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Montag, Februar 11, 2013

Ystävänpäivä cards



Sending these cards today so they reach their destination in time for the 14th. And while we're dwelling on Valentine's day, it might be the perfect time for this Hemingway quote that I found:

"The most painful thing is losing yourself in the process of loving someone too much, and forgetting that you are special too."

Montag, Februar 04, 2013

Will I ever grow wise?

Do you remember how we wanted to study medicine, you and me? We had a thing for lost causes, for hoping against hope, for crescendos and doing everything in our power to make something happen... We were our own personal superheroes. It was a thing. Our lives were raw and unrestrained and full of fear and joy and giddiness and sometimes nausea. From wanting too much. We subtitled our days in the desperate attempt to make everybody feel this. This. The rush. The wonder and amazement. The pain cutting right down to the bone. We got up in the mornings and we got drunk in the nights, if not on alcohol then on love, the craving for more aching in the backs of our throats. We wanted to study medicine or become rockstars or die really young. We wanted something.

Six years have passed and though I cannot speak for you, I seem to be just as desperate and hungry and full of illusions as I was back then. I cannot imagine that my heartbeat will be drowned out by a white noise. I still believe in forever and that I can make this world stop. I still love the way you used to. You know, the kind of love that makes for graffitis on the walls of your room and songs written in the dead of night. The kind of love that makes you dizzy with fear and recklessly brave. It's the kind of love you are certain nobody else has ever experienced. Gosh, how often we died on platforms faced with leaving trains! ... I heard, you're living the dream with the girl we went all crazy about. I hope it's true. You know how we spoke about marriage, back when it was a far-away concept? When we were so sure that once we could make someone understand, it would last 'til we died? Well, it seems I got married. And you seem to be in there for life as well. So you might want to think about doing her the honour and give her an opportunity to wear an absolutely stunning white dress, obsess over guestlists and cakes and family and make it official. I'm sure, you could pull it off. Because you might not see it, but you are the goddamn prince. All shiny and heroic, with the pathos and the pain. And I wish you all the best.

Donnerstag, Oktober 04, 2012

Alles hat seine Ordnung

Es ist schon witzig manchmal. Ich habe jemanden gefunden - durch Zufall -, der es versteht. Dass ich zwar nicht darüber sprechen möchte, aber fünf Abende die Woche bespielt werden muss. Mein ganz eigenes Integrationsprogramm, jetzt wo ich nach der Arbeit nichts mit mir anzufangen weiß, wo schlichtes miteinander Trumpf ist. Jedes Thema ist neu, alles muss "zurück" erobert werden. Ich nehme mir ein letztes erstes Semester.

Sonntag, Juni 19, 2011

Und dann? - Weiß ich nicht mehr....

Man lacht. Man kennt sich ja aus. Hatte es nur vergessen für den Moment. Aber jetzt ist das bestellte Wort vorbeigerauscht und nun schau ich mich ratlos suchend um: Hier sind gar keine Flüsse. Und ich frag mich, wie ihr das hinbekommen habt damals. Wie ihr es geschafft habt, still zu halten für so viel länger. Ich hab euch zugesehen und jetzt - Jahre später - stellt sich heraus, ich habe rein gar nichts von euch gelernt. Sah nicht so schwierig aus von außen, das mit der Deeskalation. Das Schwert des Unabänderlichen hängt immer noch so da, aber wenn man hochspringt und sich daran hängt, verblutet man vielleicht und stirbt nicht vor Angst. Ich versteh jetzt Dinge. Nicht die wichtigen. Aber andere als noch gestern.
Ich lache. Ich kenn mich ja aus. Flüsse oder nicht. Aber dass man zweimal im Leben so dumm sein kann, ist schon beachtlich.

