebsten ungeduscht - Begrüßen Sie mit mir die Festivalsaison!

Wen ich vor einem Jahr so alles gefunden habe, das glaub ich ja selbst kaum noch! Und dass ich sie jetzt nicht finde, könnte heißen, dass ich nicht mehr atme. Oder dass ich endlich ein Stück Echtleben für mich alleine hab.

Und wenn ich morgens aufstehe ist beinahe die erste Frage an jedem Tag, womit ich nur all diese tolle Menschen verdient haben soll.

Das hier sind die Straßen unserer Jugend und was sagst du nun, Kleiner? Glaubst du, wir stehen eng genug, um nicht zu fallen? Und ich frag dich trotz allem, was dein Plan ist, was deine Träume sind. Und dass ich dich das frage, heißt in keiner Silbe, dass ich dich weniger liebe, dass ich dich weniger brauche, dass ich weniger an dich glaube. Ich hab uns nur aus der Ferne beobachtet und ich will dich zurück.

Ich rausche lauter, als ich jemals schreien könnte. Kopfüber, herzüber, Blut aus dem Mund, schmeckt nach Zucker. Meine Tage sind glanzlos, rau und wunderschön. Wir sind die jungen Wilden.

Und wenn sich euer Herz auch anfühlt, als würde es sich überschlagen, möchte ich noch kurz sagen, dass es nicht immer ratsam ist, Sicherheitsgurte zu tragen.

Sonntag, Juni 24, 2007

Übrigens - an alle meine zukünftigen Götter in weiß...

Ich schaue mir neudings von Pathologin mit Profil über Grey's Anatomy bis zu Emergency Room und Dr. House nahezu jede greifbare Fernsehsendung mit medizinischem Inhalt an, um später, wenn mir all meine Freunde, die Medizin studieren werden, von ihren seltsamen Erlebnissen(










ähm... eher dieser Art:
) auf diesem Gebiet erzählen, wissend nicken kann und sagen: "Das kenn ich, das war in der dritten Staffel ER auch!". Und ihr? Ihr denkt bestimmt nicht im Traum daran euch mit altphilologischen Besonderheiten auseinanderzusetzen... selbst wenn es eine Fernsehserie darüber gäbe.

Ich habe mir Studentenwohnheime in Leipzig angeschaut. Und festgestellt, dass ich mich nicht so fühle, wie ich mit 14 dachte, dass ich mich mit 19 fühlen würde. Was ziemlich erschütternd ist, muss ich gestehen. Ich hab mir das damals anders vorgestellt. Und frage mich automatisch, ob ich wirklich schon an dieser Stelle bin, ob ich tatsächlich schon so weit sein kann, auszuziehen, das Fürchten zu lernen... Und frage mich das und bekomme keine Antwort, als die, die mir seit März halbzerkaut im Hals steckt: "Kommt alles wie es soll."

Freitag, Juni 22, 2007

Man muss seine Grenzen kennen und Frau Teichmann tanzt!

"Man muss seine Grenzen kennen.", sage ich oft. Meistens bin ich mir meiner eigenen auch ziemlich gut bewusst. Aber mit zwei Zahnarztterminen in einer Wochen hab ich es nun vielleicht doch ein bisschen übertrieben(Ja ich versuche meine Dentalphobie zu überwinden). Ich hab mehr Schmerzen als vor dem Termin heute und gehe nächsten Dienstag schon wieder *jippie*... aber ich habe Hoffnung, ab morgen schmerzfrei zu sein.

Heute habe ich eine Umfrage vom Amt für Stadtentwicklung Dessau zugeschickt bekommen... sieht aus, als sollte unsere Stadt schöner werden - ich glaube, da hat niemand was einzuwenden^^.

Keine richtig volle Woche mehr zu haben, lässt das letzte Wochenende meilenweit entfernt erscheinen, komische Sache finde ich. Zeit steht grad still ein bisschen, mein Leben stagniert. Aber neue Aufnahme auf meinem Myspace-Profil.

