Du hast zwei Schuhe und doch kein Paar. So wie wir beide auch zwei sind. Zwei. Dabei könnte es das doch sein: Deine Haut klebt von der Mischung aus Salz, Sonnenmilch und Schweiß und schimmert golden in der Nachmittagssonne. Was denkst du?
Dass wir beide nicht tanzen können ist nicht von Belang, denn auf dem heißen Asphalt geht das fast von allein.
Es zieht uns fort, dieses Leben, zieht uns mit sich - dich gen Süden und mich weit, weit Richtung Nordwest... wer aber wird zurückkommen, um die Gräber unserer Eltern zu pflegen?
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Montag, Juli 07, 2014
Dienstag, August 27, 2013
In Etne angekommen
Ich komme aus einer unheimlich flachen Gegend eines flachen Landes. Je länger ich mir die Landschaft hier anschaue, desto unnatürlicher kommt es mir vor, dass in Mitteldeutschland alles so hübsch eben ist. Aber von vorn:
Seit gestern bin ich endlich in Norwegen. Das Umsteigen in Kopenhagen und Oslo klappte problemlos und auch der Zoll interessierte sich nicht für meinen Koffer. Schon vom Flugzeugfenster aus blickte ich ungläubig auf unzählige Seen und Fjorde hinab, die im schönsten Spätsommersonnenschein unter mir dahin zogen. Als ich dann in Haugesund ankam - das übrigens tatsächlich ziemlich klein ist, aber mit einer erstaunlichen Anzahl an Supermärkten aufwarten kann -, rollte ich mein Gepäck erstmal bis zum nächsten Rimi, um das Abendbrot zu sichern. Käse, Kartoffelpfannkuchen, Haferflocken, Bananen und Erdnussbutter wanderten in meinen ohnehin schon schweren Koffer und dann saß ich noch eine Stunde in der Sonne am Busbahnhof.
Und dann Etne. Mein Wohnheim finde ich nach der Beschreibung meines Vermieters (Rune heißt er) problemlos und als ich mein Gepäck auf die Treppe zurolle, steigt er auch schon aus dem Auto, um es hinauf zu wuchten und mir das Haus zu zeigen. Es stellt sich heraus, dass ich nicht einfach nur ein Zimmer miete, sondern viel mehr ein kleines Studio komplett mit Herd, Kühlschrank, Spüle, Bad, Fernseher und allem drum und dran. Zugegeben: Viel Platz ist hier drin nicht unbedingt, aber dafür hat das Haus eine große Veranda und ein Bäcker, Rema1000 und Coop sind direkt in der Nähe.
Nachdem ich gestern Abend nur noch Koffer ausgepackt habe und ins Bett gefallen bin, stand heute eine kleine Ortsbesichtigung an. Nach einem kurzen Blick auf die Karte des Den Norske Turisforening, beschloss ich den postvegen zu suchen, da dieser Richtung Skanevik führt, gute Aussicht verspricht und sich vielleicht sogar als Laufstrecke eignen könnte. Obwohl ich das Schild mit der Aufschrit postvegen fand, habe ich den Weg wahrscheinlich doch nicht gefunden, zumindest war das Stückchen, was ich entlangging nicht zum laufen geeignet, da spätestens der abschüssige Rückweg meine Knie killen würde. Da meine Postwegexpedition aber verfrüht nach einem knappen Kilometer schon beendet war, schlug ich unten am Fuß des Hügels dann noch den Südostweg ein (Straßennamen gibt es hier nicht). Der führte mich am Rand einer schmalen, kaum befahrenen Straße zur Abzweigung zur Etne Planteskole. Überall frisch gemähtes Gras und Schafe und dann ein kleines Waldstück, aus dem Kinderlachen dringt. Sollte das die Planteskole sein? Eine Baumschule oder sowas kann ich jedenfalls nicht entdecken. Nachdem auch diese Straße in einer Sackgasse endet (vielleicht auch nur für mein ungeübtes Auge, aber ich sehe keinen Weg zurück in den Ort zu kommen ohne über diverse Weiden zu laufen oder umzudrehen), beschließe ich, wieder heim zu gehen und noch kurz einzukaufen.
So ein leerer Kühlschrank sieht ja schon ein bisschen traurig aus und als ich aus coop komme, habe ich allerhand gekauft, aber nicht das, was ich unbedingt brauche: Salz. Also werde ich gleich noch zu Rema1000 springen. Dann kann ich auch gleich einen kurzen Preisvergleich durchführen. Obwohl man ja vielleicht lieber bei der Kooperative kaufen sollte? Mal sehen, wie es wird.
Der Rundgang durchs Dorf(?) war auf jeden Fall interessant. Vor der kleinen erste Hilfe Station steht neben einem Krankenwagen auch eine Rotkreuzschneeraupe; die Straßen kommen hier größtenteils ohne Fußweg und Straßenlaternen aus, was aber offenbar kein Hindernis ist, dort einen Spaziergang mit Kinderwagen zu machen; ich habe bereits den ersten Skilift erspäht und landschaftlich erinnert mich das hier alles ein bisschen an Tirol. Etne liegt quasi im Tal und ringsherum sind Berge (oder ist das Fjell?). Den Wintereinbruch kann und will ich mir ehrlich gesagt noch gar nicht vorstellen. Aber kommen wird es ja doch :)
Das mit dem Grüßen hab ich noch nicht ganz raus. Da der Ort nicht besonders groß ist, bin ich davon ausgegangen, dass es nicht verkehrt wäre, die Menschen auf der Straße zu grüßen. Allerdings schaute mich mein erstes Versuchsobjekt so befremdet an, dass ich wirklich verunsichert war. Die beiden Frauen, denen ich noch begegnete grüßten allerdings ganz freundlich zurück. Ist also vielleicht mehr ein Frauending ^^.
