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Mittwoch, April 10, 2013
#virld Musik geht immer
Ich habe keine spezielle Playlist zum laufen. Aber obwohl ich der Generation shuffle angehöre ist dieses Konzept nur für lange Läufe geeignet und auch da nur an bestimmten Tagen. Sonste verlässt mein Finger den Skip-Button nicht. Fast alles was auf nrj läuft ist laufbar, und wenn ich nicht so lang unterwegs bin, hör ich auch schon mal Radio. Meist entscheide ich mich im Vorfeld für ein Album auf meinem MP3-Player, das bei Bedarf dann gewechselt werden kann (obwohl man manche Alben ja durchaus mehrmals hintereinander hören kann). Eine Auswahl der Musik zu der ich momentan am liebsten laufe:
Sonntag, April 07, 2013
#virld Ausrüstung, Trainingspläne, Motivation
Nächster Blogeintrag zum Virtuellen Laufdings:
Ausrüstung: Ich war lange Zeit der total lo-fi Läufer und bin es im Grunde immer noch, nur dass ich jetzt eine ordentliche Laufhose besitze. Ich bin eigentlich immer dabei, Laufschuhe zu kaufen. Das ist ein Prozess, der sich in zwei Phasen gliedert: mehrere Monate Recherche, Anprobe, Preisvergleiche, etc., gefolgt von wenigen Sekunden, in denen ich mehrere Paar Laufschuhe erwerbe. Sonst ist es bekleidungstechnisch aber wie bei all meinen anderen Kleidungsstücken auch: Ich kaufe nicht oft ein. Mein Sportzeug ist recht überschaubar (obwohl im Vergleich zum restlichen Kleiderschrank schon ziemlich umfangreich) und ich kaufe eigentlich nie gezielt neues ein, sondern bin permanent auf der Suche nach einem hochwertigen Schnäppchen.
Vor zwei Jahren bin ich von einer Sigma-Pulsuhr auf einen Garmin FR 110 umgestiegen, der seitdem beinahe jeden Laufkilometer akribisch aufzeichnet. Was bei mir tatsächlich größere Glücksgefühle auslöst, als ich zu Beginn erwartet hätte.
Ansonsten ist meistens auch der MP3.Player dabei. Aber dazu im nächsten virld-Post mehr.
Trainingspläne: Ich lese sehr gerne runnersworld (auch wenn ich die britische Ausgabe teilweise gelungener finde) und bin dahingehend was Trainingskonzepte angeht auch ganz gut informiert. Allerdings fällt es mir schwer, Pläne über mehrere Wochen einzuhalten, zumal die meistens eher wenig Raum für den anderen Sport bieten, den ich so mache. Das läuft bei mir also ein bisschen nach Gefühl. Meine Tempoeinheiten sind durchaus geplant mit verschiedenen Tempi und Distanzen, aber wann und wie oft diese Einheiten stattfinden hängt ganz von Lust und Laune ab. In letzter Zeit war beispielsweise nicht viel mit Tempo. Aber das kommt auch mal wieder :).
Zur Zeit hab ich ein ziemlich festes Wochenpensum mit einem Minimum von 45km. Das schaffe ich auch meistens ganz gut. Sonst gibts gerade keinen Plan.
Motivation: Kein Scheiß: Ich hab oft keine Lust, zu laufen. Aber am Schönsten ist ohnehin das Gefühl, von einem Lauf zurück zu kommen, auf den man so gar keinen Bock hatte. An den meisten Tagen ist mir das bewusst und dann wird auch in tiefster Grummeligkeit eine Runde gedreht. Manchmal bleibts aber auch. Was die Tagesform nur noch weiter verschlechtert, weswegen der nächste Lauf dann garantiert stattfindet.