Frau Teichmann sitz oft zur gleichen Zeit bei EDEKA an der Kasse wie ich. Das nur mal am Rande. ^^ :P

Gute Ratschläge fürs Leben? Zahnärzte gehören nicht zu den Guten, hingehen sollte man trotzdem.
Pure Vernunft darf niemals siegen.

Und was ich schon immer loswerden wollte: Rote Haare(also natürlich jetzt) entsteht durch eine Mutation auf dem Chromosom Nummer 16. Und ab 2060 gibt es vorraussichtlich keine Rothaarigen mehr. Schade eigentlich. Weiteres nachzulesen hier.

Mittwoch, Juni 13, 2007

Ich fühle mich zu Theologen hingezogen

und gerechte Bibelübersetzung ist für mich größtenteils Quatsch... ich bin dafür dass das allgemeine Pluralgenus maskulin ist. Hab ich gar kein Problem mit. So. Aber das nur nebenbei.

Ich war also nun doch in Köln. Bin am Donnerstag nach meiner Schicht nachgefahren. Und hatte echt tolle Tage muss ich nun doch zugeben. Und die Annegret kennengelernt, die Vikarin ist und die ich nun jetzt wohl predigen hören werde, wenn ich am 15.7. in Törten Orgel spiele *froi*.
Köln übrigens auch eine tolle Stadt, auch wenn sie mich irgendwie nicht so begeistert hat, wie Hannover das konnte. Kann schon sein, dass da jemand Köln die Schau gestohlen hat...^^

Ich schreibe wieder viel deutsch, was mir sagt, ich muss alles englische schnell aufnehmen^^. Morgen werd ich ein bisschen aufnehmen und dann werden hoffentlich neue Songs bei myspace stehen.

Ich glaube an eine neue Körperlichkeit. Ich denke Körperkontakt ist etwas, das man durchaus auch einfordern sollte gerade in diesen schrecklichen Zeiten, in denen er so unterbewertet wird. Wir sollten den Wert von Nähe wieder gesteigert wahrnehmen, denke ich.

Morgen geht es ins Tonellis! Yeah! Sophie will sich mit mir betrinken. Antwortet aber ausgleichend nicht auf meine Fragen.

Freitag, Juni 01, 2007

Der süße Klang von "Heute gibts Geld"...

Ich wage die Vermutung, ich hatte von all meinen Freunden als letztes ein Konto^^. Ich mag Bargeld. Das kann ich sehen. Heute ist mir aufgefallen, dass es bei so einem Konto auch schon was ausmacht, wenn ich auf meinem Bildschirm hier sehen kann, dass Zahltag war und ich 188€ mehr habe. Das Geld von Kaufland kam auch gleich mit... da fühlt man sich ein bisschen Schizophren wenn man da direkt nebeneinander Überweisungen von EDEKA und Kaufland sieht^^.
Hätte mir jedenfalls irgendjemand von dem Endorphinschub namens "Zahltag" erzählt, hätte ich wahrscheinlich schon viel früher angefangen zu arbeiten.

"Gestern hattest du lange Haare, heute hast du kurze Haare - es ist mir aufgefallen..." es geht mir nicht aus dem Kopf. "Your hair was long when we first met...", das auch. Ich verliere, ich gewinne. In derselben Sekunde. "the bible didn't mention us..." aber jemand sollte es tun, finde ich. Jemand sollte uns erwähnen. Nicht nur nebenbei.