Jetzt war grad der Elektriker da, weil die Fußbodenheizung in meinem Bad nicht ging und später werde ich mal meinen Mentor anrufen, damit der mit morgen die Schule zeigen kann. Oder so.
Seit gestern bin ich endlich in Norwegen. Das Umsteigen in Kopenhagen und Oslo klappte problemlos und auch der Zoll interessierte sich nicht für meinen Koffer. Schon vom Flugzeugfenster aus blickte ich ungläubig auf unzählige Seen und Fjorde hinab, die im schönsten Spätsommersonnenschein unter mir dahin zogen. Als ich dann in Haugesund ankam - das übrigens tatsächlich ziemlich klein ist, aber mit einer erstaunlichen Anzahl an Supermärkten aufwarten kann -, rollte ich mein Gepäck erstmal bis zum nächsten Rimi, um das Abendbrot zu sichern. Käse, Kartoffelpfannkuchen, Haferflocken, Bananen und Erdnussbutter wanderten in meinen ohnehin schon schweren Koffer und dann saß ich noch eine Stunde in der Sonne am Busbahnhof.
Und dann Etne. Mein Wohnheim finde ich nach der Beschreibung meines Vermieters (Rune heißt er) problemlos und als ich mein Gepäck auf die Treppe zurolle, steigt er auch schon aus dem Auto, um es hinauf zu wuchten und mir das Haus zu zeigen. Es stellt sich heraus, dass ich nicht einfach nur ein Zimmer miete, sondern viel mehr ein kleines Studio komplett mit Herd, Kühlschrank, Spüle, Bad, Fernseher und allem drum und dran. Zugegeben: Viel Platz ist hier drin nicht unbedingt, aber dafür hat das Haus eine große Veranda und ein Bäcker, Rema1000 und Coop sind direkt in der Nähe.
Nachdem ich gestern Abend nur noch Koffer ausgepackt habe und ins Bett gefallen bin, stand heute eine kleine Ortsbesichtigung an. Nach einem kurzen Blick auf die Karte des Den Norske Turisforening, beschloss ich den postvegen zu suchen, da dieser Richtung Skanevik führt, gute Aussicht verspricht und sich vielleicht sogar als Laufstrecke eignen könnte. Obwohl ich das Schild mit der Aufschrit postvegen fand, habe ich den Weg wahrscheinlich doch nicht gefunden, zumindest war das Stückchen, was ich entlangging nicht zum laufen geeignet, da spätestens der abschüssige Rückweg meine Knie killen würde. Da meine Postwegexpedition aber verfrüht nach einem knappen Kilometer schon beendet war, schlug ich unten am Fuß des Hügels dann noch den Südostweg ein (Straßennamen gibt es hier nicht). Der führte mich am Rand einer schmalen, kaum befahrenen Straße zur Abzweigung zur Etne Planteskole. Überall frisch gemähtes Gras und Schafe und dann ein kleines Waldstück, aus dem Kinderlachen dringt. Sollte das die Planteskole sein? Eine Baumschule oder sowas kann ich jedenfalls nicht entdecken. Nachdem auch diese Straße in einer Sackgasse endet (vielleicht auch nur für mein ungeübtes Auge, aber ich sehe keinen Weg zurück in den Ort zu kommen ohne über diverse Weiden zu laufen oder umzudrehen), beschließe ich, wieder heim zu gehen und noch kurz einzukaufen.
So ein leerer Kühlschrank sieht ja schon ein bisschen traurig aus und als ich aus coop komme, habe ich allerhand gekauft, aber nicht das, was ich unbedingt brauche: Salz. Also werde ich gleich noch zu Rema1000 springen. Dann kann ich auch gleich einen kurzen Preisvergleich durchführen. Obwohl man ja vielleicht lieber bei der Kooperative kaufen sollte? Mal sehen, wie es wird.
Der Rundgang durchs Dorf(?) war auf jeden Fall interessant. Vor der kleinen erste Hilfe Station steht neben einem Krankenwagen auch eine Rotkreuzschneeraupe; die Straßen kommen hier größtenteils ohne Fußweg und Straßenlaternen aus, was aber offenbar kein Hindernis ist, dort einen Spaziergang mit Kinderwagen zu machen; ich habe bereits den ersten Skilift erspäht und landschaftlich erinnert mich das hier alles ein bisschen an Tirol. Etne liegt quasi im Tal und ringsherum sind Berge (oder ist das Fjell?). Den Wintereinbruch kann und will ich mir ehrlich gesagt noch gar nicht vorstellen. Aber kommen wird es ja doch :)
Das mit dem Grüßen hab ich noch nicht ganz raus. Da der Ort nicht besonders groß ist, bin ich davon ausgegangen, dass es nicht verkehrt wäre, die Menschen auf der Straße zu grüßen. Allerdings schaute mich mein erstes Versuchsobjekt so befremdet an, dass ich wirklich verunsichert war. Die beiden Frauen, denen ich noch begegnete grüßten allerdings ganz freundlich zurück. Ist also vielleicht mehr ein Frauending ^^.
