Donnerstag, Dezember 25, 2008

Fertsch.

"Und hast du mich so sehr geliebt,
so nimm das Jubelndste von meinem Tag..." - Else Lasker-Schüler

Fetzt. 4 Christvespern. In angemessenem Tempo. Das ging vorwärts... die Gemeinde japste teilweise nach Luft. Was ein schöner Heiligabend! Und jetzt grade noch Christnacht in Törten und dann Whiskey und ein ausklingendes Gespräch. Ach und Geschenke - der Wahnsinn, so vieles... Und Bücher, ganz tolle. Jetzt muss ich ganz schnell schlafen und das mitnehmen, dieses Gefühl, nach Morgen und Übermorgen.

Montag, Dezember 22, 2008

2 mal werden wir noch wach...

heissa dann ist... Ist jetzt auch gar nicht so wichtig.

Vielleicht sind auch die 10 Minuten zwischen "Das hat doch grad erst angefangen" und "Nie wird das was", vielleicht sind die es. Vielleicht machen die es aus. Das, was wir so leichthin Leben nennen. Vielleicht sind die 5 Szenen, die niemals eine ganze Geschichte ergeben werden, es doch wert. Dass man sie erzählt und aufmalt und manchmal aufhebt ein Leben lang.


Hast du dir da was teures von L'oreal gekauft, oder leuchtest du einfach nur so? Das habe ich mich schon manchen Dienstag gefragt. Und du hast gelacht, als hätte ich dir diese Frage gestellt und als könntest auch du im Grunde nicht fassen, dass du - als bloßer Mensch - Licht bist. Hätte ich vor einem Jahr schon gewusst, dass Menschen Licht sein können, vielleicht hätt ich dich sofort erkannt, nicht nur so vage geahnt, dass das Summen nicht von der Marmortreppe und den Büchern kommt... vielleicht.


Weihnachtstag. Wie man so sagt. Heissa!

Montag, Dezember 15, 2008

Wir sind alle nur zum leben hier... du auch!

Hab ich schon erzählt, dass jemand hier war? Und ich dachte, dass alles gut oder doch zumindest besser wird... Donnerstag war jemand hier. Waren einige hier. Aber vor allem jemand. Und sie saßen und standen zwischen Tür und Angel und ich war mir nicht sicher, ob sie "Triumph" oder "Trümmer" darstellen wollten. Aber ich plädierte - positiv wie ich bin - auf das erste. Wie alle anderen auch. Ich nickte und sagte: "Ja, ja, manchmal werden die Dinge eben doch!".
Jetzt, wenige Tage später, frage ich mich, ob man die bessere Hälfte dieser Wohngemeinschaft vielleicht in Scherben geschlagen hat. Sagen kann ich es nicht. Vielleicht frag ich gleich mal...

Mittwoch, Dezember 10, 2008

Übers sterben nachdenken

Pflaumenmus mit Erdnussbutter. Schwarz, 4 Löffel Zucker. Und auch die Wände werden weicher, wenn man sie lang genug abklopft. Ich frage nach Ursache und Effekt, nach Motiven hinter verschiedenen Studien und ob ich tiefgreifender kaputt bin, als der Durchschnittsmensch. Ich kann nicht zwischendurch 12 Monate frei machen, um übers sterben nachzudenken und mir meine Unfertigkeit zertifizieren zu lassen. Leider. Für mich kein Wüstenstrom, kein "Offensive junger Christen", macht sich wahrscheinlich auch nicht besonders gut in einem Lehrerlebenslauf... mir ist gestern in der Lateinvorlesung so ein Text in die Hände gefallen und ich bin erschrocken und begeistert von dieser Emotionalisierung. Und jetzt recherchiere ich ein bisschen nebenher und bin mit jedem Satz, den ich lese, ein wenig ratloser, welche Beweise es hier eigentlich zu bringen gilt...

Der ganz normale Wahnsinn läuft natürlich weiter, denn krank soll ich sein, aber arbeiten soll ich trotzdem("I can't work today. I already checked - yep, still gay.")... BiWi ist jetzt im Detail geplant, heute Nachmittag ist Fakultätschor und Literatur für die Lateinhausarbeit ist bestellt.

Und da war gestern jemand und war so schön, dass ich die Augen schließen musste, um nicht den Verstand zu verlieren...

Und wie du aussiehst, wie du da stehst,
was dir vorausgeht und dich umweht,
deine Worte und dein Name,
deine Beine, deine Arme,
deine Haare, deine Hände -
steht alles an meinen Wänden.

Und wie du mitsingst, wie du lachst,
was dich bewegt und was dich ausmacht,
dein Geruch und auch dein Blick,
dein leiser Schritt und dein Geschick,
deine Gesten, deine Haut -
alles aus Wundern zusammengebaut.

Mittwoch, Dezember 03, 2008

And if you want me, I'm your country

if you win me, I'm forever" - >You're the Storm<, The Cardigans

Gestern war hier Kochabend und heute hatte ich dann einen zweistündigen inneren Amoklauf, weil ich mir nie merken kann, wann andere Leute Uni haben.

Worum es genauer geht, kann ich nicht sagen, weil diesen verborgenen Kampf um Akzeptanz öffentlich zu machen hieße, euch zu beleidigen. Es ist ein fehlendes Vertrauen in die Welt vielleicht, auch in euch, in jeden, dem ich Tag für Tag begegne. Deswegen sind die Koffer im Kopf so oft gepackt, die Hände so oft entwaffnet, entschuldigend erhoben. Und dennoch zweifle ich nicht an meinem Wort, wenn ich sage: "Given the chance, I'm gonna be somebody, open the door, it's gonna make you love me", aber ich habe mir Barrikaden aus Pappkulissen gebaut, die ich zu diesem und jenem Anlass hervorholen kann, um zumindest mir die eigene Autarkie als gesichert erscheinen zu lassen. Aber natürlich ist das Quatsch - keine Türen, keine Schlösser, keine Riegel uns zu halten, so haben wirs doch gemeint, als wir sagten, wir wären frei...

Und nun? Viel Lärm um nichts. Die Welt ist weiterhin im Nicht-Untergehen begriffen, ja ist eine der Besten, wenn sie ihr Brautkleid anprobiert und still wird plötzlich, wie aus Ehrfurcht. In all dem Verschwiegenfaststill, recherchiere ich einer Körperlichkeit hinterher, die irgendwie zwischen Kommunikationsmodellen und Wirklichkeit auf der Strecke geblieben ist.
Für Molcho ist der Körper alles, was uns sichtbar bleibt, für Morgenstern der Übersetzer der Seele, Améry begreift die Körpergrenzen, als Grenze des Ichs und hier und da wird von körperlicher Kommunikation als etwas Primitives gemurmelt... was fangen wir mit diesem Wissen an und was hat es mit dem Schnee zu tun, der (noch) nicht liegen bleiben will? Genau weiß ich es nicht. Aber ich assoziiere das Fallen der weißen Flocken mit dem Öffnen des personal space und dem Verschwimmen von Körpergrenzen - warum also nicht dem Puls der Welt ein wenig nachspüren und auf den eigenen hören?

And if you want me, I'm your country.

Montag, Dezember 01, 2008

Heute ist schon wieder alles anders...

Aber gestern, als ich aus Münster zurück kam, war es noch so: Geilgeilgeil.

Freitagabend in Münster angekommen und dann Weihnachtsmarkt, wo wir am Glühweinstand lustigerweise Caro aus Dessau trafen und uns eine Weile festquatschten. Dann zu Christian Abendbrot essen(alles per Rad, denn Münster ist eine Fahrradstadt) und dann ab ins Versetzt, das ist sowas wie alternatives Wohnzimmer, vielleicht mit dem Kiez vergleichbar. Dort wurde dann wild gekickert und dann auch Dart gespielt, irgendwann sagte jemand was von Himmel und Hölle, anscheinend eine Kneipe, die wir noch aufsuchen wollten, also fuhren wir hin, kamen aber nicht rein, weil anscheinend Halbmünster schon drin war. Nach kurzem Umorientieren machten wir uns auf den Weg in die WG von Christians Freunden, zu Weißwein und tiefgreifenden Gesprächen über Metal. Nachdem sich aber über die Hälfte der WG-Bewohner bereits ins Bett begeben hatte, brachen Christian und ich auch auf.
Am nächsten Tag weckte mich das Klingeln eines Handys. Manu rief an, er sei in Hannover und wäre dann gegen 14Uhr in Münster. Wir machten uns kurz fertig und mussten dann eigentlich auch schon los. Dann mit Manu in die Mensa zu Hirschrollbraten/Schnitzel/Bratwurst und Seeblick. Einkaufen, um die Essensvorräte der gestiegenen Teilnehmerzahl anzupassen und dann bei Lena Schlafsack und Isomatte für Manu leihen, dort blieben wir dann auch eine Zeit lang bei Tee/Kaffee und Lebkuchen sitzen bis ungefähr kurz vor 5, wo Christian und mir siedendheiß die TK-Pizza im Auto wieder einfiel. Ab ins Wohnheim, Into the Blue, Abendbrot, Original Sin und schon war es kurz vor eins und wir wollten doch noch weg, also rein in die Schuhe und auf das Rad ab ins Amp. Da war Indie-Classics und der Hauptteil der Besucher fand sich auch erst gegen 2 ein. Wir hüpften ein wenig zur Musik, tranken ein Bier, hüpften noch ein bisschen und fuhren dann um 4 wieder heim.
Sonntag: Aufstehen, Anziehen, Frühstück, Weihnachtsmarkt, Straßenkünstler und ab zum Bahnhof, wo Manu und mich dann eine Art Odyssee erwartete. Wir fuhren erstmal nach Rheine, wo wir dann mit dem IC nach Hannover weiterwollten, in Rheine angekommen, stellte sich aber heraus, dass just dieser Zug 90 Minuten Verspätung hatte und uns wurde von der freundlichen Lautsprecherdurchsage empfohlen, nach Münster zurück und über Hamm zu fahren. Also nach Münster zurück, von dort dann nach Hamm, mit dem ICE nach Hannover und dann endlichendlich mit dem IC nach Leipzig. 6,5h Fahrt - keine schlechte Leistung, das muss man schon sagen^^.

Heute ist vielleicht schon wieder alles anders... wer weiß das schon so genau.

Mittwoch, November 26, 2008

Es ist aussichtslos ist, was es ist.

Gestern sehr lustig gewesen bis in die frühen Morgenstunden schlag links, schlag rechts und dann ab nach Hause und kurz geschlafen und dann zu Englisch und zwischendurch, während der Raum sich noch schwankend dreht, merken, dass es aussichtslos ist. Ist was es ist was ist es was? Und plötzlich taumelten nicht nur die letzten vereinzelten Schneeflocken, sondern auch die Wortakrobaten hinter meiner Stirn. Als ich vom Kaffeeholen zurück kam, war da ein Lachen an die Wände des Flurs gemalt, das mir deutlich wie nichts anderes sagte: Es ist Unsinn. Ist was es ist. Was ist es? Ist es was? Es ist leichtsinnig, so halb drunter, halb drüber zu sagen, ich hätte gewartet auf etwas, auf das jetzt vielleicht - VIEL zu LEICHTsinnig ist, was es ist. Ist es was? Ist es denn schon was? Ist es denn schon eine Geschichte? Es ist unmöglich ist was es ist was ist es was? Und ich zucke die Schultern und sage, es ist nichts, weil ich nichts zu sagen wüsste. Ist, was es ist! Nein, ich habe nicht gewartet und ich werde auch nicht fragen und du wirst nicht sagen. Was es ist.

Mittwoch, November 19, 2008

Es ist ein Rauschen, ist ein Rausch, ist!!!

Und ich weiß, dass es wohl einer der besten Momente meines Lebens war, als Maria mich fragte, ob ich nicht bei ihr einziehen möchte... wenn ich aufstehe, ist meistens schon jemand da und wenn Abendhimmelblau sich auf die Fensterbretter legt dann auch. Es macht mich sehr zufrieden, in diesen 4 Wänden zu wohnen. Sehr. Hier, wo man manchmal Gitarre spielt, oft Tee trinkt, kocht, nette Menschen zu Gast hat und sich feiertagmorgens ein "mrgn" zubrummelt... es ist paradiesisch!
Zu Gast. Regelmäßig schaut Sophie vorbei, auch Fine ist immer mal wieder zu sehen und auch mein Bruder hin und wieder. Und jetzt die Woche Melanie von Montag bis Morgen zu Besuch und am Montag war auch noch die Fine da und Dienstag dann plötzlich noch Claudi zum Frühstück... und es ist gut. Es ist wirklich gut.

Am Freitag geht es mit Leipzig nach Dessau zum Plätzchenbacken. Das wird dann hoffentlich auch gut. Aber erstmal muss es Freitag werden und morgen steht wieder der reguläre Unialltag ins Haus, nach dem heutigen Feiertag... ich wollte nur kurz sagen noch, dass es eben schön ist. Hier.

Freitag, November 07, 2008

What's it with the US these days?

Natürlich habe ich Wahl und Ergebnis verfolgt und mich zugegebenermaßen ein wenig gefreut. Der erste schwarze Präsident Amerikas, dafür wurde es ja nun auch schon Zeit. On the other hand... am 4.11. wurde nun aber nicht nur der Präsident inklusive dazugehöriger Partei gewählt, in den einzelnen Bundesstaaten gab es auch verschiedene Propositions. Von besonderem Interesse für mich waren dabei Prop. 8 in Kalifornien, Prop. 2 in Florida, Prop. 102 in Arizona(Gay marriage bans) und Act 1, bei dem sich Arkansas dazu entschied gleichgeschlechtlichen Paaren Adoptions- und Pflegeelternrechte zu verbieten. In Florida und Arkansas handelt es sich um Präventivverabschiedung, in Kalifornien wurde im Mai das Gesetz zur legalisierung von gleichgeschlechtlicher Heirat verabschiedet und wurde nun durch Prop. 8 wieder revidiert.
Es hat Protestmärsche und dementsprechend viele öffentliche Statements gegeben, ich möchte an dieser Stelle gerne Melissa Etheridge zitieren, weil ihr Ton meinem am nächsten kommt:


>>Okay. So Prop 8 passed. Alright, I get it. 51% of you think that I am a second class citizen. Alright then. So my wife, uh I mean, roommate? Girlfriend? Special lady friend? You are gonna have to help me here because I am not sure what to call her now. Anyways, she and I are not allowed the same right under the state constitution as any other citizen. Okay, so I am taking that to mean I do not have to pay my state taxes because I am not a full citizen. I mean that would just be wrong, to make someone pay taxes and not give them the same rights, sounds sort of like that taxation without representation thing from the history books….

