Donnerstag, Januar 26, 2012

Steig auf, ich trage auch dich. Einer muss es tun - die Schwerkraft gebietet es! Kletter auf meinen Rücken zu den Nächten und Zweifeln, da ist noch Platz. Ich trage auch dich. Und wenn mir die Beine schwer werden und die Füße den Dienst versagen, will ich meine Flügel breiten - gedeckt mit Himmelblau - und werde für dich glauben. Steig auf! Lieber vertraue ich mich der Erschöpfung an, verpfände ich dem Gewaltmarsch jeden einzelnen Herzschlag, als dich verloren zu geben. So lange es geht, denn niemand kennt die Grenze, keiner weiß, wie weit - auch ich nicht. Doch Fliegen heißt Fallen. Die Schwerkraft gebietet es. Und so wissen wir, wo es hingeht, wissen um den Grund, der uns erwartet. Dort unten. Vielleicht.
Steig auf! Ich trage auch dich. Bis ich falle. Und dann noch ein Stück. Und dann - einer muss es tun - gibt mich die Schwerkraft der Erde zurück.

Mittwoch, Januar 18, 2012

New Agenda.

I take back what I said before: I am here now. I understand now that it is really the only place that I have. So no diffusion for me.

Sonntag, Januar 15, 2012

Diffusion

I am not here. Because I am afraid to be here. To be all in here again. Up to my neck. So I am holding back. I am not here. But I am not anywhere else either. Feels like I'm evaporating into thin air. More than ever I realize that I am not home, I am not whole, but fractured with my soul struggling to close the distance between the pieces. I am not here. I am not anywhere.

Freitag, Januar 06, 2012

Wir brechen auf

Zu Fenstern, durch die wir mit ausgetreckten Gliedern springen können, ohne den Rahmen zu berühren. Zu Böden, auf denen wir liegen können, um uns geerdet zu fühlen. Zu diesem einen Lächeln, das uns im Nieselregen abholt. Heute ist es wieder wahr. Dass wir Kinder sind mit blinkendem Blick. Wir müssen uns nicht erlauben zu träumen. Wir tun es einfach. Ob unsere Augen geschlossen sind oder nicht. Wir sind bereit, alles Licht der Welt mit Schere-Stein-Papier zu gewinnen und es dann auszugießen über Dächer und Felder. Komm, wir fliegen davon! Nicht fort, nur unserem Sehnen hinterher.

Donnerstag, Januar 05, 2012

"I'm deranged.

Deranged, my love."

Was wir tatsächlich sind; was von uns bleibt, wenn wir alles abwerfen, was uns zu schwer erscheint... Wie lächerlich oft wir wünschen, dass verschwände, was uns überhaupt erst eine Existenz einräumt! Wie wir es lieben, uns tragisch zu spiegeln; uns in Fetzen an Häuserwände zu werfen; die Augen zu schließen, Müdigkeit vorschiebend.

Was sind wir tatsächlich? Was bleibt als objektive, bereinigte Summe?

Sie gab ihr Haar den Winden zum Ausgießen, das goldgedichtete, und heftete zwischen die Sterne ihr Herz, sie blies Kaugummis zu Heißluftballons und zählte mit zitternden Fingern die Sekunden, bis das Warten aufhört, fest überzeugt, dass zehn genug wären.