Jetzt war grad der Elektriker da, weil die Fußbodenheizung in meinem Bad nicht ging und später werde ich mal meinen Mentor anrufen, damit der mit morgen die Schule zeigen kann. Oder so.
Dienstag, Juni 18, 2013
Für wen?
Für wen hebst du den Rest deines Lebens auf? Und wer sagt dir, wie lang er ist, dieser Rest? Dich zu lieben ist nicht einfach. Das ist ernst, aber nicht schlimm. Ich schmeiß die Beatmaschine an und greif die Gitarre, unter uns wird der Asphalt Heizdecke und es riecht nach Bier und Wildrosen.Du sagst "Morgen müssen wir an den See" und wir schauen uns lange an, bevor wir durch die Nacht taumeln und über den Freibadzaun klettern - das hier ist es. Für wen hebst du den Rest deines Lebens auf?
Es ist wie wenn man mit jemandem Zelten geht und tagelang aufeinanderhockt. Man ist froh, wenn man wieder zu Hause ist und endlich wieder allein und nur mit sich. Aber wenn es Abend wird und die Grillen wieder ihr Liedchen anstimmen, dann fehlt da jemand, der auch die Hand ausstreckt zu den Sternen.
Es ist wie wenn man mit jemandem Zelten geht und tagelang aufeinanderhockt. Man ist froh, wenn man wieder zu Hause ist und endlich wieder allein und nur mit sich. Aber wenn es Abend wird und die Grillen wieder ihr Liedchen anstimmen, dann fehlt da jemand, der auch die Hand ausstreckt zu den Sternen.
Mittwoch, Mai 15, 2013
Die Freibadsaison ist eröffnet!
Ich habe mich entschlossen, ein glückliches arbeitsloses Leben zu führen. Schließlich ist Sommer. Kann mir ja im Grunde egal sein, wenn ich fürs Nichtstun bezahlt werde. Mit dieser neuen Perspektive geht es mir erstaunlich gut. Die Parks sind mein, ich lese viel, ich versuche (Sportverbort sei Dank! *grr*) nicht so viel zu laufen und stattdessen mehr zu schwimmen und ich koche großartige Dinge. Prompt sah ich heute meine "Chefin" im Park. Sie war mit Nordic-Walking-Stöcken unterwegs und ich habe mit Andi Einbeinkniebeuge gemacht, worüber meiner Ärztin vermutlich den Kopf geschüttelt hätte. Aber noch weiß man nicht genaues. Ich hab jetzt zwar ne hübsche CD mit Detailaufnahmen meiner Lendenwirbelsäule, bin aber kein Stück schlauer.
Nur eines ist mir aufgefallen: Vor dem MRT wurden mir ein paar Fragen bezüglich der Schmerzen und meiner Krankengeschichte gestellt. Keine davon war offenbar für meine Hausärztin von Belang gewesen. Nicht, ob ich gestürzt war, schwer gehoben hatte, die Schmerzen sich verschlechterten - nein. Sie hatte mich quasi nur durch ihr Behandlungszimmer zum MRT durchgewinkt. Nun ja. Hab ich das auch mal gesehen.
Ich trage mich mit dem Gedanken, morgen die Freibadsaison einzuläuten und gleich morgens im Schreberbad auf der Matte zu stehen... aber das wird wohl das Wetter morgen entscheiden.
--
Notiz an das zukünftige Ich: Mit 25 ist eines meiner Hauptanliegen an meine Zukunft, bitte auch mit 60 noch ein aktives Sexleben zu haben. (Ja, ja und Weltfrieden!)
--
Ich starb einen Juli lang. Jeden Tag. Bei jedem Sonnenaufgang und mit jedem Schritt, immer wenn ich die Vorspultaste drückte und seltsam verwirrt auf Buchseiten starrte. Ich starb einen Juli lang. Wählte eine Telefonnummer und wusste nicht, was zu sagen. Es war ein unheimlich langer Monat. Mit brennenden Füßen auf heißem Asphalt, mit Erdbeerblut an den Händen... und jeden Abend setzte mein Herz aus, hielt mein Atem an, wollte all mein Sein Nichtsein werden. Ich starb einen Juli lang. Und überlebte doch. Man müsste meinen, ich hätte gelernt, es zu nehmen, wie es kommt. Denn es kommt wieder und wieder. Aber es stirbt sich nicht leise.
Im Juli aber soll man ausziehen in die Hitze der Nacht, soll dem Leichtsinn die Hand reichen und nackt durch Seen schwimmen, man soll auf Bordsteinen sitzen und das Leben bewundern und den küssen, der da ist, im Juli. Ohne Hintergedanken. Einen Juli lang.
Nur eines ist mir aufgefallen: Vor dem MRT wurden mir ein paar Fragen bezüglich der Schmerzen und meiner Krankengeschichte gestellt. Keine davon war offenbar für meine Hausärztin von Belang gewesen. Nicht, ob ich gestürzt war, schwer gehoben hatte, die Schmerzen sich verschlechterten - nein. Sie hatte mich quasi nur durch ihr Behandlungszimmer zum MRT durchgewinkt. Nun ja. Hab ich das auch mal gesehen.
Ich trage mich mit dem Gedanken, morgen die Freibadsaison einzuläuten und gleich morgens im Schreberbad auf der Matte zu stehen... aber das wird wohl das Wetter morgen entscheiden.