When did it become okay to legislate morality? I try to envision someone reading that legislation “eliminates the right” and then clicking yes. What goes through their mind? Was it the frightening commercial where the little girl comes home and says, “Hi mom, we learned about gays in class today” and then the mother gets that awful worried look and the scary music plays? Do they not know anyone who is gay? If they do, can they look them in the face and say “I believe you do not deserve the same rights as me”?....<<

Also nicke ich. Und muss jetzt zum Zug. Ich wollte es mir aber nicht nehmen lassen, nochmal auf Prop. 8 zurückzukommen, welche ich hier schon öfter erwähnt habe.

Euch allen möchte ich empfehlen, die Acceptance Speech von Barack Obama anzuschauen.

Freitag, Oktober 31, 2008

Ein bisschen nervös

Es gibt Momente, in denen man ein bisschen nervös sein sollte. Beim Flirten zum Beispiel. Sonst macht es ja keinen richtigen Spaß. Oder vor dem Bewerbungsgespräch, wenn man da nicht ein bisschen nervös ist, möchte man sich im Grunde doch gar nicht bewerben, oder? Vor Referaten, mündlichen und schriftlichen Prüfungen. Eben nicht so Brett-vorm-Kopf-nervös. Sondern mehr so einatmen-ausatmen-klatsch-packmers! ... Ich bin also ein bisschen nervös...

Da ist so jemand in meinem Französischkurs... und wenn ich mich am Montag wieder gesund fühle, werd ich sie da auf nen Kaffee fragen, aber allein der Gedanke daran führt dazu, dass ich mir den Handschweiß an der Hose abwischen muss... das passiert mir sonst eher selten. Weil Herstellung des Erst-, Zweit- und Drittkontaktes für mich normalerweise nicht so die Problemstellen sind... die folgen eigentlich erst zwei Wochen später. Hier nun aber nicht. Wir sind bereits zwischendurch irgendwie ins Stocken geraten, nicht zuletzt weil ich mich nicht richtig dazu entschließen konnte, eine Arbeitsgruppe mit ihr zu bilden... aber das war auch ein wenig kompliziert mit der Buchverteilung in den ersten Wochen... jaja. Montag soll es nun jedenfalls soweit sein, ich werde die Iris unter irgendeinem fadenscheinigen Grund, der wahrscheinlich tatsächlich einer ist, auf einen Kaffee fragen. Jap.

(Schaut sich suchend um nach Applaus)
Echt jetzt. Mach ich.
(Immer noch nichts)
Wenn ich gesund bin.
(verhaltenes Lachen)
Ach wisst ihr, nur weil sonst niemand so einen Mist bloggt, ist das noch lange kein Grund, mich so zu diskriminieren!! Das Leben ist schön! Ab Morgen goldener November! Und ich singe den letzten Nachhall von "Das Gegenteil von Tod"("Wir werden immer jünger") und denke ein bisschen an uns und wie ich das letzte mal hier war mit Angina. Und ich frage mich, ob das nicht dieses mal klappen könnte mit dem MartiniSommer und ob Dennis dafür nicht herkommen könnte. Einfach so. Aus purer Notwendigkeit.

Und beinahe hätte ichs vergessen

Aber im aktuellen Rote Raupe Mixtape ist es drin: Land of talk! Das hab ich doch im Juli gehört, während ich so auf dem Weg Richtung Görlitz war wegen Festival und so. Ja und jetzt Anfang Oktober haben sie das erste Album rausgebracht!!! Geilgeilgeil! So ein bisschen Sonnenschein für den Herbst hat ja noch niemandem geschadet, nicht wahr?

Hätte mir wohl auch nicht geschadet, ich hab mir erstmal ne Angina eingefangen und versuche morgen wieder dem grünen Bereich nahe zu kommen, denn der Chrischan is da und A-Pub ist dran. Definitiv.

So, damit das klappt, mach ich erstmal nen Ruhigen hier.

Sonntag, Oktober 26, 2008

Ab! Ab! Und dunkler!

Die Haare sind jetzt endlich wieder ab! Abababab! Das ist gut, obwohl Restleipzig ja irgendwie dagegen war... Mir egal, sowas von und yeah.



"Es ist wie der erste Kuss, und wirklich und doch wahr,
ein so flüchtiger Moment... " *Lalala* *kitschkitsch*

Freitag, Oktober 24, 2008

Ich war ja hier...

Wie das also war in den letzten Wochen... Ich war gewissermaßen in der Pflicht. Aber zurück auf Anfang:

Am 2.9. brachen mein Bruder und ich auf, in einem kleinen roten Auto Holland zu erkunden und kamen noch am Abend in Rotterdam an, wo wir 2 Nächte blieben, Hafenhafenundnochmehrhafen anschauten, Bagels aßen, ein Restaurant sahen, das Leipzig heißt und den Walk of Fame abgingen, bis wir dann am 4.9. nach Gouda fuhren, um Käse zu kaufen, dann kurz ans Meer und rein nach Amsterdam - Wasserfahrradrotlichtvierteldrogenmusikstadt! Märkte schauen, Diamantschleiferei besuchen, Grachtenfahrt machen, Rotlichtviertel ansehen, Unmengen Vla kaufen, ein bisschen beregnen lassen, unsichtbare Katzen sehen, Fährefahren und dann am 6.(Samstag) weiter nach Hamburg mit kurzem Zwischenstopp in Oldenburg wegen der Pommes. In Hamburg einen Tag lang Innenstadt autogesperrt wegen eines Radrennens, also viel zu Fuß - Landungsbrücken, Reeperbahn, Hafen, ein bisschen sonnen, Fahrradrennen schauen und dann abends noch nach Berlin O-Ton-Kino "The Dark Knight", zwei Energydrinks und dann ab nach Hause, da ist es dann seit einer knappen Stunde Montag.

Dann wieder Leipzig, am 10. schriftliche Graecumsprüfung ist machbar. Umziehen, Zimmer streichen, alles step by step, ist ok, läuft.
25.9.: Die Ergebnisse für die Hausarbeit sind im Netz. Für mich heißt das, eine 3,3 und eine Grammatikwiederholungsklausur. Das macht mächtig Druck und wütend, so viele Bibliotheksstunden für so wenig Gegenwert investiert zu haben, also keine Zeit irgendwas zu bloggen, wir befinden uns im Ausnahmezustande, hier steht unser Beklopptenstudium auf dem Spiel, das wir so lieb gewonnen haben!
29.9.: Mündliche Graecumsprüfung. Wie durch ein Wunder bin ich durch, bin ich stolz und habe jetzt diese tolle Urkunde.
Möbel kaufen, aufbauen und verrücken, Grammatiklernen, ein bisschen Kaffeetrinken, viel Svenja verabschieden, die Gute geht zurück nach Ba-Wü, um dort eine Ausbildung zu machen. Also Gespräche, Spielplatz ohne Spielplatz, Telefonate zu dritt und Bücherverkauf.
13.10.: Stundenplan ist fertig, Sprachkurse gewählt, Vorlesungen beginnen. Viel schönes in Englisch noch kein BiWi und eine nette metrische Übung mit Herrn Grossardt.
20.10.: Grammatikklausur. Ichkanndaskannichdochoder?
23.10.: Bestanden! Bestanden! Und damit gar nicht mal einen schlechten Schnitt fürs zweite Semester. Jetzt gehts los, gehts vorwärts, hat das neue Semester begonnen.

Heute dann auch wieder 2 Stunden Albertina mit Phormio, dem OLD und Herrn Grossardt zu meiner Linken... vielleicht wird das ja doch noch was mit der Sympathie?

BiWi ist ok. Referatstermine stehen, Portfolio ist erklärt, Vorlesung ist als irgendwie nichtssagend bisher empfunden worden.
Englisch rockt. Translation seltsam. Systemlinguistik und Old English sehr fein.
Lateeeeiiiin. Phormio schwierig. Hausarbeitsthema zugeteilt. Metrik geil.
Französisch. Dr. Leiste ist cool. Iris. Läuft.

Yeah.

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Wo ist sie gewesen und was hat sie da gemacht?

Nein, ich wurde nicht in Amsterdam von Außerirdischen entführt. Sagen kann ich heute schon mal, dass morgen etwas ist oder sein wird oder so. Mit Verspätung. Und was immer es wird, ich werde dann erzählen was ich in den letzten 7 Wochen getrieben habe... 7 Wochen... omg. Liest das denn hier noch jemand? Aber es gibt so Dinge, so Phasen... seltsamseltsam.

Morgen oder aber spätestens übermorgen gibt es also eine Retrospektive, einen Bericht und einen Ausblick. Hoffentlich einen Ausblick.

Montag, September 01, 2008

400.Post!!!

Aber das müssen wir wohl nach meiner Rückkehr aus Holland feiern. Morgen gehts nämlich los und ich freue mich auf eine Woche ganz ohne Bibliothek und Cicero!!! Die Hausarbeit ist endlich abgegeben und es bleibt mir nichts anderes übrig, als der Dinge zu harren, die da kommen.

Ich hoffe, alle Daheimgebliebenen machen sich ein paar schöne Tage, bevor man sich ja schon wieder aufs neue Semester einstellen muss.

Salvete!

Sonntag, August 24, 2008

Die Angst ist raus.

Ich habe heute Abend ein wenig Rückblick gehalten auf der Suche nach Erklärung für diese ständige innere Unruhe:


Als ich nach Leipzig kam, war die Angst schon da. Ich brachte sie mit, wie eine Paar Schuhe, das ich immer trug, wohin ich auch ging. UNd ich hielt sie in Schach, diese innere Unruhe, übertönte sie in durchwachten Nächten, in den Straßencafés oder den Vorlesungen. Ich ertränkte sie in dem Rauschen, das Leipzig war. Und es funktionierte eine Weile lang.
Im Oktober mit zittrigem Atem am Leipziger Bahnhof sagte ich mir: Ist schon gut. Ist ja alles neu, da ist das so. und das, obwohl ich wusste, dass diese Angst mir schon seit März auflauerte. Diese Angst, von der ich noch wenige Wochen zuvor geschrieben hatte, dass ich mich freute mit offenen Armen in sie hineinzufallen und die ich dann doch immer weiter von mir wegschob -Keine Zeit! - und die dadurch nur drängender an mein Herz schlug.
Ich hatte den Glauben an das NichtAlleinsein in Allem verloren. Es kam mir vor, als taumelte ich auf gebrochenen Beinen einen unbekannten Weg entlang. Ich hatte unglaubliche Angst. Beim Gang zum Arbeitsamt, beim Bewerbungen schreiben auf Mini-Jobs und Studienplätze und es kam mir auch nicht so vor, als hätte ich jemanden fragen können, wie denn all das funktioniert... schließlich hatte ich ein Abitur, das mich fürs Leben qualifizierte - und den irrsinnigen Anspruch an mich selbst, das Meiste schon wissen zu müssen.

Und so starb ich leise vor mich hin. Denn ich wusste nichts und ich glaubte, für mein Umfeld, meine Eltern, meine Brüder müsse das eine unglaubliche Enttäuschung sein. Ich konnte nicht sagen: "Zeig mir, wie die Welt funktioniert." oder meine Mutter dazu auffordern verdammt nochmal mitzukommen, als ich zum ersten Mal in diese große neue Stadt fuhr und meinen ersten eigenen Mietvertrag unterzeichnete... Ich konnte sie nicht bitten mitzukommen, nachdem wir als ganze Familie mit meinem Bruder wegen eines Wohnheimplatzes nach Dresden gefahren waren, obwohl er lieber alleine gefahren wäre, ich konnte es nicht einfordern, wenn es mir nicht angeboten wurde, meine Eltern also dachten, ich käme schon alleine klar. Und so schluckte ich und fuhr und machte mir Leipzig Untertan und es funktionierte so lang, wie man eben damit leben kann, dass man sich nur selbst Mut zuspricht und denkt: >Vielleicht habe ich nicht alles gut gemacht, aber ich habe das alles allein gemacht, bis hierher bin ich gekommen - mit meinen eigenen Füßen.<. Es funktionierte eine ganze Weile. Obwohl natürlich Nichts davon stimmte: Ich hatte es nicht alleine gemacht. Niemals wäre ich bis dorthin gekommen ohne meine Familie und doch konnte ich es ihnen nicht zugestehen. Sie hatten mich auf meinen eigenen Weg entlassen und meine Unsicherheiten waren ab jetzt meine Sache, also - so schloss ich - verhielt es sich mit den Erfolgen genauso.
Ich hörte auf, Anrufe von zu Hause zu erwarten. Es war ja nicht so, als interessierten, sie sich nicht für mich, es war nur eben schwierig, die gleiche Anspannung und Aufregung, die man beim Auszug des ersten Kindes wenige Wochen zuvor an den Tag gelegt hatte, jetzt wieder neu zu zelebrieren. 2 Anrufe in der ersten Woche reichen ja auch aus, ist ja alles kalter Kaffee[hier nicht falsch verstehen, 2 Anrufe die Woche wäre mir jetzt in dieser Zeit doch übertrieben, aber in der ersten Woche scheinen die Tage oft selbst wie Wochen und 2 Anrufe irgendwie zu wenig... wahrscheinlich hätte ich selbst anrufen müssen]. Ich konnte nachvollziehen, dass das weniger ein bewusster Entschluss war, als eher eine veränderte Grundstimmung in der Familie zu Hause, die Ähnliches doch kurz zuvor mit Johannes erlebt hatte... zumindest in meinem Kopf konnte ich es nachvollziehen. Anderswo bot sich nicht viel Platz für Verständnis dafür, dass niemand ahnte dass jeder Tag einem Spießrutenlauf glich... andererseits - wie sollten sie auch? Ich hatte ja nichts gesagt.

Was hätte ich auch anderes sagen könne als "schön", auf die Frage, wie Leipzig denn sei? Denn es war ja schön, beinahe wunderschön! Wie hätte ich sagen sollen: "Es ist grandios und... du wirst es wahrscheinlich nicht verstehen, weil du schon weiter bist, vielleicht zu weit weg, aber es sind meine ersten Schritte und ich habe wahnsinnige Angst, Alles vor den Baum zu fahren!"... ich wusste nicht wie, also ließ ich es aus.
Und meine Eltern wussten vielleicht nicht, wie sie sagen sollten: "Wir vertrauen darauf, dass du es gut machen wirst. Aber selbst wenn alles schief geht und der Himmel dir auf den Kopf zu fallen droht, richten wir dich wieder auf und helfen dir nochmal neu loszugehen."
Und so hofften wir uns vielleicht vom jeweils anderen verstanden. Aber es hat nicht so richtig funktioniert. Wir waren mit unseren Gedanken doch allein.

