Sonntag, Juli 09, 2006

Pläne vs. Träume

Gerade jetzt - auf der Zielgeraden zum Abitur - taucht die Frage nach mehr oder weniger langfristigen Zukunftsplänen in exorbitanter Häufigkeit auf. Und zwar genau diese Frage. "Hast du schon Pläne gemacht?" oder ähnlich geartet wird einem diese Frage in dem unverkennbaren Bemühen, Small Talk zu betreiben zugeworfen. Und ich? Ich frage mich nur, warum niemand von meinen Träumen wissen will. Mein Engagement befindet sich seit einiger Zeit auf einer Durststrecke, was unweigerlich dazu führt, dass ich gar nichts mehr langfristig planen kann. Denn Planen heißt ja, sich dann gezielt darum zu bemühen diese Pläne in die Tat umzusetzen. Und das sehe ich leider zur Zeit nicht kommen. Da lass ich mir lieber vorerst meine Träume nicht nehmen und schaue dann, ob sie noch zu Plänen werden.
Träume habe ich nämlich. Reisen. Schweden, Portugal, Rom, England, Meer. Studieren. Germanistik, Anglistik oder Theologie, Philosophie oder Journalistik oder Meer. Musik machen. Alleine, mit Band, auf der Bühne, zu Hause, live, konserviert, laut, leise, über Leben, Liebe, Politik, Menschen und Meer. Mich verändern. Endlich arbeiten, endlich Führerschein machen, endlich aus der Demotivation rauskommen, endlich frei sein, endlich weniger Angst haben.
Träume.

Pläne.
In den Ferien mit dem Lernen fürs Mathe-Abi anfangen. Demo-Tapes verschicken. Libertines-Shirt kaufen. Führerschein machen^^.

Vielleicht helfen mir die Ferien über mein Spannungstief hinweg?

Pläne oder Träume? Wie seht ihr das?

Und übrigens: Heute ultimatives Download

Am Rande

Mittwoch, Juli 05, 2006

Fahnenmeer Deutschland

Wir alle wissen es - und einige haben es ja sowieso schon immer gewusst - : Deutschland ist raus. Das Fahnenmeer Deutschland plötzlich trocken gelegt? Unser als "Fußball-Patriotismus" vorsichtig aufflackerndes Nationalgefühl wieder eingestampft? Ich bin dagegen. Und kaufe mir heute direkt ein Fähnchen. Schließlich ist Deutschland mein Lieblingsland. Und ich fand das ne gute Sache.

Und überhaupt: Deutschland ist ja gar nicht raus. Ein Spiel haben wir noch. Und beim nächsten Turnier gehts wieder weiter.

Dienstag, Juli 04, 2006

Und nun?

Finale, ade!

Aber ich sage voller Hoffnung: Nächstes Mal packen wirs! Wirklich.

Deutsche Nationalmannschaft, ich liebe dich!

Und natürlich schaue ich mir das Spiel um den dritten Platz an. Ihr schafft das, Jungs.

Samstag, Juli 01, 2006

Ich bin hier nicht mehr zu Hause.

Jetzt schon. Ich bin hier nicht mehr zu Hause. Nicht in diesem Zimmer, nicht in diesem Haus, nicht in dieser Stadt, vielleicht nicht mal in diesem Land. Ich bin hier nicht mehr zu Hause. Und ich kann nicht mal genau sagen. Das Gefühl von zu Hause hat mich verlassen. Das, was mich noch vor Tagen so fest hielt, scheint plötzlich nicht mehr da zu sein. Was natürlich Quatsch ist. Ist ja alles noch da. Und der Sommer erst. Trotzdem bin ich hier nicht mehr zu Hause. Dabei wohnen die Menschen die mir was bedeuten immer noch hier, dabei klingen an diesen Wänden entlang immer noch die Lieder, die ich so sehr mag...

Und das Hühnchen befindet sich zwischen hier und da und das Leben scheint mal wieder kompliziert zu werden mit Maria und Babe und wasweißichnichwem... und doch. Ich bin hier nicht mehr zu Hause. Das fühlt sich nicht grundsätzlich schlecht an. Aber das sagt mir, dass ich in nächster Zeit viel unterwegs sein werde. Vielleicht Hannover. Oder mal wieder Berlin. Weil ich nicht mehr anders kann. Ich bin hier nicht mehr zu Hause. Nur in mir noch ein bisschen. Aber hier nicht mehr. Jetzt schon.

Mittwoch, Juni 28, 2006

Ich glaube

wir sind uns zu fremd, um eins zu werden.

UNd vielleicht ist das unsere einzige Hoffnung.

Alles. Möchte ich schreien. "ALLES!".

Lieb mich und ich brauch uns beide auf. Lieb mich und ich zeig dir, was das alles sein könnte. Lieb mich und du wirst Wunder sehen, die du längst verloren glaubtest, die du für unmöglich hieltst. Lieb mich und wir lassen den Rest aussetzen. Alles.

Alles.

Ich will dir jemanden vorstellen. Ich will dir Briefe schreiben. Dir ein Lied singen. Vielleicht eins über dich schreiben. Und die meiste Zeit über müssten wir uns nicht einmal berühren.

Alles.

Und alles, was ich dafür brauche, ist Reanimation.

Alles.

Bis jetzt. Bis zu dir. Bis es endet. Bis alles aufgebraucht ist. Einfach alles.

Dienstag, Juni 27, 2006

Tränen in den Augen von Charlotte

Ich war heute spontan im Kino. So spontan sogar, dass wir keine andere Wahl hattenals "Französisch für Anfänger" zu schauen. "Wir" das sind ich und zwei weitere Personen, die aufgrund des Films lieber ungenannt bleiben möchten^^.

Und die waren ja alle so niedlich... nicht vordergründig heißt, sondern wirklich niedlich... also die Darsteller und die Story und überhaupt... ob ich euch den Film empfehlen kann? Nicht bedingungslos. Aber für die Mädels ist es echt lohnend... da sind ein paar hübsche dabei. So richtig Wehmut-Niedlich eben... ein bisschen komisch vielleicht. Vorteilhaft sind vielleicht auch einige Französisch-Kenntnisse... da einige - vielleicht unwichtige - Sätze ohne Untertitel bleiben. Es ist ein nicht wirklich romantisches(und das ist positiv gemeint), dafür aber niedliches Sommerstück... mehr aber auch nicht.

Ein Lied ist rausgesprungen... vielleicht kommts noch hier her... vielleicht auch nicht.

Sonntag, Juni 25, 2006

Ich warte auf

Stürme der Begeisterung, Sommerferien, 2 oder 3 E-mails von wichtigen Leuten, das nächste Konzert, den nächsten Film, das nächste Lied, ein Erscheinung, Erleuchtung, Rausch, MySpace-Wiederbelebung, einen Anruf, die Kühle der Nacht, Eis, meinen Führerschein, 2 oder 3 Mädchen, die sich mal wieder melden könnten, die Morgendämmerung, Erfolg, den nächsten Herzschlag, eine Darkuba, einen Tag am Meer, Maria(in friedlicher Koexistenz mit dem Hühnchen), das SESS, das Fertigwerden meines Albums, einen Kuss, oder noch einen^^, "Klares-Memorie", die nächste Chorprobe, Morgen, mehr Leben, Orangenbäume, die in unseren Breitengraden wachsen und nur eine Nacht lang blühen, eine Eingebung, Zeitstillstand, Revolution... aber vor allem warte ich auf noch mehr Glück, noch mehr Liebe, noch mehr Sommer und noch viel mehr von uns... weil es vielleicht schon unser letzter Sommer ist - Leute, wir sind so alt... nun doch Abitur und dann? Dann weg vielleicht, ganz weit weg.

Ich warte darauf, dass wir uns wieder finden. Jetzt schon. Damit es dann nicht so lange dauert.

Donnerstag, Juni 22, 2006

Das Mädchen, das schwedisch aussieht und amerikanisch spricht...

Heute ist mir etwas dummes passiert. Andererseits hätte mich weniges ähnlich glücklich machen können.

Johanna ist wieder da. Die war in Amerika. Ein ganzes Jahr lang. Und sie sieht noch schöner aus, als davor.
Jedenfalls habe ich es in den vergangenen Jahren problemlos geschafft, Johanna unter "schön, aber nicht von größerem Interesse"(Herzmäßig betrachtet) abzulegen, das war auch gar kein Problem, schließlich war eh noch Rike aktuell und... ja ich weiß auch nicht welcher Taktiken von Gedanken-Abblockung ich damals mächtig gewesen bin.
Und seit Mitte des letzten Sommers befand ich mich offiziell in einer Johanna-freien Zone, in der ich in meinem Herz eine riesige Ausverkaufs-Aktion anzettelte, doch eher oft und schnell, als selten und langsam verliebte und das Leben einfach so nahm wie es mir entgegen kam. Bis heute.
"Hallo!", *kopfdreh* *wow* >Moment, die kennst du doch, oder?< *ratterratter* *herzstolper* >Ist das nicht... ach ja... Johanna!< und dann lächelt sie und mein 'Hallo' verkommt zu einem unartikulierten Laut... Da war schon alles entschieden, bevor ich sie überhaupt wieder erkannt hatte. Ich hab mich heut in dieses Mädchen verguckt, das so amerikanisch spricht, selbst wenn sie auf deutsch erzählt... In das Mädchen, das mich immer ein bisschen an Schweden erinnert, mit den blonden Haaren, den blauen Augen und diesem seltsam skandinavisch anmutenden Lächeln...

Und jetzt dreh ich ziemlich frei. Was gut ist. Sehr gut sogar. Weil ich es liebe. Besonders die ersten Tage so liebe... Und solange, wie ich mich nicht frage, was das wohl wird, ist es eines der tollsten Gefühle der Welt.
Wenn ich mich das aber frage, stelle ich fest, dass mir heute etwas dummes passiert ist.

Dienstag, Juni 20, 2006

Ich habs wieder

Das Leben. Ernsthaft. Ich habe mein Formtief(von immerhin 3 Tagen) erfoglreich überwunden, kann wieder schreiben und Musik geht wieder und... alles wieder da. Super. Und zur Zeit läuft bei mir Maia Hirasawa rauf und runter. Was definitiv gut ist. Neues Lied heute. Wird gut.

Ich freue mich auf Probe am Donnerstag, noch viel mehr auf endlich Samstag und endlich wieder raus! Jaha!!! Es hat mir so gefehlt... ich glaub, ich hatte ne Art burn-out-Syndrom in klein. Ganz schlimm. Und deswegen geh ich jetzt auch nicht ins Bett. Weil das ja langweilig wäre und überhaupt kann ich mir bessere Sachen vorstellen... so wird heute wohl noch ein bisschen aufgenommen...

Es ist Liebe. Immer.
Das ist, was ich heute erfahren durfte. Beglückwünsche dich, Welt, du hast mich wieder!

Sonntag, Juni 18, 2006

Lieder, die ich gerne selbst geschrieben hätte

Es gibt Momente, da packt mich der Neid... denn es gibt einige Lieder, die so sehr ich sind, dass ich sie am liebsten selbst geschrieben hätte:

Father Lucifer - Tori Amos
Lieb ich dich zu leise - Ulla Meinecke
When I go - Slut
Nothing's gone - Pelzig
Die Schönheit der Chance - Tomte
Alles wird gut - Team Blender
Secret Heart - Feist
Margaret - Jill Sobule
Diese Kinder - Madsen
Stern - Team Blender
Prinzessin - Maya Singh
Ich muss früh raus - Judith Holofernes
Vergiss den Quatsch - But alive
Sonne - Mia
the moth - Aimee Mann
Landed - Ben Folds
Sunny Road - Emiliana Torrini
Du kannst alles - Diane Weigmann
... Und noch so viele viele Mehr... ich bin sehr viel Pop gerade... das gebe ich zu. Gleichzeitig kann ich meinen Stolz darüber nicht verbergen.

Samstag, Juni 17, 2006

Der Moment, in dem du in die Defensive gehst

Ist zwangsläufig der Moment, in dem ich zum Angriff starte. Weil ich zu stolz bin, dich ungestraft so ungerechte Dinge denken zu lassen, wie dass ich dich verurteilen könnte.

And the rain comes crashing down...

Und die Zeit vergeht irgendwie langsamer... Das Auto meines Vaters hat sich unzählige Dellen in Dach, Tür, Motorhaube und eine kaputte Scheibe gefangen, als in Leipzig gestern der Hagel niederging... ziemlich krass finde ich.

Ich weiß gar nicht genau, was ich machen soll... klar, ich wollte dieses Wochenende das Album fertig machen und den Vortrag in Englisch muss ich nochmal anschauen, aber sonst? Ich glaube mir ist langweilig, obwohl ich was zu tun habe. Nämlich heute keine Campus Invasion*argh* weil der DRK-Kurs zuviel Zeit in Anspruch genommen hat und das extra Zugticket so teuer war... aber so ist das wohl mit dem Leben, dafür kann ich morgen den Gottesdienst spielen und hab die Kosten für den DRK-Kurs mehr als wieder raus und heute Abend wird dann noch ein bisschen was eingesungen und eingespielt und dann kann ich das Morgen zurecht brennen und dann gehts ja auch schon bald raus damit.

So. Aber eins noch: Sommer, SOMMER! In Kornblumenblau.

Mittwoch, Juni 14, 2006

Die meiste Zeit

lege ich keinen Wert darauf, die tollste Frau der Welt zu sein. Einfach weil es ein Leben in ständiger Frustration bedeuten würde. Denn die tollste Frau der Welt zu sein, heißt nicht nur schön zu sein, selbst wenn man grade mal nicht gut aussieht, sondern auch in stetigem Konkurrenzkampf mit dem Rest der weiblichen Weltbevölkerung zu stehen - natürlich ohne ernsthaft einen Wettkampf draus zu machen, denn das könnte auf diverse Charaktereigenschaftenverweisen, die die tollste Frau der Welt, sicher nicht hat. Damit aber nicht genug... nein, eigentlich muss man so toll sein, ohne sich dafür anzustrengen, ja beinahe sogar ohne es richtig zu bemerken... wegen Arroganz und so... ja ganz wichtig...

Ist also alles klar: Tollste Frau der Welt ist ein richtig antrengender Posten. Und so lege ich die meiste Zeit eben auch keinen Wert darauf, diesen - nicht einmal irgendwann in fernen zukünftigen Leben - einzunehmen... aber jetzt... jetzt könnte ich dennoch versuchen wollen, es diesen Sommer zu werden... Erstmal werd ich wohl ein Lied drüber schreiben, aber dann... versuchen. Einfach so. Tollste Frau der Welt... so schwer kann das nicht sein *tränenlach* *fasterstick* *notrufwähl* *röchel* ... das klappt bestimmt nicht... aber der Versuch... vielleicht ist es der Versuch.