Sonntag, März 27, 2011

müdemüdemüde

Trotz Zeitumstellung. Und morgen muss ich wieder ganz früh raus. Aber ein bisschen zusammenfassen muss ich ja schon, was hier so passiert. Und? Was ist passiert? Es war St. Patrick's day. Erst wollte ich gar nichts trinken und dann konnte ich mich am Ende nicht mal mehr genau erinnern, wie ich in den Pub gekommen bin - nicht unbedingt mein schönster, vielleicht aber mein betrunkenster Abend hier. Ansonsten erhält hier doch langsam der Frühling Einzug. Die letzte Woche war wunderbar sonnig und verhältnismäßig warm, bis auf gestern. Gestern waren wir im Alton Towers Freizeitpark. Wenn ich die Augen schließe überschlage ich mich jetzt noch. Eine ganze Reihe wirklich guter Fahrgeschäfte haben die da stehen und wenn man sich in 2,5 s auf 100 km/h beschleunigen lässt, zittern die Hände plötzlich nicht mehr vor Kälte, sondern vor Adrenalin. Ein wahrer K.O.-Tag, von dem ich mich heute wohl noch nicht ganz erholt habe. Während ich also Frühling feiere, sind andere Erasmusmenschen schon wieder fern von hier und kriegen von all dem gar nichts mit. Ich schlage die Hände über dem Kopf zusammen und frage 'wie kann man nur', denn ich weiß nur ich kann nicht, kann keine Beziehung zu Menschen aufbauen, die nicht hier sind. Auch nicht zu Kleidungsstücken, die nicht hier sind.
Heute habe ich das Zimmer gesaugt, die Stundenplanungen fertig gemacht und die Luftmatrazen aufgepustet, denn ab Dienstag heißt es: Besuchszeit! Erst kommt Christian und dann Kristin, Julia und Stephan. Wie die hier Platz finden weiß ich noch nicht ganz genau. Aber es wird schon gehen, muss ja.
So. Ich gähne. Und geh ins Bett. Bald mehr.

Dienstag, Februar 01, 2011

Und immer denk ich: Morgen.

Morgen, da schreib ich was. Morgen erzähl ich von dem, was hier so geht. Morgen, morgen, morgen. Wird immer alles nix. Also jetzt. Ich bin müde wie sonstwas, aber was muss, das muss.

Wo anfangen? Die letzten Tage waren gewohnt ereignisreich. Am Donnerstag hatte Viljo Geburtstag und wir haben uns aus diesem Grunde alle hier auf der Normal Site getroffen und zeitig angefangen, uns warmzutrinken. Halb Zehn sind wir dann in die Stadt gewankt und direkt in die Silent Disco hineingestolpert, wo viele Menschen mit Kopfhörern zu Musik auf verschiedenen Channels abgehen. Nette Sache und ich gegen vierteldrei auch schon wieder daheim und am Freitagmorgen dementsprechend bereit für meine Vorlesung. Freitagabend wurde dann der Restalkohol vernichtet, Spiele gespielt, Lieder gesungen und dann recht früh ins Bett gegangen, denn am nächsten Tag sollte es nach Chester gehen.
Ging es dann auch. Um 9 trafen wir uns alle am Bahnhof und dann sind wir nach Chester zum Shoppen, Kathedralegucken, Stadtmauerablaufen. Ein wirklich ganz malerisches Städtchen voller Leben und wunderbarer alter Gebäude. Nur kalt wars. Wirklich kalt. Und als wir kurz nach 6 wieder Richtung Bangor fuhren, waren wir alle breit, schliefen schon im Zug oder konnten selbiges nur mit Mühe verhindern - die Müdigkeit sitzt einem hier ständig im Nacken.
Gestern dann war mein erster "social evening" ohne ausgehen. Wir waren zu siebent bei Jill um neidisch ihr Zimmer zu bestaunen, zu kochen und Alice im Wunderland zu schauen. Es war großartig und hat mich ein bisschen an zu Hause erinnert, besonders als wir uns gegenseitig ein paar Youtubevideos vorgespielt haben (ich kenne jetzt einige grandiose finnische Comedians). Was soll ich sagen? Ich vermisse euch schon ein bisschen. [Ein bisschen?! Nur ein bisschen?! Ja. Zu sehr hält mich das alles in Atem, zu fasziniert bin ich von neuneuneu.]

Heute dann war ich mit Chris und Jésus bei der lgbt Society. Viele Männer, wenig Frauen. Aber die anwesenden Männer einfach göttlich und cute. Bangor ist - so habe ich das Gefühl - beinahe overwhelmingly gay. Oder zumindest sehr offen. Vielleicht fällt es auch nur noch mehr auf, weil hier alles noch ein bisschen dichter aufeinander ist, als in Leipzig, mir jedenfalls fällt es auf und offensichtlich nicht nur mir, wenn ich die Kommentare der anderen Erasmusstudenten so höre.
Gay Society also schön und gut, jetzt muss ich nur noch Bangor's Lesben finden und alles ist schön. Ich kämpfe nämlich anscheinend gerade mit einem hormonellen Notstand. Die Frau mit den roten Handschuhe ist aus dem einfachen Grund, dass ich sie jetzt 2 Tage nicht gesehen habe, mehr oder weniger abgemeldet und ich habe bereits ein neues Objekt der Begierde aufgetan. Da zeichnet sich vielleicht ein Trend zu Psychologiestudentinnen ab? Aber abwarten. Gebt mir noch 2 Tage, dann sieht das schon wieder anders aus.