Hiermit beantrage ich für mich Verlängerung und eine letzte Chance in der Hoffnung, dass "Ziemlich spät" vielleicht noch nicht "zu spät" ist. Denn ich sitze an meiner Cicero-Hausarbeit noch mit derselben Angst. Aber das könnte sich ändern ab heute, denn ich bin jetzt soweit.
Ich muss euch nichts beweisen und ihr seid trotzdem noch da. Und manchmal wäre es gut, wenn nicht nur ich alleine aktiv ausdrücken würde, dass ich an mich glaube.

Denn ich weiß noch immer fast nichts von der Welt. Und das ist okay. Ich bin doch gerade erst ein Jahr hier draußen, woher soll ichs denn wissen?

Mittwoch, August 20, 2008

Und ich geb dir teure Träume

Nach zwei Wochen Dänemark mit viel Wind, Regen und Meer, bin ich wieder in meinem Messestädtchen, sitze in der Bibliothek bei Cicero, wandere nachts Richtung Bahnhof, lese Platon und mache all die anderen Dinge, von denen ihr träumen würdet, einen ganzen Sommer lang.

Ich habe in den Perseiden-Himmel geschaut und euch ein Leben zurecht gewünscht, das zu Epen gereichen würde, dass man nicht beschreiben könnte, nicht richtig, selbst wenn man es versuchte.

Wer hat auf diesem Boden gelegen und mit seinem Pulsschlag auf das Linoleum getrommelt, während ich meine Hände in den Himmel streckte, um dir hinzuschreiben - im schönsten Grün -, dass ich den Preis kenne für das Pfützenspringen in dieser Dürre und dass ich dich - verändert - zurücklassen werde beim ersten Schulglockenklingeln... wer hat auf diesem Boden gelegen und fliegen geübt und an dich gedacht, während ich danebenstand und zusah, wie die Zimmerdecke den Sternen weichen musste? Wer hat auf diesem Boden gelegen, wenn ich doch wusste, das es Zeit ist zu gehen?

Freitag, August 01, 2008

Wer hier nichts verpasst

kannst du gar nicht wissen.

Wenn ich nicht Despot im Ich-Staat sein kann, möchte ich am liebsten so lange schreien, dass ich meine Stimmbänder auskotze. Ja.

Ich wink mal kurz. Euch, die ich nicht sehen werde vor September und auch dann nicht unbedingt. Bin mir nicht ganz gewiss, welcher Sache ich mir hier sicher sein soll. Denn für die verkauf ich das ja. Für 10kg Vokabeln. Oder ein paar Jahrtausende Geschichte. In diesem Moment bin ich es Leid. Weiß nicht, ob wir uns diesen Sommer mal in Dessau sehen - ich werd wohl in Leipzig sein. Bei Platon und Cicero. Ein Scheiß.

Dienstag, Juli 29, 2008

1 and counting.

Dieser Tag zeichnet sich durch einen seltsamen Beginn aus irgendwie. Leute gehen tödlich beleidigt offline und ich weiß nicht recht warum...

Gestern kochen bei Julia. Lustig. Sehr lustig. Wir haben uns auch besser kennengelernt. Sagen zumindest die, die unbedingt Flaschendrehen spielen wollten. Ach, ihr Lieben, ihr werdet mir schon fehlen in den Ferienwochen... aber wir werden uns schon mal über den Weg laufen in den Lateinkatakomben oder sonstwo.

Weißt du, ich hätte das noch viel pampiger sagen können, dass ich dich nicht will.

Freitag, Juli 25, 2008

Seltsame Träume, Sommerregen und Ancient Greek

"Warum bin ich so frei? Alle Türen sind geöffnet, alle Wege bereitet, alle Fragen finden Antwort. Warum bin ich auf einmal so frei?"
"Morgen wird man dir die Beine brechen, dir die Sprache nehmen und deine Augen verschließen. Man wird dich in Ketten legen und wegsperren, an den Pranger stellen und restlos verkaufen. Und jede Träne, die ich weinte, könnte dich nicht retten, jeder meiner Herzschläge, den ich dir erklärte, wäre verschwendet an deine Sehnsucht. Also frag, solang du kannst, erkunde die ganze Welt, bevor sie dich holen und frage dieses eine - tu es für mich - frage Warum!"
"Wenn morgen nicht käme, wenn du nicht wüsstest, wie Morgen sein wird, was wäre dann dann Heute? Wie wäre es hier in diesem Moment?"
"Ich hätte nichts gesagt.
Du hättest mich nicht gefragt."
"Und da hörst du es dich selbst sagen: Darum."


Ein seltsam anmutender Dialog in noch merkwürdigerer Besetzung. Und was mir das sagt? Dass vielleicht immer noch zu vieles ungenutz bleibt. Vielleicht.

Gerade Mittagessen auf dem Balkon zu einem wunderbaren Sommerregen vor meinen Augen, der die Schwere aus der Luft wäscht. Ein Rauschen wie von weit und die vage Ahnung, dass das hier auch so geht... Barfuß durch die Welt.

Ancient Greek. Brrrr. Word.

Samstag, Juli 19, 2008

"I don't wanna talk..."

Oh doch, ich will... will gerne reden darüber, dass ich noch nicht weiß, wie ich das nächste Wunder aus dem Ärmel zaubern soll, ohne dass irgendjemand merkt, wieviel Schweiß, Blut und Tränen das kostet. Es soll ja aussehen wie atmen, wie eine angeborene Fähigkeit, innate.
Würde gerne darüber reden, dass ich mal wieder zielsicher und völlig unbegründet vor fremden Türen meine Zelte aufgeschlagen habe und warte auf das Lichtflackern im Fenster oben rechts so sehr, dass ich mir kaum selbst noch in die Augen sehen kann. Denn ich weiß doch... ich weiß doch, wie es endet. Und ich geh immer wieder hin, zu spielen, als hätte ich nie verloren. Ich schüttele meine Arme, als wäre ich Mitte Juli dem Erfrierungstod nahe, weil ich hoffe, dass vielleicht doch ein Wunder vor meine Füße fällt.
Und ich möchte jemandem sagen, dass ich nicht mehr schlafen kann wie früher. Dass der Nachthimmel mich nicht mehr einfach so schluckt, nur weil ich ihm die Arme ausbreite. Ich bleibe wach, Rücken am Boden, Blick zur Decke und weiß gar nicht, was das ist oder was es vielleicht eben nicht ist, was meinen Herzschlag da im Laufschritt hält und meine Augen aufgerissen, ausgehungert darauf wartend irgendwo wieder ein riesiges, übergroßes "Zum ersten Mal" an den Wänden zu lesen.
Wer hört meinem Schweigen denn noch an, dass das hier und zwar genau das(!), Juli ist? Es wär Zeit, denk ich. Ich meine, wann, wenn nicht jetzt? Wann denn sonst Juliküsse und all das bis zur Bewusstlosigkeit?

"I don't wanna talk, cause it makes me feel sad..."

Also nicke ich. Und baue den Vorhang auf für meine One-Man-Show. Es muss ja weiter gehen. Es muss doch. Vielleicht ruft sie ja noch an... und bis dahin improvisiere ich hier ein bisschen rum. Und wenn alles läuft, wie immer, kann ich später in meiner Lieblingsszene brillieren: Alle errungenen Siege, hübsch unauffällig im Gepäck und den Weg dahin dann mit einem Schulterzucken und einer Handbewegung abtuend. War doch nichts. Im Schlaf. Na klar.
Manchmal ist alle Profilierung nichts. Jetzt zucke ich die Schultern. Ich weiß nicht mehr, bin mit meinem Latein am Ende. Einen Schritt vor und zwei zurück und dann, wenn man alles versucht hat, muss man wohl manchmal feststellen, dass vielleicht nicht alles für einen gemacht ist.

"... And I undestand,
you've come to shake my hand
I apologize if it makes you feel bad,
seeing me so tense
no self-confidence..."(ratet mal, welchen Film ich grad gesehen habe...)

Mittwoch, Juli 16, 2008

In the night we make mistakes....

Ab nächste Woche sind Prüfungen. Ich kann es kaum noch erwarten. Am Montag hat mir die Susi eine CD zukommen lassen. Jetzt laufen Hoosiers und the Wombats drunter und drüber und nicken mir aufmunternd zu.
Ich habe die irgendwie unbegründete Ahnung, dass das alles so gut wird, wenn das nächste Semester erst anfängt! Nochmal Linguistik in Englisch - ich hab mir schon die Seminare ausgesucht - es ist ein Traum! Und bis dahin: AcI, NcI, Supinum, Gerundiv und Abl. Abs. - ich krieg euch alle!! *muhahahaha* *weltherrschaftickhördirtrapsen*

Sonntag, Juli 06, 2008

...und viel Bewegung an der frischen Luft!

Gerade bin ich vom La Pampa rein. Geilgeilgeil!!

Die Hinfahrt am Freitag gestaltete sich belastender, als Stefan und ich uns das vorgestellt hatten - 17km Stau bei Dresden, wegen eines defekten LKW und als wir dann nach 4 Stunden das Festivalgelände erreicht und die Zelte im Schweiße unseres angesichts neben dem See aufgebaut hatten und gerade der zweiten Band - Mintzkov - lauschten, fiel Stefan auf, dass er den Autoschlüssel nicht mehr hatte, wir also los und gesucht und alles, aber der Schlüssel war nicht aufzufinden. Während ich beschloss, mich mit dem Problem frühestens nach Bratze näher zu befassen, war Stefan(logischerweise, ist ja sein Auto) nicht ganz so gechillt. Trotzdem folgten wir, nachdem wir beim Festivalradio Bescheid gesagt hatten, erstmal weiter dem Festivalprogramm:
Grand Island gingen mit Banjo und Kopfstimme richtig vorwärts, doch im Vergleich zum folgenden muss ich sagen: Das Publikum tanzte eher verhalten. Richtig abgegangen sind sie dafür bei Bratze: Hunderte indie-Kinder gehen so krass auf Elektro ab, dass ich mich in einer surrealen Zwischenwelt zu befinden scheine und mich frage, wo der große kommerzielle Durchbruch für Bratze sich eigentlich versteckt?! Der Autoschlüssel hat aber genug vom Verstecken, Stefan entfernt sich kurz und kommt mit Schlüssel wieder. Hat jemand beim Radio abgegeben - da macht Bratze gleich nochmal so viel Spaß! Direkt im Anschluss an dieses "Sie tanzen in Zungen!" kamen die sympathischen Herren von Chikinki aus Bristol. Viel Crowd Surfing, zwischenzeitlich viel Publikum auf der Bühne und die Erkenntnis, was ein Publikum ausmacht: Beim Campusfest haben Chikinki bei mir nicht so den Eindruck hinterlassen, muss ich sagen, dafür aber am Freitag! Ich machte mich dann in Richtung Zelt, lauschte der Strandlounge, schaute mal ins Kinozelt und bin dann aber gegen 3 doch ins Bett, während Stefan noch Karrera Klub auflegen hörte.

Samstag. Wir schlafen gut und lange. Es nieselt. Weil wir keine Lust haben, den Vormittag, oder was davon übrig ist, im Zelt zu verbringen, machen wir mit dem Auto einen Abstecher nach Polen(aber wir hätten nach Polen auch laufen können. Bequem in 7 Minuten...) zum Tanken und fahren dann durch den polnischen Teil Görlitz', kaufen Essen und machen uns dann zurück in Richtung Festival. In direkter Nachbarschaft zum Freibadgelände auf dem das la pampa stattfand, hatten wir ein stillgelegtes Kraftwerk gesehen und haben dort Relikte einer längst vergangenen Zeit bewundert(na ja längst vergangen... die Kantine war noch in Betrieb^^).
Halb vier geht es für uns musikalisch weiter mit might sink ships, die so viel Wind machen, das plötzlich die Sonne rauskommt und auch den Rest des Tages ordentlich heizen wird. Während Friendliness is going happy essen wir in Ruhe Mittag und legen uns in die Sonne, in gute Position zur Hauptbühne natürlich, wo wenig später I might be wrong spielen, die mir tatsächlich den ersten stimmigen Einsatz einer Melodica zeigen und eine ganz unverkrampfte Sympathie ausstrahlen, auch während sie später selbst abbauen. Danach kommen Mondo Fumatore, die für Cats and cats and cats eingesprungen sind und mich ein bisschen an Zuhause erinnern und so hochklassig tanzbares spielen, dass ich mich ein bisschen fremdschäme, wie wenige im Nebenbühnenzelt sind. Allen verbleibenden Platz nimmt die Band aber problemlos für sich ein und ist ganz eins mit den 4 tanzenden, 50 wippenden und 30 sitzenden Menschen. Danach spielen auf der Wiese vor der Hauptbühne zwei Leute Frisbee und alle anderen spielen zwangsläufig mit - für mich ein sehr erheiterndes Intermezzo^^. The Car is on Fire ist gut angezogen, dafür ein wenig unangenehm darum bemüht, alle zum aufstehen zu bewegen, aber das gibt sich nach den ersten 2 Liedern und plötzlich stehen die Leute von ganz allein. Während der darauf folgenden Band, geh ich nochmal zum Zelt, eine Stunde mit Bier, sitzen und Ruhe, bevor die letzten 5 Bands kommen.
Zu Jens Friebe und Justine Elektra steh ich wieder vor der Bühne, ist aber technisch wahnsinnig schlecht. Das merkt Justine Elektra natürlich auch, immer wieder stimmen die Samples nicht, oder der Beat stockt, der Gitarre fehlen die Tiefen und was Jens Friebe eigentlich da macht weiß ich auch nicht. Der hat am Anfang 2 Lieder von sich gesungen und sich dann Stück für Stück von der Bühne entfernt. Justine beendet ihren Auftritt vorzeitig und ich kann mich nicht entscheiden, ob die Technik gepatzt hat, oder Justine Elektra schlecht war. Ist auch wenig später bei Siva total egal. Es geht wieder nach vorne und man merkt schon die allgemeine Vorfreude auf den Headliner, der danach kommt. Polarkreis 18 brauchen ein bisschen länger als alle andere um sich aufzubauen, haben dann aber neben super Sound und wogender Masse die besten Lichteffekte. Ich habe in der folgenden guten Stunde Musik visionäre Eingebungen und unverhältnissmäßige Endorphinausschüttung, sodass der nachfolgende Auftritt von Bodi Bill mit mir plötzlich nichts mehr zu tun hat und ich mich auf meiner Glückshormonwolke in Richtung Lounge aufmache, allerdings mit dem festen Plan zu Girls in Hawaii nochmal vorbei zu schauen... daraus wird dann aber nichts mehr. Gegen halb zwei treffen Euphorie und Erschöpfung sich an einem so günstigen Punkt, dass ich innerlich ein Foto davon mache und dann bereits halbschlafend in Zelt krabbele.