Urlaubszeit.
Ich bin bei EDEKA als Aushilfe eingestellt. Hauptsächlich, um die Urlaubszeit zu überbrücken. Wobei ich selbst natürlich auch Urlaub machen will. In kleinen Häppchen, wie sich nun herausstellt. Vom 14-17.6. Gehts jetzt an die Havel paddeln *yeah*. Nächstes Wochenende ist der evangelische Kirchentag in Köln. Ein Ereignis bei dem ich eigentlich jedes Jahr zugegen bin. Dieses Jahr gab es aber keine Plätz mehr, also hab ich mich schon mal mental drauf eingestellt daheim zu bleiben. Heute ist noch ein Platz frei geworden. Den einzunehmen ich mich aber ein wenig sträube. Was für eine Aushilfe für die Urlaubszeit bin ich, wenn ich im Juni kein Wochenende arbeite? Ich mag Kirchentag und das alles. Aber ich will dieses Jahr eigentlich nicht. Ich habe beschlossen, dieses Jahr das zu machen, was ich will. Und das werde ich. Paddeln, Hannover, Großefehn. Da will ich hin. Köln mal irgendwann anders.

Wie siehts aus mit einem Kaffee, Christin? Ich hab hier und da Zeit^^.

Donnerstag, Mai 31, 2007

I stumbled...

Gestern Nacht bin ich mal wieder über Regina Spektor gestolpert und fühle mich nun verpflichtet, das mit euch zu teilen:



Und ja, sie kann mehr als "das Mädchen am Klavier".

Mittwoch, Mai 30, 2007

say goodbye to may

so... ich war ja eine Weile im Off. Weil... icht nicht wusste, was von dem vielen zu schreiben ist.

Mein erster Blutspendeversuch am 11.5. ist fehlgeschlagen. Ich hatte zu niedrigen Blutdruck(90/60).
Letzte Woche hat zum ersten Mal bei EDEKA mein Geld nicht gestimmt(ich hatte 20€ zuviel... unerklärlich). Ich bin noch nicht aufgefordert worde, eine Rechtfertigung zu schreiben.

Außerdem biete ich erste Sonnenbrände, exzessives Pooplantschen, Grillpartys und Shoppingoverkill(Nova eventis ist zu groß oder? Wer läuft denn da bitte alles ab?!).
Und ich war mit den Jungs in Berlin. Auf der Siegessäule und in Spiderman 3(der meiner Meinung nach nicht so gut war, wie die ersten beiden). Gestern dann Fluch der Karibik 3 - der einige wirklich tolle Szenen aufweist, auch wenn mich persönlich das Ende nicht so überzeugt.

Der Wochenplan sieht die Aufnahme von mindestens 2 Songs, sowie am Samstag A-Pub und irgendwann vorher noch ein neues Zeugnis abholen vor. Ich lese viel, schaue all die Filme, die ich schon immer sehen wollte und mache nichts^^.

Jetzt kommt Juni. Und ich freu mich drauf. So richtig.

Donnerstag, Mai 10, 2007

runaway.....

Alles wiederholt sich. Auch diese Erkenntnis scheint mir für mein Leben nicht neu. Ich sehe in letzter Zeit viele Dinge, die ich abgehandelt gehofft hatte.

Außerdem brauche ich neuerdings viel Auslauf um... keine Ahnung eben. Da zu sein, wo niemand ist. Jeden Abend 5 km. Ich bin ein destruktiver Optimist.

Mai habe ich mir außerdem als Monat für die Studienbewerbung erwählt. Ja. Zur Zeit stehen Tübingen, Heidelberg, Greifswald, Freiburg, Eichstätt, Bamberg, Augsburg und Leipzig fest auf dem Plan.

Mittwoch, Mai 09, 2007

*shrug*

Ich zucke die Schultern. Ich fühl mich nicht schuldig, wegen dem bisschen "Lebenserfahrung"-Post. Nein. Und ich kann auch wunderbar damit leben dafür beim nächsten Mal weggedrückt zu werden. Überhaupt kein Problem.

--

EDEKA ist eigentlich ganz in Ordnung muss ich sagen, alle nett bisher und kassieren jetzt auch nicht unbedingt das komplizierteste was ich je gemacht hab(aber schon ein bisschen viel am Anfang). Wird gehen, sag ich mir also. So einfach.

Ich bin jetzt auch musikalisch bei Myspace.

Sonntag, Mai 06, 2007

"God hates..."