Apropos sehen: Heute ist meine Digitalkamera angekommen und ich werde in den nächsten Tagen ganz schrecklich viele Fotos machen und euch zeigen, wie es hier so ist.

Über Postsendungen freue ich mich im Grunde immer, besonders gern gesehen Sind Schoki oder irgendwelche Poster, mit denen ich mein trostloses Zimmer etwas gestalten kann. Sollte euch so etwas über den Weg laufen, einfach hierher:

Neuadd Arfon Room 45
Holyhead Road
Bangor, Gwynedd LL57 2PJ
United Kingdom

Sonstso: Ich habe inzwischen einen Platz im Foreign Language Assistantship Programme und werde dementsprechend an Schulen im Umland beim Deutschunterricht helfen dürfen. Dass ich den Platz erst jetzt zugewiesen bekommen habe, liegt daran, dass unser Koordinator, Andrew, seit einer Woche krank ist und ohne ihn anscheinend nichts geht. So kann auch niemand meine Immatrikulationsbescheinigung unterzeichnen, die ich eigentlich bis heute hätte einreichen sollen. Ich hoffe nun, dass die deutschen Ämter Gnade zeigen und sich noch ein paar Tage gedulden können.

Morgen Abend ist das erste Treffen mit unseren Tandempartnern und ich bin schon ganz gespannt, wer hier ernsthaft Deutsch lernen möchte (das scheint eine ganze Menge zu sein, denn in fast allen meinen Kursen ist irgendwer, der Deutsch studiert oder mal gelernt hat oder Familie dort hat oder oder - sehr faszinierend). Soweit erstmal. Was macht Deutschland? Alles gut?

Mittwoch, September 15, 2010

Und plötzlich kann man nicht mehr einfach so gehen

Ich bin heute zufällig auf deiner Pinnwand gelandet. Zufällig, weil du deinen Namen mal wieder geändert hast. Und dann hab ich mir aus Sentimentalität oder Nostalgie all das durchgelesen, was du da hingeschrieben hast. Habe in dem Gefühl gebadet, dich zu vermissen und gedacht "später vielleicht nochmal...", aber dann fiel mir ein, dass du das sehen kannst. Wie ich da auf deinem Profil rumgelungert habe. Ohne etwas zu sagen.
Das ging dann so nicht. Ich warf dir also zwei Sätze hin und dachte, vielleicht passiert gar nichts, alles wie immer - du schweigst und ich leide für zwei Wochen ein kleines bisschen mehr. So geht das jetzt schon eine Weile. Ich versuche, dich zu erreichen - na ja, nicht richtig, ich hake nicht nach, nur ein schwaches Echo von weit her, ich hab ja auch Angst, mehr Angst vor einem Ende, als vor vor dem dich vermissen - und du sagst nichts, dir kommt das Leben dazwischen.
Und jetzt antwortest du doch. Ich habe eine Mail, die mir sagt, dass du auf meine Pinnwand geschrieben hast. Und ich mag gar nicht hinsehen. Ich höre eine Crescendo in der Endlosschleife und warte, dass es vorbei geht. Weil es nicht vorbei sein darf. Diese Geschichte, die keine ist.

Freitag, Mai 07, 2010

Warum schlaft ihr denn?!

Ich bin gerade aus dem Bad gekommen und bin froh, dass ich in 2 Stunden auch schon los in Richtung Seminar gehen kann... Schlafen hat keinen Sinn mehr, der Abend, der seit gerade eben erst vorüber ist, war leuchtend schön und kalt und glitzernd und scharf. Ich bin sehr froh, hier zu sein und mit euch zu sein und Leipzig gewählt zu haben unter allen Sternen.
Vor wenigen Stunden habe ich experimentell kochend eine vegane Pizza mit fake-Fleisch und fake-Käse fabriziert, dann Long Island Ice Tea ausgeschenkt und schließlich Wahrheit oder Pflicht gespielt. Jetzt bin sehr fertig, aber gleichzeitig auf einem unglaublichen Stimmungshoch, das ich nicht gegen Schlaf eintauschen möchte. Auf der Fahrt nach Münster werde ich ein bisschen die Augen schließen. Einfach so. Glücklich.