Sonntag, Juni 11, 2006

Anna hat sich aufgemacht

Zu neuen, fernen Horizonten. Und obwohl ich mir geschworen habe, hier nicht das ganze Album zu veröffentlichen, werde ich heute doch noch zwei Lieder hochladen, die wohl aber die letzten sein werden, zumindest bis alle Songs richtig aufgenommen und die ersten paar Alben verteilt worden sind.


Das Tracklisting hat die grandiose Zahl 16 erreicht und ich glaube, ich höre bei 17 auf. Dann kommen noch die B-Seiten, die ich jetzt mal sammle... ^^.

Ich bestehe ürbigens endlich die Fragebögen... *puuh* jetzt brauch ich nur noch fix den erste Hilfe-Kurs und dann kanns losgehen. Der ist für nächsten Samstag vor der Campus Invasion angesetzt. Kann also gar nix mehr passieren.

Und nun die zwei ganz und gar begeisternden Songs:
Multiinstrumentalisten(jetzt auch weniger asthmatisch) und
What brought me here

Und übrigens: Über mein erstes Riff gibt es rein gar nichts zu meckern! Es hat mich viel Zeit gekostet, das halbwegs ordentlich aufzunehmen^^. Also... Es gibt Erdbeeren... Apropos... da fällt mir ein Lied dazu ein...^^.

Freitag, Juni 09, 2006

Endlich!!

Wieder schreiben. Blogger hat nämlich ein bisschen rumgesponnen... deswegen hat es auch so "lange" gedauert. Die Songs schreiben sich zur Zeit wie von alleine. Was durchaus als gut zu verstehen ist. So hab ich jetzt mein - bis auf eine Zeile - ganz eigenes "Bette Davies' eyes" und zwei weitere Lieder in dieser Woche geschrieben, mit denen ich soweit zufrieden bin. Macht für das Album also circa 13 Lieder bisher(wenn ich mich nicht verzählt habe). Und das heißt, dass ich mich jetzt schon mal langsam an die richtigen Aufnahmen machen werde. Also die, die nicht first takes sind^^. Und das heißt Keyboard und Schlagzeug kommen mit hinzu.Was dazu führt, dass ich erstmal ein line-in brauche für meine Drums... mal schauen, wo ich das herkriege.

Mein Suppenhuhn erfreut sich übrigens bester Gesundheit. Also wenn ihr Zeit habt, legt euch doch auch eins zu.

Und sonst? Campus Invasion nächsten Samstag. *Wooohooo*!

Jo. Und die Leute, die Musik machen werden viel zu gut in letzter Zeit^^.

Montag, Juni 05, 2006

Weißt du, wie du mir gefehlt hast?

Spanien war toll. Sonnig und warm und mit blühendem Oleander, hübschen Schwedinnen, Meer und Pool und... einer Sehnsucht, die niemals endet.

Es hat mir gefehlt. Als ich die Maikäfer fliegen sah, dachte ich an nächtliche icq-Gespräche, nachts hab ich nicht selten von meiner Ukulele geträumt, die Bücher, die ich las, erinnerten mich erschreckend stark an mein Leben, an unsere Art, zwischen den Zeilen zu lesen, als das Flugzeug durch die leichten Turbulenzen rauschte, dachte ich, dass ich mir das Hühchen zum Schutzpatron erwählt habe, mir fiel auf, dass ich am liebsten noch eine Karte an Christian geschrieben hätte, dann aber die Adresse nicht zur Hand hatte, als das seltsame hübsche Mädchen mit mir einen unwirklichen Dialog über Erbsen führte, dachte ich an die bizarren Untertitel in unserem Breitband-Film und während ich mir den zweiten Sonnenbrand holte und in den Himmel schaute, erinnerte ich mich daran, dass ich meine letzten Sätze schon mal vorsorglich in meinem Zimmer zurückgelassen hatte, dass - wenn man meine Anlage anschaltete - der Refrain von Tomtes "Die Schönheit der Chance" erklingen würde und dass alle Sonne und alles Meer ein Nichts gewesen wäre ohne euch.

Ich habe viel geschrieben. Mir hat das singen gefehlt, ich muss auf ein Lied von Dennis verweisen: "Wenn du morgen gehst" ist genauso, wie die Welt es braucht. Und hier erstmal die längst überfällige Deeskalation.

Letztens hab ich Hendrik das neue Album versprochen... natürlich wird es einige Trakcs davon hier nicht vorab geben und so kann es sein, dass ihr aus flogendem Grundriss Tracklisting nicht alles kennt:

An(n)atomie
Dieser Sonnenuntergang
Deeskalation
Rom
Multiinstumentalisten
Regentanzen
Zeig mir das Leben und den Rest
The day I get over you
Don't you know
[Brigitte Parisius sucht nach einer besseren Welt]
Damals
Nachgeschmack

Die Lieder sind noch ungeordnet... fehlt euch noch irgendwie ein Songtitel auf der Liste? Irgendwas was in diese Reihe passt? Dann schreib ich ein Lied dazu.

Samstag, Mai 27, 2006

Ich bin zum Autofahren geboren!

Okay, das ist jetzt vielleicht übertrieben, aber ich hab schon Leute schlechter fahren sehen, als mich heute. Zugegebenermaßen nicht viele, aber immerhin. Und ich entschuldige mich schon mal bei allen, denen ich keine Karte schreibe(Christin: Ich versuchs), aber von überhaupt keine Karte auf 5, das ist schwindelerregend^^.

Ich wünsche allen, die hier bleiben, möglichst gutes Wetter!

Übrigens: Längst fällig und bald auch in berauschenderer Qualität:

Zeig mir das Leben und den Rest

Freitag, Mai 26, 2006

Aber wenn nun doch...

Übermorgen besteige ich ja zum ersten Mal in meinem Leben ein Flugzeug. Das sicherste Verkehrsmittel überhaupt(wenn ich nicht ganz falsch informiert bin). Trotzdem bleibt so eine kleine Restunsicherheit ja dabei. Denn obwohl Flugzeuge nicht gerade wie Regentropfen vom Himmel fallen, kann ich mir ziemlich sicher sein: wenns abstürzt hat sich das mit dem Leben für mich gegessen. Also dachte ich mir, ich schau nochmal kurz rein und wünsche euch schöne Ferien, im Zweifelsfall ein schönes Restleben und wenn ihr ne Karte wollt, einfach noch die Adresse hier reinstellen.

Und sonst? Ich glaube, ich werde mich - wenn ich meine morgige Fahrstunde überlebt habe und mich durch die goldene Konfirmation und die Trauerfeier georgelt habe nochmal hier melden. Sagen kann ich noch schnell, dass man mich im August wohl in Leipzig auf nem Mia-Konzert finden wird und ich mich über Mitstreiter freue.

Donnerstag, Mai 25, 2006

The L Word gegen Spanien

The L Word? Ein bisschen informierte Menschen(derartige Infos gibt es zuhauf hier) wissen, dass es sich bei the L Word um eine Soap um lesbische Frauen geht, die auch noch jedes Klischee bedient, deren letzte Staffel selbst eingeschworene Fans weitenteils enttäuscht hat und deren Publicity durchaus als kontrovers bezeichnet werden kann. Aber noch ein bisschen besser informierte wissen, dass es da durchaus heiße Frauen, annehmbare Handlungen und Dialoge gibt, die mich gewissermaßen dazu verpflichten, diese Serie zu schauen. Wie oft hab ich mir die DVD-Box schon auf amazon angesehen? Unzählige Male. Aber nun läuft the L Word auch in Deutschland an. Nämlich am 30.05.06 auf Pro Sieben... Einziges Problem: Da bin ich ja schon in Spanien!!! *Damn* ... Ich bitte also euch - nein, ich flehe euch an! Mir diese erste Folge aufzunehmen. Bitte!

Montag, Mai 22, 2006

Wolke, Spanien und Fahrschule

Also ich muss erstmal kurz meiner Empörung Luft machen: Wolken ist nicht Dancing Star 2006 geworden! Ihr werdet jetzt Sachen sagen, wie "Wer ist denn bitte Wolke?" oder "Na und? War doch eh nur Müll die Sendung!" oder ähnliches in der Preisklasse. Letzterer Anschuldigung kann ich nicht vollkommen widersprechen. Aber: Wolke hat einfach mal besser getanzt als dieser komische Wayne... das fand nicht nur die Jury sondern auch der große Teil der anderen Tanzpaare... aber nein! Die Zuschauer haben alle für Wayne angerufen, der mit Freundin Yvonne Catterfeld und Papa Howard nochmal kräftig Stimmen gefischt hat... tse! Und außerdem: Schon allein für Madonnas "Die another day" vom Pepe Lienhard Orchester und mit einem echt tollen Paso Doble hat sich das Schauen der Sendung aus der Peinlichkeitsabteilung geschummelt.
Trotzdem möchte ich hier ein Zeichen setzen: Wolke, du bist mein Dancing Star!

Nächsten Sonntag geht es nach Spanien, denn Malle ruft... angesichts des eher tristen Wetters hier bin ich darüber echt froh... außerdem fliege ich zum allerersten mal und bin da irgendwie schon total heiß drauf...

Doch bevor es in den Süden geht, gibt es noch etwas zu bewältigen: Am Samstagmorgen habe ich meine erste praktische Fahrstunde *zitter*... dabei hab ich heute, als ich mit meinem Bruder auf dem Flugplatz gefahren bin, ständig das Auto abgewürgt(ja, das war schon mal besser gewesen...)... aber ich hab mir vorgenommen, mich nicht fertig zu machen, mir morgen den Lappen für den bestandenen Sehtest zu holen und schnellstmöglichen an dem DRK-Kurs teilzunehmen... kann mir über den DRK-Kurs übrigens jemand was sagen? Ich schwanke nämlich zwischen dem in unserer Schule und dem anderen(also beim DRK).

So. Das solls auch gewesen sein... Zum letzten Post: Ich konnte den Song nicht in meinem Zimmer schreiben, musste ihn also irgendwie rüberkriegen auf den PC meiner Eltern und musste ihn dann irgendwo abspeichern. Ist also hier gelandet... bleibt wohl auch hier.

Sonntag, Mai 21, 2006

Zwischenablage

Deeskalation
Keine Explosion,
nicht hier und jetzt
Am Em
Das Dynamit bis zur Decke aufgeschichtet,
F Dm
Das Benzin wirklich gut eingezogen,
der Zündmechanismus eingerichtet,
und zum Schluss noch einmal kurz gelogen,
Bb F
und dann den Hebel umgelegt,
Am
das Streichholz angerissen,
wo ist der Knall der den Schaden belegt,
das will irgendwie keine wissen:
Dm F
Deeskalation,
Dm F
keine Explosion
C
nicht hier und jetzt,
Deeskalation,
das kennen wir schon,
Herz ausgesetzt.

Das Intrigennetz kunstvoll aufgespannt,
alle Dramen glaubhaft aufgespielt,
jedes bisschen Ehre endgültig verbannt,
und am Ende genau gezielt,
und dann die Karten aufgedeckt,
die Hetzjagd ausgerufen,
doch kein Schuss der uns aufschreckt,
kein Mord auf Kellerstufen

Deeskalation
Keine Explosion,
nicht hier und jetzt,
Deeskalation,
das kennen wir schon,
Herz ausgesetzt
C Am
Deeskalation
Em Dm
das kennen wir schon

Samstag, Mai 20, 2006

Långfredag und andere Hirngespinste

Also ich war ja heute auf dieser Karrieremesse in Leipzig, die ja doch eher enttäuschend aufgebaut war, nur um zu merken, dass das wirklich nichts für mich ist. Aber na ja... wenigstens wurde mir bescheinigt, dass ich durchaus irgendwelche Fähigkeiten habe^^.

Långfredag... was ist das? Das ist etwas schwedisches... ich nehme an, es ähnelt unserer Nachtschicht, bloß das halt auch alle möglichen Geschäfte geöffnet sind. Warum ich das erzähle? Ich möchte meinen eigenen Långfredag haben. Mit Musik und so... und... so... eben. Ihr wisst schon. Mit Portwein. Und Feuer. Und Musik. Und Terz... vielleicht auch nem Film... wer weiß?

Ansonsten läuft grade "Regentanzen gehen" an... aber es hört sich noch wie "Ringtanzen" an, deswegen muss das noch bearbeiten werden. Ich hab vielleicht meine melancholische Phase überwunden. Und ich will mir die erste ganz weiße Nacht holen. Würde gerne meine Ukulele nach Spanien mitnehmen... aber ich hab zuviel Angst, dass sie den Flug nicht übersteht.

Heute dann Grand Prix. Sophie und Felix sind mal wieder zusammen. Und es hat überhaupt nichts mit gewinnen oder verlieren zu tun, es sieht aus, als wäre ihnen einfach nur langweilig. Aber na ja. Will ich ihnen auch nicht nehmen, wenn sie jetzt endlich mal ein bisschen still halten. So. Habe viele viele Kinofilme gefunden, die ich sehen muss... würde euch meinerseits "Loving Annabelle" empfehlen, weil ich da am meisten gute Kritiken gehört habe... der kommt auch irgendwann in deutsche Gefilde hoffe ich.

David Gray geht grade. Und Quarks erst "Lass alles liegen, lass alles stehen, die Welt kann warten, lass uns gehen!"...

Bald. Das ist alles was ich weiß. Bald.

Donnerstag, Mai 18, 2006

Nur so eine Phase...

... eine melancholische nämlich.

Heute hatte ich ein seltsames Gefühl... also so richtig undefiniert seltsam... Hormone sind ne komische Sache^^.

Aber es wird der Tag kommen, an dem das Leben wirklich weitergeht... irgendwann... bestimmt. Und bis dahin lebe ich diese herrlich überzogene Version, weil nur sie mich von diesem Hintergrundrauschen ablenken kann.

Vielleicht bald neues Lied online... wenn die Pausen nicht mehr so ungewollt lang sind. Aber ich muss vorwarnen: Es ist auch irgendwie traurig... *seufz* Aber ich gelobe Besserung. Wirklich. Soll ja Sommer werden.

Und dann am Samstag diese Karrieremesse in Leipzig. Ob ich mich freue? Weiß nicht recht. Aber interessant wird es bestimmt.

Mittwoch, Mai 17, 2006

Meine Liebe...

ist wie eine Pusteblume, mit nur noch einem Fallschirm dran.

Einfach so. Neutral. Ich schreibe. Ich bleibe.