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Notiz an das zukünftige Ich: Mit 25 ist eines meiner Hauptanliegen an meine Zukunft, bitte auch mit 60 noch ein aktives Sexleben zu haben. (Ja, ja und Weltfrieden!)
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Ich starb einen Juli lang. Jeden Tag. Bei jedem Sonnenaufgang und mit jedem Schritt, immer wenn ich die Vorspultaste drückte und seltsam verwirrt auf Buchseiten starrte. Ich starb einen Juli lang. Wählte eine Telefonnummer und wusste nicht, was zu sagen. Es war ein unheimlich langer Monat. Mit brennenden Füßen auf heißem Asphalt, mit Erdbeerblut an den Händen... und jeden Abend setzte mein Herz aus, hielt mein Atem an, wollte all mein Sein Nichtsein werden. Ich starb einen Juli lang. Und überlebte doch. Man müsste meinen, ich hätte gelernt, es zu nehmen, wie es kommt. Denn es kommt wieder und wieder. Aber es stirbt sich nicht leise.
Im Juli aber soll man ausziehen in die Hitze der Nacht, soll dem Leichtsinn die Hand reichen und nackt durch Seen schwimmen, man soll auf Bordsteinen sitzen und das Leben bewundern und den küssen, der da ist, im Juli. Ohne Hintergedanken. Einen Juli lang.
Dienstag, Mai 07, 2013
Es sind die kleinen Dinge.
Ob das Leben nun sinnlos ist oder nicht - gestern war hier der schönste Sonnenschein und als ich mit noch nassen Haaren vor der Schwimmhalle saß und in den blauen Himmel schaute, erwischte ich einen seltenen Moment. An mir liefen zwei Jungs vorbei, die offenbar im Parkteich angeln wollten. Sie hatten lange Hosen an. Da freute ich mich, ganz alleine entscheiden zu können, wann kurze-Hosen-Zeit beginnt. Ich war gewissermaßen für den Moment ganz und gar vom Reiz des Erwachsenseins überzeugt. Das passiert mir in der Form nicht oft.
Und ihr so? Auch schon in kurzen Hosen?
Und ihr so? Auch schon in kurzen Hosen?
Samstag, April 06, 2013
Es ist Sommer. Und sinnlos.
Draußen liegt noch ein letzter Rest klumpiger Schnee auf den Dächern, aber... ich habe ein Lied ausgesucht und meine Hand in deine Hosentasche geschoben, ich habe Vogelgezwitscher im Ohr und dieses "Gleich passiert's" Gefühl. Und du lachst.
Manchmal befürchte ich, dass wir schuld sind. An der Erderwärmung.
Manchmal befürchte ich, dass wir schuld sind. An der Erderwärmung.
Montag, Februar 04, 2013
Will I ever grow wise?
Do you remember how we wanted to study medicine, you and me? We had a thing for lost causes, for hoping against hope, for crescendos and doing everything in our power to make something happen... We were our own personal superheroes. It was a thing. Our lives were raw and unrestrained and full of fear and joy and giddiness and sometimes nausea. From wanting too much. We subtitled our days in the desperate attempt to make everybody feel this. This. The rush. The wonder and amazement. The pain cutting right down to the bone. We got up in the mornings and we got drunk in the nights, if not on alcohol then on love, the craving for more aching in the backs of our throats. We wanted to study medicine or become rockstars or die really young. We wanted something.
Six years have passed and though I cannot speak for you, I seem to be just as desperate and hungry and full of illusions as I was back then. I cannot imagine that my heartbeat will be drowned out by a white noise. I still believe in forever and that I can make this world stop. I still love the way you used to. You know, the kind of love that makes for graffitis on the walls of your room and songs written in the dead of night. The kind of love that makes you dizzy with fear and recklessly brave. It's the kind of love you are certain nobody else has ever experienced. Gosh, how often we died on platforms faced with leaving trains! ... I heard, you're living the dream with the girl we went all crazy about. I hope it's true. You know how we spoke about marriage, back when it was a far-away concept? When we were so sure that once we could make someone understand, it would last 'til we died? Well, it seems I got married. And you seem to be in there for life as well. So you might want to think about doing her the honour and give her an opportunity to wear an absolutely stunning white dress, obsess over guestlists and cakes and family and make it official. I'm sure, you could pull it off. Because you might not see it, but you are the goddamn prince. All shiny and heroic, with the pathos and the pain. And I wish you all the best.
Six years have passed and though I cannot speak for you, I seem to be just as desperate and hungry and full of illusions as I was back then. I cannot imagine that my heartbeat will be drowned out by a white noise. I still believe in forever and that I can make this world stop. I still love the way you used to. You know, the kind of love that makes for graffitis on the walls of your room and songs written in the dead of night. The kind of love that makes you dizzy with fear and recklessly brave. It's the kind of love you are certain nobody else has ever experienced. Gosh, how often we died on platforms faced with leaving trains! ... I heard, you're living the dream with the girl we went all crazy about. I hope it's true. You know how we spoke about marriage, back when it was a far-away concept? When we were so sure that once we could make someone understand, it would last 'til we died? Well, it seems I got married. And you seem to be in there for life as well. So you might want to think about doing her the honour and give her an opportunity to wear an absolutely stunning white dress, obsess over guestlists and cakes and family and make it official. I'm sure, you could pull it off. Because you might not see it, but you are the goddamn prince. All shiny and heroic, with the pathos and the pain. And I wish you all the best.