Samstag, Januar 30, 2010

rastlos. nie ratlos.

Das geht jetzt hier ein bisschen an die Mia, die offensichtlich auch studivzsuizid begangen hat und deren Mailadresse ich jetzt leider grade nicht zur Verfügung habe. Macht aber nichts, geht ja auch so.

Ich habe am Glücksrad gedreht. Und mich beworben für ein Erasmussemester. Erstwunsch ist ein Kaff in Wales direkt am Meer, Zweitwunsch ist Birmingham, Slade-Heimatstadt Wolverthampton hat es kurzfristig doch nicht auf die Liste geschafft. Wenn alles klappt - bittebittebitte - bin ich im nächsten Januar dann schon dort und will mir direkt im Anschluss gern noch ein Urlaubssemester nehmen, um mir dieses ganze Großbritannien anzuschauen. So wie ich das sehe, gibt es im April Bescheid und bis dahin warte ich atemlos vor Spannung.

Die Frage sollte nun lauten: Was will ich in einem walisischen Küstenkaff? Laut Motivationsschreiben möchte ich vor allem die tollen Literaturkurse in Anspruch nehmen. Aber das steht da ja irgendwie pro forma. Im Grunde will ich dort die wunderbarsten Dinge tun! Ich will ans Meer, die Welt erobern, kaputt brechen, wieder zusammenwachsen und ich will weg. Dabei will ich eigentlich gerade vor allem eins: Hier bleiben. Nicht ganz so einfach vielleicht.
Auch das war ein Grund - neben der drängenden Zeit - mich jetzt für den Erasmusplatz zu bewerben: Ich bin hier zu Hause. Völlig. Bin angekommen und nenne dieses Messestädtchen Heimat und meine dabei die leuchtenden Augen, schlagenden Herzen und tanzenden Beine, die jederzeit diese Stadt verlassen könnten. Ich habe das Gefühl, da wäre noch genug Platz in meinem Brustkorb, um auch den Rest der Welt so lieb zu gewinnen. Mit diesem Ziel zieh ich aus.

Ich fühle schon jetzt ein selbstgewähltes Exil über mir schweben, wie ein Damoklesschwert und bereits die greifbare Nähe des Fortvonhier gibt meinem Leben, meinem Herzschlag, meinem Schritt einen Hang zum Exzess, zur Konsequenzlosigkeit. Es ist die wahnsinnige Schwester der Lebensfreude: Todesgewissheit.

Und weil ich noch hier bin. Noch hier. Habe ich mir überlegt, dass die Leipziger Szene mich vielleicht doch noch braucht. Oder ich sie. Und werde deshalb mal schauen, was da geht.

Montag, Dezember 21, 2009

Was ich bin, bin ich, weil ich bin. Und weil ich war.

Manchmal denk ich mir, wenn alle Welt in Momenten so glücklich und ganz sein könnte, wie ich, gäbe es keine Kriege, keine Nöte, kein Reality-TV. Heute Morgen war so ein Augenblick. Gestern Abend war Feuerzangenbowleabend bei Hendrik mit Manu, Christian und einer kurzfristig doch dabeiseienden Mia. Der Hinweg über die zugeschneite Autobahn war lediglich passender Auftakt zu einem Abend voll winterlicher Heimeligkeit. Im Schnee, bei Bowle und schließlich auch vor dem Fernseher herrschte eine grundzufriedene Atmosphäre ob der Tatsache, dass wir uns endlich mal wieder alle beisammen haben und der schlechte Humor bewies mal wieder, dass er keine Grenzen kennt.
Und heute Morgen kam dann besagter Moment: Halb Zehn gerade aus dem Bett gefallen in einem Coswiger Wohnzimmer stehend und auf den schneebedeckten Garten blickend erfasste mich eine Welle des Angekommenseins, voller Liebe und warm und weich. Keine studentische Diaspora, kein Weihnachtsstress, kein Kater oder Frieren, nein einfach nur schiere Freude darüber zu sein. Jetzt. Hier.