Sonstso: Mein motivationales Highlight der Woche war das kurze Gespräch mit meiner Lieblingskassiererin bei Kaufland. Dort geh ich oft nach dem Laufen noch in Sportzeug einkaufen und sie hatte mich im Winter auch schon auf die widrigen Witterungsumstände angesprochen. Jedenfalls war ich diesen Mittwoch einkaufen. Mal nicht im Sportzeug. Sie hat mich dann gleich drauf angesprochen und meinte, sie wäre dafür laufen gewesen am Morgen, jetzt da die Temperaturen wieder etwas freundlicher sind. Das hat mich gefreut. Denn ich bin zwar nicht in missionarischer Absicht unterwegs, aber dafür ziemlich überzeugt davon, dass es mir mit dem Laufen besser geht. Und es wäre doch nicht schlecht, wenn andere das auch erleben.
Ausrüstung: Ich war lange Zeit der total lo-fi Läufer und bin es im Grunde immer noch, nur dass ich jetzt eine ordentliche Laufhose besitze. Ich bin eigentlich immer dabei, Laufschuhe zu kaufen. Das ist ein Prozess, der sich in zwei Phasen gliedert: mehrere Monate Recherche, Anprobe, Preisvergleiche, etc., gefolgt von wenigen Sekunden, in denen ich mehrere Paar Laufschuhe erwerbe. Sonst ist es bekleidungstechnisch aber wie bei all meinen anderen Kleidungsstücken auch: Ich kaufe nicht oft ein. Mein Sportzeug ist recht überschaubar (obwohl im Vergleich zum restlichen Kleiderschrank schon ziemlich umfangreich) und ich kaufe eigentlich nie gezielt neues ein, sondern bin permanent auf der Suche nach einem hochwertigen Schnäppchen.
Vor zwei Jahren bin ich von einer Sigma-Pulsuhr auf einen Garmin FR 110 umgestiegen, der seitdem beinahe jeden Laufkilometer akribisch aufzeichnet. Was bei mir tatsächlich größere Glücksgefühle auslöst, als ich zu Beginn erwartet hätte.
Ansonsten ist meistens auch der MP3.Player dabei. Aber dazu im nächsten virld-Post mehr.
Trainingspläne: Ich lese sehr gerne runnersworld (auch wenn ich die britische Ausgabe teilweise gelungener finde) und bin dahingehend was Trainingskonzepte angeht auch ganz gut informiert. Allerdings fällt es mir schwer, Pläne über mehrere Wochen einzuhalten, zumal die meistens eher wenig Raum für den anderen Sport bieten, den ich so mache. Das läuft bei mir also ein bisschen nach Gefühl. Meine Tempoeinheiten sind durchaus geplant mit verschiedenen Tempi und Distanzen, aber wann und wie oft diese Einheiten stattfinden hängt ganz von Lust und Laune ab. In letzter Zeit war beispielsweise nicht viel mit Tempo. Aber das kommt auch mal wieder :).
Zur Zeit hab ich ein ziemlich festes Wochenpensum mit einem Minimum von 45km. Das schaffe ich auch meistens ganz gut. Sonst gibts gerade keinen Plan.
Motivation: Kein Scheiß: Ich hab oft keine Lust, zu laufen. Aber am Schönsten ist ohnehin das Gefühl, von einem Lauf zurück zu kommen, auf den man so gar keinen Bock hatte. An den meisten Tagen ist mir das bewusst und dann wird auch in tiefster Grummeligkeit eine Runde gedreht. Manchmal bleibts aber auch. Was die Tagesform nur noch weiter verschlechtert, weswegen der nächste Lauf dann garantiert stattfindet.
Sonstso: Mein motivationales Highlight der Woche war das kurze Gespräch mit meiner Lieblingskassiererin bei Kaufland. Dort geh ich oft nach dem Laufen noch in Sportzeug einkaufen und sie hatte mich im Winter auch schon auf die widrigen Witterungsumstände angesprochen. Jedenfalls war ich diesen Mittwoch einkaufen. Mal nicht im Sportzeug. Sie hat mich dann gleich drauf angesprochen und meinte, sie wäre dafür laufen gewesen am Morgen, jetzt da die Temperaturen wieder etwas freundlicher sind. Das hat mich gefreut. Denn ich bin zwar nicht in missionarischer Absicht unterwegs, aber dafür ziemlich überzeugt davon, dass es mir mit dem Laufen besser geht. Und es wäre doch nicht schlecht, wenn andere das auch erleben.