Mittwoch, Januar 30, 2013
Ich wünschte, es könnte immer so sein
Heute war ein grauer Tag. Einer mit nassen Füßen, der dir beim Fahrradfahren die Hose an die Beine klebt mit dem Regen. Und die 90 Minuten im Seminar reichen nicht, um zu trocknen. Es war ein Tag mit vollgesogenen Fahrradsatteln und seenartigen Pfützen, wo gestern noch letztes Weiß schimmerte. Und trotz bleigrauem Himmel, trotz Fluten und Wind - die Stadt spielte Frühling! Ich wünschte, es könnte immer so sein. Nicht das Wetter. Das erneute Verblüfftsein. Plusgrade! Weiche Luft! Ich wusste gar nicht, dass mir das so gefehlt hat!
Der Schnee und der Frost und das Schlittern nehmen mich jeden Winter für sich ein und ich hole den Schlitten, warte auf ersten Schneemann-Schnee und bezuckerte Bäume. Und es macht mich froh. Dieses Frösteln, das Eisige, das um die Häuser streicht. Aber wenn dann die ersten warmen Tage kommen, das Tauwetter und der Matsch und wenn die Luft nicht mehr klirrt... dann ist es, als würde ich erneut meine Augen öffnen für diese Welt und mein Herz klopft vor Atemlosigkeit. Dann geht alles durch mich hindurch und ich kann alles fühlen. Alles. Ein Julikind kommt heim.
Der Schnee und der Frost und das Schlittern nehmen mich jeden Winter für sich ein und ich hole den Schlitten, warte auf ersten Schneemann-Schnee und bezuckerte Bäume. Und es macht mich froh. Dieses Frösteln, das Eisige, das um die Häuser streicht. Aber wenn dann die ersten warmen Tage kommen, das Tauwetter und der Matsch und wenn die Luft nicht mehr klirrt... dann ist es, als würde ich erneut meine Augen öffnen für diese Welt und mein Herz klopft vor Atemlosigkeit. Dann geht alles durch mich hindurch und ich kann alles fühlen. Alles. Ein Julikind kommt heim.
Freitag, September 21, 2012
Change course now
I've been around for some time now,
the summers came and went,
and every sunrise followed a sunset,
time flowed without being bent,
and every August there were hot nights,
every Sunday just empty streets,
and sometimes I heard your voice,
but you weren't there with me.
I got drunk under starry skies,
stayed sober with nothing to dream,
and we waited for the next chapter,
not knowing what this one could mean.
Maybe more drugs would be helpful
or a little more love for you,
or could you knock me unconscious,
I think that might as well do.
Please remind me again what we wanted
and how far we are from it now,
empty shells of a dream left behind
and our ships long run aground.
I've been around for some time now,
for empty summers and lonely space,
and the echoes are slowly fading
it's just days and nights and days.
And every autumn we try anew,
this time in a last attempt,
and if it doesn't work out at all,
we'll just say it came and went.
the summers came and went,
and every sunrise followed a sunset,
time flowed without being bent,
and every August there were hot nights,
every Sunday just empty streets,
and sometimes I heard your voice,
but you weren't there with me.
I got drunk under starry skies,
stayed sober with nothing to dream,
and we waited for the next chapter,
not knowing what this one could mean.
Maybe more drugs would be helpful
or a little more love for you,
or could you knock me unconscious,
I think that might as well do.
Please remind me again what we wanted
and how far we are from it now,
empty shells of a dream left behind
and our ships long run aground.
I've been around for some time now,
for empty summers and lonely space,
and the echoes are slowly fading
it's just days and nights and days.
And every autumn we try anew,
this time in a last attempt,
and if it doesn't work out at all,
we'll just say it came and went.
Montag, September 03, 2012
Es ist September - wir haben nicht genug getanzt.
Wir haben nicht genug geküsst im Juli, als es noch möglich war. Nicht oft genug wach gelegen in den viel zu kurzen Nächten. Wir haben nicht genug gelacht über uns und nicht genug getrunken, um davon schwindelig zu sein. Schon fast Herbst. Nur noch wenige Wochen, vielleicht nur ein paar Tage - nicht viel Zeit, um die Bilanz auszugleichen. Wir haben zu wenig gehofft im August. Zu wenig erwartet vom Leben, vom Sommer, von uns. Wir haben zu wenig getanzt, um das Leuchten wachzuhalten. Und nun? Ein letztes, verirrtes Glühwürmchen - aus den Urtiefen des Julis - flattert vorbei. Ein Herzschlag. Ein leises Lächeln. Also doch noch Sommer.
Donnerstag, Juni 07, 2012
"Denn wenn du sprichst, ist der Rest nur noch egal"
Es riecht in der ganzen Stadt nach Benzin. Wenn der Funke jetzt überspringt, steht alles in Flammen. Aber an Feuer glauben wir eigentlich nicht mehr. Das Einzige, was brennt, ist das Chlor in den Augen. Wir wälzen uns in feuchten Wiesen und schicken schon lange keine Nachrichten mehr über den wässrigen Himmel. Auf deinem T-Shirt steht "Kein Morgen", und leise, fast ohne dass wir es merken, ziehen auch Heute und Jetzt die Tür hinter sich ins Schloss.