Sonntag. Sonne. Warm. Langsam Zelt abbauen, Müllbeutel abgeben, nochmal kurz durch den See und das Gefühl und dann aber ab nach Hause zu Bett und Dusche!
Ich hoffe sehr, dass das la pampa wieder stattfindet und werde dann auf jeden Fall wieder dabei sein. So ein hübsches, kleines Festival - es ist der Hammer!

[gelinkt hab ich, was gesehen und für gut befunden wurde]

Donnerstag, Juni 26, 2008

The awkwardness that was my day...

Ich hatte irgendwie einen recht seltsamen Tag und nun das Gefühl, dass etwas außer Kontrolle gerät.

Fangen wir beim Finaleinzug gestern an. Spielerisch keine überzeugende Leistung, zwischendurch in den Störungspausen Wutausbrüche und Nervenflattern und am Ende Umarmungen wildfremder Menschen. Leipzig war stundenlang ein einziges Hupkonzert und Fahnenmeer, ich badete mit Kristin 20 Minuten lang in der Freude von unbedarftem(und teilweise verachtungswürdigen weil heuchlerischen) Patriotismus und machte mich dann auf den Heimweg. Kurz nach Null Uhr war ich dann auch da und fing an Handouts zu drucken und Karteikarten zu schreiben und Folien zu nummerieren für meine Presentation, nachdem ich damit fertig war und das ganze zweimal durchgesprochen hatte war es auch schon halb zwei und ich fertig fürs Bett.

Gegen 7 Uhr erwache ich panisch in der Angst nicht richtig vorbereitet zu sein, wiederhole den Vortrag unter der Dusche und frühstücke zur Feier des Tages mit Frischteigbrötchen. Danach liege ich 10 Minuten auf meinem Teppich und tue das, was ich am besten kann: Ich beruhige mich mit einem immanenten Vergleich. Kann mir ja auch im Grunde egal sein, wieviel meine Kommilitonen jeweils für diese Presentation gearbeitet haben, es ist für mich auf jeden Fall der Vortrag, in den ich in meinem Leben die meiste Zeit investiert habe. Das muss dann reichen. Während ich meine Materialien ordne verpasse ich die anvisierte Bahn und beschließe mich der 8 zu fahren und umzusteigen. Ein guter Plan, bis auf dass ich das Umsteigen beinahe verpasst hab. Und mit beinahe meine ich, die Türen der Bahn schlossen sich bereits wieder, als ich aufsprang.
Trotz allem pünktlich erreiche ich den Raum, schreibe meine Gliederung an die Tafel, kaufe mir etwas zu trinken und klimpere ein bisschen auf meiner Gitarre(die war auch mit dabei... is so ne Object-Sache gewesen...). Dann Seminar. Meine Presentation ist aus irgendwelchen Gründen die einzige und sie fliegt irgendwie so an mir vorbei. Ich bin ein wenig zu schnell, ich vergesse die Gruppe dazu aufzufordern während des Vortrags Fragen zu stellen und die Diskussion am Ende kommt nicht richtig in Gang. Aber damit hatte ich ehrlich gesagt gerechnet. Was ich nicht erwartet hätte, ist, dass offensichtlich die beiden einfachsten Beispiele einige Verständnisprobleme bereitet haben und ich mich fragen muss, ob es einfach zu offensichtlich war, oder ob ich einfach zu abstrakt gedacht habe. Obwohl mir Anne versichert hat, dass sie keine Schwierigkeiten hatte, Bedeutungserweiterung und Bedeutungsverengung zu verstehen, bin ich doch einigermaßen verstört und zwar entweder ob der gedanklichen Leistung meiner Zuhörer oder ob meiner Erklärungskünste.
Alles in allem war es aber gar nicht so schlecht. Die Wertung werde ich am Ende des Semesters erfahren.

Dann nach Hause, ein bisschen Schlaf nachholen, Cicero, was lesen... Viertel vor 9 gehe ich einkaufen, immer noch vollauf damit beschäftigt, nicht über mein Seminar nachzudenken, da ich zu keinem Ergebnis komme. Die abgegebenen Pfandflaschen ermöglichen es mir, Birnen und Wasser zu erwerben und sogar noch Geld zurück zu bekommen. Wieder in Sichtweite des Wohnheims sehe ich eine junge Frau unschlüssig vor der Tür stehen. Ich frage sie, ob sie rein möchte und sage, dass die Klingeln auf der anderen Seite sind. Sie weiß zu wem sie möchte, allerdings hat sie weder Nachnamen noch Zimmernummer und grade das Handy nicht dabei. In ihrer Verzweiflung fragt sie, ob ich Jenny kenne(ich meine, wie wahrscheinlich ist es, dass ich die Person kenne, die sie sucht?) und tatsächlich ich kenne Jenny. Zwar weiß ich ihre Zimmernummer nicht, aber ich biete der Gestrandeten(Julia heißt sie) an mit hoch zu kommen, wo ich Jenny anrufen kann. Gesagt, getan. Ich lade meine Einkäufe ab und hole mein Handy, dann stehen wir seltsam unzugehörig zwischen Korridor und Wohnungsflur, während ich Jenny ihren Besuch ankündige, die lacht und gibt ihre Zimmernummer durch. Danach schicke ich Julia eine Etage weiter nach oben, sie dankt mir überschwänglich und schaut dabei so ungläubig, wie ich wahrscheinlich auch.

Seltsamer Tag. Und jetzt noch die Einladung von Fiona an alle ihre Studenten, sich "Closer" anzusehen, morgen oder übermorgen und das wo ich doch den Film so liebe und schon gern das Stück sehen würde... aber ich muss auch irgendwie trotz freiem Wochenende heim. Ich hab keine Sachen mehr und nächstes Wochenende fahr ich nicht... alles seltsam...

Mittwoch, Juni 25, 2008

Verdunklung...

Es ist Mittag und draußen zieht grade ein richtiges Weltuntergangsgewitter auf. Ist schon total dunkel und alles uiuiui.

Ich hab gestern in einem Gewaltmarsch meinen Vortrag in schriftlicher Form ausgearbeitet und bin jetzt halbwegs entspannt. Gerade haben wir den Polybiosvortrag hinter uns gebracht. Ist auch ganz gut angekommen. Die Woche wird also zunehmend besser - fehlt noch der Einzug ins Finale, oder?
Wenn das apokalyptische Wetter sich verzogen hat, geht es heute zur mb. "Eine Straße mit vielen Bäumen - Allee, Allee, Allee!".

Sonntag, Juni 22, 2008

Der ultimative Milchreistest

^^. Damit ihr mal seht, wie man in Leipzig noch seine Zeit totschlagen kann. Die Julia hat den ultimativen Mülschreistest gezerrt. Das Ergebnis befindet sich hier.

Samstag, Juni 21, 2008

Unbreak broken. Ihr habt so viel Potenzial.

Manchmal werden die Dinge ganz plötzlich seltsam. Einfach so. Gestern noch hast du über Unikram fluchend vorm Fernseher gehockt und Deutschlands Einzug ins Halbfinale als wahrscheinlichsten Wochenhöhepunkt ein bisschen wehmütig betrachtet... und heute wachst du auf und stellst fest: Diese Phase, in der du dich zu befinden glaubst, wo du darauf wartest in ein paar Jahren morgens aufzustehen und zu sehen, dass alles gut ist, du deine Traumfrau geheiratet hast, auf dem Weg zu einer Arbeit bist, die du ausüben kannst, ohne in größere Sinnkrisen zu geraten und dass das Leben immer noch so schmeckt, als könntest du nie genug davon bekommen, dass diese Phase des Wartens eine schreckliche Aussicht und noch dazu nicht vorhanden ist. Heute bin ich aufgestanden und habe gesehen: Alles ist gut. Ich Glückskind! Worauf soll ich denn noch warten? Ich muss traurige Filme oder Sportfernsehen schauen, damit ich was hab, worüber ich weinen kann.
Es ist das alte Gefühl in ganz neuer Intensität: Was auch immer geschieht und wohin auch immer es geht - ich liebe mich an jedem Herzschlag zu Tode. Ich versteh auch nicht warum alle immer so jammern müssen: - Geldsorgen(eine Art von Geldsorgen bei der eine gewisse "Grundversorgung" mit Luxusgütern gewährleistet ist... scheint in letzter Zeit jeder zu haben) - bedeutungsloser Sex - glückliche Freunde - Benzinpreise - das Wetter - sklavische Studentenjobs(Als direkte Alternative zu kein Ipod/Martini/Festival/etc.) - langweilige Dozenten... ich bin es leid. Na klar kann man auch mal erwähnen, dass der Sprit echt teuer geworden ist oder dass man sich in der morgendlichen Vorlesung nur mit Mühe wach halten kann. Aber dann ist doch auch gut, oder? Woher kommen diese schrecklichen Menschen, die nichts anderes zu tun haben, als sich darüber zu beschweren, dass ihre Freunde glücklich sind?! Wann seid ihr das letzte Mal kurz nach 5 aufgestanden und habt gedacht: "Ach guck mal, die Sonne is auch schon da... schön."??
Es kann doch- Es wird doch-... Ich bin doch hier unmöglich die einzige mit Augen und ein bisschen Hirn oder? Warum seid ihr noch hier, wenn ihr es nicht so liebt und wie macht ihr das eigentlich? Wie schafft ihr es eigentlich hier zu sein, wenn ihr nicht jede molekulare Bewegung liebt? Wie kriecht ihr noch nicht am Boden? Ich hab da so einen Verdacht... Gebt doch einfach zu, dass der Sex gut ist. Und dass ihr auch mal bei Regen glücklich seid. Und dass ihr selbst dem langweiligsten Dozenten an den Lippen hängt, wenn er euch mal so eben zwischen Gähnen und Sitzpositionwechsel einen ganz neuen Blick auf euer Fach vermittelt. Sagt doch einfach, dass ihr stolz drauf seid, euch mit definitiv an der Grenze zum Inhumanen befindlichen Tätigkeiten was eigenes zu erarbeiten... Ich denke, ihr seid schlecht glücklich. UNd ihr seid es, weil ihr immer nach rechts und links schauen müsst: "Sieh mal, was der hat! Und ich hab nur...", "Schau mal, wo die ist und ich bin erst..." - muss das sein? Reicht es nicht, einfach festzustellen, dass sich etwas gut anfühlt? Muss es immer gleich besser sein? Das find ich nicht gut. Daran solltet ihr dingend arbeiten...
Ich mach euch ne Vorgabe:

Ich habe größtmögliche Zweifel an meiner Eignung für den Lehrberuf, mein bester Freund meldet sich seit Monaten nicht mehr bei mir und der andere ist nicht mehr der Mensch, der er war. Die mündliche Englischprüfung(die sich übrigens verschoben hat) ist immer noch nicht fertig, motivieren kann ich mich zur Zeit aber auch nicht. Schaue lieber Fußball oder Grey's Anatomy. Ich bin ein Mensch ohne Wochenenden. Am Wochenende bin ich daheim. Obwohl mir seit Stunden die Liedzeile "look me in the eye and tell me, you don't find me attractive" durch den Kopf geht, weiß ich beim besten Willen nicht, an wen ich dabei denken sollte. Das Mädchen mit dem ich schlafen will, würde mit nahezu jedem bedeutungslosen Sex haben - mit mir dann aber doch nicht.
Und ich stehe morgens auf und denke: Was für ein grandioses Leben, was für eine Welt, was für ein Gefühl das ist, zu atmen!
Warum könnt ihr das nicht auch? Das Leben ist so verdammt schön... Ja... das Leben vielleicht: "Look me in the eye and tell me, you don't find me attractive..."

Freitag, Juni 20, 2008

Just marry while you can

Kalifornien hat am 15. Mai entschieden, dass es ein Grundrecht ist, den Menschen zu heiraten, den man heiraten will und dass Einschränkungen im Bezug auf das Geschlecht eine Verletzung der verfassungsrechtlich zugesicherten equal protection guarantee ist. Vor wenigen Tagen, nämlich am 16.6. trat dieser Beschluss in Kraft und ich bin versucht zu sagen: "Marry while you can!". Die konservative Lobby hat bereit über 700.000 Unterschriften gesammelt und wird ab November - also nach der Wahl - versuchen, diese Entscheidung wieder rückgängig zu machen.

Nevertheless. I'm all ecstatic! Go out and marry!

For additional information, click here.

Mittwoch, Juni 11, 2008

nicht fertig

Bm
Mir fliegt grad alles um die Ohren
G-Barree
Kannst dus nicht hören? Kannst dus nicht sehen?
Mir fliegt grad alles um die Ohren,
kanns niemandem sagen, könnte niemand verstehen
Em
Und die Mauer da vorne, die fällt auch
Bm Cmaj7
Geb ihr noch 2 Minuten und dann ist sie weg,
Das ist das was ich jetzt grad noch brauch
Ausnahmezustand in meinem Genieversteck

Am
Ich werde nicht fertig
Fmaj7
Werde nur fertig gemacht
Und gleich ist es morgen
Hat wieder alles nichts gebracht
Bm
Und die Zeiger rennen weiter
F#
Als gäb es etwas zu gewinnen
Nur für mich
G
Ist hier wohl leider nichts mehr drin


Mir fliegt grad alles um die Ohren
Ist blöd gelaufen, so kann das gehen,
Mir fliegt grad alles um die Ohren,
Kannst dus nicht hören? Kannst dus nicht sehen?
Und die Frau da vorne, die geht auch,
geb ihr noch 2-3 Tage und dann ist sie weg
im Sommer ist alles Schall und Rauch
und dabei war ich ganz kurz vor glücklich und perfekt


It gets messy at times... die mündliche Prüfungsleistung bereitet sich nicht von alleine vor... hmpf.