Mittwoch, April 03, 2013
#virld: Wer bin ich, warum laufe ich?
Da ich zum virtuellen Laufdings eingeladen wurde und ich mich zur Zeit nicht gerade mit Tonnen von Arbeit konfrontiert sehe, ergreife ich die Gelegenheit ein bisschen übers Laufen zu schreiben. Was das virtuelle Laufdings ist? Das erfahrt ihr hier. Vielleicht möchtet ihr auch teilnehmen? Das wäre großartig! :)
Schon die erste Frage in der Überschrift ist für mich nicht ohne Weiteres zu beantworten, also bitte ich um Verständnis, wenn der folgende Abschnitt lediglich ein Versuch bleibt, mehr ein Erhaschen-wollen als ein tatsächliches Erfassen.
Ich bin fast 25 und ich laufe jetzt seit ziemlich genau 5 Jahren regelmäßig. Damals lebte ich seit ungefähr einem Jahr in Leipzig, hatte die ersten beiden Semester hinter mir und im nachlassenden Stress fühlte sich das Leben merkwürdig hohl an und wenig befriedigend. Ich versprach mir vom Laufen ein Ziel, einen Sinn, ein Flow-Erlebnis wie ich es vom Schreiben kannte. Außerdem war ich ohnehin fast jeden Tag mehrere Kilometer zu Fuß unterwegs. Zur Psychohygiene. Weil es sich nirgends so gut nachdenken lässt (oder eben auch mal nicht denken lässt) wie in Bewegung mit ein bisschen Musik im Ohr. Also Laufschuhe besorgt und ab gings. Ich kann mich erinnern, dass der Anfang ziemlich frustrierend war. Mir ging es zu langsam. Viel zu langsam. Und das blieb auch noch eine ganze Weile so. Ich lernte nur, es zu ignorieren. Das Laufen hielt mich auf seltsame Art zusammen, auch wenn ich kein Training im eigentlichen Sinne betrieb, sondern einfach nur jeden zweiten Tag meine Schuhe schnürte und ein paar Runden im Park drehte.
Ernst wurde es erst in Wales. Das Meer, das Fehlen familiärer und sozialer Verpflichtungen, die Möglichkeit den Fokus neu zu setzen - mein Laufpensum explodierte. Inzwischen waren auf Steigerungsläufe, Bergsprints und Fahrtspiele mit von der Partie. Laufen fetze. Und vor allem beschäftigte es mich. Wenn ich abends nicht sicher war, ob ich mich aufraffen sollte, noch einmal in die Stadt zu gehen, drehte ich eine Runde auf Anglesey und stürzte mich danach ins Erasmustreiben.
Als ich aus Wales zurück kam und mitten in eine herbe post-Erasmus-Depression schlitterte (vom Herzsalat ganz zu schweigen) lief ich noch mehr, noch härter, noch länger. Ich hatte das Gefühl, dass mich allein das Laufen davon abhielt, verrückt zu werden. Wenn der Atem in den Lungen brannte und die Beine schwer waren wie Blei, dann gab es keine Gedanken, keine Gefühle, nur das Wissen, dass es noch 4 Kilometer bis nach Hause sind. Ich habe es dabei zugegebenermaßen ein bisschen übertrieben und bin auch schon mal in den Schmerz hineingelaufen... Aber: Alles geht vorbei. Irgendwann.
Heute bin ich der Meinung, dass mich auch anderes zusammen halten kann. Bouldern zum Beispiel oder die großartigen CityBootCamp Kurse oder Schwimmen. Ist alles dabei jetzt. Ich laufe immer noch viel, aber mit mehr Struktur (die 50min über 10km sollen nächstes Jahr fallen) und irgendwie auch ein bisschen entspannter. Ich probiere Dinge aus. In den Ferien Pilates und Kraftsport (wobei ich immer noch nicht sicher bin, ob so ein Fitnessstudio das richtige für mich ist...), ab nächster Woche Yoga und Rope-Skipping. Ich war immer sauschlecht im Seilspringen... aber vor kurzem haben wir das beim Bootcamp gemacht und es ging gar nicht so schlecht. Also ist das jetzt dran.