Montag, Mai 15, 2006

In den Schuhen von Audrey Hepburn und die fabelhafte Welt der Brigitte P.

ich habs nicht so mit Schuhen, aber das Lied ist toll.

Ansonsten sind mir heute eigentlich nur gute Dinge wiederfahren: Ich bin gut im Alter schätzen(Carina ist tatsächlich 20), Frau Lebeda meint, ich solle meine Lieder mal irgendwo hinschicken, mehr Geld bekommen als erwartet(meine Nachhilfeschüler haben nachbezahlt), gestern ein Lied geschrieben, das ich heute immer noch schön finde, auch wenn noch eine Strophe fehlt("Brigitte Parisius sucht nach einer besseren Welt"... aber kein Chanson), Fahrschule angenehm gewesen(Kippe von Carina geschlaucht und noch ein bisschen unterhalten) und auch sonst... schicker Tag. Die kleine Sandra, die viel größer ist, als ich, ist wieder da... das bessert die Geschichte- und Deutschstunden merklich^^.

Morgen haben meine Eltern 20. Hochzeitstag... na wenn das mal kein Grund zum feiern ist. Deswegen muss ich jetzt noch ein bisschen was vorbereiten, während ich Chemie lerne. Außerdem habe ich Sophie jetzt auch ein Album versprochen, das ganz neu konzipiert werden muss... ich mache also grade für jeden eine andere Version des Albums... außer für Dennis... der kriegt sie alle^^.

Samstag, Mai 13, 2006

Freitag, Mai 12, 2006

Arachnophobia und "Don't you know?"

Heute zwei Spinnen von unserer Wohnung in unseren Garten transportiert und ich muss mal wieder ein Klischee bedienen: Ich habe solche Angst vor Spinnen! Nicht vor den kleinen, die sind kein Problem für mich, aber die heute... die hatte Augen! Die konnte ich auch den gemessenen Abstand den ich gehalten habe erkennen!!! AAAAHHH!! Nein, da krieg ich einen Adrenalinschub nach dem anderen...

"Don't you know?"... ich habe mich entschlossen demnächst(wahrscheinlich noch dieses Wochenende) ein erstes Lied mit Ukulele hochzuladen. "Don't you know?" wird es heißen und es wird ganz einfach und... irgendwie anders als sonst und doch irgendwie genauso wie immer.
Ansonsten: Heute Liedleistungskontrolle. Entgegen meiner Erwartung hatte ich keine Textaussetzer, hab mich dafür aber zweimal vergriffen... doch meine stimmlich Leistung hat doch überzeugt: 15 Punkte. Möchte am liebsten nochmal singen^^.

Morgen dann also die Deutschklausur und Picknick. Bis bald dann!

Donnerstag, Mai 11, 2006

Meine Nachbarin, Eifersucht und Eiskaffee-Trinker gesucht!!!

Meine Nachbarin ist so ziemlich eins der schönsten Mädchen, die ich kenne. Mit den naturroten Dreadlocks, die bis zu ihren Ellbogen reichen und den brennend braunen Augen... und dem ganze Sommerleuchten... und überhaupt... eben so wie sie ist, ist sie wie eine seltene Naturerscheinung... und eben nicht nur hübsch. Nein, singen kann sie auch noch und das Lächeln... na ja...
das ist auch eigentlich nur eine kurze Vorerzählung, um zu sagen, dass ich ihr grade mal wieder über den Weg gelaufen bin. Das nur am Rande. Und dass ich nicht mehr weiß, wie sie heißt... *schütteltungläubigihrenKopf*

Weniger Susen für alle und mehr Picknick für mich! Picknick is! Am Samstag. Weil es nun eben doch nicht nach Halle geht und ich dringend Gesellschaft brauche. Also im Schillerpark. Mittags... so gegen 12 Uhr.
Ansonsten: Suche immer jemanden, der sich mit mir zum späten Nachmittag in ein Café setzt, weil ich es liebe, liebe, liebe... wenn du das sein willst, sag einfach Bescheid.

Eifersucht... ja. Genau. Ich habe da ein Geständnis zu machen: Ich bin eifersüchtig. Richtig schlimm sogar. Und vielleicht würde ich mich gerne manchmal dafür entschuldigen, aber vielleicht gehört es auch einfach ein Stück weit dazu, wenn man so ist wie ich... so alles oder nichts^^.

Montag, Mai 08, 2006

Sofia, Carina und damals

Sofia ist die Hauptstadt von Bulgarien. Das wollte ich nur mal gesagt haben. Wer fährt mit mir hin?

Die Liedkontrolle rückt näher, ich bin gerade mal wieder dabei, doch nix eigenes zu singen und so steht Ben Folds zur Zeit ziemlich hoch im Kurs... "Landed" soll es sein. Wenn mir bloß die hohen Stellen nicht verziehen...

Und dann ist da noch die Fahrschule. Die bestreite ich ja zur Zeit ganz mutig und sogar mit teilweise sehr angenehmen Menschen... einer davon heißt Carina, ist schätzungsweise 20 Jahre alt und wird - trotz allem rumgeflirte der letzten zwei Wochen - nur eine weitere vergessene Person sein, in 6 Monaten. Carina ist nämlich bereits Mutter, wie ich heute erfuhr... keine schlimme Sache, nein gar nicht... nur fällt sie damit irgendwie zwangsläufig durch mein Interessenmuster... kann man nix machen.

Sommer kommt... Ein alter Tagebucheintrag vom 14.04.05:

"Die tollen Frauen feiern den Sommer, als wäre es der letzte. Aber so stimmt das nicht: Es ist der einzige. Wir bekommen nur einen Sommer und der ist jetzt. Und jetzt. Und jetzt.
Ich kann die Sonne sehen, sie steht dort vorne und verschenkt ihr Himmelblau-Lachen. Das ist, was ich immer gesucht habe: Diesen einen Sommer leben, den wir haben. Denn möglicherweise bleibt er nicht."

Ich war vielleicht sogar interessant, damals^^.

Sonntag, Mai 07, 2006

Waiting for the love of a travelling soldier...

So. Ich muss mich hier mal an öffentlicher Stelle bei meinem Lieblings-Hühnchen entschuldigen, dass ich gestern Nacht nicht da war, aber es fehlte nicht nur Gelg, sondern auch Hin- und Rückfahrgelegenheit sowie ein freier Sonntag.
Nehmt es mir nicht allzu übel, bitte.

Die Ukulele erfreut sich reger Nutzung, gestern hat mir Vivien ein Stimmgerät vorbei gebracht, sodass ich jetzt sogar eine Chance auf halbwegs reine Akkorde habe.

Nächstes Wochenende soll es nach Halle zu Susen gehen. Einfach so. Mal schauen, was sie macht, mal sehen ob mein Halle noch steht nach 1200 Jahren, vielleicht ein bisschen in die Sonne setzen, Wein trinken... wir machen uns den Sommer schon.

Heute war dann also Gottesdienst in Merzien. Toll. Ewig mit Frau Hildebrandt erzählt und danach unsere Birnbaumstrecke gefahren... die blühen nämlich jetzt grade und an den alten Mühlen vorbei, den Pferden zugesehen und es ein bisschen vermisst für einen Moment. Ich würde sagen, es war ein fairer Tausch gegen gestern Nacht.

Ähm... nächsten Freitag hab ich Lied-Kontrolle und kann mich nicht entscheiden... nehmt ihr mirs ab?

Donnerstag, Mai 04, 2006

Schon wieder so spät... wie die Zeit vergeht...

Ach und Übrigens: Rettet das Pausengebet!

Aber dazu vielleicht morgen mehr... heute erstmal nur: Gestern ist die Ukulele bekommen und ich muss feststellen ich kann mit den paar akkorden, die ich bereits kann(C,F,G,Am,Em,Gm,E und manchmal auch Dm) bereits ne Menge spielen... gut die Akkordwechsel sind weniger als Zeitlupe, aber es geht voran.

Hübsch isse. Das wollt ich nur mal gesacht haben.

Und nun ist schon wieder so spät. Weil ich noch bei der Reli-Fachschaftssitzung war und gerade noch ausprobieren musste, wieviel wichtige Song-Literatur ich bestreiten kann(immerhin: der obligatorische Ärzte-Song und "Hurt" sind darunter)... und nunr müde und kaputt und immer noch hungrig aber doch irgendwie... Sommergezeichnet. Ich hab mir heute einen leichten Sonnenbrand geholt... wie schnell das geht... dabei saß ich gerade mal 3 Stunden draußen^^.

Dienstag, Mai 02, 2006

Prädestination?

Gibt es so etwas? Gibt es Dinge, die uns vorherbestimmt sind?
Manchmal - ach was sage ich! - fast immer fällt es mir schwer, mir so etwas vorzustellen... Prädestination, das hieße, dass jemand all die vielfältigen Faktoren der Umwelt betrachten könnte, das hieße auch ein Stück weit, dass es Dinge gibt, die ich nicht ändern kann...
Prädestination? Ich sage: ja. Ich glaube, dass es ganz viele Dinge gibt, die wir selbst bestimmen, für die wir verantwortlich sind, aber ich glaube auch, dass es Sachen gibt, denen wir uns nicht entziehen können, dass es Dinge gibt, die uns vorherbestimmt sind. War es mir vorherbestimmt, die Menschen kennen zu lernen, die ich jetzt kenne? Vielleicht nicht alle davon, aber ich würde sagen: Einige schon. War es mir vorbestimmt, die zu werden, die ich gerade werde? Ich würde sagen ja.

Prädestination, das klingt nach unabänderlichen Schicksalen, das klingt als wäre die Welt grausam. Aber eigentlich stimmt das nicht. Eigentlich heißt es nur, dass es Verbindungen gibt, die über uns hinausgehen, die stärker sind, als dass wir sie durchtrennen könnten.
Prädestination? Ich sage: ja.

Montag, Mai 01, 2006

Sagt es nicht....

Ich weiß, ich weiß: Die postet ja schon wieder!!!

Aber ich muss noch ein bisschen erzählen. Nämlich folgendes: Es hat sich herausgestellt, dass Franzi auf ihrem Dachboden noch ne Ukulele liegen hat und mit etwas Glück bekomm ich die jetzt. Außerdem steht ein neuer Albumtitel fest, für die Songs die hier schon so vor sich hinschlummern: An(n)atomie. Haha... was ein Wortwitz... Nicht drüber lustig machen, ich find den gut.

So. Und Christin hat heute Geburtstag und wird 17... das muss ein Gefühl sein^^

ALLES GUTE!

Rock on!(Ja es ist abgelatscht, ich finds trotzdem toll)

Edit: Übrigens: "An(n)atomie" kam heute vorbei, ist aufgeschrieben und aufgenommen worden und hat noch viel, viel Feilen nötig... ist aber schon ganz schick, deswegen : An(n)atomie
Wieder mal Megaupload... übrigens die Geräusche am Ende und das "super", das ist mein Vater der mein Zimmer betritt und meine helle Begeisterung, dass er bis zum vorletzten Takt abgewartet hat^^.

Oh come dance, dance with me...

Crossbeats bis gerade eben. Mit "Close, but no cigar", "Mankoton", "Projekt C7" und "Schema F"... letztere haben dazu geführt, dass meine Füße durchgetanzt sind für heute.
Ich bin kein ganz einfaches Publikum. Aber ich bin bestechlich: Lass mich mitsingen, komm ins Publikum, sing die Lieder die ich mag, mach dass die Leute grölen und genauso schlecht tanzen wie ich und schon hast du mich... und obwohl mein Heim-Applaus natürlich dem hervorragenden Projekt C7 galt(Erik an der Posaune, ganz groß!), so muss ich doch sagen, dass mich Schema F sehr mitgerissen hat. So sehr, dass ich jetzt heiser bin und überhaupt... eben wieder hin will.

Natürlich aber nicht einfach so. Schema F hat irgendwie dazu beigetragen, dass ich Luisa - sehr vage, aber dennoch - angetanzt habe... die drei Bier davor haben vielleicht aucht dazu beigetragen...

Schöne Sache, die Crossbeats. Kann Schema F nur empfehlen.

Sonntag, April 30, 2006

Das Balzverhalten der gemeinen Amsel

Für die Amselpopulation in unserem Garten war heute ganz offensichtlich Tag X des gelebten Fortpflanzungstriebes... Ich kann nur so viel sagen: Es ging richtig zur Sache. Unser Grill wurde zu Fall gebract und ich hatte ziemlich Angst um das Chassis des Ford Ka, als drei Amseln, die sich wohl nicht ganz einig waren darunter verirrten.

Aber das nur am Rande. Langes Wochenende und die Post liefert nix aus *hmpf*. Meine Ukulele wird also erst am Dienstag hier ankommen... ein bisschen schade, weil ich fast schon gehofft hatte, am Wochenende ein bisschen spielen zu können... na ja, man kann eben auch nicht alles haben. Mir schwirrt der Kopf vor neuen Lied-Ideen und ich muss leider sagen, dass ich "Brigitte Parisius sucht nach einer besseren Welt", nach zwei mehr oder weniger fertigen Chansons erstmal zurückstellen werde... mir fehlt leider zur Zeit die Stimmung dafür, aber ich werde mich bemühen, das schnellstmöglich wieder aufzunehmen.

"Irgendwo in Frankreich mit unter 30, mitunter glücklich..."
ich glaube, wir sind mitunter glücklich. Einfach so und immer wieder. Ich freue mich sehr auf diesen Sommer mit euch. Freue mich auf dieses "Alles und nichts". Freue mich auf das Bier heute Abend... suche noch eine Beschäftigung... kann ich irgendwo vorbei kommen??

Donnerstag, April 27, 2006

Ist sie nicht schön?

Ich hatte mir vorgenommen, hier nicht wieder zu schreiben, bis ich mir die Ukulele bestellt habe. Doch heute Abend war es soweit: Sie ist auf dem Weg und freut sich bestimmt schon darauf hier ein neues zu Hause zu finden^^.

Ich meine, ich sah sie und fragt mich bloß noch: Ist sie nicht schön?
Aber seht selbst:




Und die kommt jetzt her. Und ich werde mir wohl von irgendwem ein Stimmgerät leihen müssen... bis ich Geld für eins habe.

Also. Ansonsten gibt es gar nichts großartig zu berichten.

Dienstag, April 25, 2006

My baby did a bad, bad thing

Mädchen, die sich in die Arme ritzen und Jungs, die unschuldig tun... das passt irgendwie alles nicht so richtig zusammen. Nicht, dass ich irgendwie helfen würde. Nein wirklich nicht. Ich glaube, ich trage zur Zeit eher negativ zur Besserung bei. Aber bemerkt habe ich es schon. Das wollte ich nur einmal festgestellt haben.