Wir sind das hier. Denken wir zumindest. Wir zerstäuben Benzin zu feinem Nebel, weil es so gut riecht und weil die Zigarettem ohnehin alle sind. Die Pfützen schillern und wir warten auf den einen Funken, der das alles hier zum Inferno macht. Zünd mich an.
---
Es ist nicht zu erklären. Das ist der Punkt. Darum keine Posts hier. Keine Gedichte anderswo. Keine Lieder auf der Festplatte. Es ist nicht zu erklären. Zu wissen, dass alles kommt, was auch die letzten 24 Sommer versprochen haben. Unaufhaltsam und unverdient. Das Reißen im Brustkorb und die zittrigen Hände... unteilbar. Ich schlage es an die Wände und treffe nicht den Ton, renne durch die Straßen und finde nicht den Weg, ich kann es nicht begreiflich machen. Was dieses Gefühl ist und dass dies mein Antrieb ist, meine Aufgabe und mein Preis... Traurigkeit und Schönheit gehören zusammen. Und zu erkennen, dass vielleicht das hier schon das große Glück ist, ist eine einsame Angelegenheit.
Wir sind das hier. Denken wir zumindest. Wir zerstäuben Benzin zu feinem Nebel, weil es so gut riecht und weil die Zigarettem ohnehin alle sind. Die Pfützen schillern und wir warten auf den einen Funken, der das alles hier zum Inferno macht. Zünd mich an.
---
Es ist nicht zu erklären. Das ist der Punkt. Darum keine Posts hier. Keine Gedichte anderswo. Keine Lieder auf der Festplatte. Es ist nicht zu erklären. Zu wissen, dass alles kommt, was auch die letzten 24 Sommer versprochen haben. Unaufhaltsam und unverdient. Das Reißen im Brustkorb und die zittrigen Hände... unteilbar. Ich schlage es an die Wände und treffe nicht den Ton, renne durch die Straßen und finde nicht den Weg, ich kann es nicht begreiflich machen. Was dieses Gefühl ist und dass dies mein Antrieb ist, meine Aufgabe und mein Preis... Traurigkeit und Schönheit gehören zusammen. Und zu erkennen, dass vielleicht das hier schon das große Glück ist, ist eine einsame Angelegenheit.
Samstag, August 27, 2011
And then - this.
The last weeks have been a time of high commotion for me: Searching for a flat again, moving in, doing most of Amsterdam's museums in 5 days, visiting home for 40 minutes to say that I am still alive, boarding a train to South Tyrol with a racing heart and a lunatic smile, taking the greatest pleasure in silly conversations and a few days later standing on Bergamo airport again, Verona's stuffy heat already foreshadowing - and it is there that I forget all the things I thought I knew. It is there that all my thinking, my revelations and triumphs over myself are no longer valid. But I shrug it off and think "Anyway.".
Italy has been one of the greatest trips ever. We stayed at Laura's parents' house, driving around from there to Verona, Lake Garda, Cles, making an impression we came to be proud of. Getting soaked by the sprinklers of the hostel in Verona, people labeled us as being crazy and we threw them blank looks, because clearly they were crazy, staying dry in this unbearable heat! After the first water fight was held with water bottles, we upgraded to water pistols, heightening the craziness in Cles, but in an outburst of sensibility left the vineyard without splashing about.
Now I am back in Leipzig, thinking that a week is far too short. While my clothes are still dirty I already plan going to Innsbruck in a few weeks which is still unbelievable for me. Unbelievable. That the past weeks should culminate into this. I think I might be at a loss of words for now.
Italy has been one of the greatest trips ever. We stayed at Laura's parents' house, driving around from there to Verona, Lake Garda, Cles, making an impression we came to be proud of. Getting soaked by the sprinklers of the hostel in Verona, people labeled us as being crazy and we threw them blank looks, because clearly they were crazy, staying dry in this unbearable heat! After the first water fight was held with water bottles, we upgraded to water pistols, heightening the craziness in Cles, but in an outburst of sensibility left the vineyard without splashing about.
Now I am back in Leipzig, thinking that a week is far too short. While my clothes are still dirty I already plan going to Innsbruck in a few weeks which is still unbelievable for me. Unbelievable. That the past weeks should culminate into this. I think I might be at a loss of words for now.
Mittwoch, August 03, 2011
Ging auch so
Auch ohne Martini und Zigaretten, nur mit Gitarre und ein bisschen dringend benötigter, stickiger Hitze im Auto. Die ersten Kisten stehen im neuen Zimmer, der Schlüssel klimpert fröhlich in meiner Hosentasche und es ist vielleicht zum ersten Mal in diesem Sommer so richtig gut. Das Gefühl ist wichtig. Wir werden ein Märchen erzählen. Ein modernes. Wir? Also gut. Ich werde es erzählen, erzähle es schon seit einer Weile.
Ist es manchmal verrückt, wie Dinge funktionieren? Es hat was geklickt. Und ich glaub, das klappt. Das geht. Nee, echt. Ha! Es ist so seltsam, wenn Dinge passieren, von denen man so lange, so unglaublich lange immer nur gehört hat.
Dinge passieren. Gute. Details später. Mein Herz tanzt.
Ist es manchmal verrückt, wie Dinge funktionieren? Es hat was geklickt. Und ich glaub, das klappt. Das geht. Nee, echt. Ha! Es ist so seltsam, wenn Dinge passieren, von denen man so lange, so unglaublich lange immer nur gehört hat.