Schon die erste Frage in der Überschrift ist für mich nicht ohne Weiteres zu beantworten, also bitte ich um Verständnis, wenn der folgende Abschnitt lediglich ein Versuch bleibt, mehr ein Erhaschen-wollen als ein tatsächliches Erfassen.
Ich bin fast 25 und ich laufe jetzt seit ziemlich genau 5 Jahren regelmäßig. Damals lebte ich seit ungefähr einem Jahr in Leipzig, hatte die ersten beiden Semester hinter mir und im nachlassenden Stress fühlte sich das Leben merkwürdig hohl an und wenig befriedigend. Ich versprach mir vom Laufen ein Ziel, einen Sinn, ein Flow-Erlebnis wie ich es vom Schreiben kannte. Außerdem war ich ohnehin fast jeden Tag mehrere Kilometer zu Fuß unterwegs. Zur Psychohygiene. Weil es sich nirgends so gut nachdenken lässt (oder eben auch mal nicht denken lässt) wie in Bewegung mit ein bisschen Musik im Ohr. Also Laufschuhe besorgt und ab gings. Ich kann mich erinnern, dass der Anfang ziemlich frustrierend war. Mir ging es zu langsam. Viel zu langsam. Und das blieb auch noch eine ganze Weile so. Ich lernte nur, es zu ignorieren. Das Laufen hielt mich auf seltsame Art zusammen, auch wenn ich kein Training im eigentlichen Sinne betrieb, sondern einfach nur jeden zweiten Tag meine Schuhe schnürte und ein paar Runden im Park drehte.
Ernst wurde es erst in Wales. Das Meer, das Fehlen familiärer und sozialer Verpflichtungen, die Möglichkeit den Fokus neu zu setzen - mein Laufpensum explodierte. Inzwischen waren auf Steigerungsläufe, Bergsprints und Fahrtspiele mit von der Partie. Laufen fetze. Und vor allem beschäftigte es mich. Wenn ich abends nicht sicher war, ob ich mich aufraffen sollte, noch einmal in die Stadt zu gehen, drehte ich eine Runde auf Anglesey und stürzte mich danach ins Erasmustreiben.
Als ich aus Wales zurück kam und mitten in eine herbe post-Erasmus-Depression schlitterte (vom Herzsalat ganz zu schweigen) lief ich noch mehr, noch härter, noch länger. Ich hatte das Gefühl, dass mich allein das Laufen davon abhielt, verrückt zu werden. Wenn der Atem in den Lungen brannte und die Beine schwer waren wie Blei, dann gab es keine Gedanken, keine Gefühle, nur das Wissen, dass es noch 4 Kilometer bis nach Hause sind. Ich habe es dabei zugegebenermaßen ein bisschen übertrieben und bin auch schon mal in den Schmerz hineingelaufen... Aber: Alles geht vorbei. Irgendwann.
Heute bin ich der Meinung, dass mich auch anderes zusammen halten kann. Bouldern zum Beispiel oder die großartigen CityBootCamp Kurse oder Schwimmen. Ist alles dabei jetzt. Ich laufe immer noch viel, aber mit mehr Struktur (die 50min über 10km sollen nächstes Jahr fallen) und irgendwie auch ein bisschen entspannter. Ich probiere Dinge aus. In den Ferien Pilates und Kraftsport (wobei ich immer noch nicht sicher bin, ob so ein Fitnessstudio das richtige für mich ist...), ab nächster Woche Yoga und Rope-Skipping. Ich war immer sauschlecht im Seilspringen... aber vor kurzem haben wir das beim Bootcamp gemacht und es ging gar nicht so schlecht. Also ist das jetzt dran.
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