Sonntag, Juni 08, 2008

Listen to it!!!



Ich hab grad eigentlich überhaupt keine Zeit, hänge zwischen Kirchenjubiläum, nach Leipzig fahren, Fußballschauenorganisieren, mündliche Prüfungsleistung vorbereiten und Tasche packen und habe mal eben so nebenbei diese Video gefunden.

Freitag, Mai 30, 2008

What to do next?

Ich mag jetzt 20 sein, in Leipzig wohnen und studieren, ich habe vielleicht keinen Herzzwilling mehr und auch nicht dieses ZwischenDenFlüssen... aber es ist alles wie immer. Alles wie jedes Jahr. Anfang Juni bin ich immer noch 16, nachtsüchtig, hungrig nach jedem Gramm Leben, das sich mir bietet und - so wie immer - mal wieder fallen. Fallen again. Ich habe den Moment der Entscheidung, auf den das kleine Mädchen mich extra noch hingewiesen hat, verpasst. Mehr oder weniger ausversehen. Und nun? Es ist alles gesagt und alles eigentlich schon vorbei und wird von mir deswegen kein bisschen weniger proklamiert werden. Wir fahren das volle Programm: Insomnia und sappy crappy lovesongs, Lachkrämpfe und stoßweise Ernüchterung. Wie sonst auch.
Ich bin vogelfrei. Auf der Abschussliste. Muss Sommer sein hier.

Donnerstag, Mai 29, 2008

Augen wie leere Schaufenster

Ich weiß jetzt, was das für eine Frau war, die mit ihren Fäusten gegen deine Brust trommelte und zu Boden ging, während ich nur verblüfft zusah. Ich kenne ihre Geschichte jetzt. Weil ich nun so da stehe. Weil ich dich jetzt anschreie, dich zurückrufen möchte, an deinen Brustkorb klopfe auf der Suche nach diesem Herzschlag, nach deinem Herzschlag, der mein Takt war. Aber du bist nicht mehr da hinter deinen Augen. Du konntest nicht an mir entlang wachsen. Du bist es nicht mehr! Wer hätte das gedacht! Ich klopfe an deine Rippen und du öffnest die Tür, schaust nach rechts und links und sagst: "Komisch, keiner da.".

Habe die Frau aus der Straßenbahn leider nicht nochmal getroffen... aber man kann wohl einfach nicht alles haben, nicht wahr?

Manchmal lässt man sich demontieren. Man breitet die Arme aus und lässt sich voller Hingabe kaputt machen. Und dann? Am Ende ist man immer noch da. Jedesmal.


Klingt hier alles grade ganz unsommerlich, ich weiß. Kaki King ist schuld.

Dienstag, Mai 27, 2008

Zu allem zu blöd?

Bin ich eigentlich?!
Bin ich eigentlich zu allem zu blöd?!
Ich bin grade aus der Straßenbahn hier in mein Zimmer. Und so war das: Ich sitze da, wo ich meistens sitze: Erste Tür, der Fahrtrichtung entgegengesetzt und auf der der Tür gegenüberliegenden Seite. Ich bin grade vom Kaffeetrinken mit Stefan, der nicht Paul heißt und mich wahrscheinlich mit zum La Pampa nimmt, zurück und denke eigentlich über gar nichts nach, da begibt sich eine junge Frau(lange, blonde Haare, schwarzer Anzug, ganz ganz blaue Augen) in Richtung Tür. Wir sehen uns flüchtig an. Sie steht an der Tür. Sie dreht sich um. Angucken, wegsehen, Lächeln Nummer 1. Die Bahn bremst, sie tritt einen Schritt nach rechts, weil der junge Mann der auch aussteigen will, unsere Sichtlinie blockiert, Lächeln Nummer 2. Die Türen öffnen sich, sie steigt aus, bevor ich das so richtig verarbeitet habe, sind die Türen aber auch schon wieder zu. Ein letzter Schulterblick, Lächeln Nummer 3 und vielleicht bis morgen.
Vielleicht bis morgen, weil ich auf jeden Fall morgen wieder in dieser Bahn sitzen werde. Damn. Bin ich eigentlch zu allem zu blöd?

Sonntag, Mai 25, 2008

"Ick brauch keen Hawaii...

denn dat jefällt mer hier..."
Das tönte aus den Boxen während mein Bruder und ich uns heute in den frühen Morgenstunden Richtung Dessau begaben.
Dass ich davon jetzt noch begeistert bin, zeigt einerseits an, dass der Sommer hier endgültig angekommen ist und andererseits, dass wir uns mal wieder tendenziell in die falsche Richtung bewegen^^. Ist mir zur Zeit aber auch egal. Gestern Abend jedenfalls Grillen in Plagwitz mit krassen Bäumen("Guck mal der Baum..." - "hä? ... boah... stimmt..."), einem Bonzenviertel("Wir sind hier falsch! Echt!... Warum wohnen wir nicht hier?!"), dem Grill("Riecht irgendwie verbrannt hier, oder?") und vielen lustigen Menschen^^.

Bleibt noch zu sagen? Maaaan, die Nacht ist wie Seide auf der Haut, auf gehts, ab gehts und raus da, bitte. Abgeflasht.

Donnerstag, Mai 22, 2008

Because I wanted to

I wanted to play the guitar. And so I did. I wanted to study English. And here I am. I wanted to fall in love. And I'm opening new standards of great here. I wanted to started a whole new life. And I did. And it worked. For 2 months I was like the queen of building a whole new world with just my heartbeat and my breath. And then? And then I thought I had run out of my luck. Again 2 months later I realized I didn't. It's still there at my command, ready to work wherever I need it to. It's just that my motivation shows cracks now. I don't know what I want anymore. I could still have it, you see? I just don't know what it is.

Don't you know...

...it's been too late for a long time?

Manchmal gehen Dinge verloren einfach so. Dinge, die man für feststehend hielt und für groß. Die man selbst gefunden hat oder die einen gefunden haben. Manchmal gehen sie verloren. Was macht man dann? Was tut man dann eigentlich? Wenn man feststellt, dass man zurück auf Anfang muss?
Ich sitze hier und habe bei tausend Frangen keine einzige Antwort. And the point is not if you're losing out, but when. And from my perspective as the one who didn't ever lose out on anything except for other people's heart, from my perspective I have to say: You always have it coming your way. When you lose, you always worked to get there. There's nobody to blame. Winning is like losing always a choice. It just gets complicated when you realize that it's not so easy do decide for the right option.

Samstag, Mai 17, 2008

Alle verschallert, total verballert...

Seit Gestern sind wir also vom Paddeln zurück und ich kann mich fast wieder zu 100% bewegen - was tatsächlich ein großer Fortschritt ist^^. Das Wetter war uns wohlgeSONNEn und zwar so sehr, dass meine Knie immer noch im dunkeln leuchten und ich am Mittwoch kurz nach der Hälfte der Strecke einen leichten Hitzschlag erlitt, der mich dann für die folgenden Tage doch ziemlich lahmlegte. Was mich aber nicht daran hinderte, Mittwochabend noch das O-Ton-Kino zu rocken(sogar ohne einzuschlafen^^)["Be kind, rewind"] und dann Donnerstag doch noch ein klitzekleines bisschen Richtung Werder zu paddeln - allerdings war die liegende Position die einzige, die ich ohne nennenswerte Schmerzen einnehmen konnte und so verbrachte ich auch einen großen Teil der Zeit in der Waagerechten.

Kann mich aber trotzdem nicht beschweren war schon toll mit den Jungs, die mich so halb angematscht hervorragend ertragen haben, muss ich sagen.
Jetzt muss ich sehen, dass ich die Wohnung noch geordnet kriege, bevor meine Eltern kommen^^.

Montag, Mai 12, 2008

Mir ist aufgefallen

und das eigentlich nur so nebenbei - dass in meinem Leben irgendwie immer die falschen Frauen fehlen... und irgendwie gibt mir das das Gefühl, dass auch du nicht wiederkommen wirst irgendwann... oder erst viel später. Viel, viel später, wenn ich vielleicht schon die wunderbare Erinnerung an dich verloren habe. Ich hätte gerne wieder einen Herzzwilling. Ich hoffe nur, dass du immer noch so wunderschön lieben kannst. Ich war grad barfuß auf den nächtlichen Straßen und hab an dich denken müssen, weil der schwarze Himmel wie Seide auf der Haut liegt, hab an dich denken müssen, so sehr, dass ich am liebsten sofort aufbrechen würde.

Samstag, Mai 10, 2008

Wer hätte das gedacht?!

Dass Heimbesuche zu Beutezügen werden, immer auf der Suche nach Brauchbem, entwendbarem und ähnlichem?

Ich zieh um. Wenn alles geht wie geplant schon zum 1.6., werde dann Gohlis-Mitte "zu Hause" nennen und Kachelofenleben "studentisch".

Was bleibt zu sagen?
Ich weiß nicht wie. Wie ist das alles hier so verdammt geil geworden? Wo haben wir diesen Sommer gepachtet und wo das Lächeln, das dort vorne an der Wand steht? An welcher Garderobe haben wir unsere Ratio dieses Mal abgegeben, um uns kopfüber in dieses "Sonne im Blick" zu stürzen? Ich habe das Gefühl, dass meine Stimmbänder permanent vorvibrieren, den Schrei schon ahnen, der die Beine in die Hand nimmt und längst über die Straße ist, wenn das Echo von "Frei" durch meinen Kopf rauscht. Aber wahrscheinlich ist es Herzflattern. Nicht unüblich um diese Zeit.
Das Salz auf der Haut kommt von dem "Endlich", das seit beinahe einem Jahr halbzerkaut quer in meinem Hals festhängt und nun Druckwelle geworden ist, die alle verbleibenden Barrieren zum Fallen bringen musste. Einfach mal zubeißen, wispert es beneath the jawline...

Mittwoch, Mai 07, 2008

Erst wollte der PC nicht und dann war es auch schon fast wieder vorbei

Dass hier nichts steht über das grandiose Kettcar-Konzert, über ein Brüderwochenende mit Grillen und ausführliche Umzugspläne, liegt nicht zuletzt daran, dass mein Computer eine Woche außer Gefecht war und ich dann das Gefühl hatte, jetzt unmöglich über meine WG-Suche schreiben zu können, ohne doch kurz vorher noch das Konzert und das Wochenende nacherzählt zu haben. Nun fallen wohl alle 3 Dinge flach. Vorerst zumindest. Das hier ist quasi ein Revival-Post, der lediglich verkünden soll: Ja, ich bin noch da.

Mittwoch, April 23, 2008

Nein, das ist keine Disco. Das ist mein Zimmer.

Yeeha. Wenn das mal nix is. video

Ich würd die ganze Erste-Hilfe-Tasche plündern

damit ich so aussehe, wie ich mich fühle: postamputiert. Es herrscht lokale Betäubung irgendwie. Als hätte man mir das Gefühl hinter dem Brustbein einfach sauber herausgeschnitten. Und keine sichtbare Narbe, die das bezeugt. Nur das Warten auf nichts und die Hoffnung, dass da am Ende des Tages noch etwas kommt, denn da muss doch etwas sein hinter der Stille.

Und dass ich mich blutig gebissen habe, muss niemand mehr wissen und dass schlimmstes nicht mehr verhindert werden muss. Sag zum Abschied leise "Fick Dich", wir haben nichts festgehalten und könnten den Weg millimetergenau beschreiben, ob du nun hin willst oder nicht.

Was bleibt, ist immer hier gewesen und ist nur Mobiliar in geschlossenen Räumen, in denen wir nicht mehr Wind machen können, als uns Atem gegeben ist.
Es ist nicht mehr viel Zeit übrig und das Ticken stammt nicht von einer Rohrbombe und wir wissen nicht, ob uns je wieder jemand so versteht, ohne dass wir selbst wissen wohin und berühren die Welt an allen Seiten, in der Hoffnung uns auszukennen, uns zu erkennen, wenn wir den Raum verlassen, als wären wir spät dran und wenige Sekunden später schon nichts mehr daran erinnert, dass wir jemals da gewesen sind.
Noch nicht erwachsen, ich muss enttäuschen. Nur in der Tür, als wäre jemand gegangen.

Sonntag, April 20, 2008

Ich hab nen Krostitzer-Tisch!

Nun also 20. Mein Zimmer war zu keiner Zeit wirklich sprengungsgefährdet. Nett war es trotzdem. Käsekuchen, Wodka, Einkaufswagen und tolle Menschen. Die Polizei haben wir auch gehört(nun ja, Stephan hat sie gehört... immerhin einer^^) und sie kamen auch nicht nochmal vorbei. Heute morgen musste ich mich fragen, ob in meinem Zimmer vielleicht eine Colaschlacht gelaufen ist, alles klebte und war total keimig. Aber inzwischen alles wieder sauber, Teppich liegt wieder, Geschenke sind aufgetürmt und der Kühlschrank ist dank Familienbesuch voll.
Auf unserem Küchentisch ist jetzt ein Urkrostitzerschriftzug vom Flaschenöffner und offensichtlich hab ich letzte Nacht auch per icq keine irreparablen Schäden angerichtet *puuh*.


Und nun? Bin ich so glücklich. So glücklich. Dass sie da waren. Die schönsten und stärksten Kinder der Stadt. Anita, Hendrik, Christian, Manu, Luisa, Felix, Sophie, Stephan, Claudi, Julia, Svenja, 3 nette Männer in Grün... es war schön so. So schön. Und wir sind nachts einwandfrei durch die Kante gehackt und wechselten irgendwann zu Englisch - ich will gar nicht wissen, was ich da sprachlich alles verbrochen habe^^. Ist aber wohl auch nicht so wesentlich, denk ich. Meine Jacke trägt jedenfalls sichtbare Andenken an die Bloody Mary und meine Schuhe sind unerwartet dreckig - wo habt ihr mich denn lang laufen lassen, Leute?!
Wenn mir jemand außer Mia und Sophie SMS geschrieben hat... ich habe an einem Punkt wahllos sms gelöscht, weil der speicher voll war und kann mich nun nicht mehr an alle erinnern. Nicht übel nehmen^^.

Und was hat mich heute morgen begrüßt? Na? Richtig, unser aller Freund, der Käsekuchen!


War toll mit euch und ganz bald wieder^^!