Freitag, Dezember 18, 2009

Auch wenn du nicht fliegen kannst

falt die Flügel nicht zusammen, breit sie aus und spring nochmal und vielleicht kommt ein Wind, der dich mitnimmt.

Heute Schnee! Wunderbarer Schnee. Und ich war bis heute Morgen ganz Unweihnachten. Mir war einfach nicht so. Nicht wegen des Wetters. Einfach nur so halt. Mir war ganz unweihnachtlich. Und jetzt? Jetzt hat mir die Maria ein Eulenkärtchen auf den Schuhschrank gelegt und nun weiß ich es wieder. Wie das geht, mit Weihnachten... Gerade in diesem Moment bin ich nur Liebe und schon Sehnsucht nach Leipzig und schon Vorfreude auf die, die zu Weihnachten auch alle in Dessau sind. Auf einmal überkommt mich wieder die wohlbekannte Antikleptomanie a.k.a. Schenksucht und ich bin fast versucht nochmal nach Leipzig zu fahren, um Maria dafür zu danken.

Guck mal an. Fast Weihnachten.

Montag, Dezember 14, 2009

Jahresendzeitstimmung...

Zwischen dem Dezember und mir gings mächtig zur Sache, da blieb erstmal keine Zeit zum bloggen...

Die Weihnachtsfeier des Fachschaftsrates ist letzte Woche gut über die Bühne gegangen und war lange nicht so langweilig, wie zwischenzeitlich befürchtet. Matze hat seine Sache als Weihnachtsmann gut gemacht und mir ein Schokofondue zugeteilt. Nach dem aufräumen saßen wir noch bis eins im FSR und mussten mal den teuren Wein von Herrn Deufert kosten und noch mehr vegane Plätzchen essen. - Die Feuertaufe ist jedenfalls überstanden und unser Institut glänzte mit nahezu vollständiger Anwesenheit, wohingegen die Romanisten spärlich vertreten waren *yes*.
Morgen stellen wir dann den Antrag auf Nachnominierung im Plenum und dann sind wir hoffentlich so richtig dabei.

Vom Samstag zum Sonntag feierte Matze seinen Einzug und tat es so gut, dass ich eigentlich auch kurz nach vier noch nicht gehen wollte, obwohl ich um 8 mit dem Auto nach Dessau zurück musste... inzwischen hab ich mir den Schlaf wieder zurück geholt und bin mächtig überrascht, dass sich niemand über die Lautstärke beschwert hat - war ja mit 3 Floors und so ;).

Ich habe endlich einen Zweitkorrektor für meine Bachelorarbeit und das heißt, ich kann den Antrag fristgerecht am Dienstag einreichen. Jetzt will ich heute noch meinen Essay fertig zimmern und dann ist der Stress auch schon vorbei... oder... da war doch noch... Weihnachten! Tja, ich hab noch kein einziges Geschenk und warte darauf, dass sich dieses Problem in Luft auflöst *wartwart*.

Mittwoch, November 25, 2009

Egal wohin.

Lasst uns nicht übers Wochenende reden.

Ich habe fast ein Thema für meine Bachelorarbeit... jetzt muss ich nur noch eine Outline dafür ausarbeiten, dann ist es meins. Und das gestaltet sich aufwändiger als ich dachte. Eigentlich sollte das auch diese Woche werden, allerdings ist die Präsentation für morgen noch nich ganz fertig und die geht irgendwie vor...

Gestern große HRK-Demo. Sehr laut, aber auch spaßig, mit Stürmung des Neuen Rathauses und Besetzung des Rektorats. Das Wetter hat am Anfang sehr fein mitgepielt und erst nach 2,5 h setzte Regen ein. Bin auf die Auswertung des ganzen im nächsten Plenum gespannt.
Und nach der Demo und einem Gastvortrag zu Ciceros Tod, sind Kristin und ich noch mit zu Isabell, die Nacht rumbringen mit Zigaretten, Mandarinen und White Russian und dem Best-of-Disney Soundtrack im Hintergrund. Ein Abend wie gemalt, nach dem ich dann heute ausgeschlafen habe. Und jetzt zimmere ich die Präsentation.
Ja, an diesem Vormittag könnte ich beinahe den Eindruck gewinnen, es sei ein ruhiges, beschaulisches Leben...