Dinge passieren. Gute. Details später. Mein Herz tanzt.
Alles ist jetzt
Hatt ich vergessen. Hätte mir einiges erspart. Aber das Leben ist eben keine Serie von Ersparnissen. Dieser Tag verlangt nach Martini - vielleicht nach Schnaps - und Gitarren und Zigaretten. Ich schau mal, obs auch ohne geht. Werde mich bemühen.
Das Gute daran, dass alles jetzt ist, ist, dass man eigentlich nichts verpassen kann. Cheers to that.
Das Gute daran, dass alles jetzt ist, ist, dass man eigentlich nichts verpassen kann. Cheers to that.
Dienstag, August 02, 2011
So I can stay king in my world.
Ich habe nunmehr eine Wohnung, große Ambitionen für das kommende Semester, Grauen vor BiWi und die vage Hoffnung, dass auch das vorbei geht. Spiele Lieder, die ich Anfang des Jahres geschrieben habe und denke, dass ich vielleicht wieder da bin jetzt. In diesem Irrsinn. "Wise men never fall in love" - immer noch keine Weisheit für mich und wahrscheinlich nie. Nur das große Glück für das ich ja geblieben bin. Das große Glück für wenige Augenblicke alles zu wissen, was es zu wissen gibt. Wünsche euch ähnliche Klarheit und auch einen Teil des großen Glücks.
Samstag, Juli 09, 2011
Wer es könnte
Wer es könnte
die Welt
hochwerfen
dass der Wind
hindurchfährt.
Hilde Domin
Heute wünschte ich, ich könnte es.
Du bist jetzt -
draußen vielleicht,
unter Bäumen
oder am Wasser,
in dem Singen,
das der Sommer ist -
glücklich.
Da merk ich, wie klein meine Welt ist grade. Wie unglaublich klein und dass ich Angst habe vor den Wänden, die näher kommen. Ich merke, ich möchte ertrinken und erkenne, ich muss mich ändern. Ich will mich vor fahrende Autos werfen und weiß, dass ich eigentlich nur sagen möchte: Du machst was falsch. Ich will ins Nichts und muss erfahren: Es gibt keinen Weg.
Ich bin hier. Ich sitze das aus. Kotze mich aus.
"Warum hast du nicht um mich
die Erde gelassen - sage?" - Else Lasker-Schüler
die Welt
hochwerfen
dass der Wind
hindurchfährt.
Hilde Domin
Heute wünschte ich, ich könnte es.
Du bist jetzt -
draußen vielleicht,
unter Bäumen
oder am Wasser,
in dem Singen,
das der Sommer ist -
glücklich.
Da merk ich, wie klein meine Welt ist grade. Wie unglaublich klein und dass ich Angst habe vor den Wänden, die näher kommen. Ich merke, ich möchte ertrinken und erkenne, ich muss mich ändern. Ich will mich vor fahrende Autos werfen und weiß, dass ich eigentlich nur sagen möchte: Du machst was falsch. Ich will ins Nichts und muss erfahren: Es gibt keinen Weg.
Ich bin hier. Ich sitze das aus. Kotze mich aus.
"Warum hast du nicht um mich
die Erde gelassen - sage?" - Else Lasker-Schüler
Montag, Mai 23, 2011
Es war noch nie so schön - 555. Post
Während hier auf dem Blog ein kleines Schnapszahljubiläum vorbeizieht, ziehe ich einen Strich unter alle Teenage-Angst, unter krampfende Hände und Wartespiele. Es war noch nie so schön. Auch hier. Auch jetzt. Vielleicht hatte ich das Grün vergessen, wenn die Sonne hinter den Linden steht, vielleicht habe ich nicht bedacht, wie sich die gelben Ziegel vor dem blassblau des Unendlichsommers machen, vielleicht habe ich verdrängt, welche Kraft aus Verzweiflung wachsen kann - aber ich habs gesehen in den letzten Tagen. Hab es wieder gesehen und kann nun fast verstehen, dass man das Wunderbare des Aussichtslosen nicht fassen kann ohne den Staub, den Backstein, die übergroße Stille. Aber ich habe rotes Wasser bestellt und weißes Rauschen, einen Kolibripulsschlag und Untertitel. Jetzt warte ich. Aufs Zurück. Morgen Zug, Flug, Zug und dann wieder Meer, nicht mehr Flüsse und wenig später wohl die letzten Takte Crescendo ohne Elbe und Martini. Aber ich weiß ja, wie es geht. So ein Herz ist kein Knicklicht, es brennt ja ohnehin. Es war noch nie so schön. "Ein Gefühl vom Sommer, das schon wehtut, beim an der Ampel stehen" - dass mein Brustkorb nicht mehr geschlossen existiert, ist nicht neu - und doch. Ich hatte vergessen, wie das brennt, da wo die Stimme sitzt und dass man nicht weiß, ob man lachen muss, oder aufschreien. Diese Bilder sind für die Ewigkeit und alles, was die nächsten Schläge bis zum Fortissimo bringen, ein Gewinn. Ein Geschenk. Es war noch nie so schön.
Mittwoch, Mai 04, 2011
Es ist doch so...