Freitag, April 18, 2008

So in a few days I'm turning 20

and it is kind of a milestone actually. Gerade jetzt, wo ich gestern zum ersten Mal das Gefühl hatte, hier wirklich richtig und aufgefangen zu sein. Jedenfalls werde ich 20 und es werden hier viele Menschen sein, die ich wirklich mag. Aber - und ja sowas musste kommen - es ist schon seltsam... Es kommen all die Leute, die mich als diese neue Person kennen, die ich eigentlich noch gar nicht so lange bin. Es kommt niemand, der denkt "Das melancholische Kind mit den Gedichten und nur sich selbst im Blick". Und auch niemand, der mich hat in Leipzig hineinwachsen sehen, so als Ganzes irgendwo zwischen Überego und "Bin ich hier richtg?". Niemand, der sagt "Für immer 17" und Endlossommer.
Ich vermisse das melacholische Kind mit den Gedichten grade. Vielleicht, weil ich nicht mehr genau weiß, wie sich das angefühlt hat. Ich vermisse das >Alles und zwar sofort<-Gefühl, das mich durch Nächte getrieben hat, besinnungslos taumelnd, singend. Und auch das Überego, das mir sagte "Sprich sie an, der Abend ist jung". Ich vermisse die Männer, die jeweils einen Teil davon mit mir wiederbeleben könnten für einen Abend. Vielleicht weil ich nie geglaubt habe, eines Tages hier zu stehen. So. Eines Tages in einem Seminar zu sitzen, mit der Aufgabe 5 Dinge über unseren Sitznachbarn zu "raten" und am Ende die Anne völlig sicher sagen zu hören: "You're a fun-person. You laugh a lot. Entertaining. Outgoing. You so are.", ich hätte nicht gedacht an einen Punkt zu kommen, an dem andere mich so sehen. Ich bin offiziell Teil der In-Crowd. Well am I?
Ich kann euch - zumindest teilweise - sagen, was ich bin. Ich bin jemand mit Heldensyndrom, der in recht regelmäßigen Abständen zu Medizin wechseln möchte. Nicht wegen der Medizin natürlich. Nur um am Ende sagen zu können: "I saved a life. I did.". Ich bin jemand, der sich bei anderen Leuten zum Kaffee einlädt, um dann stundenlang zu bleiben und über Gott und die Welt zu reden und all die Impulse zu geben, von denen ich nicht mal sicher bin, ob sie in die richtige Richtung gehen. Ich bin jemand, der Briefe schreibt und bloggt, weil so viele Dinge leider ungesagt bleiben, weil sie nicht richtig in meinen Mund passen. Ich bin jemand, der versucht etwas zu sein, mit dem er leben kann. Jeden Tag aufs Neue. Ich habe noch nicht genau herausgefunden, wie dieser jemand sein soll oder ob ich überhaupt Einfluss darauf habe, aber ich bin glücklich die meiste Zeit über. Das heißt wohl, dass ich irgendwas richtig mache.

Und nun werde ich zwanzig. Wird das so geschrieben? Es sieht so seltsam aus. Ich werde 20 und es wird niemand da sein von den verrückten Videoabenden bei Franzi. Oder von den Schwabehauspartys. Niemand, der gesehen hat, wie ich vorm Depot mein Herz verlor. Niemand, der stundenlang im 1930 mit mir Kaffee getrunken hat. Christian wird da sein. Mein Antik-Pub-Companion, mein Heldentenor, meine Mitfahrgelegenheit. Und Luisa, die nicht zuletzt daran schuld ist, dass ich Latein studiere. Die manche Nacht mit mir durch Aken gehackt ist. Und Hendrik, der Mann mit dem Superfrühstück nach dem Filmmarathon.
Matthias wird nicht kommen, der schon nach einem Tag Latein meinen Namen konnte. Und nicht Susi, die mit mir um bessere Belüftung des Welzseminars kämpfte. Julia und Kristin nicht, die ich noch fand, bevor das alles hier so richtig begann und die nun tatsächlich beide feste Institutionen sind in meinem Leben. Nicht Anne, die meine Liebe für das Tonellis teilt. Die Mia muss arbeiten, die plötzlich da war irgendwann und blieb und mit mir verrückte Pläne vom WGLeben und Pizzapastaabenden malte. Und Dennis kommt nicht, der immer noch mein Herz ist und auch nicht Friedemann, der immer noch meinen Rücken stützt. Ich werde 20. Ich werde nur einmal 20 und da ihr alle nicht dabei sein könnt, wollte ich euch schon mal sagen, wie großartig ihr trotzdem seid und dass ich hier bin, weil ihr da wart und dass ich ich bin - wer immer das ist - weil ihr denkt, ich könnte es sein. Und nächstes Mal seid ihr wieder dabei.

Donnerstag, April 17, 2008

it's a fire, a fire!

"... and you with your newborn eyes have you ever loved men like I love him?"

Eine eher gute Woche neigt sich - zumindest unimäßig - dem Ende entgegen. Mein Zimmer brilliert durch neugewonnene Leere, morgen ist der Balkon dran. Ich freue mich doch langsam wieder auf meinen Geburtstag - gestern habe ich einen Kasten Bier gekauft - nie wieder!!! Mir tun jetzt vermutlich noch 3 Tage lang die Schultern weh.

Sprachtheorie gestaltet sich, wie erwartet interessant und auch die Wege für Dienstag haben sich durch einen Wechsel ins Grassimuseum relativiert. Spoken Academic Discourse ist der Wahnsinn und so wie ich das sehe, wird auch das Proseminar Cicero okay. Was will ich mehr? Außer vielleicht Hernn Glock! Griechisch ist irgendwie nicht mehr so amüsant wie im letzten Semester... aber man kann wahrscheinlich einfach nicht alles haben.

Ich werde jetzt den Unikram für nächste Woche vorbereiten, damit das Wochenende dann schön frei ist. Yeeha!

Samstag, April 12, 2008

Sei dabei, komm du auch!

Die kleine Anna wird am kommenden Sonntag(20.4.) 20! Um das Ereignis gebührend zu feiern und diverse Wohnheimrekorde zu gefährden, bittet sie um eure Mithilfe: Für die Sprengung von Titaniaweg X, Zimmer XXX[Nähere Infos auf Anfrage] am 19.4.(!!!) wird noch Unterstützung im Personalbereich gesucht.
Der Versuch beginnt um 21 Uhr. Unbedingt zu empfehlen ist das Mitbringen von Alkoholika, da eventuelle Einschränkungen des personal space nicht ausgeschlossen werden können. Die Energieaufnahme in fester Form sollte bis zu eurem Eintreffen unbedingt abgeschlossen sein(es gibt nichts zu Essen, dafür lustige Trinkspiele).

Werdet Teil von etwas Großem, bringt so viel Alkohol und Freunde mit, wie ihr tragen könnt und sprengt das Wohnheim!

Anna

Mittwoch, April 09, 2008

Sprachgeschichte, Sprachtheorie... Ich liebe es!!

Englisch wird die pure Freude, in diesem Semester!! Bei Latein bin ich mir da noch nicht ganz so sicher. Grammatik gestaltet sich wie gewohnt anspruchsvoll, Prosa ist heute so ziemlich flach gefallen und die Seneca-Vorlesung war mäßig.


Kann man einen Diskurs führen, ohne sich mit dem Inhalt auszukennen, wenn man Sprache beherrscht? Ich bin dabei, dem auf den Grund zu gehen. Das hieße ja, dass man theoretisch jedes Problem erörtern könnte...

"Isn't it funny how we both change?
You look like your father now, your eyes are still the same..."

Noch so in meinem Kopf in letzter Zeit:
- Worte an eine kürzlich Verlassene
Ich kann auch stöhnen. Und es sind deine Hände. (Das liest sich ein bisschen primitiv irgendwie. Klingt beim Denken aber hübsch)
- Was hast du gedacht?
Was hast du eigentlich gedacht? Als du meintest, du könntest grad nicht klar denken und da wär noch was, hinter dem hier. Irgendwas. Was hast du gedacht, als ich vor deinem Himmel verrückt wurde und vergaß zu atmen, während ich von Kirschbäumen sprach?
- Wie hast du eigentlich damals geschlafen?
- Ich bin da gewesen.
Eigentlich immer. Und ich weiß noch nicht, ob das jetzt schade ist oder schön.
- Kaffee ist hier bittersüß und schwarz.
Und es passt zu dem Himmelblau, das meine Augen automatisch auf die Wolkendecke projizieren.
- Ich habe Durst, als hätt ich seit November nichts getrunken. Vom Leben.
Als käme ich aus der totalen Isolation. Und jeder Reiz ein Feuerwerk und jede Sekunde unbedingt wahrzunehmen, als hätte ich nur wenig Zeit, viel zu wenig, um auf meine Haut eine Momentaufnahme der Welt zu zeichen. Und dabei weiß sie gar nicht, wie sie aussieht!
- Wenn du mal groß bist, machst du alles anders.
Und weil du das glaubst, muss ich bleiben. Um mir das anzusehen.

Noch mag es regnen, aber bald - ich sage euch: bald! - wird heißer Asphalt unter unseren Schuhen sein und wir werden vergessen, dass die Zeit vergeht und sich nicht neben uns auf die Parkbank setzen will und der Sommer wird verschwimmen zu einem einzigen Rauschen.

Montag, April 07, 2008

Bin ich noch ich

Ohne dich ist mein Hals nur leere Knutschfleckleinwand,
bin ich nur wenig, weil ich alles in Briefen an dich schicke,
ohne dich ist mein halbes Flügelpaar nur Hand,
und alles Weltgeschehen nur ein flüchtiger Augenblick,
ohne dich - na klar, ich bin auch ohne dich,
bin ich noch ich nur eben nicht so richtig.

Ohne dich ist mein Herz faustgroßer Muskelkater,
bin ich nur halb konzentriert, suche dich am Horizont,
ohne dich ist mein Gehen und Reden nur Theater,
für ein stummes Publikum, doch da erzähl ich dir nichts von,
ohne dich - na klar, ich bin auch ohne dich
bin ich noch ich nur eben nicht so richtig.

Samstag, April 05, 2008

Einen Ozean

Und wir sagten immer "Ans Meer, my love", ohne zu sehen, dass wir längst schon unter Wasser stehen...

Wir haben uns einen Ozean geweint, als wir 15 waren und denken immer noch, wir hätten den Mond gesehen, wenn auf der anderen Straßenseite eine Laterne flackert. Wir rennen barfuß durch die Nächte, taumelnd und trunken und werden langsam misstrauisch. Die Luft wird knapp, 20000 Meilen unter dem Meer.
Weißt du, wie ichs mein? Ich weiß, warum unsere Haut salzig schmeckt, warum auf unseren Schultern eine kleinere Last liegt, ich weiß, weshalb wir es ständig rauschen hören und dass die Untertitel uns Artikulation ersetzen mussten. Wir sind Meer. Und ich dachte schon, ich hätte den Mond gesehen, dabei sah ich uns alle untergehen und das Leuchten war nur ein Notsignal.
Und während die Welt den Atem um uns anhält, während sie uns zu bergen versuchen, atmen wir all das, was sie gar nicht wahrnehmen. Und sie geben uns verloren, rettungslos. Nur wir wissen. Wir sind gerettet.
Wir haben uns einen Ozean geweint. Ans Meer, my love.

Freitag, April 04, 2008

Wie hab ich eigentlich so glücklich werden können??!

Ich hab grad sturmfrei in Dessau. Blaste das Haus weg mit Musik, tanze über den Flur und spiele Luftschlagzeug. Was kann ich zu meiner Verteidigung vorbringen?
Susi, mit der ich am Dienstag einen Kaffee trinken wollte und dann erstaunlich viel Zeit totschlug, Juno sah und einem Bräutigam in spe Löcher in die Hose schnitt, die kennt doch tatsächlich Sara Bareilles!!! Echt! KleineWelt sag ich da nur.
Mittwoch Bingegedrunken. Oder eher weniger. Aber lustig wars auf jeden Fall und ich überwinde so langsam das Gefühl, in den Englischkursen keinen richtigen Anschluss zu haben.

Und jetzt? Ich rücke gleich Boxen ans Küchenfenster, mache Musik an und hüpfe, tanze, wälze unseren Rasen kaputt. Heute ist eine weiße Nacht. Ich headbange mich so durch und ihr machts mal hübsch bitte. Alles, was heute beginnt, wird grandios.

Dienstag, April 01, 2008

Balkoncafé

Und die Omas gegenüber trinken Kaffee und gießen ihre Blumenkästen, blicken in die Welt mit dieser unerschütterlichen Gewissheit: "Ach, es kommt schon wieder einer...", ein Sommer zum Beispiel. Oder ein neuer Tag. Andere Menschen. Wird schon wieder einer kommen. Ist doch immer so gewesen.

Da ich immer noch nicht den kürzesten Weg zum GWZ weiß, bin ich gestern kurzerhand zu einem Spaziergang dorthin gekommen, mit Salatmayonnaise["Es ist Sommer, es riecht schon wieder nach Salatmayonnaise"] und frisch gemähtem Gras und Sonne. Nach der Einschreibung wurde ich aus einem Café heraus von Anne und Jule erspäht, angerufen und zu einem Kaffee verpflichtet. Danach kochen, aufräumen, lesen, Sommer atmen.

Erst wenn das Parkett geschliffen ist, wirds kaputt getanzt!
Baguetteboden kann man bestimmt auch kaputt tanzen. In diesem Sinne: Raus mit euch, es ist so wunderschön! Euer Herz gehört gegen Wände geworfen, macht was draus!