Montag, November 02, 2009

DOK-Festival

Die letzte Woche war im Grunde eine Serie von Kinobesuchen, nur von Uni unterbrochen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Dokumentarfilm so für mich entdecken könnte! Hingerissen und begeistert lässt mich dieses Festival zurück. Filme übers Leben und übers Sterben habe ich gesehen - manche ausgestattet mit Sätzen und Bildern, denen man ihre Wirklichkeit fast nicht glauben konnte. Und wir Cineastenvolk davor, plötzlich eine Familie werdend beim Anstehen und Filmsehen und Programmdurchblättern.
Es war wunderbar und ich hab mich sehr zu Hause gefühlt bei den Untertiteln und den Volunteers, die man nach dem ersten Tag alle kennt. Die Polen sind dann auch noch für 2 Tage gekommen. 2 sehr lustige Männer, die gar nicht so aussehen, wie die Filme, die sie drehen.

In dieser Woche gibt es viel zu tun, da ich ja in den letzten Tagen nicht besonders viel Energie in die Uni gesteckt habe. Deswegen war ich heute auch schon wieder voll dabei und trotz strömendem Regen und plattem Reifen erstaunlich gut gelaunt. Gerade habe ich Schokokekse gebacken und den Tag so einem gelungenen Abschluss entgegengeführt. Seit ein paar Tagen möchte ich der Mia einen Brief schreiben, aber heute bin ich schon wieder zu müde, vielleicht findet sich morgen Zeit.

Apropos Brief: Heute kam ein Brief von meiner Praktikumsschule: Sie fügen sich in ihr Schicksal und lassen mich 4 Wochen lang fröhliche Praktikantin sein. Jap. Also hab ich schon einen organisatorischen Schwerpunkt für November abgehakt. Bleibt noch die Bachelorarbeit. *seufz* Ich gucke.

Und da ist ein Mann. Für den ich mich interessiere. Also so wie ich mich eben für Männer interessieren kann. Und ich frage mich unwillkürlich, wie andere Menschen die ersten Phasen beginnender Freundschaft erleben. Für mich ist das sehr wie Verliebtsein, nur etwas gelassener vielleicht. Ein Mann jedenfalls. Und seine Augen leuchten, wenn er dieser Welt begegnet. Er ist wandelnde Kapitalismuskritik, an dieses Leben verloren und in seltenen Momenten unwiderstehlich schüchtern. Ich möchte ihn so unbedingt kennen lernen! Wie fühlt sich das wohl für andere Menschen an? Wie fühlt sich das an, wenn ihr euch rein platonisch für Menschen begeistert?

Samstag, August 29, 2009

Was wir machen

So heißt ein Lied von Spillsbury und das spukt mir grade im Kopf rum.
Ich lese zur Zeit circa ein Buch pro Tag und habe mich an den Gedanken an einen Zahnarztbesuch soweit gewöhnt, dass ich gar keine Panik vor Montag schiebe - zumindest gerade nicht.

Gestern meinte ich noch, der Sommer wäre unglaublich lang, heute liegt ein verlorenes Häufchen Schnee auf unserem Hof und wartet in dieser gar nicht so lauschig warmen Nacht darauf, wegzutauen. Vielleicht ist aber auch Morgen noch etwas davon übrig.
Irgendwo in der Straße singt eine Gruppe betrunkener Jugendlicher Kling Klang und hat sich dermaßen in die Bridge verliebt, dass sie zur dritten Wiederholung ansetzt - vielleicht wissen sie aber auch nicht, wie es weiter geht. Dass sie überhaupt soweit gekommen sind, erfüllt mich mit einer spontanen Sympathie. Vielleicht geht das Gute in der Welt nie so ganz verloren.

Heute las ich "Everything is illuminated" zu Ende, dachte an Post Modernism und meine ungeschriebene Bachelorarbeit und darüber nach, wie man sich in relativ kurzer Zeit mit Verhaltensmustern anfreunden kann, die bis vor kurzem noch keine ernstzunehmende Option darstellten. Ich wage etwas neues hier gerade und halte still, halte aus, denke bisweilen 'das geht nicht mehr, das reicht nicht hin und nicht zurück' und in Momenten wie diesen 'Es kann funktionieren' und 'Manche Dinge muss man bis zu Ende ausprobieren, bevor man weiß, ob sie etwas bringen'.
Ich fühle mich philosophisch zwischen Vor- und Rückblenden und reduziere die Anzahl der täglich geschickten SMS auf 1. Ich bin stolz auf mich. Ich habe noch nie versucht mit diesem Werbungsbestreben, das mir so unglaublich viel Spaß macht, am Punkt des Gescheitertseins aufzuhören. Bis jetzt. Ich backe nichts und singe nichts und weine nicht und schreibe nichts. Ich gebe mich und dieses Unterfangen verloren und bin damit frei für den nächsten Startschuss, wenn er fällt. Wobei ich nicht glaube, dass das allzu bald sein wird. Eine so großgewachsene Frau verschwindet schließlich nicht einfach mal so.