Ob sich die Gewichte der Welt verschieben? Das werden wir noch früh genug sehen. Ob es einfach nur wieder anfängt? Keine Ahnung.

Vielleicht möchte ich ihr gerne den Dialog zwischen "RITZEN" und "KOTZEN" schicken... vielleicht. Ich werde drüber nachdenken.

Zur Zeit denke ich aber darüber nach, wieviele Menschen wohl Leberflecke auf ihren Fingern haben... also noch auf dem Abdruckrelief... ich find das komisch bei mir. Ich hab das wochenlang für nen Farbklecks gehalten, von meinem Füller, oder so... heute hab ich das erste Mal bemerkt, dass es tatsächlich ein Leberfleck ist... seltsam. Vielleicht sieht man viele Dinge erst viel zu spät.

Sonntag, April 23, 2006

25 km, anderer Leute Ohren und der Hunger, der nicht endet

So. Gestern hatte ich ja meinen organisatorischen Overkill: Erst die Wandertour für den guten Zweck und dann abends ein bisschen Geburtstag feiern.
Eines weiß ich jetzt: ich werde ganz bestimmt nie wieder wandern, meine Knie schmerzen immer noch höllisch und meine Füße summen in einer ganz seltsamen Tonart. Wenn ich Frau Mikus in die Finger bekomme, ist sie dran. Es hat richtig heftig geregnet(gut wir hatten zwischen durch anderthalb Stunden Sonne, aber gerade als wir trocken waren, fing es wieder an), alles war nur Schlamm und Matsch und 25 km sind einfach mal ne ganze Menge... gut war, das Mo(Lenas Hund) kräftig gezogen hat(bis auf die letzten 3 km, da wollte selbst Mo nicht mehr), so waren wir trotz Schmerzen und einigen Demotivationsgrenzen eigentlich ganz fix. War aber auch eine ständige Aufholjagd, zum einen um von Julia Abstand zu nehmen, die den armen Hund ganz fertig gemacht hat, zum anderen weil es einfach ein mieses Gefühl ist, zu sehen, dass Frau Moori vor einem läuft.
Christian, Lena, Luisa, Mo und ich sind also durch die Pampa gestiefelt und ich möchte mich hier noch mal bei ihnen bedanken - obwohl sie sich geweigert haben, mich zu tragen - dass sie mein schreckliches Gejammer ertragen haben, für das bisschen mehr Asphaltstrecke und für "Kings on kings and lord of lords...".

Was bleibt zu sagen? Nicht viel, vielleicht nur ein Wort: Aua.
Dieses gebrauchte auch das kleine Mädchen dann gestern Abend recht häufig, da sie die 4h Headbangen am Vortag doch irgendwie ein bisschen mitgenommen hatten(man muss Grenzen kennen, sag ich immer *tztztz*), ich glaube nicht, dass ich ihr irgendwie dabei helfen konnte, die Schmerzen im Nacken loszuwerden. In ihr Ohr beißen war trotzdem lustig.

Der Hunger, der nicht endet. Von wegen, ich sei nicht ausdauernd. Ich bin auch jetzt - nach Monaten noch - dabei die Lieder weiter zu bearbeiten. Vielleicht bin ich doch nicht so schnell gelangweilt. Der Hunger, der nicht endet. Das ist die ewige Suche nach dem schnelleren Lauf, dem wilderen Flug, dem größeren Rausch. Der Hunger, der nicht endet, zwingt mich unweigerlich dazu, eine Ukulele zu kaufen. Ich muss weiter. Mich weiterentwickeln, woanders hingehen. Der Hunger, der nicht endet, sagt, dass 25 km noch lange nicht genug waren. Der Hunger, der nicht endet, sucht nach etwas, das ich ihm nicht geben kann... zumindest jetzt noch nicht.

Donnerstag, April 20, 2006

18!!!

Ist es zu fassen?! Nein, ist es nicht. Aber: nächstes Jahr organisier ich die Feier vielleicht doch nicht so spontan... können ne ganze handvoll nicht.

So... denne... ich bin nicht mehr 17. So ist das.

Mittwoch, April 19, 2006

One day to go

Noch einen Tag lang 17. Ich komme mir vor, als hätte ich in der Vergangenheit zu wenig kaputt gemacht, zu wenig Regeln gebrochen, es kommt mir so vor, als wäre ich zu wenig dumm und leichtsinnig und aufsässig gewesen... und nun entgleitet mir zunehmend die Chance dazu, dies gefahrlos zu tun.

Noch einen Tag lang 17. Einen Tag lang das Haus niederbrennen, naiv sein, nicht nachdenken, keine Konsequenzen ziehen... Natürlich geht das so nicht, das weiß ich selbst, aber manchm wünsche ich mir, dass das so funktionieren könnte... dass ich jetzt noch genug 17-jährigkeit für mein ganzes Leben vortanken könnte, um dann immer genug zu haben, mich niemals davor zu fürchten, älter zu werden.... nicht dass mir das an sich Angst machen würde... ich frage mich nur manchmal, warum sich das Gefühl verändern muss. Denn das tut es. Vielleicht nicht von einem Tag auf den nächsten, aber es verändert sich.... vielleicht auch nur, weil man selbst denkt, dass das so sein müsste.

Noch einen Tag lang 17. Und ich werde laute Musik hören, in einen Kinofilm ab 18 gehen, ein Bier trinken, konsequent nicht schlafen, mir nichts zum Geburtstag wünschen, weiter überlegen wie ich es schaffe, weniger zu denken, einen Mercedesstern abbrechen, wildfreme Menschen auf der Straße ansprechen und... zu spät kommen. Mit voller Absicht und leidenschaftlich zu spät kommen.

Noch einen Tag lang 17. Nur einen noch. Ich vermisse mich schon jetzt^^

Dienstag, April 18, 2006

Wir reden

zu viel über Sex und zu wenig über Liebe. Gut, ich vielleicht nicht. Aber vielleicht auch: Ich genauso.

Übermorgen 18.

Die Dinge, die geschehen gehen über meine Vorstellungskraft. Und ich wills mir auch gar nicht vorstellen: Ihr habt erfolgreich wieder ein paar Scheiben eingeschlagen und nun heulen kleine Mädchen und große Jungs verlieren die Orientierung. Ihr habt es geschafft. Ja. Wirklich. Gratuliere, der Sommer hat endgültig begonnen.
Aber ich bin mir das schuldig.
Es hat Spaß gemacht, jeder Herzsturm und der Terz nachts am Telefon. Ja, es hat Spaß gemacht. Sehr sogar. Doch ich wäre dumm, es genau so noch einmal zu machen. Und das werde ich auch nicht. Ich habe keine Zeit, auf diesen bescheuerten Kuss zu warten, habe keine Zeit, nicht zu lachen, wenn ihr euch kaputt macht, habe keine Tränen mehr, um noch mal so zu bluten, habe nicht die Kraft, so vergeblich zu lieben... ich will endlich mal wieder gut lieben. Endlich wieder mal nicht schlafen können, weil es mir zu gut geht. Und so leid es mir tut: Ihr tragt dazu zur Zeit nicht das Geringste bei. Mit eurem betrunkenen Gestotter, mit dem Weinen, dem vielleicht Lieben... nein. Es tut mir Leid.

Ich beiße einfach zu, wenn ich denke, dass es an der Zeit wär. Omg. Fühle mich gerade in diesem Moment ganz schrecklich ungeliebt und ich kann mich nicht leiden, wenn ich so bin... deswegen: Bye.

Montag, April 17, 2006

Faith in America

Da ist etwas in Bewegung in Amerika... und ich finde es so gut, dass ich es euch zeigen muss:

Faith in America

Und ein schickes Plakat

So. Reicht auch. Ich wolltes nur mal kurz gesagt haben. Und SoN hat - so wie es sich mir bisher darstellt - keinen GLAAD-Award bekommen!! *ARGH* Warum können nicht die ordentlichen Sendungen Preise kriegen? Na wartet nur, bis zur zweiten Staffel: GLAAD-Award, wir kommen!

Sonntag, April 16, 2006

Wann immer

"Wann immer du da bist,
bin ich ganz anders, als ich bin,
wann immer du nah bist,
steh ich irgendwie neben mir..."

Oh ich liebe "Wolke". So. Ich wollte es nur noch mal gesagt haben.

Ostern. Und hier beginnt der Geburtstags-Countdown. Noch 4 Tage. 4 Tage, die ich gut nutzen muss... irgendwie^^.

Gestern ist Franzi konvertiert. Die ist jetzt also auch katholisch. Und danach war noch n bisschen Party(ich konnte aber nicht hin, weil ich ja heute Orgel spielen musste) und irgendwie hat Felix wohl irgendwie Mist gebaut... ich hab aber noch nicht rausgekriegt, was genau, da mein icq abgestürzt ist, bevor Franzi mir das mitteilen konnte. Ich wäre also für Informationen sehr dankbar.

So und jetzt lege ich mich noch mal hin, bevor wir nach Zerbst zur Family fahren... bye bye

Samstag, April 15, 2006

Mein Hannover!

Ähm... ja... ich war sogar schon mal in Hannover. Und Go Plus singen so schön davon, dass ich eigentlich sofort wieder hinmöchte. Sofort.

Ich will gar nicht mehr viel sagen. Außer vielleicht: Ich versende jetzt Demo-Alben an ein paar Leute. Einfach mal bei mir melden, dann kriegt ihr auch eins. Das heißt... also eigentlich anders: Ich schicke jetzt ein Demo-Album an Laura und da ich dafür nochmal ein bisschen was ändere und eine mögliche Playlist erstelle, kann ich das auch gleich mal anderen zugänglich machen. Also. Wenn ihr wollt. Einfach sagen.

So. Bald isses soweit: Ostern! Der Tod ist nicht das Ende!

Ich glaube, ich beginne morgen einen Geburtstags-Countdown... mal sehen.

Donnerstag, April 13, 2006

Brigitte Parisius sucht nach einer besseren Welt

So heißt es. Das neue Album... ich habe vielleicht schon mal von meiner Liebe zum Chanson erzählt? Ich werde deswegen jetzt ein Chanson-Album schreiben... und ich kenn da schon ein paar Leute, die das für mich singen werden müssen/dürfen(^^)... Und es wird heißen "Brigitte Parisius sucht nach einer besseren Welt"... ich könnte mir vorstellen, dass Brigitte P.(oder auch Frau Parisius) das Paris der Zwanziger Jahre gekannt hat, ich denke, sie hat den Sommer geliebt und ich glaube auch, dass sie von Nächten begeistert war, von Momentangefühlen und leiser Musik aus geöffneten Fenstern...
Ich werde jetzt anfangen zu schreiben und es könnte sein, dass ich schon in Kürze einen (echten) Pianisten und eine Chanson-Stimme brauchen werde. Oder mehrere... ich habe da schon ein paar Mädels im Auge... und vielleicht kommt es doch noch zu einem Duett? Ich habe viele Ideen und freue mich schon sehr darauf, etwas neues entstehen zu sehen. Denn Brigitte Parisius sucht nach einer besseren Welt und ich werde sie ein bisschen begleiten auf ihrem Weg. Weil mir das Spaß macht.

@ Dennis: Hat Antonia an sowas Interesse? Ich muss mal sehen, wie ich das so aufziehe.

Mittwoch, April 12, 2006

Noch 3 Schluck Martini bis zum Sommer,

Noch 3 billige Küsse, bis zur Normalität,
Noch 3 kurzsichtige Zeilen, bis nach Hause...

Wenn das Erwachsenwerden ist... dann ist das nicht der große Rausch, den ich erwartet hat. Aber es ist auch nicht schlecht. Nicht wirklich zumindest... Ich bin heute an ziemlich vielen Punkten angekommen:
1. Ich brauche einen Führerschein.
Ich stand nämlich heute in Köthen am Bahnhof und kam nicht nach Dessau, weil ich nicht genug Geld hatte.
2. Ich kann Leichtsinn gegen Ruhe eintauschen.
Auch wenn sich das für mich immer noch wie ein ganz mieser Tausch anhört. Ich kann. Irgendwer da draußen hat mir ein sich steigerndes Verantwortungsgefühl gegeben... schlimm, schlimm^^
3. Es geht immer weiter.
Rike ist abgehakt, nach immerhin guten 3 Jahren und ich höre auf, zu suchen und nehme, was da so kommt... und gehe jetze dann mal mit Luisa Kaffee trinken. Und laufe nicht mehr so viel nachts herum... bevor es wärmer wird^^
4. Vielleicht ist 18 gar nicht sooo schlimm.
Ich gewöhne mich in Zeitlupe daran... so wie ich mich an alles gewöhne, wenn ich will.
5. Manchmal gibt es Menschen, die sind zu gut, um sie für eine Beziehung zu verheizen.
Und das ist okay so. Manchmal ist Feuer trotzdem wichtiger^^

Und sonst? Geht alles klar... Mich hat heute ganz kurz eine Frage gestreift und nicht wieder losgelassen: Warum mache ich das hier eigentlich?
[WARNUNG: Wenn das jetzt für euch nicht egozentrisch klingt, solltet ihr vielleicht an eurem Selbstbewusstsein arbeiten]
Ich möchte mein Leben mit euch teilen. Weil es eines der Besten ist, die ich mir vorstellen kann und weil ich manchmal ganz interessante Sachen sage. Und weil ich mir gedacht habe, dass es irgendwie schon besser ist, meine seelischen Abgründe - oder generell emotionale Achterbahnfahrten - auf breitere Schultern zu legen und nicht wieder einzelne damit zu Grunde zu richten. Ja. Auch ich habe irgendwie dazu gelernt.

Jetzt friere ich. Weil ich ewig in Köthen rumgestanden habe. Aber das macht nix. Schließlich ist da noch Musik und eine E-Mail... eine seltsame. Und das passt ja. Fehlt mir nur noch Kaffee... und den mach ich mir jetzt.

Dienstag, April 11, 2006

Ich habe gedacht, es wird schwerer mit der Zeit...

Ich habe gedacht, es würde schwerer und schmerzhafter werden, jetzt nach diesen Erfahrungen, die hinter mir liegen. Ich dachte, es wäre noch schlimmer als letztes Mal: Liebesgeständnisse.

Aber: Falsch gedacht. Es wird leichter. Und besser. Definitiv besser... während ich letztes Mal ja vor Angst fast gekotzt hätte, ist es jetzt wie... wie angenehm betrunken... ein bisschen wie einen gekifft und dann raus auf die Straßen und ohne Musik abgetanzt... ein bisschen so vielleicht. Und dazu plärrt Thees aus meinem Kopfhörer. Schön... Es ist wie sehr viel Sommer auf einmal... ein bisschen wie der nächste Morgen...