Weil ich gerade drauf gestoßen und immer noch *struck* bin:

God hates fags


und das schönste Land der Welt:

God hates Sweden

Bitte einmal kurz die FAQ überfliegen. Da weiß man gar nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Donnerstag, Mai 03, 2007

Ich bin um Lebenserfahrung reicher geworden

Da heute sehr viele Menschen mit dem Internet und den Suchfunktionen in selbigem umgehen können, sind einige Namen(*) geändert[Mit Mia ist ALLES in Ordnung so weit ich informiert bin - um die gehts hier nicht!].


Der gestrige Tag geht hiermit offiziell in die Reihe von nahezu historischen Punkten in meiner Ansammlung von Lebenserfahrung ein. Nicht nur, dass ich erfolgreich mein erstes längeres Arbeitsverhältnis erlangt habe(die Kasse bei EDEKA is mein!), nein, nachdem ich die ersten 2 Stunden probekassieren war, erwartete mich zu Hause ein Informationssturm der einer Google-Suche nach "Sex" alle Ehre gemacht hätte. Verschiedene Anrufe waren auf meinem Apparat eingegangen und von verschiedenen Personen entgegengenommen worden. Kaum durch die Wohnungstür bombardierte mich Oma mit einem "Maria(*) ist weg!" und erzählte kurz, dass alle schon suchen. Wenig später - ich habe bereits den Autoschlüssel in der Hand und bin auf direktem Weg in die Stadt - betritt meine Mutter die Szene, sagt dass Frau --(*) angerufen hätte, sie mache sich Sorgen, Tom(*) habe sich getrennt(warum ich an dieser Stelle nicht besonders überrascht war, kannst du dir denken) und sie sei auch nicht im Krankenhaus zum Dienst gewesen, aber irgendjemand habe sie in der Stadt gesehen... ich schlage vor bei Franzi anzurufen, vielleicht weiß die was, nur um von Oma zu erfahren, dass die schon bei mir angerufen hat. Ich blicke durch die Telefonliste nicht mehr ganz durch. Kurz versucht Maria anzurufen - Handy aus.
Ich also immer noch auf dem Weg zum Auto, da sagt Mama: "Bleib mal hier.", die bringt Ruhe rein. Wir setzen uns nach draußen, rauchen eine Zigarette, gehen Möglichkeiten durch. Bringt nichts, wenn ich da jetzt auch noch mit suche. Hat einfach keinen Sinn. Kurz nachdem mich diese Erkenntnis trifft, klingelt mein Handy. Es ist Marias Vater. Ihr Handy ist wieder an. Ich soll es mal versuchen. Mache ich dann auch und - wie durch ein Wunder - nimmt sie ab. Warum sie gerade mir das Gespräch nicht verwehrt wird mir erst 24 Stunden später klar werden. Nach 4 Minuten Schluchzen von ihr und Flehen von mir, weiß ich wo sie ist, dass ihre Portemonnaies geklaut wurden und sie Angst hat. Ich rufe also ihren Vater an, sie können aufhören mit suchen, sie kommt irgendwann nach Hause, ich fahr hin.