Dennoch. In diesem Moment bin ich versöhnt mit der Welt. Was wir machen nennen wir "Askese", weil es all das ist, was wir niemals sein könnten. Nicht mal in Lichtmomenten. Nicht mal in Gedanken.

Letzten Montag sah ich "Oben" in der Vorpremiere - ein Film, der unter anderem mit einer wunderbaren Rahmengeschichte ausgestattet ist über Ellie und Carl. Und wie ich Ellie da so über die Leinwand fegen sah, musste ich an Maria denken, die sich in Hildesheim mit Arbeit zuschaufelt und Leuchtfeuer aufschichtet am Horizont. Und ein wenig später noch, auf dem Heimweg schon, habe ich gehofft, dass unsere Leben am Ende, in der Retrospektive, nicht zu einem Roman, sondern zu einer Kurzgeschichte würden. Dass man uns die Gnade der begrenzten Zeit und erhöhten Intensität zugestehen möge und anstelle eines Epos' einen Episodenfilm ansetzen könnte. Aus Scheitern und Erfolg, der am Ende die Überzeugung zurücklassen würde, dass da noch mehr, noch viel mehr gewesen ist, das ohne unseren Atem, unseren Herzschlag, unsere Augen unmöglich reproduziert werden könnte und doch existiert hat.
Kinderfilme lassen mich oft seltsam zurück. Das kann man hier sehen.

Und während ich mit dem Finger über vorbeirauschende Landschaften fahre, erklingt vom Fahrersitz ein leises aber bestimmtes: "Wir sind da."

Mittwoch, Mai 20, 2009

If I kiss you where it's sore

Eine tolle Woche, deren Wochenende nun eingeläutet wird, liegt hinter mir. Am Samstag feierten Maria, Stephan und Marie Geburtstag. Das war eine sehr feuchtfröhliche Angelegenheit mit Tanz, Gesang und obskuren Gesprächen. Der Hammer.
Und so sah das dann aus:



Maria hasst mich jetzt, oder würde mich hassen, wenn sie wüsste, dass ich das hier poste. Deswegen sag ichs ihr einfach nicht, sondern zeige euch einfach auch dieses Supervideo^^.

Dann mal eben schnell ne kurze Woche gefahren, Vortrag runtergerissen, Nachtspazierengegangen, Französischenfilmgeschaut und heute dann Pizzabacken bei mir. Es fetzt. Und es schneit. Pollenschnee. Aber es sieht echt aus wie Schnee und ganz Leipzig ist voll davon.

Freitag, Mai 01, 2009

Aber du bist ja nicht nackt.

Was immer meine Mitbewohnerin gestern gemacht hat - es hat nicht dazu beigetragen, ihr Stimmungshoch weiter auszubauen. Sehr schade, denn das gefiel mir gerade so gut.

Heute habe ich zwischen totaler Müdigkeit und Sprecherziehung Lydia getroffen, die doch mal wieder mehr weiß als ich, obwohl es ja irgendwie um mein Leben geht...

Gerade bin ich von Christins Geburtstagsfeier mit Singstar und Tequilla zurück(das ist dem wenigen Schlaf der Vornacht geschuldet) und lasse nun auf dem Balkon ausklingen, was da noch so in mir summt... das ist ne ganze Menge auf einmal...

Was Morgen ist, das weiß ich nicht. Ich habe das Gefühl seit meinen Geburtstag wieder ein vielversprechenderes Lebenskapitel zu bestreiten. Da sind wieder viel interessante neue Menschen und ein neuer Leistungsanspruch, ein gewisser Anschluss an alles vorher gewesene und eine neue Melodie in diesen 4 Wänden, die mich mitreißt, die mich glauben macht, dass alles, alles wird!

Manchmal ist man Licht, ohne es zu wissen. Manchmal ist man 2 Quadratmeter Glück, ohne sich auszuziehen.