Doch schnell ab zurück und auf das Wesentliche konzentriert. Wie im letzten Eintrag bereits gesagt, hat Laura schon eine Weile nicht mehr geschrieben... Und weil sie mir durch den wechselhaftesten Winter meines Lebens geholfen und gleichzeitig alle Sommerwunden verbunden hat, war ich ihr das schuldig... dieses letzte kleine bisschen Ehrlichkeit. Und das erste einfach nur positive und großartige Liebesgeständnis meines Lebens.

"Und ich weiß was für ein Wetter über der Stadt lag
in der Nacht in der wir nicht wussten woher wir kommen, wohin wir gehen...
Die Schönheit der Chance,
dass wir unser Leben lieben so spät es auch ist,
das ist nicht die Sonne, die untergeht,
sondern die Erde, die sich dreht!"^^

In diesem Sinne, meine Freunde... Geht da raus! Macht Liebe! Das würde neben dem schrecklichen gesellschaftlichen Klima auch die demographische Krise abschaffen...

Montag, April 10, 2006

AdSense...

Findet ihr Werbeanzeigen auf Blogs nicht auf wahnsinnig störend? Ich auch. Aber ich brauche Geld. Jeden verdammten Cent. Deswegen werde ich mir einen Blog anlegen, auf den AdSense kommt und was ich da drauf schreibe, weiß ich noch nicht so genau, aber das wird schon.

Ansonsten? Geld beschäftigt mich gerade mal wieder sehr. Ihr findet mich im Internet bei den bezhalten Umfragen, oder bei eurer Anmeldung zum Herbalife-Berater... Nein, ernsthaft, das ist mir zwielichtig, ich mach bloß Sachen, wo ich nix richtig machen muss^^

Bis Bald. Was macht Tomte? Und was macht ihr? Wisst ihr, dass Laura nicht mehr geschrieben hat, seit ich ihr von meiner Lieblings-Cellistin erzählt habe? Nein? Aber jetzt.

Samstag, April 08, 2006

Es ist up....

Also am Anfang der zweiten Strophe habe ich meinen Einsatz verpasst, aber sonst... alles fine:

Die 90er, Baby!

Donnerstag, April 06, 2006

Und alles endet Happy Endlich - selbstverständlich!

Ich war da. Und ich glaube fast, ich werde wieder hingehen... denn da war diese tolle Frau...

Aber ernsthaft: Es ist Weihnachten und eine junge Frau im Sommerkleid kauert sich auf einen Café-Tisch und haucht "Mein Gott, und ich liebe dich so!"... was soll man da anderes kriegen, als weiche Knie?! Ich glaube, die Inszenierung hat sich sogar etwas geändert, im Vergleich zum letzten Mal - allerdings nur in Details...
Großartig. Einfach nur toll.

Sie lehnt verschreckt an der Wand und sieht euch für einen kurzen Moment an, bevor es weitergeht, auf zum Happy End... wer würde nicht "Mehr!" rufen? Ich nicht. Ich kann mir stundenlang "Ja, das Meer ist blau so blau, das Meer ist blau!" anhören, ohne dass es mir langweilig wird... und diese Frau. Mit diesen tollen Haaren. Und dieser atemberaubenden Stimme... und der bildhaften Gestik und... diese Frau!

Aber noch etwas anderes: Das Goethe-Gymnasium hat bei dieser Vorstellung gleich mal geglänzt. Mit drei volltrunkenen Schülern, die die Treppe nicht mehr herauf kamen und der Theaterleitung ein drohendes "Das wird ein Nachspiel haben!" entlockten.

Ihr wollt Happy End auch sehen? Nehmt mich mit! Ich kann alle Texte auswendig... aber wir müssen nächstes Mal wieder weiter links sitzen, damit ich ihr in die Augen sehen kann, wenn sie Sommer spielt. Für eine Sekunde nur... Reihe 6 Platz 20 eignet sich dafür perfekt. (Nein, ich bin nicht wirklich schlimm, ihr müsstet sie nur mal sehen^^)

Und morgen wieder mal viel zu müde... aber dafür weiß ich schon, welches Lied heute Nacht gespielt wird: "Surabaya-Johnny".

Mittwoch, April 05, 2006

Die 90er, Baby! -- Mädchenmusik ist toll. FREUDE

So. Ich habe eine ganze Menge zu erzählen, nur wenig davon hängt zusammen. Leider. Also fange ich ganz lapidar mit dem Titel an: "Die 90er, Baby!", ist in - quasi salonfähiger - Demoversion aufgenommen und ich habe offiziell das Prädikat "Mädchenmusik"("Frauenmusik" war der genaue Wortlaut) erhalten, was mich ehrlich gesagt doch irgendwie freut^^.
Auch sehr gefreut hat mich, dass Frau Bruch sich so darüber gefreut hat, dass wir nachgeschaut haben, ob sie noch lebt, als sie mit einem Hustenanfall in den Chemie-Vorbereitungsraum entwich. Ich kann mich ewig darüber freuen, wenn ich das Gefühl habe, etwas richtig gemacht zu haben. Noch länger, wenn es dafür Anerkennung gibt(omg... ja ich bin so ein schrecklicher Mensch... ich liebe Bestätigung) [An Hendrik: Sie dankt dir auch!].
Noch mehr freuen tue ich mich über den Song, der bald fertig wird... ich spüre, dass das was wird. Zumindest für mich was wird. Ich denke, ich kann eine kleine Vorschau liefern, indem ich hier den Text des Refrains preisgebe: "Es geht nicht um Leben oder Tod, es geht um mehr - Es geht zum Meer!", und es tiefschürfend und flockig leicht und... vielleicht wie ein Sommerabend.
Ultimative Freude - Nein, nennen wir es lieber Begeisterung - breitete sich in mir aus, als... Ratet mal wer meine Nummer seit Heute hat? Na? Richtig: Luisa. Und meint, wir könnten mal Kaffee trinken gehen, auch wenn sie keinen Kaffee trinkt. Heute hat sie von England erzählt und von ihrer Gastfamilie, von der Fahrschule, dem vollen Zeitplan und dass sie auch mit zum Glenn Miller Orchester geht... generell haben wir mal wieder ziemlich wenig Latein geschafft und viel anderes^^. Hoffnung? Wo denkt ihr hin?! Spaß? Na auf jeden Fall!

Heute vor einem Jahr war ich in Pompeji und ich blättere gerade in meinem Reisetagebuch von diesem Italien-Exkurs...
"Es wird gehen
und wenn nicht, dann gehst du,
wir werden sehen
und wenn nicht, dann mach ich die Augen zu..."
Und da wir dieser Mann in der Pizzeria, der uns übers Ohr hauen wollte und das Geschrei wurde lauter, bis wir schließlich die Flucht ergreifen wollten, woraufhin er das Tor zum Parkplatz verschloss und uns mit einer Reihe von Dingen drohte... Angst. Einige haben einen herben Schock davon getragen... und doch... in den letzten Tagen hab ich mich oft zurück gewünscht. Da sind so große Worte auf den Seiten, da ist die große Liebe dieser Tage, da ist die schönste Frau in meinen Gedanken und mehr Sommer, als ich je erfahren wollen konnte.

Morgen Englisch-Klausur und "Happy End"... noch mehr(Vor-)FREUDE!

Fühlt euch sommergestreift, ich habe es gefühlt.

Montag, April 03, 2006

Und wer ist eigentlich "Jenny Form" ?

Es gibt ein neues Mädchen im Kindergarten meines Bruders, laut seiner Aussage: "Jenny Form", ich dachte eine Weile lang darüber nach, ob die Kindergartenkinder sich neuerdings mit Nachnamen vorstellen, bis mir - zugegeben beschämend spät - in den Sinn kam, dass das Mädchen vielleicht einfach Jennifer heißt... immer schön endbetont, mein Junge, die perfekten Vorraussetzungen für Französisch^^.

Ich höre also gerade "Angel" von Serifan Chicken und finde es schick. Es fehlt noch irgendwas, aber die E-Gitarre erhält von mir Plus und auch sonst hübsch.

Sonntag, April 02, 2006

Abi-Bälle und andere Hürden des Lebens...

Gestern war ja der Abi-Ball meines Bruders und ich muss sagen, ich ärgere mich schon, dass meine Eltern dort waren, weil sie ja dann den direkten Vergleich ziehen können... das Programm war verdammt gut: Die Jungs in Dessous, Erik als sterbender Schwan, die richtigen "Tanzmäuse", der Abi-Chor, der - kurzfristig aufgestellte - Lehrerchor und natürlich das vielstimmige falsch singen des Abi-Songs... es war gut mal zu merken, das nicht ALLE sooooo musikalisch sind^^.

Neben wirklich gut tanzbarer Musik gab es auch nicht-tanzend eine Menge zu beobachten... zumindest wenn man irgendwie in der Nähe des Gang saß: Da wurde sich auf die Kleider getreten, abschiedsschwanger umarmt, in Abi-Zeitungen geschrieben, heiße Diskussionen über das Mischverhältnis der Drinks geführt, einige Tabletts gerieten ins Wanken und natürlich sah man von eleganten bis abenteuerlichen Kleiderkombinationen alles.

Es gibt also jetzt bereits gewisse Ansprüche an mich, was um so schwerer wird, da dieser Jahrgang wirklich ein toller war: Musikalisch, irgendwie doch zusammenhaltend, intelligent, organisatorisch begabt und überhaupt ganz so, wie man sich einen Traumjahrgang eben vorstellt. Ich schreibe heute also einen bissigen Aushang für meinen Abi-Chor und werde mich ein wenig bei unserem Organisations-Team für den Abi-Ball erkundigen, wie sie sich das so gedacht haben und was ich da noch helfen kann.

Ansonsten bin ich eigentlich noch zu erschöpft, um noch mehr zu schreiben, außer vielleicht, dass Maria auf drei Meter Entfernung nach Fresien gerochen hat, Julia mit einem sehr interessanten Mädchen da war, ich erfahren musst, dass Flori mit Miechen zusammen ist und einige Mädels ziemlich früh(so gegen halb zwei) abgehauen sind, weil sie jetzt gerade in diesem Moment die Halle aufräumen... vielleicht sollte ich mich auch dafür melden... bloß dass ich dann zwischen durch nicht nach Hause fahre.

Alles in allem war ich jedenfalls ganz glücklich, dass ich da nicht verabschiedet wurde, dass ich noch bleiben darf. Ich wünsche dem gesamten Abitur Jahrgang 06 viel Glück und Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg und dass man sich vielleicht mal wieder sieht.

Freitag, März 31, 2006

I don't feel cool, feel cool at all...

Puuh... dem Tod von der Schippe gesprungen... doch dazu später.

Mein Bruder hat heute sein Abiturzeugniss bekommen und danach waren wir(Mama, Oma, Opa, Oma, Hannes und ich) beim Chinesen essen... so wie 9 andere Abiturienten seines Jahrgangs auch... lustig wars. Und stolz bin ich auf meinen Bruder. Stolz auf seinen Jahrgang, auf die vier Schüler mit dem 1,0 Schnitt, auf Sandra an der Klarinette, auf den Abi-Chor, den Johanna Rauch geleitet hat... auf sie alle eben. Nun sind sie weg... morgen nochmal Abi-Ball und dann weg. So viele nette Leute... ich vermisse sie schon ein bisschen.

Jedenfalls sind wir grade vom Chinesen zurück(Mein Bruder und ich sind in einem Auto gefahren) und Hannes hat sich beim Überholen etwas verkalkuliert, sodass wir plötzlich auf der linken Spur eine Vollbremsung machen mussten, um nicht mit dem entgegen kommenden Auto zusammen zu stoßen... trotzdem halte ich meinen Bruder für einen sicheren Autofahrer und würde mich ihm jederzeit anvertrauen. Die Schocksekunde war trotzdem da und im Hintergrund lief: "I don't feel cool, feel cool at all, I don't think I'll make it to the show, there's this girl I can't get out of my head, there's this girl I can't get out of my head, everybody's feeling cool playing rock 'n roll, but I don't feel cool, feel cool at all..."

Ein Lied ohne echten Höhenpunkt und ohne echten Refrain und ganz ruhig... aber ich liebe es.

Donnerstag, März 30, 2006

Würde ich den Menschen ausliefern, den ich liebe?

Ich habe gerade "Das Leben der anderen" gesehen und bin irgendwie entsetzt, wie wenig ich selbst über diese Zeit, über die Stasi und die Partei, über das alles eben weiß. In dem Film wurden einige Seiten beleuchtet und durchaus verschiedene Handlungsstränge waren gleichgewichtet... vor allem bei mir hängengeblieben ist aber der, der eigentlich in jeden Film eingebaut wird: Die kitschige Romanze. Würde ich den Menschen ausliefern, den ich liebe, wenn man mir dafür mein ganzes Leben bietet? Würde ich?

Hat es Sinn, über sich zu verzweifeln wegen etwas, das man noch gar nicht getan hat und vielleicht niemals tun wird? Nein? Aber falsch wäre es, oder? Wäre es nicht falsch? Ich weiß nicht, ob ich das könnte, mein Leben aufgeben und zwar für immer und ganz. Weil ich nicht denke, dass diese Bedingungslosigkeit von einst je zurückkehrt und dass keiner für mich je wieder unentbehrlich wird, nicht unentbehrlicher als mein Leben, mein Schreiben, mein Denken, mein Fühlen... keiner wird das wohl je wieder schaffen. Ich würde den Menschen ausliefern, von dem ich behauptet hätte, ich würde ihn lieben... einfach weil es wohl Dinge gibt, die ich noch mehr liebe... und vielleicht, wenn ich Glück habe, ist das mein Stolz und dann kann ich es vielleicht ertragen, zu sterben, um leben zu können...

Worum es geht? Dass ich mir gar nicht mehr so sicher bin, wie gefestigt mein Glaube an all das hier ist. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob ich mein Weltbild, meinen Idealismus zu diesem Preis verteidigen würde... ich weiß es nicht. Und das heißt, dass die Möglichkeit besteht, dass ich es nicht tue. Einfach nicht. Und dann? Bin ich dann einer dieser Menschen geworden, die ich immer feige nannte? Hat meine ganze Liebe zum Fanatismus am Ende nichts halten können? Und hatten die anderen immer Recht, die sagten, dass sei alles nicht so einfach? Hatten sie Recht, die sagten, ich sei nicht so stark? Hatten sie?

