Manchmal hat man Glück und die persönlichen Stärken sind die, die vom Leben gefordert werden. Dann kommt man ohne große Anstrengung gut voran - Glückskind. Manchmal hat man nicht ganz so viel Glück. Wie wenn es bei SuperMario darum geht, den Endgegner zu besiegen, indem man auf ihn springt, der Mario auf dem Display aber auf Grund des immens schweren Levels nur noch ganz klein ist und nicht mehr so hoch springen kann. Ich bin mehr so der kleine Mario grad. In all seiner verschrobenen Komplexität hat das Leben mich nicht auf das vorbereiten können, was ich hier gerade tue. Das liegt an der Popkultur würde mancher vielleicht sagen. Ich nicke und streiche das Wort "Pop". Es liegt an der Kultur. An jedem bisschen Erzähltechnik und Motiv, das mir jemals zum einschlafen oder wachbleiben erzählt wurde. Von griechischen Sagen bis zu Hollywood gibt es nichts, was es beschreibt.
Die Schlüsse die man daraus ziehen kann, sind überschaubar. Ich schwanke zwischen zweien: a) Was ich hier zu vollziehen suche, ist dem Menschen wesensfremd. Zumindest dem europäischen. b) Was ich hier zu vollziehen suche, wurde nie aufgeschrieben, weil es ergebnisverfälschend wäre.
Tja also. Ich nehme meine aus 5 Pixeln bestehende rote Mütze und springe und springe.
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Samstag, Juli 30, 2011
Freitag, Juli 29, 2011
The hardest of all hard days. Oder auch: Fünf.
Blur spielen im Fernsehen, ich bin ungehalten und bloß froh, dass der Tag gleich rum ist. Was ich heute gemacht habe, darf man gar niemandem erzählen. Viel wars jedenfalls nicht. Mein Bruder hat von Dresden aus die in der Küche verfügbare Musik aufgestockt und ich habe heute zum ersten Mal "21" von Adele komplett gehört. Ich hatte kein durchweg gutes Album erwartet, las ich doch in Rezensionen von zu deutlich spürbarem Konzeptpop und war dann vor der Mikrowelle sitzend überrascht, Lieder zu hören, die überzeugten. Vielleicht mag es daran liegen, dass ich in den letzten Tagen Joss Stone hoch und runter hab laufen lassen, vielleicht daran, dass ich meine tägliche halbe Stunde "Smells Like The 90s" sehr ernst nehme oder daran, dass die Welt grad ist, wie sie ist - jedenfalls ist "21" ein Werk purer Großartigkeit. Kann die gute Frau geradezu im Studio sitzen sehen und Spaß haben. Denn bei allem Schmerz, der da zwischen Klavier und Stimme eingesperrt wurde, macht die Musik Spaß. Muss lauter gedreht werden. Und wieder gehört. Und nochmal. Tag 5. Fast vorbei.
Donnerstag, Juli 28, 2011
4. Dresden, Kino, keine Fatima
Es ist Tag 4. Und das ist gut, denn ich bin ziemlich überzeugt davon, dass 8 Tage eigentlich nicht arg lang sind und ich die schon irgendwie überstehen werde. Ich bin soeben aus Dresden zurück, wo ich meinen Bruder besucht habe. Wir waren erst Eis essen und dann im Kino, wo wir uns 'Arschkalt' angesehen haben - ein Film, der mit schicksalsschweren letzten Sätzen und interessanten Fakten übers Einfrieren aufwarten konnte. Nächste Woche hat im selben Kino "Die Einsamkeit der Primzahlen" Premiere, so mit Regisseur und Hauptdarstellerin. Ich mag den Film ganz unbedingt sehen, weiß aber nicht, ob ich schon wieder nach Dresden kutschen will. Das bereitet mir nämlich aufgrund der Baustellenlage und des Sonnenscheins zur Zeit keine große Freude - 80er Kassetten hin oder her. Nach der Vorstellung sind wir dann noch auf dem Kletterspielplatz um die Ecke gewesen und haben uns ein bisschen ausgetobt, um dann schließlich auf dem Heimweg noch bei Fatima vorbeizuschauen für ein Falafelsandwich. Fatima war aber nicht da und die Falafel auch alle. Also haben wir umdisponiert und zu Hause Schnitte gegessen und weil es dann erst halb zwölf war, haben wir endlich den schon lang geplanten "Wer ist Hanna" gesehen. Ein Film, der auf dem schmalen Grat zwischen gewollt und gekonnt balanciert. Zeitrafferszenen, toller Soundtrack, viel Verwirrung, die den Zuschauer auch nach dem Ende des Films nicht freigeben möchte. Zu vieles bleibt offen. Ein Film zum immer wieder schauen, der doch nie die ganze Geschichte verraten wird: "Ich habe dein Herz verfehlt.".
Heute dann erst Großer Garten, dann Mensa und für mich hieß es dann Autobahn und wieder nach Hause. Da sitze ich jetzt am PC, warte darauf, dass es draußen noch ein bisschen kühler wird und werde dann meine Laufschuhe schnüren. Unterdessen ist der Countdown wieder eine Zahl voran geschritten: Tag 4. Die Moral ist heute ziemlich im Keller und da kommt es mir gerade recht, dass es mittlerweile 3 ist und auch dieser Tag schon wieder fast geschafft. Wird alles. Wird.
Heute dann erst Großer Garten, dann Mensa und für mich hieß es dann Autobahn und wieder nach Hause. Da sitze ich jetzt am PC, warte darauf, dass es draußen noch ein bisschen kühler wird und werde dann meine Laufschuhe schnüren. Unterdessen ist der Countdown wieder eine Zahl voran geschritten: Tag 4. Die Moral ist heute ziemlich im Keller und da kommt es mir gerade recht, dass es mittlerweile 3 ist und auch dieser Tag schon wieder fast geschafft. Wird alles. Wird.
Montag, Juli 25, 2011
Day one
Heute ist der erste Tag von vorerst 12. Vielleicht werden es aber auch mehr. Und - zugegeben, der heutige Tag ist erst wenige wache Stunden alt - ich finde, ich mache das bisher gar nicht mal schlecht. Was? Nun. Ihr müsst euch das ungefähr so vorstellen: ... Nein, mir fällt kein geeigneter Vergleich ein. Ich kann aber nicht genau sagen, was ich mache, sonst torpediert sich das. Werde aber sagen, was es war, sobald es vorbei ist. Es wird nebenbei viel viel Zeit geschoben und in Nichtschwimmerbecken geschubst, unzählige Liter Wasser getrunken, Füße hochgelegt sobald ich nicht auf ihnen stehe - man könnte meinen, ich laufe einen Ultra. Es ist so ähnlich. Von der mentalen Anstrengung zumindest. Und genau wie ein Ultra ist das hier Wahnsinn und gespielt - aber das heißt ja nicht, dass es nicht funktionieren könnte.
Heute jedenfalls Tag eins. An Tag zwölf bin ich entweder sehr Zen oder richtig irre. Wir werden sehen.
Heute jedenfalls Tag eins. An Tag zwölf bin ich entweder sehr Zen oder richtig irre. Wir werden sehen.
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