Der Boden unter meinen Füßen schlägt plötzlich Wellen und ich vermute, dass Bangor schon mal beginnt zum Abschied zu winken. Ich schiebe eine längerwerdende To-do-Liste vor mir her, schaue hinaus in die Sonne, tippe Liedzeilen in die Statusmeldungsbox von facebook, ohne Enter zu drücken und verliere Schritt für Schritt den Faden. Die Tage verschwimmen ineinander und ob etwas gestern, vorgestern oder heute war, ist kaum zu sagen. Mein Wecker macht inzwischen mit und sagt schon vor 9, dass es eins ist. Meine Post liegt immer noch im Briefkasten und wartet darauf, dass ich endlich mal wem Bescheid sage, der mir meinen Zahlencode ändern kann... Und ich weiß. Ich weiß, dass mancher darauf wartet, dass die Dinge, die da passieren, über die ich nur mittelbar im letzten Post schrieb, konkretisiert werden. Aber es gibt vermutlich noch gar nichts konkretes. Dass ich trotzdem darüber schreiben muss, dürfte einleuchten, schließlich muss Freude geteilt werden.
Sonntag, März 27, 2011
müdemüdemüde
Trotz Zeitumstellung. Und morgen muss ich wieder ganz früh raus. Aber ein bisschen zusammenfassen muss ich ja schon, was hier so passiert. Und? Was ist passiert? Es war St. Patrick's day. Erst wollte ich gar nichts trinken und dann konnte ich mich am Ende nicht mal mehr genau erinnern, wie ich in den Pub gekommen bin - nicht unbedingt mein schönster, vielleicht aber mein betrunkenster Abend hier. Ansonsten erhält hier doch langsam der Frühling Einzug. Die letzte Woche war wunderbar sonnig und verhältnismäßig warm, bis auf gestern. Gestern waren wir im Alton Towers Freizeitpark. Wenn ich die Augen schließe überschlage ich mich jetzt noch. Eine ganze Reihe wirklich guter Fahrgeschäfte haben die da stehen und wenn man sich in 2,5 s auf 100 km/h beschleunigen lässt, zittern die Hände plötzlich nicht mehr vor Kälte, sondern vor Adrenalin. Ein wahrer K.O.-Tag, von dem ich mich heute wohl noch nicht ganz erholt habe. Während ich also Frühling feiere, sind andere Erasmusmenschen schon wieder fern von hier und kriegen von all dem gar nichts mit. Ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen und frage 'wie kann man nur', denn ich weiß nur ich kann nicht, kann keine Beziehung zu Menschen aufbauen, die nicht hier sind. Auch nicht zu Kleidungsstücken, die nicht hier sind.
Heute habe ich das Zimmer gesaugt, die Stundenplanungen fertig gemacht und die Luftmatrazen aufgepustet, denn ab Dienstag heißt es: Besuchszeit! Erst kommt Christian und dann Kristin, Julia und Stephan. Wie die hier Platz finden weiß ich noch nicht ganz genau. Aber es wird schon gehen, muss ja.
So. Ich gähne. Und geh ins Bett. Bald mehr.
Heute habe ich das Zimmer gesaugt, die Stundenplanungen fertig gemacht und die Luftmatrazen aufgepustet, denn ab Dienstag heißt es: Besuchszeit! Erst kommt Christian und dann Kristin, Julia und Stephan. Wie die hier Platz finden weiß ich noch nicht ganz genau. Aber es wird schon gehen, muss ja.
So. Ich gähne. Und geh ins Bett. Bald mehr.
Freitag, August 27, 2010
Da. Weg. Da. Weg. Und wieder da.
Seit zwei Tagen bin ich aus der sengenden Hitze Roms wieder zurück und mein Körper ist noch ganz high von 36°C, schwimmen und Stadtrumgerenne. Dementsprechend ist mein Bauchgefühl noch ein bisschen durcheinander und ruft beim Anblick der verbleibenden 6 Ferienwochen: Weg, weg, weg! Ich versuche nicht darauf zu hören. Weil es Zeit wäre auch mal wieder für länger anzukommen. Aber im gleichen Moment wird mir klar, dass das jetzt wohl so schnell nicht wieder gehen wird. Zu sehr bin ich vom Gefühl des stets-Zuhause durchdrungen.
Rom war großartig. Für einen Augenblick erlaubte ich mir die fantastische Träumerei des Auswanderns. In diese Sonnenglut, diesen übergroßen Stadtsommer voller geschichtsträchtigem Staub und halbkaputten Häusern. Für mich war es eine willkommene Verlängerung des Hochsommers, eine Woche Unerreichbarkeit ohne Uhr und Handy. Der Palatin, das Forum, die vatikanischen Museen, die spanische Treppe, der Trevi-Brunnen, die vielen Gärten und die ausgestorbenen Seitengassen lediglich Zugabe, nur aufprojiziert auf die Leinwand aus heiß und leuchtend.
undwiederwegundwiederwegundwiederwegwegwegundwiederwegundwieder....
Rom war großartig. Für einen Augenblick erlaubte ich mir die fantastische Träumerei des Auswanderns. In diese Sonnenglut, diesen übergroßen Stadtsommer voller geschichtsträchtigem Staub und halbkaputten Häusern. Für mich war es eine willkommene Verlängerung des Hochsommers, eine Woche Unerreichbarkeit ohne Uhr und Handy. Der Palatin, das Forum, die vatikanischen Museen, die spanische Treppe, der Trevi-Brunnen, die vielen Gärten und die ausgestorbenen Seitengassen lediglich Zugabe, nur aufprojiziert auf die Leinwand aus heiß und leuchtend.
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