Ich habe mit Erschrecken festgestellt, dass wir keine einzige CD mit Beethoven im Haus haben... dabei brauche ich das ganz dringend, wenn ich so bin, wie jetzt. Keine Worte, nur meine Gedanken und dazu der Wind aus den Boxen.

Und dabei habe ich immer gedacht, dass ich nicht breche, ich nicht. Habe immer gedacht, ich würde mir immer sicher sein. Ich wollte dem "unbedachten Heroismus" frönen... ich will mich nicht - NIE - von meiner eigenen Schwäche besiegen lassen... weil ich sonst sterben muss. Nur noch sterben kann. Wenn ich nicht mehr als die leben kann, die ich immer glaubte zu sein. Wenn ich die bin, mit der ich nicht mehr leben kann.
Habe ich es mir dann zu leicht gemacht? Hätte ich versuchen sollen, alles zu retten und nicht bloß, es zu rächen? Was macht man, wenn man ist, als der man nicht sein kann?

"Wir haben ja hier nicht mal Bananen!"

Die Sozi-Stunde heute hat mal wieder viele Fragen in meinem Kopf hinterlassen... Würde ich nach Deutschland einwandern, wenn ich anderswo geboren und aufgewachsen wäre? Sandra meinte dazu nur: "Wir haben ja hier nicht mal Bananen!" und formulierte so ein "Nein", das alle meine Kontraargumente geschickt vereinte: Das Wetter hier ist wirklich nicht besonders, was sich wiederum auf die Mentalität der Menschen auswirkt... aber sonst? Ich finde Deutschland eigentlich ganz hübsch, muss ich sagen. Ich komme zurück. Ich möchte gerne eine Weile ins Ausland, aber ich komme zurück. Weil ich unsere deutsche Sprache so liebe und unsere Kultur, dass die Kassiererin im Supermarkt nicht dauergrinsen und dass die Busse immer so verdammt pünktlich sind, dass man hier aus Höflichkeit nicht wildfremde Menschen anspricht und trotzdem manchmal mit ihnen über Gott und die Welt redet, dass wir so gerne Umfragen ausfüllen und Psychotests machen, dass wir allem gegenüber so skeptisch sind und immer nach einer besseren Lösung suchen... doch, ich mag Deutschland.
Und ich mag uns. Ich mag wie wir uns akribisch selbst sezieren und dass wir so gerne stolz auf uns sind - wenn wir nach gründlicher Suche etwas gefunden haben, auf das wir an uns stolz sein können. Ich mag, dass wir so gerne einzeln und individuell sein wollen und gleichzeitig immer ein Gemeinschaftsgefühl suchen, etwas, das uns trägt. Ich mag, wie wir "Zuhause" suchen. Und dass das irgendwie immer ein bisschen woanders zu sein scheint. Ich mag unsere Paranoia, unsere Panik bei neuen Statistik über Gasemission oder Feinstaub und unsere Neugier, wie wir da so auf dem Fensterbrett hängen und auf die Straße schauen, um nur nichts zu verpassen... Ich finde, wir sind ein sympathisches Völkchen. Und ich möchte hier leben.

Dienstag, März 28, 2006

Es wird Frühling - ich suche dich!

Es wird Frühling. Die Luft ist weich, das Lächeln wird leichter und mir fehlt zum Sommer eigentlich nur noch eins: Du.

Am Besten ist, wenn du Mathe nicht kannst, dafür aber eine leichte Affinität zur französischen Sprache aufweist, musikalisch sollstest du sein und eine angenehme Stimme musst du haben, du darfst nicht immer nur Müll reden, aber es kann ruhig mal Scheiß dabei sein, du solltest tanzen können, mich aber nicht ständig dazu zwingen, ich möchte mir gerne deine Träume anhören, deswegen wär es gut, wenn du welche hast... vielleicht hast du - genau wie ich - Geschwister und manchmal weinst du bei einem traurigen Lied... du solltest den Sommer lieben, aber im Winter auch nicht völlig verzweifeln und mich nur ganz selten auslachen... mich allerdings ruhig öfter mal kritisieren... und nicht jeden Streit zur Apokalypse erklären: Ich meine das nicht so, ich brauch das nur manchmal. Also... vielleicht kommst du einfach so zwischen April und September mal bei mir vorbei?

Montag, März 27, 2006

Warst du wählen? - Ich bin enttäuscht [100. Post]

Warst du wählen? 43% Wahlbeteiligung... das kanns doch echt nicht sein, Leute. Da hätte doch mehr drin sein müssen... CDU stärkste Kraft, gefolgt von PDS und dann SPD, die DVU hats zum Glück mal wieder nicht geschafft, dafür die FDP beinahe auch nicht... Ich bin enttäuscht von dir, wenn du nicht wählen warst. Enttäuscht.


Wir werden in unseren Gesten nie wieder über den Status von Bekannten hinaus kommen. Wenn wir den überhaupt erreichen. Und wenn wir mit demselben Bus fahren, dann schaue ich dezent zur Seite, weil wir uns nicht mehr unterhalten können, wenn wir nur zu zweit sind. Das geht nur im Schutz anderer Gespräche, beiläufig und floskeshaft. Wir haben uns nichts mehr zu sagen, vielleicht auch, weil wir fürchten, dass wir uns irgendwann wieder was zu sagen haben. Vielleicht auch deswegen.

Ach Mann... ich weiß auch nicht. Es bedeutet wie immer gar nichts, aber die Liebe sah auch irgendwie schon mal anders aus...

Sonntag, März 26, 2006

Die Frau mit den schönen Haaren war da...

Wenn ich von Frauen mit schönen Haaren rede, gibt es da immer solche und solche.

Nein, eigentlich stimmt das nicht, es gibt eigentlich solche und eine, bei der das anders ist... also eigentlich meine ich bei einer Frau mit schönen Haaren sowas wie Nelle Porter damals in Ally McBeal(Portia de Rossi is gay *wuhu*)... wie ihr habt das nie geguckt?! Ähm... also die Frau, die ich so beschreibe hat meistens blonde oder rote Haare, die in 98% der Fälle leicht gelockt, lang und viele sind. Für die Leute aus meinem Umfeld: Maria Kluger bekäme das Prädikat "Frau mit schönen Haaren". [Ja vielleicht hab ich nen kleinen Haar-Fetisch]
Und dann ist da die Ausnahme. Bisher die einzige. Und die war heute da. Claudia. Claudia ist die Frau des Cousins meiner Mutter. Und sie hat unter anderem hier in Dessau Architektur studiert und eines ihrer Praktika bei der Renovierung unserer Kirche verbracht, später wurde sie Patin meines kleinen Bruders und als einige Monate danach Helene - Claudias und Stefans Tochter - getauft wurde, war meine Mutter Patin... wir sehen uns - aufgrund der Entfernung zwischen Dresden und Dessau - nun nicht mehr so häufig, aber gestern ist mein kleiner Bruder 4 geworden und da waren die drei Dresdener heute da. Und Claudia hat tolle Haare. Finde ich. Die sind... also die sind ganz fein und ganz leicht, aber nicht zu dünn... die Haare sind auch in geschlossenen Räumen immer ein bisschen wirr. Nicht ungepflegt oder so... sie scheinen bloß der Gravitation nicht an allen Stellen zu folgen. Vielleicht sollte ich das mal fotografieren... na nächstes Mal, wenn ich sie sehe.

Bin verliebt in "The Martial Arts" "... I struggled with the feelings, I don't wanna hide..." das klingt wieder richtig nach Sommer. Aber trotz allem Sonnenschein nicht zu kraftlos. Sehr schön. Will die CD!!! [Übrigens: mir ist aufgefallen, dass der Link zu Tobias Froberg nicht korrekt war. Aber er ist es nun.]

Langsam aber sicher sollte ich mich auf die Mathe-Klausur vorbereiten, schließlich will ich nachher zu Recht in die Nachprüfung...

Samstag, März 25, 2006

Ich will Pop sein! -- Gründe, MySpace zu lieben

Ich will Pop sein, ich habe wunderbare Dinge entdeckt. Von Indie über Punk bis Pop war einiges dabei... Zucker kann ich nur sagen. Und gleichzeitig Gründe, MySpace zu lieben, auch wenn ich das nie richtig hinbekommen habe mit der tollen Seite, aber da sind große Bands... oder welche, die groß werden sollen:

[Das Schöne an MySpace ist ja-- oh damn, jetzt hab ich das essen auf dem herd stehen lassen... *seufz* zum Glück nix passiert, nur Nudeln weich -- ah ja... das Schöne an MySpace ist die Musik und die kann man sich ja immer in dem kleinen Player da anhören und runterladen, wenn sie einem gefällt... also einfach mal machen. Ist toll]

The Besties(Oh so wonderful! Ganz toll: "Prison" und "79 Lorimer")
My Teenage Stride(Das ist das neue Nächtewachen: "Reversal of Redbird" ... oh ich liebe New wave!!!)
The Martial Arts(Da muss ich hin, das muss ich sehen!!!)
Ane Brun(Diese Stimme! Um so was möchte man doch nachts seine Arme legen, oder? Und am 10. April spielt sie in Berlin!)
Tobias Froberg(Um Ane Brun zu vervollständigen...)


So. Ich schaue mich jetzt hier noch ein bisschen um. Wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

Freitag, März 24, 2006

Ich möchte mich dir antun.

Ich möchte dir die Liebe zeigen, dich lebendig schweigen, mit dir die Schritte gehen, die mich weiterbringen, ich will dir die Bilder auf die Unterarme malen, die ich in der Erinnerung der Nächte ohne Abend aufsammele, will, dass du das Gefühl kennst, wenn dein Herz einen Schlag aussetzt, in dein Haar greifen, ohne irgendwelche Fragen gestellt zu bekommen, ich möchte deine Augen hierhin lenken und dorthin und überall, wo es neues zu entdecken gibt, ich will an dir gesund werden, so wie ich bereits an anderen erkrankte. Und ich möchte, dass du am Ende verstehst, was mich zu dem gemacht hat, was die Leute heute an mir zu sehen glauben und dass du dich manchmal ein bisschen ärgerst, andere Bilder zu haben und dass du dich noch viel öfter freust, andere Regebogenscherben zu Mustern zu legen.

Vielleicht können wir uns mal auf einen Kaffee treffen. Auch Tee, wenn du magst. Oder einfach ein stilles Wasser. Ich bin da flexibel.

Donnerstag, März 23, 2006

Lass uns die Szene noch einmal drehen!

Ich schaue kitschige Filme. Viel zu viele. Aber wozu ist man sonst krank an den Fernseher mit Premiere gefesselt? ... Morgen geht es wohl wieder in die Schule... weiß gar nicht, was ich da noch soll.

Lass uns die Szene noch einmal drehen! ... Weiß gar nicht welche, weiß gar nicht mit wem. Weiß es nicht mehr.

Dienstag, März 21, 2006

"Wir sind gar nicht so viele Eltern..." -- Für alle meine Brüder und ganz besonders den einen

Das sagte meine Mutter heute, als mein kleiner Bruder forderte: "Ich will auf dem Sofa mit allen Eltern kuscheln!", was im ersten Moment logisch klingt, erscheint mir im zweiten gar nicht mehr so richtig. Kommt eben darauf an, wie man Eltern definiert. Ich denke, wir alle: Oma, Johannes, Mama, Papa und ich erziehen ihn gemeinsam. Und ich kann jetzt vielleicht ein bisschen besser nachvollziehen, warum mein großer Bruder bestimmte Sachen gemacht hat...
Aber damals hab ich ihn gehasst dafür. Habe ihn gehasst, als ich sturzbetrunken durchs Kreuzer steuerte und er meinen Becher Wasser wegkippte, weil er dachte, es sei Wodka. Habe ihn gehasst, wenn er gewichtig meinte, ich sollte nicht so viel rauchen, obwohl er selbst rauchte. Wenn er bezweifelte, dass meine Freunde gut für mich waren. Ich habe ihn gehasst, als er meine Musik mit abfälligen Bemerkungen abtat. Ich habe ihn gehasst, als er nach meinem ersten Auftritt sagte, die guten Dinge wären ja erst danach gekommen und es war mir egal, ob er Recht hatte, oder nicht. Ich habe ihn gehasst, wenn er sich zu meinen Freunden mit einlud, währenddessen aber behauptet, ich hätte ja gar keine richtigen oder keine netten, oder wie auch immer er es sagte. Habe ihn gehasst, als er mich Illusionistin nannte, als er mich schrecklich naiv schimpfte. Und ich habe ihn gehasst, in jedem Moment, in dem er fragte, warum ich eigentlich den ganzen "Schrums" schreibe und was das mit den Liedern soll.
Ich habe ihn gehasst, weil er mich so häufig in Frage stellte. Und ich ihn nie. Ich hab ihm nicht vorgehalten, dass er nicht bei seinem letzten Schultag-Spaß war, auch wenn es mich wahnsinnig irritiert hat. Ich rege mich nicht darüber auf, wenn er schon wieder sagt, dass er Pizza-Taxi fahren möchte, auch nicht, wenn er sagt, dass er nicht weiß, was er studieren soll, nicht als er meinte, er wolle gar nicht studieren. Es war eben seins. Sein Leben. Und er mein Bruder. Ich habe nie gesagt, dass er emotional immer total in die Defensive geht, weil ich weiß, dass ihn das kränkt, fand längst nicht alle Musik, die er hörte schön, sah mich aber nicht zum zwanghaften Nörgeln gedrängt, ich habe all seine "Auto Motor Sport" Sendungen nie als Scheiß bezeichnet, auch wenn ich sie zum kotzen fand. Weil er mein Bruder ist. Der, den ich respektieren, den ich liebe und der es noch immer geschafft hat. Noch immer.
Vielleicht habe ich ihn deswegen auch gehasst. Weil er immer schon die Verantwortung übernommen hat, weil er Nebenjobs bekommt, wo ich nicht einmal peripheres Wissen anbieten kann, weil er immer Geld hat und ich nie, weil er nie der Unzuverlässige war, weil er nie irgendwas unter den Teppich gekehrt hat, auch wenn es ihm nicht gefiel... vielleicht auch deswegen. Wer weiß das schon so genau?
Vielleicht konnte ich nie so recht glauben, dass zwei so verschieden sein können, die aneinander, miteinander gewachsen sind, zwei, die dieselben Gute Nacht Geschichten hörten und sie sich später gegenseitig vorlasen, zwei, die einen so ähnlichen Weg hatten, zwei, die jeden Schritt gegenseitig beobachteten, zwei, wie wir eben... Vielleicht kann ich das immer noch nicht so richtig fassen... dass wir so verschieden sein sollen.