Donnerstag, April 30, 2009

Nackt bist du fast 2 m² Glückleuchtfläche

Heute war mal wieder studentischer Protest, diesmal vor dem Bundesverwaltungsgericht und mit schlechter Beteiligung, dafür mit Wasser- und Kissenschlacht. Hat sonst eigentlich ziemlich gefetzt, waren halt nur beschämend wenige da. Ist den Leuten irgendwie egal, ob ihr Studium was kostet oder nicht.

Bis gerade eben waren noch die Mädels hier zum allgemeinen Niveaulesen und prinzipiellen Up-catchen, weil das irgendwie durch Kochabende nicht mehr abgedeckt werden kann. Maria ist noch auf Date(hoffe ich) und die Eiskrem ist alle. Wieder einmal haben wir das Tagesziel erreicht! Yeeha.

In vier Stunden muss ich wieder aufstehen und bin eigentlich auch nur hier, um den im Titel genannten Satz loszuwerden. Überkam mich heute irgendwie so in der UB, vor lauter glücklichen Menschen, die mich dort umgaben. Lied ist auch direkt dazu rausgekommen, gibt aber noch keine Aufnahme, wegen der Nachtzeit.

Morgen Geburtstagsfeier bei Christin. Und auch sonst feiert alle Welt, was es mal eben so zu feiern geben könnte... ist schließlich ein langes Wochenende und ein freier Freitag, da muss man sich schon mächtig ins Zeug legen...

Montag, April 27, 2009

Die Gesamtsituation schickt sich an

diesen Sommer zu einem der besten zu machen. Einfach so. Ohne dass ich mich dafür großartig angestrengt hätte. Und trotz Blattläusen an unserer geliebten Pfefferminze. Es fängt schon in dieser Woche an mit all der Wunderbarkeit. Die Ereignisse überschlagen sich, ohne dass ich an allen teilnehmen könnte.

Den Anfang macht der Kochabend heute, wo wir Matthias' lang ersehnte Freundin kennenlernen(die uns hoffentlich noch lange erhalten bleibt), höchstwahrscheinlich irgendwas ganz tolles essen und uns vielleicht zu wasbinich, Flaschendrehen, Tabu oder ähnlichem hinreißen lassen. Dienstag ist nochmal kurz Zeit zum Luftholen. Mittwoch ist Tiger Lou in der MB und eigentlich würd ich gern hingehen... mal schauen. Donnerstag feiert hier in Leipzig Christin Geburtstag und im fernen Hildesheim hat Mias Theaterprojekt Premiere. Wers möglich machen kann, geht hin. Ich selbst habe einen Überraschungsbesuch erwogen, habe aber Donnerstagabend noch ein Referat, dass ich nicht ausfallen lassen kann *hmpf*. Alle andern: Gehen, machen, hinfahren.
Freitag habe ich ein Date mit meiner Vergangenheit. Ines hat vor ein paar Tagen angerufen und gesagt, dass wir uns irgendwie mal wieder treffen sollten. Sie und Ronald und Melanie und ich... ich bin gespannt und leicht ängstlich und verweise auf vergangene Posts, um die Grundstimmung klar zu machen.
Samstag feiert mein Lieblingsmann Einzug in Magdeburg. Und ich habe doch gar keine andere Wahl, als unbedingtunbedingt hinzugehen. Vielleicht nehm ich bis dahin mal noch das alles auf, was bisher hier nur auf Zetteln rumliegt. Das könnte vielleicht...

Es könnte eine achtmonatige Zäsur gewesen sein. Kein allgemeines Ersterben. Das wäre... obskur.

Samstag, April 18, 2009

No need to say goodbye...

Manchmal ist man 20 und wahnsinnig alt. Und manchmal ist man 50 und sehrsehr jung. So kann das gehen. Ich werde mir etwas für Montag überlegen müssen. Eine Richtung, einen Rhythmus, einen Schritt, ein Bild oder eine Melodie. No need to say goodbye. Ich hätte euch gerne alle in diesem Park. Jeden einzelnen. Und so bitte ich euch doch zumindest telepathisch zu partizipieren. Montag, 20 Uhr, Johannapark. [Wenn Christin es einrichten kann, ist sie dort gerne gesehen]. Streckt eine Hand in den Himmel und stellt euch vor, ihr wärt da. Macht euch ein Bier auf und Musik an und seid einfach da.