Sonntag, März 30, 2008

Und dann schlägt dein Herz

Ach diese Woche... Dienstag hatte mein kleiner Bruder Geburtstag. Mit allem drum und dran. Früh aufstehen und Kaffeetrinken und Patenbesuchen und Oma und Opa. Mittwoch dann in einer Hauruck-Aktion den Pizza-Pasta-Abend(Ja, es gibt sie noch!!!) auf die Beine gestellt mit Franzi, Mia, Friedemann, Lena und meinem großen Bruder. Domino und Wer früher stirbt, ist länger tot gab es zu sehen und der eigentlich obligatorische dritte Film fiel den vorherigen ausufernden Gesprächen zum Opfer, die doch eine gewisse Ereignisfülle bewältigen mussten, weil wir uns so quälend lang nicht gesehen hatten. Das seh ich aber in diesem Moment auch schon wieder etwas entspannter. Schließlich seh ich den guten Friedi spätestens so im Juni wieder, denk ich^^.
Donnerstag dann ganz entspannt nach L E gefahren, um mit meiner Unterschrift zu bestätigen, dass ich mich der Herausforderung "Latein" erneut für ein Semester stellen werde. Einmal an Ort und Stelle hab ich gleich noch das Semesterticket geholt und alle (schwerge-)wichtigen Dinge in mein Zimmer verfrachtet. Im Fahrstuhl im GWZ traf ich dann meine Englischdozentin aus dem Kulturseminar und erfuhr so, dass genau in diesem Moment die Nachklausur für Kulturstudien lief und dass sie Dozenten eben doch manchmal an Namen erinnern können.
Gestern waren noch die Dresdner und Jansens da, um die Geburtstagsfeierei abzuschließen. Helene klimperte eifrig auf dem Keyboard, wir spielten Verstecken, bis wirklich alle Schlupfwinkel ausgereizt waren und Jan-Friedrich betätigte sich noch als Amateurpaläontologe...
Kurz nach halb neun, sackte mich Christian auf, um dem A-Pub endlich mal wieder einen Besuch abzustatten. Es gab auch nicht nur sein Praktikumsende zu feiern, sondern auch die Zusage aus Münster und das taten Thomas, Manu, Hendrik, Mia, Christian und ich dann auch. Inklusive "Die Neunziger!!", Zeitumstellung, "weißt du noch...?", sich auftuenden Abgründen(die lieb ich ja besonders), Bier, Adressentausch, PC-Problemen, "Auf das Ende und den Anfang von allem!" und schließlich einem "Bis ganz bald!". Kurz vor 4 war ich auch schon daheim und kurz nach 8 auch schon wieder aufgewacht, in der Angst, die Welt wär vielleicht nicht mehr da und festgestellt, dass da draußen schon fast Sommer ist, der nicht verschlafen werden kann.

Und jetzt sitz ich hier. Ich wünschte, ich könnte Abende wie gestern oder Mittwoch einfangen, aufnehmen oder zumindest irgendwie nachzeichnen und sie aller Welt zeigen. Die Nächte sind schon wieder weich. Hüllt euch drin ein!

Morgen gehts wieder nach Leipzig, um mich für Englisch einzuschreiben. Und sonstwas.

Montag, März 24, 2008

Sie ist ja aus Magdeburg... Dass Sehnsucht süchtig machen kann

das fällt mir jetzt auch ganz unvermittelt ein. Jetzt, wo sie weg ist. Plötzlich? Ich weiß nicht. Aber kurz erstmal auf Anfang. Ich hab hier noch nicht von ihr erzählt, denk ich. Dabei ist es eine ganz wundersame (Nicht-)Begegnung.
Ungefähr 8 Monate bevor dieser Blog entstand, im Februar 2005 schätzungsweise, saß oder stand ich in der Küche und tat irgendwas und hörte - wie nebenbei - Rockland. "Michme und der Rest ist Rock'n Roll" lief gerade und es war eine junge Magdeburgerin zu Gast. Eine mit einem unerhört guten Musikgeschmack und die ein paar Texte las von sich und gerade das erste eigene Buch in Eigenregie vertrieb. Sie war ein gutes Jahr jünger als ich. Und sie klang nach Rebellion und Aufbruch und Schöngeist und dem Herzen in der Hand... ich hab nicht viel mitbekommen von der Radiosendung, nur dass sie auf jetzt.de und neon.de ist.
Und da ging ich auch hin. Und las. Eine Weile lang. Ich sammelte ein paar ihrer Impulse auf und vergaß sie dann in Rom beinah. Bis ich wenig später über Neon Laura fand und den gleichen Rhythmus spürte. Da erinnerte ich mich, warum ich überhaupt diese Plattform aufgesucht hatte. Es hat nie einen Dialog gegeben. Mit dieser Radiostimme. Wahrscheinlich war sie zu sehr damit beschäftigt, der Welt ihren Stempel aufzudrücken.
Was ich mit Laura besprach, setzte an dem Punkt an, wo sie meine Neugier geweckt hatte. Sie hatte mich begeistert. Auch wenn ich sie kaum noch las. Nur ganz selten schaute ich noch, was sie so macht und ob sich da noch was bewegt. Ich hatte genug eigene Bewegung auf einmal.
Bis heute. Durch Zufall bin ich auf einen ihrer älteren Texte gestoßen und spürte wieder, dass mich ihre Sprache, ihr Mund, ihr Gehen im Text doch geprägt hat irgendwie und ich hab mal geguckt, was es Neues gibt bei ihr und welche Wellen wohl über sie geschlagen sind in den letzten 2 Jahren... aber bei Neon ist sie schon seit 12 Monaten still. Ihre private Internetpräsenz ist nicht zu erreichen...
Und ich bin ein bisschen traurig. Gerne hätte ich sie groß werden sehen, hätte... und bin doch dankbar darum und werde sie nicht googlen. Denn für voerst, für diese Spielzeit ist es vorüber und die Richtung, die ich aus ihren Elipsen machte, eine ganz andere und sie bleibt ein ewig ungeborenes Alter Ego dieses Sommers 2005, noch bevor der Endlossommer kam und ich denke nur noch selten an sie und denke sie eigentlich permanent, denke in ihrem Sprachfluss und bin so brutal wie jetzt, weil sie ein Stück Horizont in mir erweitert hat damals vor langer Zeit.
Wenn sie jetzt lacht, lacht sie mich aus. Dass Sehnsucht süchtig machen kann beim zusehen, das muss mein Fazit sein. Und dass es Schicksal war. Vielleicht.
Du bist Heldin.

Sonntag, März 23, 2008

Wir beide sind aus verschiedenem Holz

Ostern ist dieses Jahr dann doch ein wenig weihnachtlich ausgefallen, muss ich sagen... schön wars trotzdem. Und im Einklang mit der Liturgie. Wenn das mal nix is!

Einige wissen es schon: Egal ob es um körperlose Stimmen oder simulierte Berührungen geht - ich habe die Erlaubnis für unechte Wahrnehmungen. Und es ist eine neue hinzugekommen. Ich habe derzeit Hände auf den Schulterblättern. Das ist eigentlich ganz schön, muss ich sagen. Als hielte mir jemand den Rücken frei.

Freitag, März 21, 2008

Friedi kommt! Und Teenieträume werden wahr. Werden wahr?!

Bevor ich mal wieder peinliche Einblicke in mein Inneres gebe: Friedemann kommt! Yeeha!

So. Genug abgelenkt^^. Paula. Ich meine... wer kennt Paula nicht? Eben! Und da ich persönlich ja eigentlich schon immer (natürlich möglichst unauffällig) auf Elektropop stehe, besitze ich auch Alben von Paula. Jetzt erscheint am 9.5. das neue. Seit Ewigkeiten will ich Paula live sehen. Gescheitert ist es in der Vergangenheit am Geld, am Ort, am Termin und in letzter Zeit vor allem daran, dass es keine Termin gab. Aber jetzt sind sie zurück, zuckersüß und wortspielerisch wie eh und je und mit beat natürlich. Und ein bisschen naiv. Und am 18. Mai sind sie in Leipzig. In Leipzig! Teenieträume werden wahr! Ich gestehe - bei der Stimme von Elke Brauweiler werd ich schwach...
Ich fühle mich an dieser Stelle meines Lebens grade sehr pop, sehr leicht mit einem Hauch Pathos und Zuckerwattewolken.

Damit aber nicht genug. Olli Schulz kommt auch. Am 17. April. Für gar nicht so teuer. Genauer: Mit 12 Euronen simmer dabei. Sucht noch jemand ein bisschen Plattflair für einen Abend?
Und Kleingledprinzessin(9.5.) und KATE MOSH(31.5.)!!!!!

Fehlt jetzt noch Tegan and Sara... ^^ ja gut, die waren ja Montag erst in Berlin... Aber warum kriegt Schweden 2 Termine und Deutschland nur einen??!!

Nein, ich werde nicht auf all diese Konzerte gehen. Aber auf mindestens 1 der genannten.

Ach und - ich scheine da jemanden verärgert zu haben. Ganz unabsichtlich. Und das ist jetzt dann doch etwas seltsam... denn entweder ich bilde mir das nur ein oder da geht eben doch was auf Herzebene. Ich bleibe vorerst mal vage. Bis ich weiß, wie ich in Ungnade gefallen bin.

Dienstag, März 18, 2008

Und das Ticktack

der Zeiger tropft die Wände hinab, als könnte ich jede Sekunde, die ich in diesem Gefühl, ganz zu sein, zubringe, jeden Augenblick, der nicht unbewusst durch meine Hände geglitten ist während ich nur Liebe war und Puls aufsammeln und dir schenken. Später. Du hättest noch die weißen Nächte im Haar und längst gefühlt, dass du nur Verzierung bist, nur Schmuck und nicht Begründung, nicht Logik, nicht Sinn und dass du mehr auch nicht sein könntest und nur deswegen du sein kannst und frei. Und ich schenkte dir das Ticktack und das Rauschen, in dem ich mich gefühlt und von Zeit zu Zeit dich gedacht hatte.

Sonntag, März 16, 2008

soooooooooo klein. Dass überhaupt so viele Menschen draufpassen!

Heute habe ich der Mia noch davon erzählt...

...But alive! war eine Band. Und ist einer der Gründe, warum ich Kettcar so schnell lieben gelernt habe. Und ganz zum Ende der 90er - nämlich 1999 - kam dann das letzte Album "Hallo Endorphin" raus. Dass ich auch heute noch in Pahsen exzessiv höre. Nicht zuletzt weil ich die Lieder teilweise so geile Filmeinspieler haben. So auch "Vom 3er" -
Sie: "Kommst Du noch mit hoch auf 'ne Tasse Kaffee?"
Er: "Ich trinke keinen Kaffee!"
Sie: "Ich hab' auch keinen da."

Und ich habe mich öfter schon gefragt, aus welchem Film das wohl kommen mag, habe mir aber nie die Mühe gemacht, das tatsächlich mal zu gucken. Heute jedenfalls tat ichs dann doch, eben weil ichs der Mia heut erzählt hab und ich war baff. Die Welt ist so klein! Dass überhaupt so viele Menschen draufpassen! unklar! Es stammt nämlich aus "Brassed off!", einem wunderbaren Film mit großartiger Bläsermusik, den ich im letzten Semester in meinem Englischseminar teilweise gesehen habe, in der Einheit zur Kohleindustrie und die damit verbundene Kultur(blaskapellen... und so...) und wir haben diese Szene gesehen und ich hatte noch tagelang das Stück im Kopf.
Ich finde derzeit keinen Ausschnitt mit dem Zitat leider. Aber es ist toll.

And my mind goes... blank.

Dafür sind wir gemacht. Dieses junge Leben verrückt und frei.
Freitag feierte Matthias seinen Geburtstag, was nach einem eher beschaulichen Start, doch noch in echte Unterhaltsamkeit ausartete(die Musik kam mir später auch besser vor... irgendwie) mit gescheitertem Pole-Dance, halb ersetzendem(und schrecklich schwankenden) Lapdance, zunehmend lauteren und sinnloseren Gesprächen und dem abschließenden Spaziergang zum Bahnhof, wo wir noch kurz bei McDonald's aufschlugen.
Gute 5 Stunden später war ich dann auch schon wieder in der senkrechten und hetzte mich Richtung Bahnhof, um tatsächlich - wie angekündigt - zu einer Zeit in Dessau zu sein, die man noch dem Oberbegriff "Vormittag" zuordnen kann... Aber motiviertes zeitig aufstehen wird von der deutschen Bahn eben doch nicht belohnt. Der Zug hatte 26 Minuten Verspätung, in denen ich mir dann die Cosplayer rechts und links und überall angesehen habe. Hatte auch was.
Samstagabend dann Richtung Coswig, Hendrix Geburtstag feiern. Unsere Gruppe traf zwar mit leichter Verspätung, dafür aber ziel- und stilsicher(unser ist der Bordstein!) ein. Wobei ich ja eigentlich nicht so richtig auf eine Outdoorveranstaltung vorbereitet war und jetzt nun also dankbar bin - endlich, endlich wieder draußen! Und Feuer! Das auch. Krude Gespräche wie immer, keine Gitarre - wie ungewöhnlich! - und Frühtück, das Tolle mit Kaffee und Brötchen und Ei und so, das sich Julia und Manu zugunsten des frühen Aufbruchs entgehen ließen.

Jetzt? Jetzt lese ich auf Studivz die Nachrichten von den Menschen, die ich offensichtlich Freitag kennengelernt habe und weiß grad nicht so recht wohin damit... vielleicht morgen. Vielleicht später.

Mittwoch, März 12, 2008

Halleluja sushi sushi bang bang gong gong - das ist der Sommer

Ich würde sagen, es tut mir nicht Leid
und es tut mir nicht weh,
wenns so wär,
wenns so wär - könntest dus verstehen?

Da liegt Salz in dem Wind, der gegen die Häuserwände schlägt. Es ist Meer, es ist Sommer, es ist wunderschön.
Es ist Zeit, ganz kurz "weißt du noch?" zu fragen, bevor das Blut wieder in Sturbächen fließt. Es hat mich gefreut.

Samstag, März 08, 2008

Kettcar, warum tust du mir das an??!!

Kettcar sind in Leipzig am 1. Mai. Das weiß ich schon eine Weile. Als ich es erfuhr hatte ich grad kurz kein Geld, dann vergaß ich es für kurze Zeit und heute ist es ausverkauft!!! aaaaaaahhhhhh!!!! Genauer gesagt: Ich kann noch Karten für Rostock, Osnabrück oder Essen haben... was alles nicht wirklich umme Ecke liegt...
Ich bin tief getroffen und geh jetzt meine Wunden lecken.

Das neue Kettcar Album "Sylt" erscheint am 18.4.

Edit: 20 Minuten später:
Kommando zurück. Ich hab Karten. 2. Vielleicht will ja noch jemand mitkommen. Will jemand?^^

Mittwoch, März 05, 2008

You are my best friend, you know?