Und so suchte ich mir noch andere Brüder. Jungs, die weiterhin auf mich aufpassen würden, wenn du weg wärst, welche, die mich weiterhin in Frage stellen und die ich auch in Frage stelle, Brüder, für die ich genau so viel geben würde, wie für meine leiblichen. Brüder, die nicht so verdammt bescheiden sind, wie du, Hannes, oder so jung, wie Jan-Friedrich, oder so fort, wie Carl-Dietrich. Ich habe mir Brüder gesucht, die so launisch sind oder so besserwisserisch und in vielerlei Hinsicht denen sehr ähnlich, die ich ja schon hatte und doch ganz anders. Brüder, die nicht immer alles richtig gemacht haben, was ich falsch gemacht habe, solche, die mich vielleicht auch einfach so respektieren, wie ich meine Brüder respektiere und immer respektiert habe, egal ob ich sie hasste, oder nicht.

Und es ist nicht so, als wäre Dennis der erste gewesen, oder Friedemann... das hat doch alles viel früher angefangen... vielleicht damals mit Franz, danach kam Ronald und später war es Patrick und dann viel zu lange niemand... viel zu lange... fast wäre ich daran vergangen... nur die Mädels mit ihrem wöchentlichen Kleinkrieg, das war nicht genug. Und dann kam Friedemann und dann Dennis und ich weiß, es werden noch mehr kommen, weil ich weiß, dass Brüder ein hohes Gut sind und ich habe das durch keinen anderen erfahren, als meinen großen Bruder, auch wenn wir sind, die wir sind. Und auch wenn das eben unsere Beziehung zu einander zu dem gemacht hat, was sie jetzt ist:
Er, der große Realist, der praktisch Begabte, der sich organisieren konnte und irgendwie doch immer wusste, was er wollte, was er konnte und wie weit er damit kann. Ich, die kleine Träumerin, die eher künstlerisch-sprachlich Begabte, die Angst vor allem hatte, das sie mit Menschen klären musste, die sie nicht kannte und die sie nicht kannten, die immer alles wollte, meistens nicht viel konnte und überhaupt nicht mehr wusste, wo es lang ging... Und ich dich für deine Bodenständigkeit bewundernd und du mich für meine Abgehobenheit oder Lebensuntüchtigkeit verachtend. Weil wir sind, die wir sind. Vielleicht konnte ich das nur nie so richtig glauben.

Und es nicht so wichtig, dass das einer meiner Brüder liest, wohingegen es sehr wichtig für mich war, es zu schreiben. Sollte ich euch gelangweilt haben, so tut es mir Leid. Und ich weiß, dass Hannes nie über so etwas geweint hätte, aber ich tue es. Weil wir so verschieden sind, so verschieden... dabei sind wir doch so ähnliche Menschen... oder haben das alle immer nu so gesagt? Hat das am Ende niemals gestimmt?

Montag, März 20, 2006

Oh baby, baby, it's a wild world... Ostsee

Eigentlich hätte ich übel Lust, morgen wieder in die Schule zu gehen, allerdings will ich das auch nicht verschleppen und morgen ist eh nichts besonders wichtiges dran...

Ich habe versprochen, das Album ausführlich zu besprechen, aber ich hab jetzt erstmal das andere von Dennis wieder gefunden und werde das Lied, nach dem ich nun 3-4 Tage gesucht habe in der Endlosschleife hören. Solange kann ich erstmal nur sagen, dass ihr Leute MICH das mit dem trommeln machen lassen solltet... und dass wir bessere Aufnahmetechnik brauchen... der Rest kommt, wenn ich nicht mehr im Fieberwahn bin.

"But if you wanna leave, take good care,
hope you make a lot of nice friends out there,
but remember there's a lot of bad air and beware..." Cat stevens hat das schon nicht schlecht gemacht.

Fahr ich am Sommer mit an die Ostsee, oder nicht? Ich bin mir darüber noch nicht so ganz im klaren. Vielleicht krieg ich das Geld ja irgendwo her... wenn ich noch mehr spare, als ohnehin schon... aber was tut man nicht alles für einen Sommer? Ich würde so ziemlich alles dafür tun. Und deswegen geh ich nun wohl doch kassieren, hole mir in EDEKA eine Erkältung nach der anderen, lasse mich von Frau Lehmann anmotzen, werde mich an die Orgel hängen und um Geldgeschenke betteln... also alles so wie immer. Sonstewas für sieben verdammte Tage... wir haben Maßstäbe, Leute!

So. Mir tut immer noch alles weh. Franzi will wissen, ob ich mit an die Ostsee fahre und ich will wissen, auf welchen Bäumen Geld wächst.

Ein kleines Mädchen denkt immer zu viel.

Das Hühnchen und das Gewürz haben ein neues Album aufgenommen. Und ich habe die eine CD von Dennis immer noch nicht wieder gefunden... aber ich muss dieses eine Lied wieder hören("...so muss es sein ganz allein...").

Warum bin ich eigentlich hier und nicht anderswo? Ich habe, genau wie der Rest meiner Family Magen-Dramgrippe und bin deswegen einfach zwischen hier und dort... und komm hier nicht richtig fort.

Kann auch nicht so richtig viel schreiben... eine ausführliche Kritik über das Album kommt, wenn ich es durch gehört habe... bye bye

Samstag, März 18, 2006

Das Mysterium "Frau"

Wenn ich so oft und so viel Haare abschneiden würde, wie ich wollte, hätte ich längst eine Glatze. Meine Haare sind kurz. Also nicht ganz kurz aber eher ungewohnt kurz würde ich sagen, da ist mehr als die Hälfte ab. Irgendwie rennen Frauen immer zum Friseur, wenn sich etwas in ihrem Leben ändert... tja... vielleicht bin ich auch eine von denen, vielleicht ändert sich mein Leben aber auch erst dadurch... ich bin gespannt, was Luisa sagt und wie Dennis es findet, was der Rest dazu meint, ist mir - gelinde gesagt - scheißegal.

Warum mein Friseur manchmal mehr über mein Leben weiß, als meine Freunde: Ihr müsst euch das mal vorstellen, wie soll man während waschen, schneiden, föhnen die ganze Zeit schweigen? Ich meine, wir opfern uns da gegenseitig zwischen einer dreiviertel und einer ganzen Stunde. Da sollte man sich danach - finde ich - nicht völlig fremd sein. Und so erzähle ich, vom Abitur meines Bruders, meines geplanten Auslandsausfenthaltes, dem Studienwunsch, den Lehrern, den Freunden, dem Leben... halt dies und das... Friseur-Gespräche? Wer kennt das noch?

Von einem wunderbaren Erlebnis muss ich allerdings noch berichten. Als ich dann so durch das Rathaus-Center steppte, um den Rest meiner Familie ausfindig zu machen, sah ich doch tatsächlich Isabell Glawe. Und es hat mir eine perverse Freude bereitet, zu sehen, dass sie längst nicht mehr so hübsch ist, wie früher und dass ihr Freund alt, hässlich und(so mein erster Eindruck) unfreundlich ist. Warum finden wir es gut, zu sehen wie unser(e) Ex-Freund(in)/unser Ex-Schwarm nicht mehr so toll aussieht, nicht mehr so begehrt ist, etc. etc.?
Dieses freudige Erlebnis konnte ich allerdings nicht bei anderen "Exen" herstellen: Scheine einen guten Geschmack entwickelt zu haben, sehen alle immer noch atemberaubend aus.

Sollte ich eine meiner Töchter - derer ich 5 zu haben plane - vielleicht Clara nennen? Na ja... erstmal da hinkommen, nicht wahr? ^^

Jetzt fahr ich zu Franzi, die langweilt sich und schocke sie mit meiner Haarlänge.

Und du wirst wissen, was zu tun ist...

... in der Nacht, wo die Welt sich aufhört zu drehen.

Dieser Satz schlummert schon lange hinter vergilbten Chorsätzen und Verwirrungsbarrikaden, heute habe ich ihn wieder hervorgekramt und er hat mich irgendwie immer noch gefangen genommen.

Schon der erste Teil: "Du wirst wissen, was zu tun ist", wie viel Vertrauen, wie viel Zweifellosigkeit in einer Welt voller Skepsis! Alles danach nur Verzierung, alles weitere nur eine genauere Definition: "In der Nacht, wo die Welt aufhört, sich zu drehen", welche Nacht wird das sein? Was wird geschehen?
Ich denke, es könnte die Nacht sein, in der wir uns entdecken. Das kommt ganz darauf an, wer du bist und wer du sein kannst. Was ich bin und was ich sein kann, liegt bereits hier und in all den Gedichten, die ich im weltweiten Netz aufgehangen habe. Es kommt ganz darauf an, wie sehr wir aneinander reißen.

Du wirst wissen, das zu tun ist! In der Nacht, in der wir beide voreinander stehen.

Donnerstag, März 16, 2006

Wieviele Menschen meinen, sich nicht zu irren,

bis sie beginnen, in Liebe zu investieren...

Wer schenkt mir eine Ukulele zum Geburtstag?? In grün, mit Tasche, Plektrum und Grifftabelle inkl. Versand für 25,85€...

Am liebsten hätt ich sie mir heute schon bestellt... aber wie immer ist das Geld knapp... hmpf

Mittwoch, März 15, 2006

Wenn...

... du und ich wir wären, dann würde ich deine Hand nicht nur halten, weil es so kribbelt, weil sie so warm ist und weil sich dann alles so leicht anfühlt, sondern auch, um dich nicht zu verlieren...

"Manchmal kann ich gar nicht mehr richtig fühlen", keine gute Voraussetzung, um zu lieben. Keine gute Ausgangssituation, wenn man brennen will. Ich warte, bis du wieder kannst, mein Schatz. Wir haben keine Eile.

Ich finde Dennis' CD nich mehr... die vom Sommer... die lange... muss Morgen noch mal schauen *grummel*

Dienstag, März 14, 2006

Ticks, Manien und frenetisches Sammlertum

Was musste ich beim Maikind lesen? Unterwäsche-Sammlungen? Was habe ich schon bei Sandra erlebt? Drei deckenhohe Schuhschränke? Was hat Anne heute erzählt? Entzugserscheinungen von Schmerzmitteln?

Ich habe mir also für heute vorgenommen, mich selbst mal ein bisschen unter die Lupe zu nehmen. Sicher habe auch ich meine Ticks, Spleens und Neurosen, wer hat die nicht? Aber ich sammle weder Unterwäsche noch Schuhe, noch reise ich irgendwelchen Bands hinterher oder sonstiges. Ich sammle Dialoge, Sätze und Wortgruppen, die ich weltbewegend, lustig oder paradox finde. Ich sammle kleine Melodien, die von Disharmonie gezeichnet sind. Ich sammle interessante Bekanntschaften, Erlebnisse und Gefühle, ich hebe sie auf und ab und zu erinnere ich mich an sie und kann es wieder sehen, wieder spüren, wieder fühlen.
Ich lese vielleicht schon ein wenig zu oft spashley fanfiction, ich höre exzessiv Musik und man sollte mich eigentlich nie mitten im Lied stören, noch weniger allerdings sollte man mich unterbrechen, wenn ich gerade an einem Gedicht, einem Song oder irgendetwas derartigem arbeite, das Schreiben artet bei mir in letzter Zeit zur Sucht aus, ich produziere jeden Tag mindestens einen Text und schlage und schreie, wenn man mich daran hindert. Ernsthaft.
Ich sammle Menschen, in die ich mich verliebe. Und ich hab ehrlich gesagt schon ne ganze Menge zusammen... Dennis würde jetzt eher "verknallen" sagen. Geht auch durch, ich mag das Wort nur nicht so. Und weil ich diese Menschen sammle und beinahe schon süchtig nach ihnen bin, gehe ich am 6.4. ins Theater zu Happy End, um Julia Zabolitzki zu sehen, die gehört nämlich auch schon zu diesen Menschen.
Ich bin bestrebt hinter allem, das passiert einen tieferen Sinn und Zusammenhang zu erkennen. Zufall ist eine Komponente, die ich nicht gerne mit einbeziehe. Versteht mich nicht falsch, ich mag durchaus spontane Handlungen, Kurzschlussreaktionen und unvorhersehbare Geschehnisse, aber ich mag es, Dinge - zumindest im Nachhinein - nachvollziehen zu können und das kann schon mal dazu führen, dass ich über Ereignisse, die ihr als total nebensächlich betrachtet, mal eben 20 Minuten nachdenke.
Ich bin süchtig nach dem perfekten treibenden Beat, einer Sprache, die ich nicht verstehe und die mich trotzdem anspricht, nach Menschen, die kuriose Sachen wissen oder außergewöhnliches machen, nach guter Vokalmusik und schönen Frauen, nach plötzlichen Erinnerungen und seltsamen Träumen.

Und in diesem Sinne: Es fühlt sich immer noch richtig an. Immer noch richtig, Rike zu lieben. Immer noch richtig, Sophie küssen zu wollen. Immer noch richtig, an Luisa zu denken. Immer noch richtig, Laura Komplimente zu machen. Immer noch richtig, von Maria zu träumen. Immer noch richtig, Sandra schön zu finden. Immer noch richtig. Einfach so.

Übrigens: Es bleiben natürlich noch einige Macken, Paranoia-Situationen und Ticks, die ich hier nicht erwähnt habe... aber das wäre einfach ausgeartet^^.

Montag, März 13, 2006

Rückblick und Ausblick

Ich habe eben mal kurz Rückblick gehalten und gelesen, was ich die letzten zwei Wochen hier so geschrieben habe... Und ich scheine tatsächlich auch eine von denen zu sein.
Eine von denen, die ich so oft nicht verstehe. Eine, die ziemlich verschwenderisch mit dem Wort "Liebe" und dem Gefühl dazu umgeht. Eine, die sich nicht entscheiden möchte, weil es so wie es ist gerade gut passt. So eine bin ich also?

Ich habe ein Mädchen in Schweden gefunden, in das ich mich vielleicht auch noch verlieben könnte. Einfach nur, weil ich das mag. Eigentlich kenne ich nur ihren Namen... aber das kann man ja ändern, nicht wahr? Das kann man ja ändern.

Freut ihr euch schon auf mich, wie ich sein werde später? Denn ich freue mich schon auf euch, wie ihr später sein werdet. Ich freue mich schon darauf, mich mit Mia über ihr Referendariat zu unterhalten und darauf Friedemanns Medizin Lernexzesse mitzuverfolgen, darauf von Lauras Schauspielstudium zu hören und auch darauf, zu sehen wo mein Hühnchen hingeht, ich freue mich darauf meine Kinnlade vom Boden zu kratzen, nachdem mir Sandra erzählt haben wird, was sie so macht und darauf mich irgendwie aufgehoben zu fühlen zwischen all diesen Menschen, die unter der Angst sich zu verirren vielleicht doch wissen, wo es lang geht.