Glaubt man der Redensart, so habe ich auf diesen 15 Minuten Autofahrt bestimmt einige graue Haare bekommen. >Ist sie noch da, wenn ich komme?<, >hoffentlich macht sie nichts dummes<, diese beiden Gedanken wechseln sich unentwegt ab. Noch dazu ist natürlich in gerade diesem Moment kein geeigneter Parkplatz zu finden. Als ich zittrig und etwas flachatmig den beschriebenen Hauseingang gegenüber der Fahrschule finde, ist sie noch da. Ein Glück. Wir setzen uns erst mal in das restlos überhitzte Auto, wissen nicht wohin. Sie heult. Ich versuche die Möglichkeiten angesichts - ja was eigentlich? - abzuwägen. Schließlich packt sie aus. Getrennt sagt sie. Aber das weiß ich ja schon. Vielleicht schwanger. Das habe ich geahnt. Die Pille von nicht vorhandenem Geld gekauft. Das ist neu. Während ich also das Dilemma auf mich wirken lasse, fährt Franzi per Rad an uns vorbei. Wenig später klingelt Marias Handy. Ich geh ran. Es ist Franzi, die grade in Kooperation mit Kati und einer alten Frau gute Fee spielt und eines von den Portemonnaies wieder zum Vorschein gebracht hat. Natürlich nicht das mit dem Geld. Aber immerhin der Personalausweis ist wieder da.
Ich gebe Franzi unsere Koordinaten durch. Nach exzessivem Winken und der Feststellung, dass Franzi ohne Brille tatsächlich ziemlich schlecht sieht, findet sie uns. Wir machen Ortswechsel und finden uns im Schillerpark wieder, wobei Franzi mein Auto nahm(jetzt wo ich drüber nachdenke... ohne Brille! Warum hab ich sie fahren lassen??!!) und ich ihr Rad. Wir setzen uns an den See, versuchen Fische erst durch pure Gedankenkraft, später durch Kaugummi umzubringen. Nach 20 Minuten stellen wir fest, dass die Situation auch bei Sonnenlicht nicht viel mehr her macht. Wir rufen Tom an, um ihm die Aufgabe zu übertragen, Marias Eltern das alles zu erklären(auch Quatsch, wenn du mich fragst, das macht man zu zweit). Nach einigen Minuten ist man sich recht einig erstmal einen Schnelltest durchführen zu wollen und Tom macht sich auf den Weg.
Als er eintrifft zeigen die Fische erste Verendungserscheinungen. Ein wenig spät vielleicht. Wir jedenfalls machen uns geschlossen auf zum RathausCenter. Dort angekommen, stürmen wir DM(vorher machen Franzi und ich noch einen Abstecher zu Ditsch, damit sich wenigstens mein Blutzuckerspiegel freut). Maria und Tom erstehen einen Schwangerschaftstest der Marke Clearblue, dessen Verwendbarkeitszeitraum - so stellen Franzi und ich später fest - vor einem Jahr abgelaufen ist. Wir sehen uns allerdings nicht genötigt, das noch mitzuteilen, schließlich hat Maria schon einen Arzttermin. Im Parkhaus beginnt Maria die 1,5l Wasserflasche zu leeren(ich nehme an, wir sind mit dem Funktionsprinzip dieser Tests vertraut) und wir fahren zu Tobi.

Dort sitzen wir zu viert auf dessen Bett, wobei Franzi und ich Wassergeräusche imitieren, um den Wasserdurchlauf in Marias Körper zu beschleunigen. Eine Szene von abartiger Surrealität, die sich kaum überbieten lässt. Irgendwann aber ist auch das geschafft und eine Minute gespannten Wartens auf das Testergebnis tritt ein. Es erscheint nur ein Strich. Negativ. Die beiden atmen erleichtert auf, Franzi und ich lassen uns damit lieber noch Zeit. Maria hat sich zickig, weil Tom so erleichtert ist, ich versuche lieber nicht ihr klar zu machen, dass auch er - genau wie sie - gerade erfahren hat, dass er nicht wie befürchtet sehr früh und noch dazu in einer kaputten Beziehung ein Kind bekommt.
Dann löst sich unsere Krisenprozession auf. Ich nehme Maria mit zu mir, wo sie nichts isst, dafür aber viel schweigt und heult, sich von meiner Mutter ruhepolen lässt, zu Hause und bei ihren Großeltern anruft und schließlich irgendwann gegen 23 Uhr ins Bett geht.

Heute ist mir klar, warum sie mich nicht weggedrückt hat. Weil ich nichts wusste und immer noch nichts weiß. Ich hab keinen Verlauf, kein Gesamtbild, ja nicht einmal einen bruchstückhaften Abriss. Ich habe auch nicht danach gefragt. Jeder weiß etwas anderes und alles zusammen ergibt doch keinen Sinn. Ich muss es nicht verstehen. Das ist der Befreiungssatz, der für mich am Ende steht. So.