Dass es bei mir eine Bester-Freund-Problematik gibt, haben meine Kommilitonen bereits erfahren. Wenn ich von meinem besten Freund spreche, wissen sie meist nicht sofort, um wen es sich gerade handelt. Wobei sich 2 diesen Titel bereits fest angeeignet haben und einer es auf jeden Fall in Gedanken schon ist.
Ohne sie bin ich weniger als ein halber Mensch und gerade musste ich mir eine Packung Taschentücher holen, weil ich in letzter Zeit beim Gedanken an sie zu spontaner Flüssigkeitsabgabe durch die Augen neige. Es ist schwierig gerade. Mit jedem von ihnen.
Einen habe ich vor einem knappen Jahr hier feilgeboten, ich habe ihn verraten und es irgendwie bis heute unterlassen mich richtig dafür zu entschuldigen, danach verliebte ich mich in seine Freundin und es wurde hart irgendwie zusammenhängend zu kommunizieren. Er fehlt mir wie eine amputierte Hand. Ich bin raus gefahren in den Ort, wo er gewohnt hat und konnte ihn nicht finden außerhalb meines Kopfes. Und jetzt liege ich nächtelang wach und frage mich, ob es möglicherweise zu Ende ist, ob es wohl vorbei ist, das, was nicht weniger war als eine tiefe Herzverbundenheit. Aber von Zeit zu Zeit hoffe ich noch... hoffe auf ein "eines Tages" und biete dir ein unendliches "meine Türen stehen offen". Ich hätte damals wohl nicht gedacht, dass ich dich so liebe.
Der andere, der dieses Prädikat "bester Freund" mit vollem Stolz trägt und ganz bewusst... Seine Kontaktfähigkeit ist auf persönliche Präsenz beschränkt. Das habe ich vorher gewusst. Er ist nicht für Briefe, Mails, Telefonate... Und noch dazu ist er ein verdammt ehrgeiziges Kerlchen. Einer der inzwischen - nach dem ersten Semester - ein neues Leben Marke Eigenbau in den Händen hält, auf das er bestimmt mächtig stolz sein kann. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich alle 3 Wochen zu ihm fahren und reden. Nichts sonst. Aber ich kann es mir beim besten Willen nicht leisten. Ich versuche hin und wieder eine Kontaktaufnahme, wenn er mir besonders fehlt, meistens nützt das nicht viel. Es ist nicht direkt seine Schuld. Life got in the way. Das weiß ich wohl. Ich bin nicht ganz so naiv, wie es manchmal erscheint. Aber es ist so unheimlich schwer, ihn nur alle 3 Monate zu sehen und wenn dann kurz. Er als meine ausgelagerte Ratio, als der einzige Mann, den ich nüchtern ertragen kann. Trotzdem. Ich weiß, dass er sich nicht vorstellen kann, dass es Momente gibt, in denen ich schluchzend darauf warte, dass er endlich, endlich wieder kommt. Und wenns nur für einen Tag ist.
Um den dritten sorge ich micht prophylaktisch schon mal. Denn bald, viel zu bald ist auch er weit weg und nur noch für nächtliche icq-Konversationen zu haben(das will ich doch stark hoffen!!!) und nicht mehr, als mein angestammtes Gegenüber im A-Pub und nicht als mein privates Taxi und nicht als der, der ein unverkennbares Talent dafür hat, da zu sein. Ob an Dessauer Wochenende oder zum kurzfristigen Besuch in Leipzig oder für einen Berlintrip. Das wird mir fehlen. Mich einsam zu fühlen und ihn anzurufen und dann ist es weg. Aber ich weiß. Ich weiß, dass er hier nicht bleiben kann, dass er diese neue Stadt verblüffen wird und dass ich ein bisschen neidisch auf sie sein werde, weil sie vielleicht gar nicht weiß, wieviel sie gewinnt.
Und da gibt es noch einen jungen Mann... Ich habe ihn in Leipzig kennen gelernt. Und ich kann noch gar nicht so viel über ihn sagen, außer vielleicht, dass er auch so ein wunderbarer Mensch ist. Einer, der meine Nächte ertragen müssen wird. He could be my roof and my ceiling, he could be something I can believe in. Er ist mir bereits teuer. Ihr merkts.

I'm pathetic I know. Natürlich. Ja. Wir werden erwachsen. Und so Zeug. War alles abzusehen. Das traurige ist... Das wirklich traurige ist, dass die ersten beiden, diesen Blog leider nicht mehr verfolgen. Was ich sehr schade finde. Denn im Grunde sind viele Einträge hier eine Art offener Brief... und es fehlt mir den einen dazu lachen zu lesen und von dem andern wenigstens zu wissen, dass er weiß, wo ich mich gerade befinde.
Genug geheult. Ich weiß noch, was ich vorgestern erst erzählt habe: Kommt alles, wie es soll. Auch das gehört dazu. Ich wollte nur mal gesagt haben, dass es schmerzt(übrigens trifft das für die Abwesenheit vieler Personen zu... nur nicht so extrem).
Ich würd euch weniger lieben, wenn ich könnte. Ich würds versuchen. Aber es hat keinen Sinn. Es geht einfach nicht.

Dienstag, März 04, 2008

Walcott, don't you know that it's insane?

Out of Cape Cod tonight.

Ich bin bereits in der Nägelkau-aber-nur-als-Geste-denn-meine-Zähne-sind-einfach-nicht-für-Nägelkauen-geschaffen-Phase. Es ist schlimm. Ich bin auf Sozialkontaktefishingtour. Habe wahrscheinlich das erste Date der Saison(das natürlich kein Date sein wird^^... aber alles nicht so einfach) und habe mich noch nicht ganz für eine Reaktion entschieden. Sie ist witzig, sie ist klug, sie ist schön. Aber abwarten. Ich muss erstmal das mit den Nägeln überstehen.

Sonst so? Ich habe inzwischen alle Prüfungsergebnisse.
Ich bin aus dem ersten Semester zurück gekehrt, einen Triumph in den Händen haltend. Zumindest für Englisch trifft das zu[Kulturs.:1,3; Liter.:1,0]. Englisch ist mein ganzer Stolz und rein fachlich auch mein größter Spaß im Unialltag. Ich kriege ein bisschen Gänsehaut, wenn ich an synchrone und diachrone Linguistik denke und kann kaum erwarten, meine neuen Dozenten kennenzulernen... es ist ein wenig gruselig, das gebe ich zu^^. Aber meine Englischmitstudenten sind leider nicht so offen, wie die kollektiv verzweifelten und über allem doch ziemlich lockeren Lateiner.
Latein gestaltet sich allerdings schwieriger in der Auswertung. Ich habe meine Erwartungen übertroffen. Das ohne Zweifel. Nur habe ich festgestellt, dass das nicht unbedingt reicht, um meinen Ansprüchen zu genügen[Philologie:3,0; Lektüre:2,0: Grammatik: 4,0]. Wenn ich mir die Veranstaltungen für das nächste Semester ansehe, überkommt mich ein starker Drang, 3 doppelte Espresso zu exen und wenn ich die Dozentennamen lese, bedauere ich den Verlust von Schrämmchen. Ich freue mich auf Lerngruppen, maulen über Grammatik II, ganz viele seltsame aber aufrichtig nette Menschen und ein kleines bisschen "alles ist Fisch".
[Zum Gesamtschnitt kommt übrigens noch Griechisch dazu, was dann 2,43 macht.]

Was macht das also unterm Strich? Oder anders gefragt: Schatz, wie war ich?(Pun intended)
Ich möchte das Ergebnis, das für mich dabei herauskommt ein wenig elaborieren. Die Entscheidung, ob ich mir nun für das erste Semester rote oder schwarze Zahlen aufschreibe, hängt nämlich nicht so sehr von meinem Kontostand(alles schwarz, keine Sorge^^), sondern eher von einem Grundsatz ab, der bei mir demnächst einjähriges Bestehen feiert: "Kommt alles, wie es soll.". Dieser Satz erklärt mein Nichtglauben an Nachprüfungen(obwohl ich das dann vielleicht sobald ich welche schreiben muss, anders sehe), die geschlossenen Augen bei der Wahl meiner Profilfächer für die Oberstufe, mein seltsam anmutendes, beinahe unerschütterliches Vertrauen in Zufallsbekanntschaften(sind nicht alle Bekanntschaften zufällig? Nun ja... manche mehr und manche weniger ;) ) und noch so einiges mehr.
Ich wills mal so sagen: Ich hätte mich vermutlich nicht ganz gefordert gefühlt, wenn Latein deutlich besser ausgefallen wäre und hätte möglicherweise mit dem Gedanken spielen können, zu Biologie zu wechseln(Und davon verstehe ich genau so wenig, wie wenn du mir die Kernschmelze auf Suaheli erklärst, während ich mir die Ohren zuhalte und laut "Dancing Queen" singe) oder irgendetwas in der Preisklasse.
Was kann ich noch zur Verteidigung einer positiven Bilanz vorlegen außer der bereits allseits erwarteten Relativierung?
Ich mag Leipzig. Jedesmal wenn ich aus dem Bahnhof komme, will ich mich zu Boden werfen und kurz über den Asphalt streichen, damit sie weiß, dass ich wieder da bin(Ja, natürlich ist Leipzig eine Frau[urbs Libzi - urbs, urbis, f]{außerdem, wenn man auf bahn.de laipzig eingibt, findet man trotzdem zur wunderbaren Messestadt, was jetzt zugegeben nichts mit ihrer Weiblichkeit zu tun hat^^}). Ich mag Leipzig aber nicht nur, weil es Leipzig ist, sondern auch oder vor allem, wegen so vielen tollen Menschen, dass ich es kaum fassen kann. Es reicht für Sehnsucht. Es könnte alles sein. ^^. Bis Anfang Januar dachte ich immer mal wieder flüchtig über ein "gleich nochmal" nach, nochmal neu, nochmal Augen zu und springen... inzwischen gehts nicht mehr, ich bin schon zu heimisch in diesem neu und verrückt und wild und frei.
Whouston, wir sind erfolgreich gewesen. ;P[Nein ich bin nicht blöd und meine ganz sicher nicht Houston - Whitney, wir habens geschafft!]

Ich will euch noch so vieles sagen! Musikempfehlungen:
Herrenmagazin
Herr Holle (alles so gleich oder Rüdiger hier)
Marit Bergman (sie wird immer toller!)
Die Kleingeldprinzessin und die Stadtpiraten (öffentlicher Nahverkehr...)
Grand Island
Villa Lada

Herr.Holle, Villa Lada und Grand Island werden auch auf dem La Pampa zugegen sein - mag mich jemand begleiten?

Montag, März 03, 2008

Nein.

Nicht nur ein bisschen. Nicht nur fast. War gelogen. War geschönt. Deinetwegen.
Ganz und gar und immer.
Ich hatte so wahnsinnig große Sehnsucht und du hattest so verblüffend wenig zu bieten. Und ich hab ne ganze Weile durchgehalten, das musst du anerkennen. Aber die letzten 2, vielleicht 3 Wochen waren nur eine Reprise. Auch wenn du das jetzt wahrscheinlich noch gar nicht sehen wirst.

----

Nein. Die zweite:

Wie arrogant sind wir geworden? Bin ich geworden? Wie schrecklich arrogant?
Es ist ein Brief gekommen aus einem anderen Leben. Von jemandem, den ich vor 12 Jahren vielleicht einmal kannte. Das ist unglaublich weit weg. Unglaublich weit. Und doch eigentlich hier gleich um die Ecke. Vielleicht 15 Minuten von hier.
UNd ich fühle mich so schrecklich überlegen. Überlegen und so ganz anders als damals. Ich komme mir dermaßen privilegiert vor, dass ich mich gar nicht traue zu antworten.
Als ich den Brief in den Händen hielt, begann ich mich zu fragen, warum nicht alle meine Freunde aus Kindertagen zu kleinen Genies heranwachsen konnten mit einem Abiturschnitt über 3,0... ich dachte eine Weile darüber nach und musste feststellen, dass überdurchschnittlich viele meiner Grundschulfreunde, mit denen ich so manchen Baum erklomm, ganze Klingelzüge betätigte, um dann die Flucht zu ergreifen, Buden baute und heimlich kokelte, Radrennen veranstaltete, schaukelte, mir Zähne ausschlug, Äpfel pflückte, Kartoffelkäfer sammelte und mich in Strohhaufen warf... dass doch erschreckend viele von ihnen, ihre Schulausbildung abgebrochen haben oder nach einem miserablen Realschulabschluss ohne Lehrstelle geblieben sind. Habe ich vielleicht einfach Glück gehabt am Ende?
War es vielleicht einfach Glück, dass die Schule für mich und meine vielen Mitschüler von außerhalb als größtenteils einziger Kontaktpunkt agierte und ich vielleicht nur deswegen die Schule nicht hasste, wie ich alles hasste eine Zeit lang? War es Glück, dass meine Lehrer mich auch nach der 30. vergessenen Hausaufgabe nicht verloren gaben?
Ich kann einige von euch vor den Bildschirmen sehen, wie sie leicht den Kopf schütteln. Es war nicht nur Glück, werdet ihr denken. Du warst schlau. Ganz einfach. Deswegen hast dus geschafft. Und ich kann nicht widersprechen. Ich bin intelligent. Und ist das nicht auch nur Glück? Ich erinnere mich nicht, beim Lernen jemals besonderen - oder überhaupt! - Ehrgeiz gezeigt zu haben. Wenn es darum ging, Projekte zu leiten, AGs zu besuchen, Fachschaftsräte zu bilden, dann war ich dabei. Aber nicht beim Vokabellernen. Dafür waren die letzten 10 Minuten vor dem Test, vor der Klausur doch da... Ich habe es mir nicht verdient. Also ist es zufällig zu mir gekommen. Man könnte also sagen, ich hatte Glück. Einfach nur Glück. Nichts weiter.
Warum hatten nicht auch all die andern Glück?
Warum stehe ich vor einem Brief, der vor Grammatikfehlern nur so trieft? Und dabei ist das hübsche Briefpapier so sorgsam und kunstfertig gefaltet, dass man es wie eine Blüte aufklappen kann.
Ich bin nun eine Frage weiter. Wer ich bin und wie ich bin, ist eine Frage, die an Reiz verloren hat. Aber warum ich bin, wie ich bin, das interessiert mich nun ungemein. Warum bin ich es, die einen Schulabschluss hat? Warum nicht Ronald, nicht Ines, nicht Juliane? Warum nicht Caroline? Die Frage könnt ihr mir natürlich nicht beantworten. Ihr kennt die ganzen Leute ja gar nicht(auch wenn ich denke, dass Friedemann Caroline durchaus einmal kurz getroffen hat), aber ihr könnt mir sagen, warum IHR es seid. Wie seid ihr so weit gekommen? Wie seid ihr mit Abi, mit Studium, mit Lehrstelle, mit Job versehen worden? Warum ihr?


[Nachtrag: Wie ich gerade sehe, hat Caroline durchaus einen Schulabschluss und eine abgeschlossene Ausbildung, sucht aber noch nach Arbeit. Und Juliane holt gerade ihren Abschluss nach.]