Wer geht mit mir ins Theater? 6.4. 19:30Uhr: Happy End... Es ist toll, toll, toll... mit 6 Euro könnt ihr dabei sein... lasst mich nicht alleine gehen!

Sonntag, März 12, 2006

I remember the days...

... when I was so eager to satisfy you...

Ich denke, ich werde besser darin, ich zu sein. Eine bessere Version von mir. Arbeitet ihr auch unentwegt daran euch zu verbessern? Oder besser: Habt ihr auch von Zeit zu Zeit Anfälle, in denen ihr unbedingt ein besserer Mensch werden wollt?

Samstag, März 11, 2006

Was für ein hübscher junger Mann!

Mein Bruder trägt wieder Anzug. Ich mag es, wenn mein Bruder Anzug trägt. Weil er dann so erwachsen aussieht, wie er ist und so schön, wie er sich selbst nicht erkennt.

Nur ob ich wirklich auf seinem Abi-Ball mit ihm tanzen werde, ist noch offen... weiß gar nicht, ob ich das noch kann. Richtig tanzen.

Donnerstag, März 09, 2006

Es ist das erste und ganz sicher nicht das letzte

Was wir gemeinsam schrieben, gerade erst. Das Hühnchen und ich(er beginnt):

Und ich öffne alle Weine,
denn ich habe es gesehen:
mit uns sind wir nicht alleine,
wir schreiben "Sommer" in den Schnee,

Wir holen Luft, um zu sagen, was wir fühlen,
und fangen an noch heller zu brennen,
wie sehr wir in unseren Köpfen wühlen,
wir können es nicht sicher benennen,

Ich zeige dir die Plätze, an denen die Seelen sich berührn,
wir tanzen umso wilder, umso mehr wir uns verführn,
ich traue uns ein Leben zu, das sich auch lebendig fühlt,
wir sind die Menschen, die Freunde, die Band, die in allen Herzen wühlt.

Ich halte dir die Augen zu, damit du wirklich siehst,
damit du nicht enfach, wie die Zugvögel fliehst,
ich zerzause mit meinen Händen dein Haar,
wir sind mehr als nur unerreichbar

wir sind unvergleichbar!

Und das macht unsere Leben so oft reicher,
Die Breitband-Bilder und die großen Vergleiche,

wir malen in Farben, die man selbst mischen muss, um sie zu sehen,
unsere Massen werden weinen, wenn wir gehen,

Wir gehen nach der dritten Zugabe mit Standing-Ovation,
wir hatten Zeitraffer-Szenen und auch die Slow-Motion,

this is our revolution,
the most sentimental solution,

I can already feel the after-glow,
we had a heartblood stained reality show...


Ich danke. Nicht nur für das Reime hin un her werfen. Sondern für alles, was wir geteilt haben.

Wir kommen aufs Cover. Dass das mal klar ist! Wie siehts aus mit Ostern? Wollen wir schon mal Lieder tauschen und dann Session machen? Mit den großen Dschugel-Trommeln und Gitarre und einem Schellenring und Mundharmonika und... eben dem ganzen. Ich bin auf der Suche. Ich hoffe es klappt.

Eigentlich hatte ich genau so Angst, wie du...

... doch heute siehst du mal wieder unerhört gut aus,
und ich, ich bin unerhört zerstört...
Unterschwellig zumindest.

Nein, es geht mir nicht schlecht, ich will mich nicht beklagen, nur sagen vielleicht, dass man heute mal wieder unerhört gut aussah. Man? Einige Personen. Um ehrlich zu sein sogar unverschämt viele.

Mittwoch, März 08, 2006

Diesmal ist es ernst: Zähähähähähähätt!!!

Ja, die Z-Frage lauert schon wieder. Nein, heute lauert sie nicht nur. Mein Bruder hat heute seine mündliche Prüfung mit 15 Punkten abgelegt und kommt somit auf einen Gesamtschnitt von 1,5... Ich selbst weiß am Besten, dass mein Bruder immer viel fleißiger war, als ich... und jetzt kommts: Der numerus clausus für Germanistik/Anglistik ist 1,3... *argh*... das schaffe ich überhaupt nur, wenn meine folgende Zeugnisse mit 1,0 abgehen... und ich weiß selbst, dass das nicht drin ist...

Diesmal ist es ernst. Ich habe mir heute Hefter angelegt, Hausaufgaben gemacht, Chemie nachgearbeitet und Mathe geübt. Diesmal ist es ernst. Jetzt geht es um jeden Punkt. Sogar die seltsamen Schiedsrichter-Zeichen für Volleyball habe ich mir heute schon angesehen... Weil es später verdammte Scheiße niemanden kümmert, ob ich intelligent bin, sondern lediglich, was auf dem Papier steht...

Ich bereite mich das erste Mal in meinem Leben auf Klausuren vor. Übersetze Latein und lese Ovid wie eine Bekloppte, habe Emilia Galotti schon halb durchgearbeitet, weil es in der Deutsch-Klausur dran kommt und lese den SPIEGEL-Leitartikel nicht nur, sondern fasse schriftlich die Thesen zusammen...

Es hat keinen Sinn, es zu bestreiten: Ich habe Angst. Angst am Ende doch verkannt zu werden. Am Ende an mir zu scheitern. Angst unterqualifiziert zu sein. Angst überqualifiziert zu sein. Angst den Blick zu verlieren. Angst am Ende nicht nur perspektivlos, sondern visionslos zu sein. Klar wird das Leben immer irgendwie gehen... aber eben vielleicht nicht dahin, wo ich will.


Übrigens: Ich gehe nicht zu Nadjas Party, weil ich eben nicht gehe. Will meine restlichen Gehirnzellen erhalten, muss unbedingt Gottesdienst spielen, etc.

Dienstag, März 07, 2006

Ich habe deine Hand zerdrückt...

Heute zwischen Troja und dem Dativus auctoris habe ich deine Hand zerdrückt. Und bin mir keiner Schuld bewusst. Du hast unsere Finger verschränkt. Du wolltest das so eng. Ich hab doch nur zugefasst... Ich habe deine Hand zerdrückt. Und du mein Herz. Ein guter Deal, mein Schatz.

Der Abi-Chor macht ernst zu nehmende Fortschritte. Ernst zu nehmende!! Wir gospeln jetzt ein bisschen vor uns hin mit "Sometimes I feel like a motherless child" und werden in nicht allzu ferner Zeit auch mit Musical beginnen. Ich kriege euch alle noch!!!!!

Außerdem werde ich mich wohl langsam mal um den Kreativpreis bemühen... schließlich gibt es da 200 € und kreativ bin ich ja...

Ansonsten Lagebericht für diese Woche: Geld - Katastrophal, Luisa - Nachhilfe-Termin verlegt, deswegen sehen wir uns diese Woche nicht, Musik - Das ist Varieté in der Mache, Party - werde NICHT zu Nadjas Gebu gehen, Schule - muss in Mathe und Deutsch mal wieder was machen, Schlafdefizit - konstant.

Mündliche Prüfung. Mündliche Prüfung? Was mach ich da eigentlich? Religion? Musik? Oder doch selbstmörderisch Sozi?

Sonntag, März 05, 2006

Du machst mich dumm. Und hilflos. Unselbstständig. Und überhaupt ganz und gar so, wie ich nicht sein möchte.

"Du machst mich krank,
du machst mich dumm,
die Liebe lacht mich aus...

Aus Liebe wollte ich alles wissen,
jetzt weiß ich leider nichts,
aus Liebe wollt ichs besser wissen,
mein Wissen hilft mir nicht..."

Rosenstolz haben ein neue Album draußen... und Mitte der Woche müsste es in unserem Briefkasten landen.

Was Sophie heute schon wieder alles gesagt hat, darf ich nicht sagen, sie hat es verboten. Was Felix allerdings gesagt hat, darf nach draußen:

zitat Sophie: "Für alle anderen werden wir wahrscheinlich ab Montag zusammen sein - Tobi und ich"
Was aber sie darüber denkt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Noch nicht.

Mom und ich reden wieder miteinander...

Ich soll mich bei der Fahrschule anmelden... dabei hab ich noch gar nicht genug geld... Ich hab das alles nicht verdient...

Wenn ich innerhalb der nächsten zwei Ewigkeiten mal wieder in feste Hände gelangen will, sollte ich mich vielleicht für jemanden entscheiden... aber ich wurde in den letzten Monaten professionell verwirrt, zumindest was klare Entscheidungen angeht... ich glaube, ich weiß gar nicht mehr, wie das funktioniert...

Samstag, März 04, 2006

Ich habe nichts gegessen...

sagen, dass es gut schmeckt, tue ich trotzdem. Um sie zu besänftigen.

Ich hatte schon ewig keinen richtigen Streit mehr mit meiner Mutter. Wir hatten zwar diese Unstimmigkeiten um das Geld und den Führerschein, aber das war ja nur eine Meinungsverschiedenheit, wie so viele, die wir haben. Heute allerdings ging das nicht so glimpflich ab... zur Zeit reden wir nicht miteinander...

Meine Mutter hat sogar gemeint, sie hätte nicht übel Lust, mir bis zu meinem 18. Geburtstag alle Partys und Chorproben zu streichen... Angst gehabt hat sie. Angst. Und ich bin mehr als wütend auf mich.

Gestern haben Anna und Anita im Gemeindehaus gefeiert und mir war wohl irgendwie entfallen, dass ich meiner Mutter gesagt hatte, ich wäre um elf wieder zu Hause... demzufolge habe ich natürlich auch nicht angerufen... und kam erst halb eins... anscheinend haben sie auch versucht mich anzurufen... ohne Erfolg.

Ich hab wohl noch einige andere Dinge vergessen... zum Beispiel, meiner Mutter zu sagen, wo ich konkret bin und mit wem und überhaupt... jedenfalls hat sie sich Sorgen gemacht...

Und bin ich es nicht meinen Eltern schuldig? Zuverlässig zu sein? Bin ich es ihnen nicht schuldig? Nach all den Jahren?

... Ich bin enttäuscht von mir. Wirklich enttäuscht...

Donnerstag, März 02, 2006

Du hast ausversehen "ich liebe dich" gesagt...

und danach wurdest du verlegen und wusstest nicht mehr, was dich noch retten sollte, bis ich es tat... mit einem simplen Lächeln.
Ich mag, wenn du schwedisch sprichst... vor allem, wenn du so etwas sagst^^.

Ha! Der Frühling kommt... ich liebe wieder überall hin. Das heißt... vorerst verliebe ich mich erstmal überall hin.

Gestern Rike und Thres, heute ist Luisa nochmal im Highscore nach oben geschossen, wie ein Senkrechtstarter bei Windstille...

Die Mail von Laura kann nicht weit sein, die mir klar macht, dass da noch viel mehr tolle Mädels sind^^.

Mittwoch, März 01, 2006

Aber schnell! Kehre aus der Gefahr zurück!

Ich bin noch ganz verwirrt. Ich bin in Stücke gefallen und eins geworden in gut zwei Stunden...

Ich war bei der Aufführung des Ja-Sagers und des Nein-Sagers... und ich bin heillos überflutet von Gefühlen.
Ich mag Weill. Sehr, sehr, sehr! Theresia hat die Mutter gespielt, als gäbe es kein Morgen mehr und Swantje hat mich total überrascht und vom Hocker gerissen mit ihrer zweimaligen Darstellung der Studentin... Auf Lukas hatte ich mich seit Wochen gefreut und er hat mich nicht enttäuscht: Handfestes Schauspiel und alle Dissonanzen sitzen. Auch der Chor, der so synchron den Kopf schwenkte, wie nie zuvor war einfach top. An Bianca und Frieda war sowieso nichts zu rütteln und wie sie diesen meisterhaften Dialog von Bredemeyer aufführten hat mir schlicht den Atem genommen... so viel zum rein musikalisch-schauspielerischen Aspekt.

Gefühlsmäßig bekam das nochmal eine ganz neue Qualität.
Ich fand Rike auch in mausgrauem Leinen total heiß. Dieser Erkenntnis folgte meine Verblüffung darüber, dass Luisa Cello spielt... und ich dachte noch, dass die Musik es ist, die uns am meisten trennen würde. Luisa spielt Cello... mit Hingabe. Doch damit nicht genug. Nein, es war da natürlich noch Thres. Thres, die sang: "Aber schnell! Kehre aus der Gefahr zurück!" und mich sofort hatte. Sofort. Und das nach zwei Jahren.
Ich habe mich noch nicht von diesem Wechselbad erholt, muss ich sagen. Ich zittere noch.

Nun zum Einleitungssatz... Zehn vor sieben stieg ich ins Auto und spürte bereits ein leichtes Nervenflattern. Aber die Nervösität, als ich die Turnhalle betrat, übertraf dies um vieles... Eigentlich unsinnig, schließlich hatte ich ja nichts zu verlieren... Aber ich wusste ja, wieviel Probenzeit in diese beiden Stücke investiert worden waren, ich wusste, dass die meisten Schüler quasi keine Wochenende und Ferien mehr gehabt hatten in den letzten zwei Monaten... Es musst einfach werden. Und obwohl die Premiere bereits gestern war, lagerte immer noch eine ganze Menge Druck auf den Darstellern.
Aber dann, als der Vorhang aufging und die erste Szene anfing, war ich einfach nur noch wahnsinnig stolz. Noch viel mehr natürlich in der Pause zwischen Ja- un Nein-Sager... Einfach nur sehr froh diese Menschen zu kennen, die das da so toll machen. Und plötzlich ja das Gefühl irgendwie eins zu sein mit diesem Enthusiasmus... Der Nein-Sager rief dann mit der spröden Musik bei mir beklemmungsartige Zustände hervor. Die Stimmung setzte sich im ganzen Saal fest und nach dem Schlusssatz("keiner feiger als sein Nebenmann") blieb mir nichts anderes, als aufzuspringen und zu klatschen, bis meine Hände taub waren. Und danach noch weiter. Am liebsten hätte ich gewunken und wäre auf meinem Platz rumgesprungen, so ganz war ich in diesem Moment. Und bin es noch. Möchte noch viel länger klatschen für diese außerordentliche Leistung.

Im Musikschulsommer werden die beiden Schulopern nochmal aufgeführt. Lasst es euch nicht entgehen! Das sind unsere Leute! Lasst es euch nicht nehmen, wie besessen zu applaudieren, auch wenn die anderen sich mit befremdeten Blick nach euch umsehen...